Falling Lights 1: Behind The Spotlights von Krisztina Rudnay-Peters bei Inkitt
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Falling Lights 1: Hinter dem Rampenlicht

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Zusammenfassung

Olivia Carter hat Jahre damit verbracht, Hollywoods perfekter Star zu werden. Wunderschön. Unnahbar. Perfekt inszeniert. Bis ein einziges Foto alles zerstört. Als ein altes Bild Olivia mit dem mysteriösen Tod der ehemaligen Kinderdarstellerin Lily Hayes in Verbindung bringt, wendet sich das Internet über Nacht gegen sie. Während Hollywood in einem Skandal versinkt, setzt der investigative Journalist Ethan Brooks alles daran, herauszufinden, was vor zehn Jahren wirklich geschah. Doch je tiefer Ethan gräbt, desto gefährlicher wird Olivia. Denn jemand mit Einfluss hält die Wahrheit über Lilys Tod nach wie vor unter Verschluss. Und je näher sich Ethan und Olivia kommen, desto mehr riskieren sie, alles zu verlieren. Düster, mitreißend und hochemotional – Falling Lights ist ein psychologischer Romance-Thriller voller Besessenheit, Verrat, vergrabener Geheimnisse und einer Liebesgeschichte unter unmöglichem Druck. Perfekt für Leser, die folgende Themen lieben: slow-burn romance emotional suspense moralisch komplexe Charaktere Hollywood-Skandale mystery with addictive chemistry

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
30
Rating
4.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
16+

Eins

Dieses Foto hätte nicht existieren dürfen.

Das war der erste Gedanke von Ethan Brooks, als es um 23:42 Uhr auf seinem Laptopbildschirm erschien. Es leuchtete im dunklen Apartment, als wäre es gerade erst aus einem Grab hervorgeholt worden.

Draußen lief der Regen in ungleichmäßigen, silbernen Linien die Fensterscheiben hinunter. Die Stadt hinter dem Glas wirkte verschwommen und fern, ein Meer aus Neonlichtern und nassen Dächern, doch Ethan nahm das alles nicht wahr.

Er starrte auf zwei Mädchen.

Das eine war Lily Hayes.

Amerikas verstorbener Kinderstar.

Das Mädchen, dessen Gesicht einst überall zu sehen war – in Cornflakes-Werbung, auf Sitcom-Plakaten, Magazin-Covern und bei Benefizveranstaltungen –, bis sie eines Oktoberabends vor zehn Jahren im Blackwood Manor starb und Hollywood entschied, dass Trauer einfacher war als die Wahrheit.

Das andere Mädchen stand neben ihr in einem schwarzen Kapuzenpullover. Sie war sechzehn Jahre alt, dunkles Haar fiel ihr um ein blasses, verängstigtes Gesicht.

Olivia Carter.

Nicht die Olivia Carter, die heute Abend über die roten Teppiche schreitet.

Nicht die Olivia Carter, deren Lächeln Parfümkampagnen, Streaming-Serien und Schlagzeilen über Hollywoods nächste Besessenheit verkaufte.

Diese Olivia war jünger.

Ungeschminkt.

Verstört.

Lebendig, in der schlimmsten Nacht im Leben von Lily Hayes.

Der Zeitstempel unter dem Foto lautete:

14. OKTOBER 2014 — 23:38 UHR

Ethan hielt den Atem an.

Denn laut jedem Polizeibericht, jedem Interview und jedem offiziellen Zeitplan war Olivia Carter niemals dort gewesen.

Sein Telefon begann zu klingeln.

Er ignorierte es.

Der Beitrag verbreitete sich rasend schnell.

Tausende Teilungen.

Dann zehntausende.

Die Kommentare vermehrten sich so schnell, dass der Bildschirm zu beben schien.

Der anonyme Account hatte kein Profilbild, keinen Verlauf, keinen Namen.

Nur einen Handle.

@WatchTheStarsBurn

Und unter dem Foto stand ein einziger Satz:

Sie lügt euch schon seit zehn Jahren an.

Ethan zoomte hinein.

Näher.

Näher.

Das Bild verpixelte, doch die Angst nicht.

Olivias Angst blieb vollkommen deutlich.

Sein Telefon klingelte erneut.

Diesmal nahm er ab, ohne den Blick abzuwenden.

„Sag mir, dass du es gesehen hast“, sagte Daniel.

Ethans Redakteur klang wach, was niemals ein gutes Zeichen war. Daniel schlief selbst bei Erdbeben, Skandalen und den meisten moralischen Verpflichtungen durch.

„Ich habe es gesehen.“

„Fang nicht damit an.“

Ethan stieß ein humorloses Lachen aus.

„Womit anfangen?“

„Mit was auch immer für einer besessenen Sache dein Gehirn gerade schon wieder beschäftigt ist.“

Zu spät.

Ethans Apartment war ein Denkmal für unvollendete Besessenheit. Fallakten bedeckten den Küchentisch. Alte Notizbücher lehnten in schiefen Stapeln neben kalten Kaffeetassen. An der Wand in der Nähe seines Schreibtischs, versteckt hinter einer halb geschlossenen Tür, stand ein Pappkarton mit Beweismitteln, der dort nach zehn Jahren eigentlich nichts mehr zu suchen hatte.

LILY HAYES.

Er hatte sich selbst eingeredet, dass er mit diesem Fall abgeschlossen hatte.

Mehr als einmal.

Mehr als hundertmal.

Jedes Mal hatte er gelogen.

Daniel seufzte am anderen Ende der Leitung.

„Der Fall Lily Hayes wurde vor einem Jahrzehnt geschlossen.“

„Geschlossen ist nicht dasselbe wie gelöst.“

„Ethan.“

„Sie war sechzehn.“

„Wer?“

„Olivia.“

Stille.

Ethan starrte das verängstigte Mädchen auf dem Foto an.

„Sie war sechzehn, Daniel. Und jemand hat dafür gesorgt, dass ihr Name niemals in dieser Akte auftauchte.“

Daniel antwortete nicht sofort.

Als er es tat, war seine Stimme leiser.

„Blackwood Studios ist involviert. Sei vorsichtig.“

Das brachte Ethan fast zum Lächeln.

Vorsicht war noch nie eine seiner Stärken gewesen.

Auf der anderen Seite der Stadt stieg Olivia Carter aus einem schwarzen Wagen in ein Blitzlichtgewitter.

Das Avalon Theater schimmerte unter den feuchten Lichtern, sein altes goldenes Leuchtschild brannte hell in der Nacht. Fans drängten sich mit erhobenen Handys gegen die Absperrungen. Sicherheitsleute bewegten sich wie dunkle Schatten entlang des Teppichs. Reporter riefen ihren Namen aus jeder Richtung.

„Olivia!“

„Hierher!“

„Von wem ist das Kleid?“

„Wie fühlt es sich an, die Hauptrolle in einer Blackwood Studios-Serie zu spielen?“

Olivia lächelte.

Perfekt.

Automatisch.

Die Art von Lächeln, die Leute als mühelos bezeichneten, weil sie keine Ahnung hatten, wie viel Anstrengung dahintersteckte.

Ihr silbernes Kleid schmiegte sich an sie wie flüssiges Mondlicht. Es war rückenfrei und ärmellos und fing jedes Blitzlicht so ein, als gehörten die Kameras ihr. Ihr dunkelbraunes Haar fiel in glänzenden Wellen über eine Schulter. Ihre blassgrünen Augen wirkten unter den Theaterlichtern leuchtend, eingerahmt von dunklen Wimpern und dem zarten Schimmer von Make-up, das dafür gemacht war, Erschöpfung verschwinden zu lassen.

Für jeden, der zusah, wirkte sie unantastbar.

Wunderschön.

Kontrolliert.

Geboren für das Rampenlicht.

Niemand bemerkte die Anspannung in ihren Schultern.

Niemand bemerkte, wie sich ihre Finger an ihrer Seite kurz zusammenkrallten, bevor sie sich wieder entspannten.

Niemand bemerkte, dass sie vor jedem Lächeln eine halbe Sekunde zu lange zögerte, als müsste sie sich erst daran erinnern, wie man sie selbst wurde.

Ihre PR-Beraterin Mia tauchte neben ihr auf. Sie lächelte noch immer für die Kameras, während sie sich nah genug heranbeugte, um ihr etwas zuzuflüstern.

„Noch drei Interviews, dann geht es rein. Richard Blackwood fragt schon, wo du bleibst.“

Olivias Lächeln erstarrte nicht einmal.

„Natürlich tut er das.“

Mia warf ihr einen Blick zu.

„Das klang nicht wie ein Witz.“

„Das war es auch nicht.“

Bevor Mia antworten konnte, vibrierte ihr Handy.

Dann vibrierte es erneut.

Und hörte gar nicht mehr auf.

Olivia drehte sich zu einem anderen Mikrofon.

„Der heutige Abend fühlt sich immer noch nicht real an“, sagte sie herzlich. „Ich glaube, ich versuche noch, mein eigenes Leben einzuholen.“

Der Reporter lachte.

Die Menge liebte es.

Amerika liebte Demut, verpackt in Schönheit.

Dann legte sich Mias Hand um Olivias Handgelenk.

Viel zu fest.

Olivia sah nach unten.

Mias Gesicht war unter ihrem Make-up bleich geworden.

„Was ist?“, flüsterte Olivia.

Mia antwortete nicht.

Sie drehte ihr einfach das Display ihres Handys zu.

Olivia sah das Foto.

Und der gesamte rote Teppich verschwand.

Die Schreie wirkten plötzlich weit weg.

Das Blitzlichtgewitter verschwamm zu einem weißen Feuer.

Lily.

Das Anwesen.

Die Nachtluft.

Ihr eigenes Gesicht als Teenager starrte sie aus einem Leben an, das sie zehn Jahre lang versucht hatte zu begraben.

Für einen schrecklichen Moment war Olivia wieder sechzehn.

Kalt.

Barfuß auf Marmor.

Lily, die oben weinte.

Jemand, der schrie.

Ein zerbrechendes Glas.

Eine Tür, die ins Schloss fiel.

Dann Blut.

Nein.

Nicht jetzt.

Nicht hier.

Sie zwang sich zum Atmen.

Der Reporter vor ihr lächelte immer noch und ahnte nicht, dass sich der Boden unter ihren Füßen aufgetan hatte.

„Olivia?“, fragte er. „Geht es dir gut?“

Jede Kamera rückte näher.

Jedes Mikrofon wurde nach oben gehalten.

Jedes Handy hielt die Szene fest.

Olivia spürte Mias Finger, die sich in ihren Arm gruben.

Sag etwas.

Lächle.

Spiel deine Rolle.

Überlebe.

Sie hob das Kinn.

Und lächelte.

„Alles bestens.“

Die Lüge kam ihr perfekt über die Lippen.

Das war das Problem.

Sie erzählte sie schon seit zehn Jahren.

In Ethans Apartment lag der alte Beweismittelkarton von Lily Hayes zum ersten Mal seit Monaten offen da.

Er nahm ein Foto nach dem anderen heraus.

Blackwood Manor.

Polizeiabsperrungen.

Ein unscharfer Balkon.

Das Schlafzimmer eines jungen Mädchens.

Eine zerbrochene Halskette.

Lily, wie sie drei Wochen vor ihrem Tod am Set einer Sitcom lächelte.

Dann, versteckt unter dem Transkript eines Interviews, das er schon so oft gelesen hatte, dass das Papier an den Faltstellen ganz weich war, fand er etwas, das er vergessen hatte.

Eine Zeugenaussage.

Anonym.

Eine Zeile war rot eingekreist.

Es war noch ein anderes Mädchen auf der Party.

Ethan starrte darauf.

Dann sah er wieder auf das virale Foto.

Olivia Carter.

Das andere Mädchen.

Sein Handy vibrierte erneut.

Eine Nachricht von Daniel.

Lass das gut sein. Ich meine es ernst.

Ethan ignorierte sie.

Auf seinem Laptop postete der anonyme Account etwas Neues.

Diesmal kein Foto.

Nur Text.

Frag Olivia, was Lily ihr gegeben hat, bevor sie starb.

Ethan verharrte regungslos.

Auf der anderen Seite der Stadt stolperte Olivia in einen privaten Flur hinter dem Theater – weg von den Kameras, weg von den Fans, weg von ihrer öffentlichen Fassade.

Ihr Atem ging zu schnell.

Mia stand panisch vor ihr.

„Was zum Teufel soll das?“

Olivia konnte nicht antworten.

Ihr Handy vibrierte in ihrer Hand.

Unbekannte Nummer.

Einen Moment lang überlegte sie, es zu ignorieren.

Dann öffnete sie die Nachricht.

Es gab keine Begrüßung.

Keinen Namen.

Nur einen einzigen Satz.

Ich habe immer noch die Kette.

Olivias Blut gefror.

Denn Lilys Kette war in der Nacht ihres Todes verschwunden.

Und nur drei Personen wussten, dass das eine Bedeutung hatte.

Eine war tot.

Die andere war Olivia.

Und die dritte Person war der Grund, warum sie nie die Wahrheit gesagt hatte.

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Frage an die Leser: Wenn ein altes Geheimnis aus deiner Vergangenheit plötzlich viral ginge, was würdest du tun?

Lass Krisztina Rudnay-Peters wissen, was du von diesem Kapitel hältst!
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Gutes Schreiben

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Toller Charakter

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I'm hooked! Worst time to see that photo. I feel like she's in danger too.

3 Monate
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I liked it!

2 Monate

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