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100 things I love about him

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Summary

Eine Kiste. Ein Geheimnis. Ein Moment, der alles verändert. Als Antonio das verborgene Herzstück von Sophies Gefühlen findet, erkennt er, dass Vertrauen manchmal mehr Mut braucht als Liebe selbst.

Genre
Romance
Author
lilly
Status
Complete
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
13+

Kapitel 1

Vorsichtig schob Sophie die Kiste aus ihrem Schrank. Außer ihr wusste niemand, dass es sie überhaupt gab. Sie war die Einzige, die von ihrem Inhalt wusste und das sollte auch so bleiben. Doch schon bald geschah etwas, womit niemand gerechnet hätte.


Ihr Freund Antonio war zu Besuch. Da sie erst seit einer Woche zusammen waren und ihre Eltern ziemlich streng waren, schauten sie nur kuschelnd Netflix. Antonio hatte ein gutes Gefühl bei ihr, doch seine Ex hatte ihm das Vertrauen gebrochen. Deshalb war er bei seiner neuen Freundin besonders vorsichtig.

Während Sophie auf die Toilette ging, stoppte Antonio den Film und bewegte sich auf den Schrank zu. Von seiner Ex wusste er, dass Mädchen gerne geheime Dinge in ihren Kleiderschränken verstecken. Nur war es bei Sophie kein anderer Typ – sondern eine Kiste.

Noch bevor er sie überhaupt sah, hörte er Schritte vor der Tür. Schnell schlich er zurück zum Bett – gerade rechtzeitig, als Sophie wiederkam. Antonio startete den Film und schmiegte sich an sie. Obwohl er (noch) nichts gefunden hatte, war er nun vorsichtiger mit seinen Gefühlen als zuvor.


Am nächsten Tag war er wieder bei ihr. Seine Neugier ließ ihm keine Ruhe. Er wartete darauf, dass Sophie kurz aus dem Zimmer ging. Diesmal rief ihre Mutter nach ihr. Ob er dadurch mehr oder weniger Zeit hatte, wusste er nicht – aber er nahm das Risiko in Kauf. Er wühlte im Schrank herum, bis seine Hand auf etwas Hartes stieß. Das war sicher kein Pullover. Mit zitternden Fingern zog er es hervor. Auf der Box stand:

„100 reasons why I love him“

In Panik, sie könnte damit jemand anderen meinen, öffnete er die Box. Was er darin fand, rührte ihn fast zu Tränen: Das Polaroid-Foto, das Sophie am ersten Tag von ihm gemacht hatte, lag obenauf. Darunter befanden sich kleine Zettel, jeder mit handgeschriebenen Worten.

So vertieft war er ins Lesen, dass er nicht bemerkte, wie Sophie das Gespräch mit ihrer Mutter beendet hatte und nun wieder in der Tür stand. Er merkte auch nicht, wie sie eintrat und ihn dabei sah – kniend vor dem Schrank, die Briefe in der Hand. Andere hätten ihn wohl angeschrien. Doch Sophie sagte ruhig:

„Es ist noch nicht fertig. Ich schreibe die Dinge erst auf, wenn ich mir ganz sicher bin, dass ich genau das an dir liebe. Ich wollte es dir eigentlich schenken, wenn ich fertig bin – also hast du dir gerade deine eigene Überraschung versaut.“

Er hatte alles erwartet – Wut, Tränen, vielleicht sogar, dass sie ihn aus dem Haus warf. Aber nicht das. Und in diesem Moment erkannte Antonio, dass er sie von Anfang an einfach hätte lieben sollen. Ohne Zweifel. Ohne Angst. Mit Vertrauen.

Er sah sie an und sagte leise: „Es tut mir so leid. Ich hätte dir vertrauen sollen. Ich habe Scheiße gebaut, ich weiß. Wenn ich gewusst hätte, dass du es wirklich so gut mit mir meinst, hätte ich das nie getan. Können wir von vorn anfangen – und ich liebe dich diesmal ohne Zweifel?“

Sophie antwortete nicht. Stattdessen kniete sie sich neben ihn. Nur wenige Millimeter trennten sie voneinander. Sie legte den Kopf leicht schräg und blickte in seine meerblauen Augen. Antonio nahm ihren Kopf in seine Hände und strich sanft durch ihr braunes Haar. Ohne zu zögern kamen sie sich näher, bis ihre Lippen aufeinandertrafen.



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