Das Mädchen aus dem Fluss

Der Peitschenhieb traf Tian Liu Yan mit voller Wucht. Zhao Hua hatte so weit ausgeholt, dass die Spitze seine Wange streifte und nicht nur einen tiefen, blutigen Striemen auf seinem Rücken, sondern auch einen auf seiner Wange hinterließ.
Tian Liu Yan zuckte zusammen. Die eisige Luft stach in seiner Lunge, während er, nur mit einer dünnen Robe bekleidet, auf der Terrasse zu Zhao Huas Gemächern kniete und mit gesenktem Kopf seine Strafe empfing.
»Du bist so nutzlos!«, schimpfte die älteste Tochter der Zhao-Familie und schlug noch energischer zu. Sogar ihre persönliche Zofe Yi Chang zuckte bei jedem Schlag zusammen. Tian Liu Yan murmelte eine Entschuldigung, doch Zhao Hua hatte gerade erst angefangen und steigerte sich bei jedem Atemzug, den er machte, weiter in ihre Wut.
Die Peitsche sauste erneut nieder und der schmale junge Mann spürte, wie der Stoff seines Hanfu riss und mit warmem, feuchtem Blut getränkt wurde. Obwohl er durchaus den Schmerz spürte, stand er ihm gleichzeitig ohnmächtig gegenüber.
Er war der verfluchte Prinz. Alle paar Jahrhunderte wurde eine menschliche Fluchfessel im Kaiserhaus geboren. Ein Sterblicher, dazu geschaffen, all das schlechte Karma und den Hass der Welt zu schultern. Es war sein Schicksal, von allen gehasst und verachtet zu werden. Dass man ihn mied, ja sogar verstieß, war ganz natürlich.
Er ballte die Hände zu Fäusten und schloss die Augen. Die peitschenden Hiebe klangen in seinen Ohren nach und schmerzten auf mehreren Ebenen. Als er vornüber zusammensackte, schnaubte Zhao Hua unzufrieden und rollte die Peitsche atemlos wieder ein.
Kleine Nebelwölkchen bildeten sich vor ihren Mündern und der Schnee rieselte in dicken Flocken aus dem grauen, fest verschlossenen Himmel. In der Luft lag der Geruch nach Blut und der Geschmack von Eisen füllte seinen Mund. Liu Yan unterdrückte einen trockenen Hustenanfall und stützte sich mit letzter Kraft auf dem verschneiten Holzboden ab.
»Sieh mich noch ein Mal so an, und du kommst nicht so glimpflich davon«, rief Zhao Hua verärgert. Dann zog ein Schwall warmer Luft an ihm vorbei, als sie die Tür zu ihren Gemächern aufstieß.
Liu Yan wankte, als er unvermindert weiter dasaß und die Augen geschlossen hielt. Solange Zhao Hua es ihm nicht erlaubte, durfte er nicht aufstehen.
Er zitterte und die Kälte kroch durch jeden Zentimeter seiner Haut. Frierend hauchte er seinen Atem in die ausgehöhlten, geröteten Hände. Doch auch das half nicht mehr viel.
Vorsichtig öffnete Liu Yan die Augen. Er war so schwach, dass er alles nur verschwommen wahrnahm. Sein langes, tiefschwarzes Haar wehte im eisigen Wind. Der Frost auf seinen langen Wimpern wog schwer und sein ohnehin schon schmaler, dünner Körper wurde von heftigen Krämpfen geschüttelt.
Das Anwesen der Zhao-Familie war riesig. Er selbst hatte bisher nur den Innenhof und sein Zimmer, gleich einem Abstellraum, gesehen. Er wusste aber, dass die Residenz um einiges größer war. Dass es mehrere Haupt- und Nebenhäuser sowie Gemächer für die Kinder und Konkubinen des Hausherren umfasste.
Zhao Jisheng, das Oberhaupt der Familie und Vater von Zhao Hua war die rechte Hand des Kaisers und Kriegsminister. Liu Yan war noch vor seiner Geburt mit der ältesten Tochter der Familie verlobt worden.
Sehr zu ihrem Leidwesen, kam er als verfluchter dritter Prinz auf die Welt. So hatte er nicht nur sich, sondern auch sie mit in den Untergang gezogen. Statt die Gemahlin eines Prinzen zu werden, wurde sie jetzt die Verlobte der elenden Fluchfessel.
Tian Liu Yan hatte sich schon lange damit abgefunden. Er wusste, dass es nichts gab, womit er sein Schicksal ändern konnte. Ein eisiger Windhauch strich über die offenen Wunden auf seinem Rücken, als plötzlich Leben in das Anwesen kam.
Einige Angestellte eilten durch die Gänge und über die Innenhöfe, ohne auf die angelegten Gehwege zu achten. Sie wuselten herum und veranstalteten einen Höllenlärm, sodass Zhao Hua ihren Kopf wieder herausstreckte.
Sie war groß gewachsen, schlank, mit dunklen Haaren und rosigen Wangen. Üppiger Schmuck zierte ihr Haupt und ihre Kleidung. Sie verengte die Augen, als sie unwirsch nach dem Grund des Tumultes fragte. »Was geht hier vor sich?«, blaffte sie den nächstbesten Diener an.
Der Mann ging sofort auf die Knie und verbeugte sich mehrmals, bevor er hastig antwortete.
»Li Gongzi hat ein junges Mädchen aus dem Fluss gerettet und hierher geschickt.« Zhao Hua runzelte die Stirn.
»Li Gege, ein Mädchen?«, wiederholte sie ungläubig. Der Angestellte nickte schnell und zeigte in Richtung einer Besucherhalle.
»Noch ist sie bewusstlos und unterkühlt, aber da Li Gongzi sie persönlich aus dem Wasser gezogen hat, versuchen wir alles, um sie zu retten«, erklärte er hastig.
Tian Liu Yan wankte und stützte seine Hände auf seinen Oberschenkeln ab, um nicht umzukippen.
Li Wangxi war der Adoptivsohn von Zhao Jisheng und sein ganzer Stolz. Bereits in jungen Jahren war er zum hiesigen General aufgestiegen. Vornehm, stolz, rechtschaffen und der Schwarm beider Zhao-Töchter, die sich nur allzu gern die Köpfe einschlugen, um ihm zu gefallen. Wobei die zweite Tochter Zhao Huan die deutlich besseren Karten hatte.
Zhao Huan war eine liebenswerte, anmutige Dame. Auch wenn sie innerlich genauso verdorben war wie ihre Schwester, war sie weder so laut, noch so tyrannisch gegenüber den Angestellten wie Zhao Hua. Äußerlich eine perfekte, weiße Blume.
Zhao Hua trat hinaus auf die verschneite Veranda und wurde sofort von Yi Cheng mit einem warmen Mantel umsorgt, bevor ihre persönliche Zofe einen Schritt zurücktrat, die Hände faltete und nach unten sah.
»Li Gege hat also ein Mädchen mit nach Hause gebracht?«, bemerkte Zhao Hua und schnaubte abfällig. Ihre Wut darüber ließ sie an Liu Yan aus, als sie ihm gegen den unteren Rücken trat.
»Was machst du noch hier? Belästige mich nicht und schere dich weg«, keifte sie böse.
Das ließ Tian Liu Yan sich nicht zweimal sagen. Mit einer Verbeugung, die einige seiner verkrusteten Wunden wieder aufriss, bedankte er sich bei ihr, bevor er langsam aufstand. Zhao Hua würdigte ihn keines Blickes mehr, als sie losstürmte. Der Diener bedachte Liu Yan ebenfalls mit einem Blick voller Abscheu, bevor er seiner Herrin nacheilte.
Liu Yan schleppte sich mit schweren Schritten zurück in sein Zimmer. Es lag abseits der Haupthäuser und der Gemächer der Familienmitglieder. Über einem Schuppen lag ein kleiner Raum, der nur über eine schmale Treppe zu erreichen war.
Die Stufen knarzten, als er sich hochhievte. Der unaufhörliche Schnee hatte die Stufen und das brüchige Geländer vereist, doch unter seinen tauben, geröteten Fingerspitzen spürte er sowieso nichts mehr.
Er brauchte sogar ein paar Anläufe, um die alte Tür, die ständig klemmte, aufzuschieben. Auch hier war es nicht wirklich wärmer. Er wandte sich nach links und schon stand er inmitten seines Raumes.
Jemand hatte die Fensterfront weit geöffnet und auf dem Schreibtisch, der davorstand, hatte sich eine dicke Schneedecke gebildet. Seine Tinte und Pergamente darunter, die er brauchte, um unsinnige Familienregeln und Strafen abzuschreiben, waren durchweicht.
Die Wand, an der sich die Bücherregale bis zur Decke zogen und vollgestellt waren mit vertaubten Pergamentrollen und dicken Wälzern, hatte ebenfalls eine Frostschicht abbekommen. Nachdem er kurz durchgeatmet hatte, verschloss er das Fenster und machte sich daran, den Schnee wegzuräumen.
Sein Zimmer war so klein, dass er zum Schlafen den Schreibtisch beiseitepacken musste, um auf der erhöhten Holzplattform schlafen zu können. Doch selbst so hatte er nicht genug Platz, um sich einmal ganz ausstrecken zu können.
Mit eisigen, tauben Fingern kramte er ein kleines Metallgefäß hervor und entzündete mit den Pergamentresten ein kleines Feuer darin.
Er erinnerte sich noch gut daran, dass er vom Oberhaupt der Familie nahezu bewusstlos geschlagen worden war, nachdem er es gewagt hatte, ein paar nicht ganz verbrannte Kohlestückchen aus der Küche zu stehlen.
Das Feuer brannte nur kurz und die Wärme hielt nicht ewig, also versuchte er in der kurzen Zeit, seine Wunden zu säubern und mit ausgefransten Stoffen zu verbinden.
»Wer ist das Mädchen in Li Gongzis Besuchshalle?« Fragte eine Stimme aufgeregt. Liu Yan zog den Stoff seiner dünnen Robe fest um seine Schulter und spähte durch ein Loch seines Fensters hinaus.
Unter seinem Zimmer standen zwei Angestellte, die sich angeregt unterhielten. Einer hielt eine Tragebox in seinen Händen, aus der es dampfte. Sofort meldete sich Tian Liu Yans Magen und er spürte das nagende Gefühl des Hungers in sich.
Er hatte mal wieder seit mehreren Tagen nichts gegessen. Mit einer Hand auf seinem schmerzenden Bauch biss er die Zähne zusammen. Tatsächlich kam es öfters vor, dass er für mehrere Tage nichts aß, und wenn, dann waren es meistens Küchenabfälle.
Gut für ihn, dass er gegen schlechtes Karma immun war und er davon nicht wirklich ernsthaft krank wurde. Sonst hätten ihn die Essensreste, zu denen er teilweise gezwungen wurde, sie zu sich zu nehmen, schon in ein frühes Grab befördert.
»Ich weiß es nicht, sie ist nicht besonders hübsch und hat auch sonst keine Vorzüge«, antwortete der andere ihm. Die beiden lachten schadenfroh.
»Es wäre besser für sie, einfach zu sterben. Was die erste und die zweite Herrin ihr antun werden, wenn sie wieder aufwacht, wird schlimmer sein als der Tod«, feixte einer.
Liu Yan setzte sich an seinen Schreibtisch und ordnete seine Papiere, bevor er begann, gewissenhaft die Tinte zu mahlen. Es war besser, wenn er einige Papiere voller Familienregeln vorschrieb. So hatte er gelegentlich ein wenig Verschnaufpausen, um sich auszuruhen, wenn er körperlich nicht mehr konnte und seine Verlobte Zhao Hua ihm zusätzliche Arbeit aufdrückte.
Das Gespött der Angestellten interessierte ihn nicht. Dennoch musste er ihnen beipflichten. Da das Mädchen es gewagt hatte, sich vom edlen Herren Li Wangxi retten zu lassen, war kein Segen.
Zhao Hua und Zhao Huan würden ihre Wut darüber, dass sie es gewagt hatte, sich in den Fokus ihres Bruders zu stellen, an ihr auslassen. Von einer Rettung konnte hier also nicht gesprochen werden.
***
Geistesabwesend betrachtete er die ausgefranste Spitze seines Pinsels, von der die dicke schwarze Tinte tropfte, als jemand einen Stein gegen sein Fenster warf. Er zuckte nur kurz zusammen, wusch den Pinsel aus und hängte ihn zurück an das Gestell, bevor er das Fenster einen Spaltbreit öffnete und hinaus sah.
Sein Blick war schon immer kalt und emotionslos gewesen, und so bedachte er die Dienerin mit einem mordlüsternen Blick. Diese schluckte und wand sich unter seinem Blick unbehaglich, dann schien sie sich wieder daran zu erinnern, dass er weniger wert war als ein Straßenhund, und straffte ihre Schultern.
»Herrin Zhao Hua hat dir aufgetragen, die Nacht über unseren Besuch zu wachen«, rief sie.
Liu Yan hob eine Braue. Auch wenn es in der Besucherhalle deutlich wärmer sein dürfte, tat Zhao Hua das sicher nicht aus reiner Herzensgüte. Sollte das Mädchen die folgende Nacht nicht überleben – und das lag ganz sicher im Interesse der tyrannischen Zicke, so würde sie nicht nur Konkurrenz loswerden, sie könne es auch ihm anhängen.
Ein abfälliges Lächeln umspielte seine Lippen, als er Yi Chang leicht zunickte. Diese bedachte ihn mit einem Blick, als müsse sie sich gleich übergeben, bevor sie auf dem Absatz kehrtmachte und zurückeilte.
Draußen war es noch kälter und deutlich dunkler geworden. Die Sonne war seit Tagen nicht mehr zu sehen gewesen und eisige Winde heulten durch jede Ritze des Anwesens. Liu Yan lief schnell und aus Gewohnheit im Schatten der kargen Bäume bis zu Li Wangxis Gemächern.
Er hatte das Wunderkind selbst noch nie persönlich getroffen, da er bereits der Armee beigetreten war, als Liu Yan in das Anwesen zog. Als er die Gemächer des Adoptivsohnes erreichte, sah er auf.
Vor der Tür zu den Besucherräumen stand eine Frau. Sie war wunderschön, anmutig. Ihr Blick melancholisch in die Ferne gerichtet. Ihre Lippen leicht geöffnet. Obwohl Liu Yan keinen Laut machte, als er sich näherte, wandte sie sich zu ihm um.
Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, eines, das er anfangs fälschlicherweise für Freundlichkeit gehalten hatte. Er blieb im gebührenden Abstand stehen und grüßte sie.
»Zweite Herrin Zhao Huan.« Das Lächeln, das ihre Augen nicht erreichte, erlosch, als sich ihr Blick auf ihn konzentrierte. Sie hatte die Tür offengelassen und der kalte Wind fegte durch die innere Halle, doch sie hatte nur einen abschätzenden Blick für den Besuch übrig.
»Meine Schwester hatte recht. An ihr ist nichts Besonderes. Li Gege rettet einfach jeden, der Hilfe braucht«, sagte sie.
Ihre leise, melodische Stimme klang sanft und lieblich. Alles an ihr glich einer wunderschönen Falle. Zhao Huan lächelte wieder, als sie an ihm vorbeischritt.
Liu Yan trat durch die geöffnete Tür und schloss sie hinter sich. Obwohl der Raum eigentlich groß und geräumig war, lag das meiste im Dunkeln. Nur ein kleiner Fleck war mit Kerzen erleuchtet. Eine Gestalt lag blass und regungslos auf einer Matte aus Stroh.
Neben ihr waberte Rauch aus einer Kohleschale und der tragbare Essenskorb stand daneben. Als solle sie sich selbst bedienen. Liu Yan trat näher an sie heran. Die Kohle wärmte seine Finger, machte aber die Kälte des Strohs, auf dem das Mädchen lag, nicht wieder wett.
Er setzte sich neben sie und strich ihr eine wirre Haarsträhne aus dem Gesicht. Zhao Huan hatte recht. Sie war nichts Besonderes.
Ihr ovales, blasses Gesicht hatte keine Farbe, genauso wenig wie ihre spröden, aufgeplatzten Lippen. Ihr Haar wirkte stumpf und verfilzt. Der Hals mit blauen Flecken übersät. Liu Yan strich langsam über ihre Haut und schlang dann seinen Finger um ihren Hals. Doch die Flecken stimmten nicht mit einem Handabdruck überein.
Er drückte leicht zu. Das Gefühl von Überlegenheit und Macht rauschte in seinen Adern. Die junge Frau zuckte leicht zusammen und murmelte etwas Unverständliches. Liu Yan ließ sie los. Alles, was er tun musste, war, die folgende Nacht hier zu sitzen. Er sollte sich nicht wirklich um sie kümmern. Es wäre zwar schade, wenn sie starb, dann hätte Zhao Hua wieder einen Grund, ihn zu bestrafen, aber Mitgefühl war ohnehin eine Emotion, die ihm fremd war.
Er zog die Kohle näher zu sich und fächerte sich die warme Luft zu. In dem Korb standen noch immer eine lauwarme Schüssel Reisbrei und ein wenig Medizin. Er steckte sich das Medizinfläschchen ein und nahm die Schüssel an sich. Er hielt der jungen Frau den Löffel unter die Nase. Dann zuckte er mit den Schultern und aß die ganze Schüssel schließlich selbst.
Er würgte, als er nach ein paar Bissen bemerkte, dass man verdorbenen, einige Tage alten Reis verarbeitet hatte. Ihm wurde übel, doch er war Schlimmeres gewohnt, und so blieb die lauwarme Mahlzeit in seinem Magen. Liu Yan hielt sich die Hand vor den Mund, als der Reisbrei wieder aufkam, und brauchte einen Moment, um sich nicht zu übergeben.
Er stellte die Schüssel beiseite und setzte sich bequemer hin. Die Nacht brach über das Anwesen herein und draußen wurde es noch kälter. Die Kohle glühte nur noch schwach. Liu Yan legte eine Hand auf die Stirn des Mädchens, im Gegensatz dazu kochte sie innerlich.
Schweiß rann ihre Stirn hinunter und sie wand sich, während sie mit trockener, zugeschnürter Kehle versuchte zu schreien. Aus einem Impuls heraus nahm er den Wasserschlauch und hob ihren Kopf leicht an, während er versuchte, etwas Wasser in ihren Mund zu träufeln.
Sie hustete. Als sie seine Hand bespuckte, ließ er sie angewidert los und ihr Kopf prallte auf die dünne Strohmatte. Sie zitterte und ihre blauen Lippen bebten. Als der Morgen langsam graute, lag ihr Körper kalt und steif auf dem Boden. Liu Yan hörte, wie einige Angestellte sich vor der Tür versammelten und heftig miteinander flüsterten. Er machte Anstalten, sich zu erheben, als das Mädchen flatternd seine Lieder öffnete.
»Ihr seid also doch nicht tot«, bemerkte er und sein kühler Blick streifte ihren. In ihren Augen brannte das Feuer des Fiebers. Ihre schwarze Iris schlug Funken, als sich ihre Blicke trafen.
»Zu sterben wäre besser gewesen«, bemerkte er leichthin. Sie sah ihn an.
»Ich habe nicht darum gebeten, gerettet zu werden«, flüsterte sie kraftlos. »Ich hasse sie!« Liu Yan hob eine Braue.
»Wen?«, fragte er desinteressiert. Der Kopf der jungen Frau rollte auf dem Stroh hin und her, sie hatte ganz offensichtlich Schmerzen und war kaum in der Lage, sich zu rühren. Trotzdem krallte sie sich in die dünne, lächerliche Matte und bäumte sich auf.
»Alle«, zischte sie böse.









Der Anfang erinnert mich an "Till the End of the Moon" chinese Series.😉
Gefällt mir schon mal.
Mal sehen wie es weiter geht (gebe wie immer Rückmeldung).