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Mein kleines Backtalent🎂🎂🎂

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Zusammenfassung

Was passiert, wenn ein Backmädchen entdeckt, dass sie niemals ein Niemand war? Teil 3 setzt dort an, wo der Herzschmerz endete – Massimo ruft nach sieben Jahren zum ersten Mal seine Mutter an, Celeste steckt einen billigen Silberring an die mächtigste Hand Russlands, und zwei Menschen entscheiden sich erneut füreinander. Diesmal lauter. Diesmal für immer. Doch der Frieden währt in der Welt der D'Angelos nie lange. Sophie Marchetti – besessen, gefährlich und niederschmetternd grausam – reißt die Wunde auf, die Celeste ihr ganzes Leben lang mit sich getragen hat. Und enthüllt dabei versehentlich ein Geheimnis, das alles umschreibt. Celeste wurde nie im Stich gelassen. Sie wurde versteckt. Sie wurde geliebt. Sie war schon immer eine Marchetti. Was folgt, ist ein Zusammenprall von Müttern, Schwestern, Blutlinien und Wahrheiten, die zu lange vergraben waren – erzählt durch Küchenschlachten, nächtliche Geständnisse, italienische Sonnenuntergänge, gestohlene Bänder und eine Hochzeit im Schnee, die jeden auf die bestmögliche Weise zerbrach. Massimo wird zu dem Mann, von dem sein Vater immer glaubte, dass er es sein könnte. Celeste wird zu der Frau, die sie schon immer war – sie kennt jetzt nur endlich ihren Namen. Und zwei Menschen, die mit „Traurigkeit in einer Tasse“ begannen, enden mit einem Für immer. Der Spatz findet immer seinen Weg nach Hause. 🖤

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
16
Rating
5.0 (1 Bewertung)
Altersfreigabe
18+

The Call🖤

Die Uhr auf dem Nachttisch zeigte 05:14 Uhr.

Moskau lag noch im Dunkeln. Es war eine Dunkelheit, die jedes Geräusch verschlang, jede Bewegung, jeden Mut. Graues Licht drückte gegen die Fenster des Penthouses, als wäre es der angehaltene Atem, der nur darauf wartete, hineingelassen zu werden.

Massimo D’Angelo saß auf der Bettkante, den Oberkörper frei, die Ellenbogen auf den Knien, das Handy in beiden Händen. Der Bildschirm spiegelte sich in seinem Gesicht — das einzige Licht im Raum. Sein Daumen schwebte über einem Kontakt, den er vor sieben Jahren unter zwei Worten gespeichert hatte:

Do Not Call.

Er hatte es nie geändert. Kein einziges Mal. Nicht, als Bianca ihn anflehte. Nicht, als Riccardo um zwei Uhr morgens auf die Mailbox sprach: „Sie hat heute wieder nach dir gefragt.“ Nicht, als die Schuldgefühle nachts wie Rauch unter einer Tür in ihn hinein krochen.

Sieben Jahre.

2.555 Tage.

61.320 Stunden.

Er hatte mitgezählt. Er würde das niemals zugeben. Aber er hatte mitgezählt.

Sein Daumen zitterte über dem Display. Der große Massimo D’Angelo — der Mann, vor dem Oligarchen zurückwichen, der ein kriminelles Imperium mit eisernem Willen führte, der einem Mann die Hand brach, nur weil er ihn zu lange angesehen hatte — er brachte es nicht fertig, eine Taste zu drücken.

Hinter ihm raschelten die Laken.

Celeste lag auf der Seite. Ihr bandagiertes Handgelenk ruhte auf dem Kissen, ihr Haar war wie dunkles Wasser aufgefächert, und Sol hatte sich eng an ihren Hals gekuschelt. Sie sah friedlich aus. Sie sah aus wie alles Weiche, das die Welt je erschaffen hatte, vereint in einem schlafenden Körper.

Sie schlief nicht.

Sie war seit 04:47 Uhr wach — seit sie spürte, wie die Matratze nachgab, seit sie hörte, wie sich sein Atem veränderte, seit sie die schwere Stille spürte, die von ihm ausging. Sie wusste, was diese Stille bedeutete. Sie hatte sie auf der Klippe gespürt. Sie hatte sie im Krankenhaus gespürt. Es war die Stille eines Mannes, der am Abgrund vor etwas Schrecklichem stand.

Celeste öffnete die Augen.

Sie sprach nicht. Sie fragte nicht, ob alles in Ordnung sei. Sie sagte nicht: „Du solltest sie anrufen“ oder „Sie vermisst dich“ oder „Es ist Zeit.“ Sie hatte gelernt — in den Wochen, in denen sie diesen Mann liebte —, dass Massimo auf Worte nicht reagierte. Er reagierte auf Taten.

Sie setzte sich langsam auf. Der übergroße Hoodie, den sie aus seinem Schrank stibitzt hatte, rutschte von einer Schulter. Sol miaute protestierend und kuschelte sich wieder gegen das warme Kissen.

Sie streckte die Hand aus.

Nahm ihm das Handy aus den Händen.

Seine Finger leisteten für einen Sekundenbruchteil Widerstand — aus Instinkt, nicht aus bewusster Entscheidung —, dann ließen sie locker.

Sie sah auf das Display. Do Not Call. Sie verstand die Schwere dieser drei Worte. Sie verstand, was es ihn gekostet hatte, diesen Kontakt sieben Jahre lang gespeichert zu lassen — nicht gelöscht, nicht blockiert, nur eingefroren. Eine Tür, die er nicht öffnen wollte, aber auch nicht endgültig verschließen konnte.

Sie drückte auf Anrufen.

Das Freizeichen erfüllte den dunklen Raum wie ein Herzschlag.

Sie hielt ihm das Handy an das Ohr, ihre Fingerspitzen streiften seinen Kiefer, und sie flüsterte:

„Du hast es versprochen. Also ruf an.“

Dann stand sie auf, zog den Hoodie enger um ihren Körper und verließ das Schlafzimmer. Sie schloss die Tür leise hinter sich — nicht ganz, nur so weit, dass er die Illusion von Privatsphäre hatte.

Sie setzte sich auf den Boden im Flur, den Rücken gegen die Tür gelehnt, die Knie an die Brust gezogen, die Augen brannten bereits.

Im Schlafzimmer klingelte das Telefon.

Einmal.

Zweimal.

Dreimal.

Viermal—

„Pronto?“

Die Stimme war leise. Zitternd. Sie klang alt, nicht aufgrund des Alters, sondern aufgrund des Kummers. Es war die Stimme einer Frau, die sieben Jahre lang bei jedem Anruf gehofft hatte, dass er es sein würde.

Massimos Kehle schnürte sich zu. Jedes Wort, das er sich zurechtgelegt hatte — jede Entschuldigung, jede Erklärung, jeder sorgfältig formulierte Satz — löste sich auf wie Zucker im Regen.

Er öffnete den Mund.

Nichts kam heraus.

Am anderen Ende, sechstausend Kilometer entfernt, in einer warmen Küche im D’Angelo-Anwesen, wo das Morgenlicht schon golden war, stand Emilia D’Angelo wie erstarrt. Sie hatte gerade Kaffee gemacht. Die Kanne war noch in ihrer Hand. Sie konnte Atemgeräusche hören — rau, unregelmäßig, ein Kampf um Beherrschung.

Sie kannte diesen Atem. Sie hatte ihn achtzehn Jahre lang gehört — durch Albträume, durch Fieberträume, durch die eine Nacht, als der siebenjährige Massimo von einem Baum gefallen war und sich weigerte zu weinen, bis sie ihn in den Arm nahm.

Sie flüsterte: „Massimo? Bist du das?“

Ein einziges Wort. Mehr brachte er nicht zustande. Ein Wort, das sieben Jahre Stille aufbrach wie ein Ei an Marmor:

„Mama.“

Emilia D’Angelo sank auf die Knie auf den Küchenboden.

Nicht dramatisch. Nicht so, wie Leute in Filmen hinfallen. Sie sackte einfach in sich zusammen — wie ein zusammengelegter Brief, wie ein Gebet, das erhört wurde, wie eine Frau, die sich sieben Jahre lang auf den Beinen gehalten hatte und es endlich, endlich nicht mehr musste.

Die Kaffeekanne zerschellte auf den Fliesen. Sie hörte es nicht. Sie drückte das Telefon mit beiden Händen an ihre Brust, als könnte sie ihren Sohn durch den Hörer ziehen und festhalten.

„Mama.“

Er sagte es noch einmal. Und noch einmal. Als würde er prüfen, ob das Wort immer noch ihm gehörte.

„Ich bin hier“, sagte sie. „Ich bin hier, tesoro. Ich bin hier.“

Stille. Lang und gewaltig. Die Art von Stille, die neunzehn Jahre Ungesagtes in sich trägt.

Dann sprach Massimo — nicht mit der Stimme des gefürchteten Oberhaupts des D’Angelo-Imperiums, nicht mit der Stimme des Mannes, der erwachsene Männer zum Zittern brachte, sondern mit der Stimme eines Jungen, der seinen Vater verloren hatte und nie gelernt hatte, zu trauern, ohne jemandem die Schuld zu geben.

„Ich verstehe es jetzt, Mama.“

„Was verstehst du, mein Schatz?“

„Was es bedeutet... jemanden zu sehen, den man liebt, wenn er sich entscheidet, dich zu retten und dabei sich selbst zurückzulassen.“

Emilia presste die Hand auf ihren Mund. Die Tränen kamen — keine traurigen Tränen, keine Tränen des Schmerzes, sondern Tränen der Erleichterung. Die Art von Tränen, die fließen, wenn etwas, das man so lange mit sich herumgetragen hat, dass es Teil des eigenen Skeletts geworden ist, plötzlich und unmöglich abfällt.

„Ich lag falsch“, fuhr er fort. Seine Stimme war rau, jede Abwehr war gefallen. „Papa ist nicht wegen dir gestorben. Er starb, weil er dich so sehr liebte, dass er dich aus dem Auto gestoßen hat. Das ist kein Mord. Das ist nicht deine Schuld. Das ist Liebe. Und ich habe dich dafür bestraft, dass du überlebt hast.“

„Massimo—“

„Lass mich ausreden. Bitte.“

Das Wort bitte traf sie härter als alles andere. Ihr Massimo sagte kein bitte. Niemals. Zu niemandem.

„Ich habe dir die Schuld gegeben, weil es einfacher war, als ihn zu vermissen. Wenn ich wütend auf dich war, musste ich nicht traurig sein. Und ich habe mich neunzehn Jahre lang jeden Tag für die Wut entschieden, weil Traurigkeit sich wie Ertrinken anfühlte und Wut wie eine Rüstung.“

Er hielt inne. Sie hörte ihn schwer schlucken.

„Aber jemand hat mir beigebracht, dass eine Rüstung einen nicht schützt. Sie macht einen nur schwer. Und ich bin müde, Mama. Ich bin so müde davon, schwer zu sein.“

Emilia weinte nun offen. Nicht leise. Nicht vornehm. Es war ein Weinen aus einer Tiefe, für die es keinen Namen gibt.

„Ich vergebe dir“, sagte sie sofort, ohne Zögern, ohne Bedingungen. „Ich habe dir an dem Tag vergeben, als du aufgehört hast anzurufen. Ich habe dir jeden Morgen bei Sonnenaufgang vergeben. Ich habe dir jeden Abend vergeben, bevor ich einschlief. Es gab nichts zu verzeihen, Massimo. Du warst ein Kind, das seinen Vater verloren hat. Du brauchtest jemanden, dem du die Schuld geben konntest. Und ich wollte lieber, dass du mir die Schuld gibst und überlebst, als dass du diese Trauer alleine trägst und daran zugrunde gehst.“

„Mama—“

„Du bist mein Sohn. Du warst mein Sohn, als du grausam warst. Du warst mein Sohn, als du geschwiegen hast. Du wirst mein Sohn sein, wenn du gütig bist. Nichts, was du tust — nichts, was du je getan hast — ändert daran etwas. Verstehst du mich? Nichts.“

Massimo brach zusammen.

Er weinte — lautlos, wie Männer weinen, die es verlernt haben. Seine Schultern bebten, eine Hand presste er auf den Mund, Tränen fielen auf seinen bloßen Oberkörper.

Auf der anderen Seite der Schlafzimmertür hörte Celeste es. Sie presste ihre Stirn gegen das Holz und schluchzte ohne einen Ton, ihre Hand flach gegen die Tür gepresst, als könnte sie hindurchgreifen und ihn halten.

Sie ging nicht hinein. Manche Momente sind zu heilig, um sie zu stören. Manche Heilung muss man alleine durchstehen.

Das Telefonat dauerte dreiundvierzig Minuten.

Zum Schluss wurde Emilias Stimme warm — diese ganz spezielle Wärme einer Mutter, die seit Monaten nur darauf gewartet hatte, eine Frage zu stellen:


„Wann bringst du meine Schwiegertochter nach Hause, Massimo?“

Er schloss die Augen. Tränen noch auf seinem Gesicht. Ein Lächeln auf seinen Lippen. Der Widerspruch, gleichzeitig am Boden zerstört und geheilt zu sein.

„Bald, Mama. Ich verspreche es.“

„Ich mache Antonios Pasta. Sie soll wissen, wie ihre Familie schmeckt.“

Das Gespräch endete.

Massimo saß noch lange in der Stille, das Telefon gegen seine Brust gepresst, in genau derselben Haltung, wie sie Emilia sechstausend Kilometer entfernt eingenommen hatte.

Wie die Mutter, so der Sohn.

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Überzeugende Handlung

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Toller Charakter

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Starker Dialog

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author

I am here 😀 !! shall we begin ?

2 Monate
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