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Bittersüßes Spiel

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Zusammenfassung

Er brachte sie dazu, allem zu vertrauen – bevor er ihr alles nahm. Freya Summers glaubt an die große Liebe. Bis Parker Reed in ihr Leben tritt. Charmant, aufmerksam und unwiderstehlich zieht er sie immer tiefer in seinen Bann. Was sich wie Liebe anfühlt, entpuppt sich langsam als ein Spiel aus Lügen, Hoffnung und Enttäuschung. Je mehr Freya für ihn empfindet, desto mehr verliert sie sich selbst. Und als sie endlich erkennt, mit wem sie sich eingelassen hat, könnte es längst zu spät sein. Denn nicht jede Liebe ist dazu bestimmt, dich zu retten. Manche sind dazu da, dich zu zerstören.

Genre:
Drama
Autor:
Florentina
Status:
vor 25 Tagen
Kapitel:
42
Rating
n/a
Altersfreigabe
13+

Kapitel 1

Freya POV

Ich hasse es, mich fertig zu machen. Wirklich. Wofür eigentlich? Damit man sich für ein paar Stunden in viel zu enge Klamotten zwängt nur um sich dann zwischen schwitzenden Fremden durchzuschieben? Völlig überbewertet. Aber meine zwei besten Freundinnen, lindsay und Nancy, haben mir keine Wahl gelassen. Du brauchst das mal wieder sagten sie. Ich bezweifle es

Um Punkt 21 Uhr stehen wir also vor dem Haus oder besser gesagt, der Villa in der die Party steigt. Die Bässe vibrieren bereits durch den Boden, als ich die Klingel drückte. Sekunden später wird die Tür aufgerissen, und vor mir steht ein Typ mit geleckten Haaren und einem breiten Grinsen. Welche arme Kuh ihm wohl über dem Kopf geleckt hat?

„ Hey, kommt rein“ sagt er mit übertreibender Lässigkeit und macht eine einladende Geste.

Kaum betreten wir das Haus, trifft mich die pure Dekadenz. Kein Wunder - Bryan der Gastgeber dieser Sause, ist bekannt dafür dass er alles abgräbt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist . Natürlich finanziert von Mamas und Papas prall gefülltem Konto. Naja, wenigstens gibt es hier kostenlosen Alkohol. Irgendeinen Nutzen muss dieser Abend ja haben.

„ Freya komm, wir holen uns was zu trinken“ ruft Nancy mir zu und zerrt mich schon in Richtung der überladenden Bar .

Das war dann wohl mein Stichwort ! Irgendwie muss ich ja diesen nutzlosen Abend überstehen.

Um den Abend zu überstehen, brauche ich dringend etwas Alkohol,” teilte ich Nancy mit. Und damit machten wir uns sofort auf die Suche nach etwas Trinkbarem.

Während ich meine Flasche auffüllte, ließ ich meinen Blick durch den Raum schweifen. Hier war wirklich alles vertreten: von coolen Typen bis hin zu den klassischen “Classy”-Girls, “Bitchy”-Tussis und keiner weiß, was für ein verrücktes Mix an Leuten noch herumschwirrte. Ein einziges Chaos. Aber gut, meine Mädels und ich waren scheinbar die einzigen “normalen” hier

„Komm, lass uns zu der Gruppe da hinten, die spielen Flaschendrehen. Das könnte Spaß machen,” riss mich Nancy aus meinen Gedanken.

“Flaschendrehen? Das habe ich das letzte Mal mit 13 gespielt,” entgegnete ich, völlig skeptisch.

“Ach, komm schon! Das wird sicher lustig. Hab dich nicht so,” mischte sich nun auch Lindsay ein.

Na toll, das hatte ich jetzt davon – keine Wahl, ich musste mit.

“Na gut, dann lass uns halt zum Kindergeburtstag zu den anderen. Wird sicher super,” sagte ich, völlig ironisch.

“Yes, yes!” riefen beide begeistert und zogen mich mit.

Wenige Minuten später saßen wir in einer Runde von etwa 15 Leuten. Die Hälfte der Gesichter kannte ich nicht, aber das machte keinen Unterschied. Ich brauchte auf jeden Fall noch ein paar Drinks, um das hier zu überstehen.

“Cait, du bist dran!” rief ein blonder Kerl in die Runde. Ein Mädchen mit den typischen Barbie-Vibes drehte die Flasche und – keine Überraschung – landete sie auf einem blonden Surfer-Typen, der sie mit einem Blick schon fast ausgezogen hatte.

Und was passierte natürlich als Nächstes? Das süße Barbie-Girl wollte, dass der Surfer sie vor der gesamten Runde küsste. Großes Kino, mit all den Zuckerguss-Pärchen-Vibes. Es war wie ein schlecht gedrehter Softporno, der sich vor unseren Augen abspielte.

“Herrgott, nimmt euch doch bitte ein Zimmer!” rief ich hinein, weil ich das ganze Spektakel nicht länger ertragen konnte.

Klar, Barbie drehte sich sofort zu mir, ein süffisantes Grinsen auf den Lippen.

„Du bist doch nur neidisch,” sagte sie, als hätte sie gerade den größten Treffer gelandet. Neidisch? Auf was genau? Auf ihren übertriebenen Kussmarathon? Aber das war es wohl – sie zog einfach weiter und machte weiter, als hätte niemand etwas gesagt“

Ich hatte keine Lust, mich weiter mit dieser Gruppe zu beschäftigen, also drehte ich mich einfach weg – doch dann passierte es.

Diese Augen. Diese tiefblauen Augen, die mich förmlich fesselten.

“Freya?”

“Freya?”

„Freya, verdammt!” Erst jetzt nahm ich wahr, dass jemand mehrmals meinen Namen gerufen hatte. Verwirrt riss ich mich aus meinen Gedanken.

„Hä, was?” fragte ich, immer noch etwas benommen.

Lindsay, die neben mir saß, schaute mich verdutzt an.

Alles okay bei dir? Du siehst aus, als hättest du die Liebe deines Lebens gesehen,” fragte sie besorgt.

Ich musste mir das Lachen verkneifen. „Die Liebe meines Lebens? Auf einer Party? Puh, das wäre ja echt ein seltsamer Ort dafür.“

„Aber nein, alles gut. War nur in Gedanken,” versuchte ich, mich zu beruhigen, und lenkte das Gespräch wieder zu Lindsay

Ich wollte das Bild von diesen blauen Augen vergessen, aber kaum hatte ich es wieder in den Griff, hörte ich meinen Namen erneut.

Ich drehte mich um und sah ihn: den Typen mit den strahlend blauen Augen. Er hatte mich wirklich gerufen.

„Was gibt’s ” fragte ich, etwas überrascht.

„Die Flasche zeigt auf dich,” sagte er mit einem Grinsen. Und tatsächlich – die Flasche hatte mich getroffen. Wunderbar, gerade noch das, was mir gefehlt hatte.

„Und was genau möchtest du?” fragte ich ihn direkt, um das Ganze schnell hinter mich zu bringen.

„Schenk mir 10 Minuten deiner Zeit,” sagte er, ohne seine Augen von mir zu nehmen.

10 Minuten? Ich war mir nicht sicher, was das für ein Spiel war, aber irgendwie konnte ich nicht ablehnen.

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