Prolog
Die drei Silberlinge wurden durch Cloud und Vincents Hilfe im Glaswald überwältigt und besiegt. Der blonde Strubbelkopf wurde als Held in Tifas Bar gefeiert. Rufus ShinRa hatte einige Tage später ein nettes Geschenk in Form eines Sklaven, wusste jedoch nicht wer oder was sich hinter diesem verbarg, da dieser weder zu sprechen schien, noch zeigte dieser sein Gesicht. Rufus störte das nicht, er war der Meinung, dass dieses Geschenk genau das richtige für Cloud war und so brachte er diesen zu dem Blonden, schellte an dessen Tür und wartete geduldig auf Einlass.
Kadaj war geschockt, als er Rufus gegenüberstand, dieser in einfach so kaufte und hinter sich herschleifte wie ein wildes Tier. Der Silberhaarige hatte noch keinen blassen Schimmer, was dieser mit ihm vorhatte oder wo er ihn hinbringen würde. Es war ihm auch irgendwo egal, die Hauptsache war, dass er endlich von diesem Sklaventreiber wegkam und nun auf Besserung hoffte. Nachdem sie eine ganze Weile durch Midgar liefen und schließlich an Tifas Bar ankamen, wusste Kadaj noch immer nicht wer oder was auf ihn zukam. Woher auch? Er war nie in dieser Ecke der Stadt gewesen, wusste so auch nicht, wer über der Bar wohnte und was ihn dort erwartete.
Cloud saß an seinem Tisch in der Küche über einer Tasse starkem Kaffee und dachte, sein Schädel würde zerspringen. Zwar war der letzte Kampf, in welchem er die silberhaarigen Brüder in die Schranken verwiesen hatte, schon ein paar Tage zurück, aber er hatte doch ein paar Treffer kassiert, welche ihm jetzt noch ein wenig nach hingen. Auch hatte er es beim Feiern übertrieben. Eigentlich war er ja nicht so fürs Feiern gewesen, er hatte den Grund nicht wirklich realisiert, es war für ihn mehr als selbstverständlich gewesen, aber am Ende hatte er sich doch mitreißen lassen und einen ziemlichen Kater davongetragen, der ihm zusätzlich immer noch in den Knochen steckte, obwohl es immerhin schon drei Tage her war. Kurzum, er ließ sich gerade etwas hängen und wollte nur seine Ruhe haben. Das Läuten an der Tür hörte er entfernt und er kümmerte sich nicht darum. Das übernahm Vincent, der gestern Abend nach ihm gesehen hatte, da er eine Trainingsverabredung nicht eingehalten hatte. Die halbe Nacht hatte dieser auf ihn eingemacht, dass er sich nicht so hängen lassen solle, was seine Laune nicht gerade gebessert hatte, obwohl er dessen Gesellschaft immer sehr schätzte. Vincent öffnete also die Türe und erblickte erstaunt Rufus samt Anhängsel.
“Ach Vincent auch noch da, wie schön”, brummte Rufus leicht genervt, schritt ohne Weiteres an dem Schwarzhaarigen vorbei und zerrte den armen Kadaj hinter sich her in die Küche.“Ach hier bist du, ich hab dir was Nettes mitgebracht. Sagen wir es mal so ... es ist ein Geschenk von mir an dich. Eine Art Dankeschön, das du die Stadt von diesen barbarischen Brüdern gereinigt hast”, lächelte Rufus schief, setzte sich unaufgefordert an den Küchentisch und schaut den Blonden abwartend an. Vincent kam, nachdem er die Tür geschlossen hatte, zurück in die Küche, setzte sich ebenfalls hin und schwieg wie gewohnt beide an. Neugierig war er ja schon, aber er überließ es lieber Cloud zu fragen, was es mit diesem komischen Geschenk auf sich hatte.
Cloud hob seinen Kopf von seiner Kaffeetasse weg und beobachtete, wie einer nach dem anderen die Küche betrat. Na super, vielleicht noch ein paar Leute mehr so früh am Morgen, dachte er sich genervt, sprach es aber nicht aus. Verwundert blickte er von einem zum anderen und dann auf das vermeintliche Geschenk. “Eh? Also ehrlich gesagt will ich gar keine Geschenke, Rufus, warum auch? War doch selbstverständlich ...“, setzte er an, aber er wollte den anderen auch nicht beleidigen, wenn er sich schon die Mühe gemacht hatte,” aber, also, was genau soll das denn sein?“, fragte er dann doch neugierig nach und blickte zu Vincent, der nur unauffällig mit den Achseln zuckte.
“Nun ja, ich dachte mir, du könntest Gesellschaft gut gebrauchen, oder vielleicht auch Hilfe im Haushalt”, sprach Rufus ruhig weiter, sah sich in der Küche um und schmunzelte leicht. “Wohl eher für den Haushalt, wenn ich mir das so ansehe”, fuhr er fort, blinzelte leicht und sah den Blonden nun wieder erwartungsvoll an. “Es gibt da nur eine Sache, der Kleine kann scheinbar nicht sprechen, oder er ist taub und versteht kein Wort. Aber das lässt sich sicher herausfinden, da setze ich ganz auf dich, du packst das schon”, redete der blonde Präsident munter weiter und besah sich die beiden ganz genau.
Cloud verdrehte die Augen. Klar, seine Küche war alles andere als sauber, nur vor dem entscheidenden Kampf hatte er keine Zeit gehabt, sich um Haushaltssachen zu kümmern und danach, nun da hatte er eben keine Lust gehabt. “Nun, ne Reinigungskraft wäre nicht schlecht.” meinte er schließlich. “Ich habe wirklich Besseres zu tun, als den perfekten Haushalt zu schmeißen”, fügte er hinzu. “Zum Beispiel herumgammeln und Verabredungen vergessen”, kam ein trockener Kommentar von Vincents Seite. “Wieso verschleiert das Ding sich so, ist es entstellt oder was?“, erkundigte er sich schnell und weitere Diskussionen mit Vincent zu vermeiden. Er hatte wirklich keine Lust auf die Diskussion, wer sich schon mehr hatte hängen lassen im Leben.
Rufus nickte kurz, blickte den Blonden ernst an und überlegte wieder, als dieser die Frage nach der Verschleierung stellte.“Hmm, sehr gute Frage ich weiß es nicht, der Typ, von dem ich ihn gekauft habe, meinte nur, dass der Kleine schon von Anfang an so rumläuft. Der wusste es also auch nicht, aber komisch finde ich das schon”, antwortete Rufus ernst, sah sich Kadaj genauer an und zuckte mit den Schultern.“Ich denke mal, er schämt sich.” Für den Blonden war dies die einzige Erklärung und eigentlich war es ihm auch egal. Cloud sollte ja mit dem Kleinen zurechtkommen und da war es doch auch völlig egal, wie der Kleine hinter der Verkleidung ausschaute.
“Also ein Er, wie?“, meinte Cloud und er kam sich aber etwas komisch vor, so in der dritten Person von jemand zu sprechen, der mit im Raum stand. Eigentlich hielt er von dem ganzen Sklavenzeug nicht so viel, aber wenn er schon jemanden geschenkt bekam, der irgendwie nützlich sein könnte. So ganz abgeneigt war er bei der Vorstellung nicht. Und vielleicht ging es diesem verschleierten Etwas ja bei ihm besser als sonst wo. “Schämen, ja, könnte sein, würde ich auch, wenn ich schon so was tun müsste”, setzte er ein wenig arrogant klingend hinterher. “Also gut, ich danke dir, Rufus”, meinte er schließlich. “Ist aber schon irgendwie komisch”, fügte er noch hinzu und blickte wieder von einem zum anderen.
Kadaj sah kurz auf, als Cloud sprach, er kannte diese Stimme nur zu gut und jetzt war er buchstäblich geschockt und schluckte schwer. Wie konnte man ihm das auch nur antun? Rufus lächelte wieder vor sich hin und nickte.“Nun ja, die Hintergründe warum der Kleine, das tut weiß ich nicht, ich denke aber, er wurde dazu gezwungen. Ach was, das war selbstverständlich”, winkte er nun ab und erhob sich langsam von seinem Platz.“Falls er dir aber auf die Nerven gehen sollte, dann bring ihn mir einfach zurück, ich werde dann schon eine Verwendung für ihn finden”, fügte er noch mit einem leicht sadistischen Grinsen hinzu.
Cloud warf Vincent einen vielsagenden Blick zu, welchen dieser ausdruckslos erwiderte. Die beiden standen ebenfalls auf und begleiteten Rufus zur Türe. Sie verabschiedeten ihn und Vincent deutete an, dass er ebenfalls gehen wollte. “Warte mal, was soll ich jetzt mit dem anfangen? Niemand sollte doch zu etwas gezwungen werden, was er nicht tun möchte oder?“, machte er seinen Gedanken Luft und hielt den Schwarzhaarigen am Arm fest. “Schon, nur wird es Gründe geben und zurückgeben würde ich nicht tun, wer weiß was dieser Kerl für gemeine Sachen anstellen würde.” sprach er vielsagend. “Vielleicht versteckt er sich auch vor irgendetwas oder jemandem, vielleicht tut ihm das hier ja sogar gut”, fügte er noch hinzu. “Warte doch einfach ein paar Tage ab, vielleicht spricht er ja doch, du musst ihn ja nicht wie einen Sklaven behandeln.” Vincent löste Clouds Hand von seinem Arm. “Ich gehe dann wieder und versetze mich nicht noch einmal, wenn ich dir schon ein wenig Training anbiete!“, erwiderte er ein wenig schärfer und trat zur Türe hinaus. Cloud nickte noch und sah ihm hinterher. Nun war er also allein mit seinem neuen ‘Freund’.
Kadaj fühlte sich irgendwie fehl am Platz, so abgestellt und wie ein benutzter Besen. Unsicher blickte er nun wieder auf, schaute Rufus und Vincent hinterher und seufzte leise. Wie sollte er das hier nur durchstehen, Cloud würde ihm den Hals umdrehen, wenn er wüsste, wer er war. Vielleicht brachte er ihn aber auch wieder zu Rufus zurück, doch daran wollte der Silberhaarige erst mal nicht denken. Vielmehr machte er sich einen Kopf, wie er sich weiter verstellen sollte, so verstellen sollte, dass es Cloud nicht auffallen würde. Notfalls würde er eben den Rest seines Lebens schweigen und dessen Haushalt in Ordnung halten. Immer noch besser als bei diesem Rufus oder diesem Sklaventreiber.
Cloud trat zurück in die Küche und musterte den Verschleierten eine Weile. “Du redest also wirklich nicht?“, fragte er ihn. “Nun, wenn dem so ist, kann ich es auch nicht ändern, ist mir sogar lieber.” er kratzte sich am Kopf und blickte in der Küche umher. Er hatte keine Ahnung, was er sagen oder mit ihm anstellen sollte. “Also, warum du dich verschleierst, werde ich wohl so auch nicht erfahren, ist mir auch egal, ob du dich vor jemandem verstecken willst oder du vielleicht auch einfach nur hässlich bist. Aber eines vorneweg, wenn du versuchst, mich anzugreifen, wirst du dein blaues Wunder erleben”, versuchte er ihn ein wenig einzuschüchtern. “Also, wenn ich dir schon was zu tun geben soll, dann kannst du ja wirklich mal die Küche sauber machen”, meinte er noch und setzte sich wieder vor seinen Kaffee und wusste nicht recht, was er anfangen sollte.
Dem gebe ich gleich mal hässlich, ach so ja darf ja nicht angreifen, dachte sich Kadaj leise grummelnd, sah auf den Küchenboden und stellte fest, dass dieser wohl lange keinen Lappen gesehen hatte. Nachdem er gehört hatte, dass er die Küche sauber machen könnte, nickte er einfach nur, gab ein leises Brummeln von sich und machte sich an die Arbeit. Erstmal beseitigte er den Geschirrberg in der Spüle, schrubbte danach den Herd und die Anrichte und trocknete dann langsam Teller und Tassen ab. Den Boden fegt er vorerst mit dem Besen durch, brachte den Müll nach unten und suchte sich dann einen Eimer um den Boden zu wischen.
Dass sein neuer Freund gleich so loslegte und sich in der Küche zu schaffen machte, faszinierte Cloud doch ein wenig. Waren diese sogenannten Sklaven darauf trainiert worden, sofort alles zu tun, was man ihnen sagte, um eventuellen Schlägen zu entgehen oder waren sie einfach nur von Natur aus gefügig? Sich ein wenig darüber wundernd, verzog Cloud sich ins Wohnzimmer und packte sich aufs Sofa, da es ihm doch zu viel Unruhe war und er sich komisch vorkam, jemandem beim Arbeiten zuzusehen, der auch noch seinen Müll beseitigte. Nun, immerhin würde es danach sauber sein. Ihn beschäftigten gerade andere Dinge. Irgendwo musste dieser jemand ja auch schlafen. Sein Gästezimmer war zwar klein und mehr ein provisorischer Abstellraum für irgendwelche Dinge, die in den anderen Zimmern keinen Platz fanden, aber das sollte es tun. Alternativ hätte nur noch das Sofa im Wohnzimmer und das würde ihn nur noch mehr stören. Leise stellte er ein wenig Musik an, um das Geklapper in der Küche nicht allzu laut mitzubekommen.
Nach langem Suchen fand Kadaj endlich einen Eimer, auch fand er etwas Putzmittel und füllte etwas davon in diesen rein. Dass Cloud sich aus der Küche verzogen hatte, kam ihm gerade recht. Kadaj konnte es noch nie leiden, wenn ständig jemand um ihn herumwuselte und erst recht nicht beim Putzen. Schnell füllte er noch den Eimer mit heißem Wasser und machte sich nun dran den verklebten Boden zu schrubben. Vermutlich musste er diesen zweimal wischen, aber das würde erst später tun können. Vorsichtig packte er in das viel zu heiße Wasser und fischte den Lappen raus. “Aua”, zischte er leise auf und schlug sich auch gleich die Hand vor den Mund. Na toll, mach so weiter und der merkt es sofort, schoss es ihm durch den Kopf, ehe er sich endlich dran machte den Boden zu wischen.
Dass der Andere doch etwas gesprochen hatte, bekam Cloud nicht wirklich mit. Dösend lag er auf seinem Sofa und genoss die Musik. Nach einer ganzen Weile dachte er sich, dass der Verschleierte wohl fertig mit der Küche sein könnte. Er stand also auf und begab sich aber zuerst in sein Gästezimmer, um dort ein wenig umzuräumen. Das hätte er auch den anderen machen lassen können, aber ein paar Sachen wollte er eben selbst verstaut wissen. Das Zimmer hatte ein Tür-großes Fenster, welches zur Hälfte vom Boden ausgehend mit einem Gitter, einer Art Schutz vor unbeabsichtigtem rausfallen, gesichert war. Blaue leichte Vorhänge hingen dort. Tifa hatte diese besorgt, damit nicht jeder von außen hereinschauen konnte und es ein wenig freundlicher aussähe. Nun, wenn sie meinte, er legte nicht so viel Wert darauf. Das Gästebett war ein schmales Gitterbett mit einer doch noch brauchbaren Matratze. Nun, das sollte wohl reichen, dachte er sich. Vorsichtig linste er schließlich in die Küche und wollte herausfinden, wieweit der andere wohl war.
Das Wischwasser war eine einzige braune Brühe und so wechselte Kadaj dieses noch mal aus und wischte den Boden ein zweites Mal durch. Nachdem er dies getan hatte, leerte er den Eimer aus, verstaute das Putzzeug und stellte den Wischmopp hinter die Küchentür. In Gedanken fragte er sich, was Blondie wohl gerade machte, doch wirklich interessieren tat es ihn auch nicht. Warum auch? Es hat ihn noch nie gekümmert, was aus diesem blonden Struppelwuppel werden würde und erst recht kümmerte es ihn jetzt auch nicht. Gut er sollte dankbar sein, dass dieser ihn so einfach gewähren ließ, dass er hierbleiben konnte, aber da hörte es bei Kadaj auch schon auf.
Cloud sah, wie dieser gerade das Putzzeug wieder verstaute und er war doch einigermaßen überrascht, wie sauber die Küche doch sein konnte. Eigentlich hatte er sie noch nie richtig gewischt, seit er hier wohnte. “Schon fertig?“, fragte er und trat ein. “Wow ... ähm ... danke. So sauber war er hier wohl noch nie.” Er hatte keine Ahnung, ob er sich hätte bedanken sollen oder ob er es als selbstverständlich ansehen sollte. “Komm mal bitte mit”, winkte er ihn zu sich her. Er zeigte ihm den Rest der Wohnung, das Zimmer, welches er für sich nutzen konnte und das Badezimmer. “Den Schlafraum kannst du hier umgestalten, wie du willst, nur wird es eben schwierig, wenn doch wieder Gäste übernachten, dann wirst du wohl auf das Sofa ausweichen müssen”, erklärte er. Bei dem Bad angelangt musterte er die Kleidung des anderen und meinte. “Hast du Kleidung zum Wechseln? Denn so dreckig will ich eigentlich nicht, dass du rumläufst, okay, die Küche sah echt aus, verständlich, aber so insgesamt eben. Aber du wirst dich schon selbst darum kümmern.” Unschlüssig stand er nun im Gang und überlegte, was er ihm nun zu tun geben sollte.
Als Cloud so plötzlich die Küche betreten hatte, fuhr Kadaj leicht erschrocken zusammen. Musste der sich so anschleichen?Er gab nur ein kurzes Nicken von sich, folgte dem Blonden dann einfach und fragt sich, was nun wieder kommen würde. Kurz sah er sich in dem kleinen Zimmer, um das Cloud ihm zugeteilt hatte und folgte ihm dann ins Badezimmer. Auf die Frage, ob er Kleidung zum Wechseln hätte nickte er wieder nur, blickte kurz auf und sah nun selber an sich runter. Ja irgendwie sah seine Kleidung nicht wirklich vorteilhaft aus, eher sah er aus wie in Lumpen gehüllt. Nur wie sollte er sich ohne diese dann verstecken oder gar verhüllen? Er müsste sich wohl irgendwie eine Perücke oder so was zulegen. Hatte er nicht noch die von seinem Bruder, die die er immer an Fasching trug? Ja dieses schwarzhaarige Teil würde es schon machen und solange wie Cloud ihn nicht ständig ansehen würde, würde der bestimmt nicht dahinter steigen.
“Ja, ähm ... wie gesagt, du kannst dir das Zimmer herrichten, wie du willst.” Er ließ ihn darauf im Gang stehen und betrat die fast wie neu aussehende Küche. Er öffnete den Kühlschrank, der nicht besser aussah wie die Küche zuvor. Er verzog das Gesicht, dort war er also nicht gewesen. Aber ein paar neue Vorräte könnten bestimmt auch nicht schaden. Ob er ihn zum Einkaufen schicken konnte? Nun, vielleicht noch nicht heute, aber auf der anderen Seite, würde er bestimmt wieder tausend Dankeschöns und viele Lobeshymnen abkassieren, wenn er heute das Haus verließ. Das nervte ihn ein bisschen, tat aber auch wiederum ganz gut. Er trat wieder zu dem Verschleierten. “Vielleicht kannst du dich noch um den Kühlschrank kümmern, ich besorge ein paar Vorräte. Irgendwas Bestimmtes?” Irgendwann würde er ihm doch noch ein Wort entlocken, dachte er sich und wenn nicht, auch egal.
Kadaj nickte, wann immer Cloud in etwas fragte, etwas anderes konnte er auch gar nicht tun, jedenfalls in seiner Lage nicht. Nachdem er etwas vom Kühlschrank gehört hatte, folgte er dem Blonden in die Küche und schaute sich das Schandbild selber an. Angewidert verzog er das Gesicht, rümpfte die Nase und schüttelte den Kopf. Wie konnte man einen Kühlschrank auch nur so verwahrlosen lassen? Das lebte ja teilweise schon! Wieder suchte er den Eimer, füllte diesen mit heißem Wasser und machte sich gleich an die eingeteilte Arbeit dran. Essig zum Nachwischen fand er im Schrank unter der Spüle, kleinere Lappen zum Trocknen und Nachwischen ebenfalls. Zuerst aber räumte er den Kühlschrank aus, sortierte nach abgelaufen und noch genießbar.
Etwas peinlich berührt stand Cloud im Gang und beobachtete den anderen bei der Arbeit. Viele Vorräte hatte er ja nicht, aber es stimme schon, teilweise hatte er sie einfach vergessen oder aber sie waren in der Zeit, in welcher er eben unterwegs war, vergammelt. In dem Fall war es wohl ganz gut, dass er wohl nicht sprach. Auch konnte er seine Augen nicht erkennen und so entging ihm jede Reaktion des anderen, was vielleicht auch besser so war. “Nun, ich bin dann mal weg ...“, meinte er nur und schnappte sich sein Schwert und sein Telefon und flüchtete regelrecht aus der Wohnung.
Kadaj wischte weiter den Kühlschrank aus, atmete erleichtert auf, als Cloud die Wohnung verlassen hatte und setzte sich kurz. “Bor noch fünf Minuten und ich hätte eine Krise bekommen, wie kann man nur so leben? Cloud ist eine richtige Schlampe”, meckerte Kadaj leise vor sich hin, stand jedoch dann wieder auf und fuhr mit seiner Arbeit fort. Nachdem er den Kühlschrank endlich sauber hatte, trocknete er diesen nach und wusch in wegen der Bakterien noch mal mit Essigwasser nach und ließ ihn dann kurz noch offen stehen. Fertig, sehr schön, dachte er sich stolz und begutachtet nun den Blitzplanken Kühlschrank.








