Erbe des Blutmondes: Band I

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Zusammenfassung

Sie hätte niemals zurückkehren dürfen. Sie hätte niemals überleben dürfen. Und sie hätte sich erst recht niemals in einen Alpha verlieben dürfen. Als Selen in die abgelegene Wolfsstadt Lupethorne zurückkehrt, erwartet sie keine Antworten. Stattdessen fährt sie einen von ihnen an. Der Wolf, den sie beinahe tötet, ist Kael – der kalte, kontrollierte Alpha von Moonshard, ein Anführer, der keinem Außenstehenden vertraut und sein Rudel um jeden Preis schützt. Selen ist alles, was er misstraut ... und alles, was er nicht ignorieren kann. Denn Selen hat ihr Leben im Verborgenen verbracht. Kein Rudel. Kein Territorium. Keine Ahnung, was sie wirklich ist. Nun werden Alphas ermordet – einer nach dem anderen. Eine schattenhafte Gestalt schleicht durch die Wälder. Und jede Spur führt zurück zu ihr. Während sich die Angst in Moonshard ausbreitet, folgen Selen überallhin die Flüstertöne: Fremde. Gefährlich. Hybrid. In Moonshard sollten Hybride nicht existieren. Sie gehören nicht dazu. Und sie sollen sich niemals in einen Alpha verlieben. Doch je näher Selen Kael kommt, desto gefährlicher wird die Wahrheit – besonders als der Blutmond aufzugehen beginnt. Denn unter dem Blutmond bleiben Geheimnisse nicht begraben. Macht erwacht. Loyalitäten zerbrechen. Und sobald die Wahrheit ans Licht kommt ... Gibt es kein Zurück mehr. 🔥 Eine Slow-Burn Paranormal Romance voller verbotener Anziehung, verborgener Macht, tödlicher Geheimnisse und einer schicksalhaften Bindung unter dem Blutmond.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
64
Rating
5.0 3 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Prolog - Die letzte Nacht von Eryx Vale

Der Sturm hämmerte auf Black Hollow Manor ein, während Blitze den Himmel spalteten. 

Eryx knurrte leise.

„Komm raus.“

Die Türen quietschten und öffneten sich. Eine vermummte Gestalt trat schweigend ein, das Gesicht verborgen hinter einer Maske.

Eryx’ Kiefer spannte sich an.

„Du wagst es, mein Haus zu betreten?“

Ein Blitz – Stahl fing das Feuerlicht ein.

Mit einem Brüllen verwandelte sich Eryx. Knochen knackten, silbernes und schwarzes Fell schoss hervor. Seine Wolfsgestalt ragte turmhoch auf, die Augen leuchteten blau.

„Dann wirst du lernen, warum sie mich Alpha nennen.“

Der Zusammenprall ließ den Saal erbeben. Stahl traf auf Klaue, Funken sprühten über den Stein.

Der Attentäter schlug schnell zu – der Dolch blitzte in Richtung Sehnen, Flanke und Kehle – doch Eryx hielt stand. Klingen prallten von seinen Muskeln ab, Klauen zerrissen den Umhang. Er schleuderte den Eindringling über den Banketttisch, Splitter flogen durch die Luft.

„Zu langsam“, knurrte er und stürzte sich erneut auf ihn.

Der Attentäter rollte sich ab und erhob sich mit unmenschlicher Geschwindigkeit. Die Klinge schnitt tief, doch Eryx zuckte kaum zusammen und drängte ihn mit reiner Kraft zurück. Die Porträts an den Wänden klapperten, ihre Gesichter verzerrten sich vor Entsetzen, als der Alpha seinen Vorteil ausspielte.

Er drückte die Gestalt gegen die Wand, seine Kiefer schnappten nur Zentimeter vor ihrer Kehle zu.

„Wer hat dich geschickt?“

Der Dolch stieß in seine Rippen. Eryx brüllte auf und wankte, blieb aber stehen. Seine Klauen rissen an der Maske; ein Blitz enthüllte grüne Augen, die mit einem unnatürlichen Licht brannten.

„Was bist du ...?“, keuchte er, während Blut auf den Steinboden sickerte.

Der Attentäter flüsterte wie der Sturm selbst:

„Das Ende deiner Blutlinie.“

Sie stießen die Klinge erneut zu – diesmal mit übermenschlicher Kraft direkt in sein Herz. Eryx zuckte zusammen; seine Wolfsgestalt wehrte sich und weigerte sich zu fallen. Einen Moment lang sah es so aus, als würde er sich wieder erheben, die Wut loderte in ihm.

Doch die unnatürliche Macht in diesen grünen Augen hielt ihn nieder. Sein Körper schrumpfte zurück zu Fleisch und Knochen, seine blassen Augen starrten leblos zur gewölbten Decke.