Kapitel 1
Beachtet bitte, dass es sich hier um eine Rohfassung handelt. Um meinen Lesern eine schnellere Fortsetzung bieten zu können, verzeiht bitte falsche Zeichensetzung oder Rechtschreibfehler. Ich bedanke mich im Voraus für euer Verständnis. :-)
Auf meiner Pinnwand, findet ihr die nächsten Termine.😉
Die letzte Omega des Donnerschlagrudels
Davina wuchs bei ihrer alleinstehenden Adoptivmutter Alice Grays auf. Alice hatte Davina vor zwölf Jahren allein und blutverschmiert im Wald gefunden. Kurzerhand beschloss sie, das kleine fünfjährige Mädchen bei sich aufzunehmen. Während sich Davina an nichts, außer ihren Namen, aus ihrer Vergangenheit erinnern konnte, wusste Alice, dass sie eine Omega war, wobei sie bereits damals spüren konnte, dass sie etwas ganz Besonderes war, denn sie hatte diese graublauen Augen, die eine unverkennbare Stärke und Willenskraft ausstrahlten. Alice selbst war auch eine Wölfin, die ein großes Geheimnis mit sich trug. Beide gewöhnten sich schnell aneinander und wuchsen zu einer liebvollen Familie zusammen, doch kurz vor Davinas achtzehntem Geburtstag holte Alice’ Vergangenheit sie ein und drohte nicht nur sie, sondern auch ihr Leben mit Davina zu vernichten.
Davina
Während ich gerade in meinem Bett saß und versuchte, für die Abschlussprüfung der zwölften Klasse, die bereits morgen schon war, zu lernen, dachte ich über meine Mutter nach.
In der letzten Zeit schien sie nervös und übervorsichtig zu sein.
Sie achtete auch jeden Tag darauf, dass ich mein Armband trug, was verhinderte, dass andere Wölfe mich als Omega oder gar als Wölfin identifizieren konnten.
Meine Mutter hasste männliche Wölfe und ganz besonders Alphatiere.
Sie hat mir nie viel von ihrer Vergangenheit erzählt und das nahm ich ihr auch nicht übel, denn immer, wenn das Thema ungewollt auftauchte, sah sie sowohl traurig als auch wütend aus. Genau aus diesem Grund habe ich auch nie Fragen darüber gestellt.
Alice war immer für mich da und ich liebte sie aus vollem Herzen, allerdings wollte ich auch wissen, wo ich herkam und wer meine richtigen Eltern waren.
Wieso war ich damals allein, als mich Alice gefunden hatte?
Ich hatte eine Million Fragen, doch konnte sie mir niemand beantworten.
Wir lebten in einer großen Stadt, wo es natürlich auch Wölfe gab, allerdings waren es alles Einzelgänger oder kleine Familien, die sich von ihrem Rudel getrennt hatten und wie wir unter den Menschen lebten.
Allerdings hielt ich mich von allen fern.
Ich konnte selbst nicht sagen, warum, aber hier fühlte sich jeder und alles falsch an.
Menschen rochen für mich sehr merkwürdig und die Wölfe, die es hier gab, mochte ich auch nicht. Wahrscheinlich hat die Abneigung meiner Mutter, gegen andere Wölfe auf mich übergeschwappt.
Ich war lieber für mich allein oder verbrachte meine Zeit mit meiner liebvollen Adoptivmutter.
Doch in den letzten Wochen, hatte ich immer wieder den gleichen Traum, der mich andauernd verfolgte.
In meinem Traum war ich wieder fünf Jahre alt und hielt die Hand eines Jungen, der nur wenige Jahre älter als ich war. Wir beide waren voller Ruß, während wir Hand in Hand wie der Teufel vor etwas wegrannten.
„Sie kommen! Schneller Diva, schneller.“ Rief mir der Junge immer wieder über seine Schulter zu.
Ein Gefühl von Angst, gemischt mit purer Panik, erfasste mein Inneres, während ich dem Jungen bereitwillig folgte.
Aber dennoch fragte ich mich, warum er mich Diva nannte.
Seine Stimme kam mir so vertraut vor, doch konnte ich sie einfach nicht zuordnen.
Auch sein Gesicht konnte ich nicht richtig erkennen, da es stockdunkel war, aber dennoch vertraute ich diesem Jungen, von dem ich nur grobe Umrisse sehen konnte.
Doch seine Hand, die meine fest umklammert hielt, gab mir Sicherheit und ein Gefühl von Vertrauen.
Als dann jedoch ein lauter Knall ertönte, wachte ich immer wieder schweißgebadet und stumm schreiend auf.
In den letzten Wochen hatte ich fast jede Nacht diesen Traum, weshalb ich kaum ein Auge zubekam.
„Mäuschen, das Essen ist fertig!“ Rief meine Mutter, was mich aus meinen Gedanken riss.
„Ich komme“, erwiderte ich, woraufhin ich mein Buch zur Seite legte und sofort zur Küche stürmte.
Auch wenn ich eher klein und schmächtig war, liebte ich es zu essen.
Es war wirklich erstaunlich, wie viel ich verdrücken konnte.
Die Küche war direkt gegenüber von meinem Zimmer, weshalb ich meine Mutter sehen konnte.
Sie stellte gerade den Topf auf den Tisch und begann in meine Richtung zu grinsen.
Schmunzelnd schimpfte sie: „Mach langsam! „Das Essen läuft dir schon nicht davon!“
Ich begann zu kichern, während ich mein Tempo drosselte.
Meine Adoptivmutter war wie immer wunderschön.
Sie trug einen kurzen Bobschnitt, wobei ihre braunen Haare immer einen leichten und natürlichen Glanz hatten. Sie hatte frauliche Kurven, ein liebevolles Lächeln und einen gut trainierten Körper und das, obwohl sie fast Ende vierzig war.
„Das riecht wie immer köstlich!“, schwärmte ich, während ich mich setzte und sie begann, unsere Teller zu befüllen.
Sie hat mein Lieblingsgericht gekocht.
Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffeln.
Als wir jedoch zu essen begannen, überkam mich ein merkwürdiges Gefühl.
Denn wenn sie mein Lieblingsessen kochte, hatte sie meistens etwas Wichtiges zu verkünden, weshalb ich ihr automatisch einen fragenden Blick zuwarf.
Sie lächelte mich warm an, als sie zu mir sagte: „Ach herrjeh, du ahnst es bereits, oder?“
„Mama? Was ist los?“ Fragte ich besorgt, woraufhin sie erklärte: „Mäuschen, ich denke, dass du bald achtzehn wirst. Meine Wölfin kann es spüren. Das Armband wird dich zwar weiterhin vor anderen Wölfen verbergen, aber es könnte sein, dass du auf deinen Gefährten triffst.“
Vor Schreck ließ ich direkt die Gabel fallen.
Bitte nicht.
Ich will keinen Gefährten, der mir vorschreibt, was ich zu tun und zu lassen habe. Ich will mich niemandem unterwerfen und schon gar nicht meinem Gefährten.
Meine Mutter hatte mir alles über Wölfe, die dadurch entstehenden Gefahren und von allen existierenden Rudeln erzählt.
Und ich hasste die Vorstellung, mich an einen Fremden binden zu müssen.
Ich wollte einfach nur frei sein und ganz allein für mich und meine Mutter leben.
Bisher hatte ich auch keine guten Erfahrungen mit Jungs gemacht.
Jeder starrte mich fast schon sabbernd und notgeil an, weshalb ich nur noch weite Sachen und eine hässliche Brille trug.
Vor einem Jahr hatet sich mir ein Junge aufgedrängt.
Ich konnte ihn zwar wegen meines Trainings, das ich täglich mit meiner Mutter hatte, gut abwehren, aber seitdem habe ich mir geschworen, mich von Jungs fernzuhalten.
„Mäuschen, du bist ja ganz blass geworden. Mach dir keine Sorgen, du weißt doch noch, was ich dir über die Ablehnung erzählt habe, oder?“ Fragte meine Mutter, die mich nun besorgt musterte.
Sie wusste genau, worüber ich nachdachte.
Ich nickte, während sie aufstand und mich in ihre Arme schloss.
„Du bist nicht schwach und du musst dich auch niemandem unterwerfen, wenn du es nicht willst. Ja, du bist zwar eine Omega, aber glaube mir bitte, du bist etwas ganz Besonderes und hast nur das Beste verdient!“ flüsterte sie mir zu, weshalb ich sie umso fester an mich drückte.
“Alice hat vollkommen recht. Wir sind sehr stark, Davina und wir lassen uns von keinem Mann oder Wolf unterwerfen, niemals!“ Ertönte die Stimme meiner Wölfin Donner in meinem Kopf, was mich beruhigte.









fängt schon mal spannend und interessant an
Interessanter anfang