Meyra Raven
Ich war nie einfach nur Meyra.
Nicht die ehrgeizige, talentierte Meyra, die sich ihren Platz in der Hexengemeinschaft erarbeitet hatte.
Nein, diese Meyra war ich nicht.
Zumindest nicht allein.
Ich war Meyra, die Enkeltochter der legendären Olivia Hope Raven. Die Enkeltochter der Frau, die den gefürchteten Malum Noir bezwungen hatte. Mit sechzehn Jahren.
Und das war nur ein Bruchteil dessen, was meine Herkunft bedeutete. Denn was war besser, als eine Legende in der Familiengeschichte zu haben? Richtig: vier Legenden. Beziehungsweise fünf Legenden, wenn ich Esmeralda mitzählte.
Ich war Meyra Raven.
Enkeltochter von Olivia und Carter Raven
Enkeltochter von Aiden und Miranda Smith.
Die Enkeltochter der Ratsvorsitzende und des Ratsvorsitzenden. Die Enkeltochter von lebenden Legenden, die nicht viel älter waren als ich selbst, als sie die gesamte Hexen- und Menschenwelt retteten.
Und als wäre das nicht schon Last genug, bekam ausgerechnet ich mit 15 Jahren das Geschenk von drei Quellen der Kraft.
Drei Quellen und damit reihte ich mich in eine legendenhafte Familiengeschichte ein und wurde angesehen, als wäre ich die nächste Legende, über die man irgendwann berichten würde.
Nur wollte ich nie eine Legende sein, oder als solche wahrgenommen werden.
Und deshalb arbeitete ich. Ich arbeitete hart, um ja nie den Anschein zu erwirken, ich würde etwas geschenkt bekommen.
Ich lernte, ich trainierte, ich hörte zu. Ich strengte mich an. Und obwohl ich mehrmals die Möglichkeit hatte einen Rang zu überspringen, lehnte ich ab.
Ich arbeitete mich langsam vorwärts. Vom Neulingsrang in den ersten Lehrlingsrang. Dann in den zweiten, obwohl man mich diesen überspringen lassen wollte.
Nach dem zweiten Lehrlingsrang bekam ich wieder die Möglichkeit, einen Rang zu überspringen und gleich in den vierten Lehrlingsrang aufzusteigen, aber auch das lehnte ich ab.
Ich bat explizit darum, nur Aufträge zu bekommen, die für meinen Rang vorgesehen waren und ich lehnte auch alle Versuche ab, mich schon frühzeitig im Rang aufsteigen zu lassen.
Niemals wollte ich den Eindruck erwecken, man würde mich bevorzugen. Ich wollte, dass man immer über mich sagte, dass ich trotz meiner Familie, immer hart gearbeitet hatte und mir alles verdiente.
Nie nutzte ich Magie, die meinem Rang nicht entsprach. Ich hielt mich an die geltenden Regeln und Gesetze.
Und trotzdem waren da die kleinen Sticheleien von Hexen und Magiern in meinem Alter, die mir genau das vorwarfen. Die mir vorwarfen, dass ich meinen Rang nicht verdiente. Dass mir alles in die Wiege gelegt wurde.
Die mich immer wieder daran erinnerten, wer ich war und von wo ich kam.
Und obwohl ich wusste, dass weder meine Eltern, noch meine Großeltern irgendetwas von mir erwarteten, fühlte ich täglichen diesen Druck.
Der Druck, der mich dazu zwang perfekt zu sein. Der sich wie ein Mantel aus Blei um meine Schultern legte. Der mich niederdrückte und mir das Gefühl gab, niemals gut genug zu sein
Der Druck, dass ich Großes vollbringen musste, denn immerhin war ich eine Raven.
Und dieser Name war Krone und Kette zugleich.









Huch, dann hat einer von Aidens und Mirandas Söhnen eine Tochter von Olivia und Carter geheiratet. Bleibt ja nicht aus bei weltallerbesten Freundinnen🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣 Schade, dass diese Generation übersprungen wurde. Wir werden wohl aber hoffentlich so nebenbei noch etwas darübrr erfahren.....
OMG was was das Mädel sich noch zusätzlich für einen Durck zu ihren drei Gaben.....
Total interessant der Anfang!
Ich freue mich, dass es mit Meyra weitergeht und dass man Olivia und Aiden als Ratsvorsitzende erleben kann.