Ein ruhiger Abend
~•~•~•~•~•~Einleitung~•~•~•~•~•~
Triggerwarnung:
Diese Geschichte thematisiert Essstörung, körperliche Schwäche aufgrund von Mangelernährung sowie einen daraus resultierenden Unfall mit Verletzungen. Bitte achte auf dich beim Lesen.
~•~•~•~•~Vorgeschichte~•~•~•~•~
Alice kennt Elina sehr gut und weiß von ihren Problemen Bescheid. Alice weiß auch, dass Elina ADHS hat und hat kein Problem damit. Alice ist 19 Jahre alt und Elina ist 16 Jahre alt. Alice und Elina kennen sich seit klein auf, also seitdem Elina 5 Jahre alt ist. Die beiden sind fest zusammen und würden alles füreinander tun. Elina schläft sehr oft bei Alice, um ihre Probleme zu vergessen und um bei ihrer Freundin zu sein. Alice hat nie ein Problem damit und findet es gut, dass Elina bei ihr schläft.
•~•~•~•~ Ein ruhiger Abend~•~•~•~•
Erzählerin:
Elina und Alice sitzen in Alices Wohnung. Alice wohnt in einem Hochhaus im 8. Stockwerk. Sie sitzen gemütlich auf dem Sofa und schauen einen Film, während sie Pizza essen.
Naja, also Alice isst Pizza, während Elina versucht, die Pizza zu essen... Sie hat eine Essstörung, ein weiterer Grund, warum sie gerne bei Alice ist. Alice versucht, ihr so gut es geht zu helfen und geht mit Elina zu einer Therapie. Alice weiß, dass das Thema Essen für Elina ein schwieriges und sensibles Thema ist.
Alices Sicht:
Ich sehe, welche Schwierigkeiten Elina beim Essen hat. Es bricht mir fast das Herz. Sie zittert und legt ihre Hände um ihren Bauch. „Hey... Schatz... alles gut... du hast Zeit... iss langsam... du musst dir nichts reinzwängen!" sage ich besorgt und streichle ihren Kopf.
Elinas Sicht:
Ich höre Alices Worte und weiß, dass sie Recht hat. Aber es ist so verdammt schwer zu essen! Ich hasse es, und ich hasse mich! Ich spüre die Übelkeit, die mir hochkommt, während ich versuche zu essen. „Ich... weiß, dass ich Zeit habe... aber... es ist..." Ich merke, wie ich Tränen bekomme.
Alices Sicht:
Ich nehme sie einfach in den Arm, weil ich nicht will, dass sie ihren inneren Kampf alleine durchmacht! „Ich bin hier... und ich helfe dir..." Ich spüre, wie sie anfängt zu weinen und drücke sie nur noch enger an mich.
Elinas Sicht:
Ich drücke mich fest an sie und weine leise... „Es tut mir leid... Es tut mir so leid...", flüstere ich an ihre Brust. „Was tut dir leid?" höre ich Alice leise fragen. „Dass ich... nicht richtig essen kann...", murmle ich leise. „Guck mich an," höre ich Alices Worte und spüre, wie sie mein Kinn hebt. Ich schaue in ihre Augen. „Elina... Es ist nicht deine Schuld! Du brauchst dich nicht zu entschuldigen! Es ist nicht deine Schuld!" höre ich Alices Worte. Ich nicke und drücke mich an sie.
Alices Sicht: Ich drücke Elina eng an mich und streichle ihren Rücken. Ich spüre, wie Elina sich aus meinen Armen befreien will, und ich lasse es zu.
„Ich... ich mache mir einen Tee...“, höre ich Elinas leise Worte. „Ich kann dir auch einen machen... du bist sehr blass... und ich will nicht, dass du umkippst...“. „Ich... mir geht es gut... ich kann das...“, höre ich Elina sagen und sehe, wie sie aufsteht und in die Küche geht.
Elinas Sicht:
Ich stehe auf und gehe in die Küche. Ich schließe die Küchentür, damit Alice mich nicht sehen kann. Mir ist schwindelig und etwas schwarz vor Augen. Ich weiß, dass ich essen muss, aber ich bin zu dick. Ich muss auch so dünn sein wie andere Mädchen. Ich mache den Wasserkocher an und hole mir eine Tasse, in die ich einen Pfefferminz-Teebeutel hineinpacke. Der Wasserkocher piept, das Zeichen, dass er fertig ist. Ich versuche, den Wasserkocher zu heben, aber er ist zu schwer, und mir ist so schwindelig. Ich will mir gerade einschenken, als die Tasse runterfällt und danach der Wasserkocher.
Alices Sicht:
Ich erschrecke mich, als ich den Knall höre. „ELINA?" schreie ich. Keine Reaktion... Ich bekomme Panik. Ich renne zur Küche und mache die Tür auf. Ich erschrecke mich, als ich sehe, was sich da vor mir abspielt. Elina steht dort zitternd und tränenüberströmt. Ihre Beine bluten vom Glas der Tasse, und ihre Beine und Arme sind rot und verbrannt vom heißen Wasser. Der Wasserkocher liegt auch auf dem Boden. „Elina... Scheiße", sage ich zitternd. Ich gehe sofort zu ihr und ziehe sie weg. Ich hebe sie hoch und trage sie ins Badezimmer, wo ich sie sofort auf den Badewannenrand setze und mit der Duschbrause ihre Beine und Arme mit kaltem Wasser wasche, damit die Verbrennungen weggehen und die Schnitte etwas gesäubert werden.
Elinas Sicht:
Ich zittere und spüre, wie Alice mich behandelt, wie sie meine Beine und Arme wäscht. Ich kann nicht anders und fange an zu weinen... „Es tut mir leid... es tut mir so leid...“, weine ich. „Hey... hey Schatz... alles ist gut... alles wird gut... es ist nicht schlimm“, sagt Alice, und ich spüre, wie sie meine Stirn küsst. Ihre Berührung ist sanft, aber sie brennt auf meiner Haut – nicht wegen ihr, sondern wegen dem, was ich getan habe.
Bilder schießen mir durch den Kopf. Das Blut. Die Schreie. Meine Stimme, die mich selbst nicht mehr erkannt hat.
„Ich wollte das doch nicht...“, flüstere ich.
Alice hält inne und sieht mich an. „Ich weiß. Es war ein Unfall, Elina." Ich fange an zu weinen.
Alices Sicht:
Ich sehe, wie sie weint, und es bricht mein Herz, Elina so zu sehen. Ich küsse sanft ihre Stirn. „Hey... alles gut... alles wird gut, Schatz...", flüstere ich. Nach ein paar Minuten, während ich ihre Beine und Arme mit kaltem Wasser reinige, trockne ich ihre Arme und Beine. „Elina... hör zu, ich hole jetzt eine Creme aus dem Kühlschrank und verbinde dir dann deine Arme und Beine, damit sie nicht weiter entzünden..." Sie nickt, und ich stehe auf und gehe schnell in die Küche und komme nach 2 Minuten wieder.
Elinas Sicht:
Als Alice wiederkommt, schaue ich auf den Boden. Sie holt eine Verbandrolle, Pflaster und eine Schere zusätzlich hinzu. Ich spüre, wie sie langsam und vorsichtig die Creme aufträgt. „Au...", sage ich immer wieder zwischendurch, bis Alice fertig ist. „Elina, du solltest jetzt am besten schlafen. Und morgen reden wir darüber, und ich bringe dich zum Arzt! Keine Widerrede!" höre ich Alices Stimme, so weich und liebevoll, aber gleichzeitig auch voller Sorge und Ernsthaftigkeit.
Elinas Sicht:
Ich wache auf und liege in ihren Armen. „Morgen“, sagt sie. „Morgen...“, antworte ich. „Wie geht es deinen Beinen und Armen?“ Alices Stimme klingt so weich und fürsorglich, während sie fragt. „Besser als gestern Abend...“, kann ich nur antworten.
Alices Sicht:
Ich höre ihre leisen Worte und küsse sanft ihre Stirn... Ich liebe sie so sehr... Ich setze mich auf und zeige ihr somit, dass sie es auch machen soll, was sie auch macht. „Elina... Warum hast du mir nicht einfach das Überlassen mit dem Tee kochen...? Ich habe genau gesehen, dass dir schwindelig war...“, spüre ich mein Zögern, während ich sie das frage. „Ich... ich liebe dich so, so sehr, und ich will dir nicht zur Last fallen!" höre ich ihre Worte. „Oh... Elina, Schatz... Ich liebe dich auch so doll! Und du wirst niemals für mich eine Last werden!" antworte ich und drücke sie an mich. „Wirklich?" „Ja, Elina, wirklich!"
Elinas Sicht:
Ich liebe sie so sehr und bin dankbar für ihre Hilfe. Ich küsse sanft ihre Lippen, und sie nimmt es entgegen. „So, jetzt fahren wir ins Krankenhaus“, sagt Alice, und ich nicke ihr zustimmend zu.
Erzählerin:
Als sie im Krankenhaus waren, wurde Elina mehrfach untersucht, und die Verletzungen waren nicht so schlimm. Sie musste zwei Tage dort bleiben und wurde behandelt. Nach dem Vorfall kam Elina in eine Klinik, auch wenn sie es nicht so wollte. Der Arzt, der sie untersucht hat, sagte: „Du bist viel zu dünn wegen der Essstörung... Es ist wirklich besser, wenn du in eine Klinik kommst! Deine Freundin kann dich immer besuchen, und an den Wochenenden, in den Ferien und an den Feiertagen kannst du bei ihr schlafen." Nach einem kurzen Gespräch mit Alice, in dem Alice auch sagte, dass sie es besser fände, wenn Elina in eine Klinik kommt, geht Elina freiwillig in eine Klinik in der Hoffnung, dass es alles bald wieder besser wird...
~•~•~•~•~Ende ~•~•~•~•~