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Pray to the Hunter

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Zusammenfassung

Sie wollte nie wieder Teil dieser Welt sein – doch Schatten haben ihre eigene Art, einen einzuholen. Snow lebt seit Jahren mit den Narben einer Vergangenheit, die niemand kennt und niemand je erfahren darf. Vertrauen ist für sie ein Fremdwort. Nähe ein Risiko. Und dann steht er plötzlich vor ihr. Nolan. Verletzt, gefährlich und mit einem Blick, der sie tiefer durchdringt als jede Kugel es je könnte. Zwischen ihnen lodert eine Anziehung, die sie beide nicht wollen – und doch nicht mehr kontrollieren können. Für ihn ist sie mehr als nur ein Rätsel. Für ihn ist sie eine Obsession. Für sie bedeutet er etwas anderes: das unausweichliche Ende. Doch je näher sie ihm kommt, desto schwerer wird es, sich zu entscheiden, ob sie ihn vernichten muss…oder ob sie sich selbst an ihm verliert.

Genre:
Romance
Autor:
nxmentix
Status:
In Arbeit
Kapitel:
8
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Prolog

Snow

Die Nacht ist unnatürlich still. Keine Hunde bellen, kein Wind bewegt die maroden Stromleitungen über uns. Nur das gleichmäßige Rattern meiner Atemzüge unter der Maske und das dumpfe Klopfen meines Herzens. Wir bewegen uns in Formation. Vier Schatten, die mir vertrauter sind als meine eigene Silhouette. Mein Team. Meine Familie.

„Noch zehn Meter“, flüstert Luuke an meiner Seite. Immer der Ruhepol, immer der große Bruder – nicht nur für seinen Bruder, wie er oft lachend betonte, sondern auch für mich. Er ist der Einzige, dem ich blind vertraue. Hinter uns ist Ruby, kleiner als ich, aber doppelt so bissig. „Wenn wir hier sterben, Snow, dann wenigstens nicht vor Langeweile.“ Ihr Galgenhumor ist ihr Schutzschild – meiner manchmal auch. Marcos prüft schon zum dritten Mal seine Munition. „Ziel sichern, Daten sichern, raus. Klingt einfach. Viel zu einfach.“ Er murmelt die spanischen Flüche, die ich längst von ihm kenne. Warrick, unser schweigsamer Koloss, sagt kein Wort. Er muss es auch nicht. Sein Schweigen ist fester als jede Zusicherung.

Unsere Mission ist klar: In diesem Betonklotz am Rand einer toten Stadt soll ein Mann sein. Ein Informant. Er trägt Daten bei sich – Daten, die über ein ganzes Netzwerk von Waffenrouten Auskunft geben sollen. Namen, Kontakte, Lieferungen. Unsere Befehle: sichern, sicherstellen, extrahieren. Aber etwas in mir schreit, dass es nicht stimmen kann. Zu still. Zu sauber. Alles zu glatt geplant. Ich hebe die Faust, gebe das Zeichen zum Halt. Alles in mir schreit, dass hier etwas nicht stimmt. Aber wir haben den Befehl. Rückzug ist keine Option. Meine Finger zittern kaum merklich, während ich das Türschloss prüfe.

„Snow?“ Luuke flüstert meinen Codenamen, seine Stimme tief, vertraut. Ein kurzes Nicken von ihm – ein Versprechen, das er mir schon unzählige Male gegeben hat: Wir schaffen das. Zusammen. Ruby grinst mich von hinten an, wirft ihren roten geflochtenen Pferdeschwanz nach hinten. „Mach schon, bevor ich hier noch Wurzeln schlage.“ Marcos zieht die Waffe enger an sich. „Ich trau dem Frieden nicht.“ Warrick steht da wie eine Mauer. Ich atme tief durch und öffne vorsichtig die Tür.

Einzeln betreten wir den Raum. Staub und Dunkelheit umhüllt uns. Nur das sanfte Licht vom Mond schenkt uns etwas Licht. Eine erdrückende Stille herrschte und dann – ein Klick. So leise, dass es beinahe unterging.

„Verdammt --!“

Die Explosion zerfetzt den Raum. Ein Licht, so grell, dass es mir die Netzhaut förmlich verbrennt. Hitze, die alles in Flammen setzt. Metall, das sich wie rasende Scherben in Fleisch bohrt. Ich werde zurückgeschleudert, verliere jedes Gefühl in meinem Körper. Als ich die Augen wieder öffne, ist da nur Rauch, Flammen und Schreie.

„Atlas!“ rufe ich, wobei sich meine Stimme überschlägt. Ich erhalte keine Antwort. „Spark!“ rufe ich, spüre dabei, wie meine Lunge brennt. Wieder keine Antwort. Ich drehe mich vorsichtig auf die Seite und versuche aufzustehen. „Anvil! Scope!“ Ich huste, spucke dabei Blut. Mein ganzer Körper zittert, während ich versuche aufzustehen. Doch ich habe keine Kraft. Also krieche ich, meine Hände blutig, taste nach Körpern, nach Stimmen. Doch ich finde nichts, außer der sengenden Hitze und dem Geschmack von Eisen in meinem Mund. Sie alle – ausgelöscht. Meine Familie. Mein Team. Und ich? Ich lebe.

Wer auch immer dafür verantwortlich ist, hat einen Fehler gemacht. Einen fatalen Fehler. Denn ich habe überlebt. Und ich schwöre - ich werde ihn finden.

Ich werde ihn jagen. Und ich werde sie rächen. Jeden. Einzelnen.

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