Schuld

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Summary

Das hier ist eine meine ersten Kurzgeschichten. Es geht um einen jungen Mann, der sich die Schuld an einem Unfall gibt.

Genre
Drama
Author
Katelli
Status
Complete
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
13+

Kapitel 1

Piep. Piep. Piep.

Immer dieses Geräusch!

Er saß da.

Du hast keine Schuld, hatten sie zu ihm gesagt!

Wieder und immer wieder

- Es stimmte.

Er hatte nicht am Steuer gesessen.

Doch er fühlte sich schuldig.

Er hätte es verhindern können. Müssen!

Doch er hatte es nicht getan.

Warum nicht?

Warum hatte er es nicht?

Warum nur?

Er spürte wie sein Atem schneller wurde.

Er sah zu seinem Freund.

Er schlief.

Vielleicht für immer.

Keiner wusste es.

Der Druck in seiner Brust verstärkte sich.

Tränen stiegen in ihm hoch.

Nein! Das durfte er nicht zulassen!

Er durfte seine Emotionen, seine Trauer, seine Wut nicht zulassen!

Niemand durfte es sehen!

Aber außer ihm war niemand hier.

- Du hattest Glück, hatten sie ihm immer wieder versichert.

Er war beinahe unverletzt gewesen.

Nein.

Verdammt nochmal! Nein!

Hatte er nicht!

Er hatte kein Glück.

Wusste nur keiner.

Er vergrub sein Gesicht in den Händen.

Weinte.

Es sah ihn ja keiner.

Tränen rannen.

Einige Minuten.

In denen er sich sammelte.

Seinen Atem beruhigte.

Er hob den Kopf.

Sah auf.

Seine Hand wanderte an seine rechte Schläfe.

Er strich über die frische Narbe.

Fühlte den Schmerz.

Er zuckte zusammen, senkte den Kopf, als die Bilder ihn überkamen.

Erneut.

Der laute Knall.

Die fliegenden Splitter.

Der dumpfe Knall - Der Schlag - .

Die Schwärze.

Sein Herz raste.

Er hob den Blick.

Sah seinen Freund an.

Wieder.

Wie er nun dalag!

Schlafend.

Sah ihn im Auto.

Sah ihn verletzt.

Sah das ganze Blut.

- Die roten Rücklichter des anderen Autos schienen ihn noch immer zu blenden.

Wie konnte er Glück haben?

Erinnert an seine Panik?

An den Todeskampf seines Freundes?

Was würde Passieren?

Passieren, wenn sein Freund starb?

Nein!

Er wird nicht sterben!

Er darf es nicht!

Er wird kämpfen!

Tat es doch immer!

Bitte!

Bitte auch dieses Mal!

Tränen stiegen erneut in ihm auf.

- Könnte er mit der Schuld leben?

Damit leben, seinen Freund nicht aufgehalten zu haben?

Ihn nicht daran gehindert zu haben, ins Auto zu steigen!

Wieso hatte er zugelassen? Warum nur?

Doch dann traf ihn die Erkenntnis wie ein Peitschenknall:

Wäre er nicht mit ihm im Auto gewesen, wäre sein Freund tot.

Es tat weh, sich das eingestehen zu müssen.

Doch es war wohl die Wahrheit!

Oder nicht?

Dachte er das nur um sich zu beruhigen?

Um die Schuld von sich zu weisen?

Verdammt!

Was sollte er denn denken?

Konnte er sich trauen?

Nein!

Oder doch?

Er wusste es nicht.