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Lampshire's liebenswerte Klatsch- und Tratschgeschichten: Ein Dorfroman durch die vier Jahreszeiten

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Zusammenfassung

Eine unerwartete Erbschaft, eine Beförderung und ein Dorf. Ein Dorf, in die es unsere beiden Hauptprotagonisten verschlagen hat. Schicksal oder doch einfach nur ein Zufall? Man weiß es nicht. Taucht ein, in meine kleine Geschichte, in denen man die liebenswürdigen, urigen und eigensinnigen Menschen aus Lampshire kennenlernt und begleitet sie im Verlauf eines Jahres. Wir befinden uns in einem Dorf, in England, Anfang der 50er Jahre. Der normale Alltag, mit zwei Personen, die das Dorf, die Menschen und sich selbst kennenlernen. Viel Spaß bei der Unterhaltung – vielleicht mit einem Tee und etwas Gebäck

Genre:
Romance
Autor:
Manuela
Status:
vor 7 Monaten
Kapitel:
4
Rating
n/a
Altersfreigabe
13+

Im November

Es gibt wohl Begebenheiten im Leben, die einfach stattfinden müssen, sogenannte Säulen, die unumstößlich sind. Gleich, wie verletzend sie unter anderem sein können. In diesem Fall, unserer kleinen Geschichte, fängt alles mit einem ‘Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt’ an.

Wir schreiben Ende des Jahres, und eine junge Dame wird aus ihrem beruflichen Alltag gerissen, als sie von einem Notar die traurige Mitteilung erhält, dass eine ihrer ehemaligen Arbeitgeberinnen verstorben ist. Als sie den Namen der Dame liest, Lady Sophia Cunningham, fühlt sie eine kleine Wehmut in sich aufkommen, zumal diese Dame ihre erste Arbeitgeberin als Hauswirtschafterin war. Es war eine intensive, lehrreiche, sowie sehr interessante Zeit. Eine Zeit, die Agatha Darwood sehr geprägt hat, und aus der sie sehr viel Wissen und Erfahrung mitnehmen konnte. Lady Cunningham, ihre Familie und das ganze Haus waren ausschlaggebend für Miss Darwoods weitere Entwicklung. Einer Hauswirtschafterin, die es geschafft hat, in den besten Häusern zu arbeiten und sich dabei die Dauer und das Gehalt selbst festsetzt und weitere kleine Extras dabei leisten kann und darf. Die Zeit, die seitdem vergangen ist, fühlt sich wie eine kleine Ewigkeit an, um so überraschter ist Agatha darüber, überhaupt in diesem Notars Schreiben auf die Testamentsverlesung eingeladen worden zu sein. Wie es scheint, hat die gute alte Dame auch an sie denken müssen und ihr eine Kleinigkeit vererbt.

Erfreut über diese Aufmerksamkeit nimmt Agatha an diesem Termin teil und muss erfahren, dass diese Kleinigkeit gar keine Kleinigkeit ist, sondern vielmehr aus einem Häuschen in der Nähe von London besteht, sowie einer äußerst lukrativen Geldsumme. Das Häuschen, ein Cottage, um ganz genau zu sein, steht allerdings nicht leer, sondern wird noch von Lady Cunninghams Mieter, einem gewissen Mr Miller, bewohnt. Es ist Agatha selbst überlassen, ob sie weiterhin die Miete einnimmt, oder dem Herrn den Mietvertrag kündigt und selbst einziehen möchte.

Fassungslos über dieses Glück, macht sich Agatha Darwood auf den direkten Weg zu ihrem Freund Matthew, um ihn daran teilhaben zu lassen. Und da kommt auch schon der zweite Schicksalsschlag ins Rollen; denn diese freudige Überraschung wird durch die Tatsache vereitelt, dass Agatha ihren Freund mit ihrer besten Freundin in einem Stelldichein erwischen muss. Die Details werden hier einmal ausgespart, da wohl jeder genug Phantasie haben wird, um sich solch eine Situation auszumalen. Unwissend, wie sie sich nun verhalten soll, erfolgt eine Kurzschlussreaktion. Eine Reaktion, die typisch für Agatha ist, um einfach nicht darüber nachdenken zu müssen. Sie fährt noch am selben Tag wieder zu Manor Cobmore, ihrer aktuellen Arbeitsstelle, und stürzt sich in die Arbeit. Feste Regeln, feste Struktur, das ist jetzt genau das, was sie braucht, und teilweise hilft. Bis Ende des Monats läuft der Arbeitsvertrag noch, und danach… Danach wäre es für sie zum nächsten Haus gegangen. Nunmehr überlegt Agatha allerdings für sich, ob es nicht eine bessere Option wäre, sich eine Auszeit zu nehmen. Das Geld dazu hätte sie nun schließlich, und der Verlust von Matthew, welcher noch schmerzt, trifft sie die Entscheidung, dass sie nunmehr einen Neuanfang starten oder zumindest planen sollte. Die Tage verstreichen nur so, und als sie am vorletzten Tag auf dem Anwesen die letzten Handgriffe anlegen möchte, wird sie durch einen Anruf unterbrochen.

Auch hierbei kann man unter Umständen von Schicksal sprechen, oder einfach puren Zufall, denn wie sich herausstellt, wird Agatha zu einem Neubeginn regelrecht reingeschubst. Mr Racer, der Notar von Lady Cunningham, berichtet kurz und knapp, dass Mr Miller, der bisherige Mieter des Cottages, das Zeitliche gesegnet hat und somit Agatha nunmehr jederzeit ins Cottages einziehen kann. Die Vorstellung in einem eigenen kleinen Häuschen zu leben, nur auf sich gestellt zu sein, packt Agatha mit einem Glücksgefühl, dass sie der folgenden Diskussion mit ihrer jetzigen Arbeitgeberin, über eine Verlängerung der Vertragsdauer, salopp, und überaus unpassend für ihr Verhalten, beendet. Dennoch, gemäß Vertrag, bis zum letzten Tag arbeitet. Unerledigte Sachen sind Agatha einfach zuwider. Für ein paar Tage fährt Agatha nach Hause, berichtet ihrer Familie von den Vorfällen und kommt zu dem Punkt, dass sie erstmals in dieses Haus einziehen, es herrichten wird und dabei Gedanken über ihre eigene Zukunft anstellen wird. Mit Haus und Geld hat sie dafür Zeit und vor allem den entsprechenden Freiraum.

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