Zwischen Feuer, Wasser und Eis

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Summary

Geboren in den abgelegenen Feldern des Sudland, großgezogen in Armut — und mit Kräften, die ganze Reiche begehren. Anshalyn Nescoa wächst versteckt auf, weil ihre Eltern fürchten, dass ihre Gabe die dunklen Krieger des Norkamp anlocken wird. Doch als ein Fremder erscheint und ihr offenbart, dass sie mehr als ein Mädchen ist – eine magische Elfe, die den Krieg zwischen Norkamp, Sudland, Offenier und Mauies beenden könnte – bricht Anshalyn auf. An ihrer Seite: der kleine Drache Skilas und Askandar, ein treuer Freund, den sie unterwegs findet. Ihr Ziel ist Frieden. Ihr Weg führt mitten in die Flammen des Krieges. Jahre später lebt Königin Anshalyn verborgen in Rosenheim – fern vom Glanz des Thrones, die Schlachten hinter sich gelassen. Bis Ydecto, ein geheimnisvoller Fremder, das Dorf stürzt und ein uralter Alptraum erwacht: Dämonen, einst besiegt, treten zurück ins Licht – grausamer und stärker als je zuvor. Auf der Flucht durch verwunschene Wälder und zerfallene Reiche müssen Anshalyn und Askandar Götter treffen, Prüfungen bestehen und ein schicksalhaftes Artefakt bergen: den Kopf der Medusa – der Schlüssel zur Rettung oder zur Vernichtung. Ein episches Doppelband ("Anshalyn - Königin der vier Welten" und "Anshalyn - Die Rückkehr der Dämonen") voller Magie, Verrat, großer Gefühle und gnadenloser Prüfungen. Für alle, die sich nach weiten Welten, mutigen Heldinnen und einem Abenteuer sehnen, das noch lange nachhallt.

Status
Complete
Chapters
50
Rating
n/a
Age Rating
16+

Prolog - Ewiges Eis

In der eisigen Kälte des Nordens liegt eine schier endlose, schneebedeckte Eiswüste ausgebreitet, weit entfernt von jeglicher Zivilisation oder menschlicher Besiedlung. Die Landschaft erstreckt sich scheinbar bis zum Horizont, wo der Himmel und das Land in einer weißen Unendlichkeit verschmelzen. Es ist eine Welt der Stille, unterbrochen nur durch das leise Knirschen des Schnees unter den Füßen und das gelegentliche Heulen des eisigen Windes, der über die gefrorene Ebene fegt.

Das einzige, was diese einsame Landschaft durchbricht, sind die vereinzelten Felsformationen, die aus dem Schnee aufragen wie einsame Wächter in der Kälte. Ihre Konturen sind vom jahrelangen Einfluss des Wetters gezeichnet, ihre Oberflächen von einer dünnen Eisschicht überzogen, die im Sonnenlicht glitzert, als ob sie mit Diamanten besetzt wären. Hier und da ragen einige karge Sträucher aus dem Schnee hervor, ihre dürren Äste wie verkrüppelte Finger in die Luft gestreckt.

Die Luft ist so kalt, dass sie einem den Atem raubt, und der Wind beißt in die Haut wie tausend winzige Nadeln. Doch trotz der erbarmungslosen Kälte strahlt die Landschaft eine eigene Schönheit aus, eine majestätische Einsamkeit, die den Betrachter in ihren Bann zieht.

Die Sonne hängt tief am Himmel, ihr blasses Licht wirft lange Schatten über die schneebedeckte Ebene. Der Himmel ist von einem tiefen Blau durchzogen, das fast schwarz wirkt, und nur selten huschen ein paar weiße Wolken vorbei, die wie zarte Federbüschel am Firmament entlangziehen.

In dieser lebensfeindlichen Umgebung kämpfen die wenigen Lebewesen, die hier existieren, jeden Tag um ihr Überleben. Kleine Nagetiere huschen durch den Schnee auf der Suche nach Nahrung, ihre pelzigen Körper kaum sichtbar gegen das blendende Weiß. Raubvögel kreisen hoch am Himmel auf der Suche nach Beute, ihre scharfen Augen stets auf den Boden gerichtet, bereit, jeden Moment zuzuschlagen.

Für den Menschen wäre das Überleben in dieser unwirtlichen Landschaft eine enorme Herausforderung. Doch es gibt jene, die sich dennoch hierher wagen, sei es aus Abenteuerlust oder der Suche nach Einsamkeit und Stille. Einsame Wanderer ziehen durch die eisige Ödnis, ihr Atem dampft vor Kälte, während sie sich ihren Weg durch den Schnee bahnen. Ihre Fußspuren werden bald vom Wind verwischt, und sie hinterlassen kaum eine Spur ihrer Existenz in dieser endlosen Weite.

Doch selbst in dieser Einsamkeit gibt es Momente von unbeschreiblicher Schönheit. Wenn die Sonne über den Horizont steigt oder untergeht, färbt sie den Himmel und die Landschaft in ein weiches Rosa, das sich über den Schnee legt wie ein sanfter Schleier. Die Eiswüste erwacht zu einem kurzen Moment des Lebens, wenn das Licht die Kälte durchdringt und die Welt in warme Farben taucht.

Doch diese Momente sind selten und flüchtig, und bald kehrt die Kälte zurück und hüllt die Landschaft erneut in ihre eisige Umarmung. Die Einsamkeit der Eiswüste bleibt unberührt, ein zeitloses Reich aus Schnee und Eis, das still und unerbittlich auf seine eigenen Gesetze pocht. Und so wird sie bleiben, weit entfernt von der Hektik und dem Lärm der Zivilisation, ein Ort der Stille und der unberührten Schönheit, der nur den Mutigsten und Entschlossensten offensteht.

Die eisige Kälte umhüllt sie wie eine undurchdringliche Mauer, während sie mutig durch die endlose Eiswüste schreitet. Jeder Atemzug schneidet wie ein Messer durch die Luft, doch die junge Frau lässt sich nicht von der gnadenlosen Umgebung einschüchtern. Ihr Blick ist fest auf das Ziel gerichtet, ein ferner Punkt am Horizont, der Hoffnung verspricht.

Dicke Schichten aus Pelz und Fell schützen sie vor der beißenden Kälte, doch ihre Glieder sind dennoch steif vor Anstrengung und Erschöpfung. Doch sie kann nicht aufgeben, nicht jetzt. Jeder Schritt bringt sie ihrem Ziel näher, und sie ist fest entschlossen, den Weg bis zum Ende zu gehen.

Doch plötzlich verdunkelt sich der klare, blaue Himmel, und drohende Wolken ziehen heran, wie ein drohendes Omen am Horizont. Ein eisiger Wind beginnt zu heulen und peitscht den Schnee umher, formt ihn zu wirbelnden Säulen, die die Sicht verschleiern.

Die junge Frau zögert nicht. Sie weiß, dass sie sich beeilen muss, bevor der Schneesturm sie einholt. Mit fester Entschlossenheit setzt sie ihren Weg fort, kämpft sich tapfer durch den tobenden Sturm, der sie zu verschlingen droht.

Doch dann, aus dem Nichts, taucht eine finstere Gestalt hinter ihr auf, wie ein Schatten, der aus der Kälte entspringt. Ein Kämpfer, düster und bedrohlich, mit einer Aura des Bösen um ihn herum. Er schleicht sich lautlos an sie heran, seine Gestalt verschwimmt beinahe mit der wirbelnden Schneelandschaft.

Die junge Frau spürt die drohende Gefahr und wirbelt herum, bereit, sich zu verteidigen. Doch bevor sie reagieren kann, ist der Kämpfer über ihr, seine eisigen Hände packen sie grob und reißen sie zu Boden. Der Aufprall ist hart, der Atem wird ihr aus den Lungen gepresst, während der Schnee um sie herum wirbelt.

Doch sie ist nicht machtlos. Mit einem Aufschrei der Entschlossenheit stößt sie den Angreifer von sich, kämpft verzweifelt gegen seine eiskalten Griffe an.

Ihre Kräfte mögen schwinden, doch ihr Wille ist unbeugsam, und sie weigert sich, aufzugeben.

Der düstere Kämpfer zieht sein Schwert, ein glitzerndes Stück Stahl, das im Licht des Sturms funkelt. Er schwingt es mit tödlicher Präzision auf sie nieder, doch die junge Frau weicht geschickt aus, ihre Bewegungen fließend wie Wasser.

In einem verzweifelten Akt der Verteidigung greift sie nach dem Schwert des Angreifers, ihre Finger schließen sich fest um den kalten Stahl. Mit einem kräftigen Ruck entreißt sie es ihm, und plötzlich liegt die Macht in ihren Händen.

Ein erbitterter Zweikampf entbrennt zwischen den beiden, ein Tanz aus Stahl und Schnee, während der Sturm um sie herum tobt. Die junge Frau kämpft wie eine Löwin, ihre Bewegungen schnell und präzise, ihre Augen leuchtend vor Entschlossenheit.

Doch der düstere Kämpfer ist ein erfahrener Gegner, und er gibt nicht so leicht auf. Mit jeder Faser seines Seins kämpft er gegen die junge Frau an, doch ihre Entschlossenheit ist stärker als seine Dunkelheit.

In einem letzten verzweifelten Angriff stürzt der Angreifer auf sie zu, bereit, den finalen Schlag auszuführen. Doch die junge Frau ist schneller. Mit einem geschickten Ausfallschritt weicht sie seinem Angriff aus, und in einem fließenden Bewegungsschwung durchtrennt sie seine Verteidigung.

Das Schwert des Angreifers fährt durch die Luft, ein glitzernder Bogen aus Stahl, bevor es mit einem dumpfen Aufprall im Schnee landet. Der düstere Kämpfer taumelt rückwärts, ein Ausdruck des Entsetzens auf seinem Gesicht, bevor er in sich zusammenbricht, besiegt durch die Hand der jungen Frau. Regungslos liegt er da, schließt mit letzter Kraft seine Augen und stirbt dann.

Erschöpft sinkt die junge Frau auf die Knie, ihr Atem kommt in hastigen Gasen, während der Sturm um sie herum tobt. Doch ihr Sieg ist von kurzer Dauer, denn sie weiß, dass sie keine Zeit zu verlieren hat.

Mit zitternden Händen steht sie auf, das Schwert des Angreifers fest umklammert. Es ist ein schweres Gewicht an ihrem Gürtel, doch sie trägt es mit Stolz. Denn sie weiß, dass sie durch ihre Entschlossenheit und ihre Willenskraft überwunden hat, was auch immer das Schicksal ihr entgegen wirft.

Und so setzt die junge Frau, getrieben von Entschlossenheit und Willenskraft, ihren einsamen Weg durch die endlose Eiswüste fort. Im Herzen trägt sie den Sieg über die Dunkelheit, und nichts kann ihren Mut brechen, während sie unbeirrt ihrem Ziel entgegenstrebt.