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The Shadow over Celestia

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Summary

Du versuchst auf die Beine zu kommen, aber dein Körper regt sich nicht. Und plötzlich steht jemand vor deiner, auf dem Boden gekrümmten, Gestalt. „Sind wir fertig mit dem Katz und Maus Spiel?“, fragt der Mann, dessen Stimme du doch einige Minuten vorher schon gehört hattest. Start: 15.05.2026 End: --.--.-- Wattpad:@Tsaentan

Status
4mo ago
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
13+

Ch.1

Der Boden unter deinen Füßen scheint zu schwanken.Oder vielleicht ist es auch nicht der Boden, sondern dein Kopf, der sich dreht.

Obelgia ist ein Königreich, welches Celestia sehr nahe liegt.

Während deiner Reise hierher unterdrückst du vollständig deine magische Präsenz. Ein falscher Moment der Unachtsamkeit könnte genügen, um entdeckt zu werden.

Sie sind schließlich hinter dir her. Es würde nicht mehr lange dauern, bis sie dich einholen.

Ins Königreich Obelgia hast du es bereits geschafft, doch in Betracht der Uhrzeit ist kaum noch wer auf den Straßen unterwegs.

Es ist alles sehr ruhig, du hörst lediglich deinen eigenen Atem.

Schnell läufst du weiter, der Palast ist bereits in Sichtweite. Aufgeben kommt dabei gar nicht in Frage.

Während der weiße Umhang deine Gestalt und Identität versteckt, schützt er dich zugleich auch etwas vor der eisigen Kälte.

„Einen Reisenden hatten wir lange nicht mehr.“, ertönt eine männliche Stimme von der Seite. Ein junger Herr sitzt an einem kleinen Tisch, während er einen heißen Tee trinkt.

Hinter ihm ein Gebäude, welches du einer Kneipe zuordnen würdest.

Dein Blick wandert über den Mann, sucht nach Anzeichen einer möglichen Gefahr.Eine solche Gefahr kannst du jedoch nicht von ihm wahrnehmen.

Sowohl seine weichen Gesichtszüge als auch sein freundliches Lächeln, wirken nicht wie eine Bedrohung für dich. Und auch seine magische Präsenz fällt nicht negativ auf.

Womöglich nur ein gewöhnlicher Bürger.Und trotzdem entspannen sich deine Schultern keinen Moment.

Aber dann wandert dein Blick weiter runter auf den Tee, welchen er in seiner Hand hält.Zu dieser Uhrzeit erscheint es dir fragwürdig, doch hast du keine Absicht hier nun eine Pause zu machen.

Deinen Blick auf seinem Tee scheint der Fremde jedoch schnell zu bemerken.„Süßer Apfeltee. Magst du etwas davon probieren?“, fragt er höflich mit einem Lächeln und hält dir die Tasse hin. Doch du schüttelst nur langsam den Kopf.

„Das kalte Wetter in Obelgia kann einen richtig überraschen.“, sprichst du mit ruhiger Stimme.

Der Mann hebt eine Augenbraue, bevor er dich genauer ansieht. Er erkennt nichts weiter als die untere Hälfte deines Gesichtes, alles andere ist unter deinem Umhang versteckt.

„EineReisende? Das sieht man nicht alle Tage.“, erwidert er daraufhin etwas ruhiger.

„Ich danke für die kleine Unterhaltung, aber ich muss nun weiter.”Und mit diesen Worten drehst du dich wieder nach vorne und ziehst weiter. Der Mann blickt dir ruhig hinterher.

Mit jedem weiteren Schritt wird der Palast immer größer vor deinen Augen. Lautet nur noch die Frage; wie kommst du rein?

Mit dem Palast bist du bereits vertraut, daher kennst du den Weg durch den Hintereingang. Du schleichst dich daher an den Wachen vorbei und läufst in den hinteren Teil des Palastes und erreichst somit den Garten.

Es fühlt sich so an, als würden sich deine Muskeln, wenn auch nur etwas, entspannen.

An den Bäumen schleichst du dich vorbei und entdeckst die Wand, welche sich hinter den Büschen versteckt.

Von außen würde man nichts bemerken, aber wer die Tür kennt, weiß genau wie man reinkommt.Deine Hand durchsucht den Busch nach einem Türknauf, und nach wenigen Sekunden kannst du auch nach einem greifen.

Die Tür wird deinerseits geöffnet und du betrittst das riesige Gebäude, schließt die Tür dabei schnell wieder hinter dir zu.

Du bist endlich drin, musst nur noch den König schnell finden. Mit leisen Schritten schleichst du dich im Gang.

Die Wachen dürfen dich nicht erwischen, das könnte alles nur komplizierter machen.

Mit kaum hörbaren Schritten läufst du achtsam weiter, der Gang fast schon endlos.

„Ich kann mich nicht dran erinnern, dass der König Besuch erwartet.”

Schnell drehst du dich um. Eine Präsenz hattest du vorher nicht verspürt.

Vor dir ein junger Mann, sein Gesicht kannst du aufgrund der schlechten Beleuchtung nicht ganz erkennen, aber seine Kleidung verrät genug.

„Was macht ein Reisender so spät noch im Palast?“, fragt er mit tiefer Stimme. Er scheint bereits auf Alarmbereitschaft zu sein.

Du zögerst.

Du denkst nach. Eine Erklärung kostet dich viel zu viel Zeit. Zudem musst du hoffen, dass er deinen Worten sowohl Gehör als auch Glauben schenkt.

Und damit ist es für dich beschlossen. Dein Körper dreht sich erneut und du rennst schnell los.

Der Mann starrt erst überrascht hinterher, folgt dir aber sofort.

„Stehenbleiben!“, ruft er nach dir.Er kommt immer näher.

Dies lässt du jedoch nicht weiter zu. Der Boden unter deinen Füßen gefriert und der Mann schreckt auf. Er rutscht aus und fällt hin.

„Verdammt..!“, hörst du ihn fluchen und du lächelst für dich.

Dein junges Alter macht dich nicht harmlos.Und sicher nicht schwach.

Genau dann spürst du plötzlich, wie sich ein schmaler Fangschal um deinen Körper legt und dich festhält.

Nun bist du diejenige am Fluchen.

Es zieht dich nach hinten, und plötzlich spürst du seine warme Brust an deinem Rücken.

Dein Herz schlägt schneller. Du musst dir dringend was einfallen lassen.

„Da scheint jemand aber riesigen Spaß zu haben.“, sagt er und zieht dir die Kapuze deines Umhangs runter.

Er blickt dich erstaunt an, die Verwirrung ist ihm auf die Stirn geschrieben.

„Eine Frau..?“, fragt er leise. Kurz darauf spürst du, wie sich sein Griff etwas lockert.

„Noch nie eine gesehen?“, kommt es ruhig aus dir ,während du ihm direkt in seine grünen Augen blickst.

Doch scheint er deine Worte zu ignorieren und betrachtet stattdessen dein Gesicht. Deine Haarsträhnen fallen dir ins Gesicht, deine Wangen leicht gerötet. Höchstwahrscheinlich von der Kälte und der Erschöpfung.

Er wirkt zwar noch immer sehr skeptisch und misstrauisch, aber zugleich auch verwirrt.

Die Chance nutzt du aus und schubst ihn von dir, trittst zurück und ziehst die Kapuze schnell wieder hoch.

„Was willst du hier?“, fragt er streng, sein Fangschal schon auf Bereitschaft.

„Ich habe für so etwas keine Zeit.“, erwiderst du nur, bevor du mit einer Handbewegung eine magische Eiswand zwischen euch ziehst.

Fluchend hämmert er mit der Faust dagegen, doch ist es zwecklos.

„Entschuldigen Sie bitte bitte die Unruhe.“, sagst du nur und verbeugst dich leicht.So kehrst du ihm den Rücken zu und läufst den Gang weiter entlang.

Der König würde dich sicherlich verstehen. Er würde sicherlich verstehen, dass du deine Gründe hattest, so zu handeln.

Du steigst die Treppen mit unterdrückter magischer Präsenz hinauf, so solltest du zumindest nicht auffallen.

Doch plötzlich dreht sich dein Kopf und du stolperst über deinen eigenen Fuß.

Schwer atmend liegst du auf dem Boden und versuchst, dich mit den Armen zu stützen.

Dein Körper weigert sich, weiter mitzumachen.

Ohne Vorwarnung brechen Stimmen in dein Bewusstsein ein. Sie sind laut und es fühlt sich beinahe so an, als würde alles andere im Hintergrund untergehen.

„Y/N.. versprich mir—”

„Du musst auf jeden Fall—”

„Vater, nicht jetzt..“, nuschelst du vor dich hin, aber es hört nicht auf.

„Sei ihnen ein gutes Vorbild!”

Du versuchst auf die Beine zu kommen, aber dein Körper regt sich nicht.

Und plötzlich steht jemand vor deiner, auf dem Boden gekrümmten, Gestalt.

„Sind wir fertig mit dem Katz und Maus Spiel?“, fragt der Mann, dessen Stimme du doch einige Minuten vorher schon gehört hattest.

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