→ Kapitel 1 - Die Frage ←

„Der ist abgelaufen.“
Ich sehe von der aufgerissenen Verpackung in meiner Hand zu Enzo. „Und?“
„Seit drei Wochen.“
„Das beantwortet meine Frage nicht.“
Er streckt die Hand aus. „Gib her.“
Ich ziehe den Schoko-Müsliriegel an meine Brust und starre ihn an, als hätte er gerade verlangt, ich solle ihm eine Niere überlassen.
„Auf gar keinen Fall.“
Enzo lässt den Kopf gegen die Sofalehne sinken und schließt für einen Moment die Augen. Im Fernseher hinter ihm läuft die Wiederholung irgendeines Premier-League-Spiels, das wir beide schon kennen. Vor einer halben Stunde haben wir noch selbst FIFA gespielt, bis Enzo beschlossen hat, dass mein Sieg ausschließlich auf Glück beruht. Die beiden Controller liegen seitdem neben dem Sofa auf dem Teppich, einer halb unter seinem grauen Hoodie, den er irgendwann einfach auf den Boden geworfen hat.
Typischer Freitag bei Enzo.
Typisches Zimmer bei Enzo.
Auf seinem Schreibtisch stapeln sich Uniunterlagen neben einer leeren Müslischale, an der Wand hängen Mannschaftsfotos und alte Eintrittskarten, und auf dem Regal stehen Pokale zwischen Büchern, Ladekabeln und einer Zimmerpflanze, deren Überleben ich nur Sofías heimlicher Pflege zuschreibe. Über seinem Bett kleben Fotos aus ungefähr jedem Abschnitt unseres Lebens. Kinderfußball. Highschool. Halloween. Ein Sommer am See. Abschluss.
Ich bin auf erstaunlich vielen davon.
Darüber denke ich allerdings genauso wenig nach wie über die Tatsache, dass ich seit Jahren selbstverständlich in seinem Zimmer herumliege und seine Schubladen nach Essen durchsuche.
Enzo richtet sich wieder auf. Eine dunkle Locke fällt ihm in die Stirn.
„Mills. Ernsthaft. Gib mir den Riegel.“
„Du hast ihn in einer Schublade vergessen. Damit hast du jedes Besitzrecht aufgegeben.“
„Darum geht es gar nicht.“
„Dann sehe ich das Problem nicht.“
„Am Ende stirbst du noch in meinem Zimmer an Lebensmittelvergiftung.“
Seine Stimme ist dramatisch genug, dass ich grinsen muss.
„Deine Mum ist unten. Sie könnte mich retten und ins Krankenhaus bringen.“
„Meine Mom würde mich zuerst dafür umbringen und dich danach retten.“
Ich nicke zufrieden. „Ich bin definitiv ihr Lieblingskind.“
Enzo schnaubt gespielt beleidigt. „Du hast gewonnen. Aber hör auf, damit anzugeben, sonst lasse ich dich irgendwann nicht mehr ins Haus.“
Er wirft mir den Riegel zu.
Ich fange ihn, beiße demonstrativ ein großes Stück ab und sage mit halb vollem Mund: „Der Zug ist abgefahren. Ich klingele schon seit 2014 nicht mehr. Schon vergessen?“
Sein Mund verzieht sich, dann lachen wir beide.
Von unten dringt das Klappern von Geschirr herauf, dazu Sofías Stimme, die irgendetwas zu Javier ruft. Durch das gekippte Fenster zieht kühle Luft ins Zimmer. Der Septembertag war warm gewesen, aber inzwischen liegt dieser erste Hauch Herbst über Greyford, der abends plötzlich nach feuchtem Laub riecht und daran erinnert, dass der Sommer sich langsam verabschiedet.
Ich breche ein Stück vom Riegel ab und halte es Enzo hin.
Er zieht sofort den Kopf zurück.
„Sicher?“
„Sehr.“
„Du bist feige.“
„Ich bin Fußballer mit funktionierendem Selbsterhaltungstrieb.“
„Das eine schließt das andere aus.“
„In drei Wochen ist das Spiel gegen Northfield. Ich kann mir gerade keinen Ausfall beim Training leisten, weil du beschlossen hast, Lebensmittelvergiftung als Hobby auszuprobieren.“
Ich will schon etwas erwidern, lasse es dann aber.
Northfield.
Natürlich.
Seit Wochen redet das halbe Team von diesem Spiel. Westbridge hat letztes Jahr knapp gegen sie verloren, und Enzo behandelt die Neuauflage inzwischen, als hinge sein persönlicher Weltfrieden davon ab.
„Dann bleibt mehr für mich.“ Ich zucke mit den Schultern und esse das Stück selbst.
Er grinst kurz und richtet den Blick wieder auf den Fernseher.
Auf dem Bildschirm zieht ein Spieler über die linke Seite nach vorn. Zwei schnelle Schritte, ein Richtungswechsel, Pass in die Mitte.
Mein Körper erkennt die Bewegung, bevor mein Kopf überhaupt etwas daraus machen kann.
Früher hätte ich genau gewusst, wann ich starten muss.
Der Gedanke ist schnell da und genauso schnell wieder weg.
Ich greife nach dem Riegel und breche noch ein Stück ab. „Außerdem gewinnst du gegen Northfield sowieso. Dann kannst du danach offiziell unerträglich werden.“
„Danach?“
Ich werfe die Verpackung nach ihm.
Er fängt sie grinsend aus der Luft.
Damit ist das Thema erledigt.
Fast.
Wir sehen eine Weile das Spiel. Enzo kommentiert zwischendurch eine Szene, ich widerspreche ihm, weil er falschliegt, was er natürlich anders sieht. Irgendwann ziehe ich die Beine aufs Sofa und lehne sie quer über seinen Oberschenkel. Er schiebt sie ein Stück zur Seite, damit er besser sitzt, und legt seine Hand gedankenlos auf meinen Knöchel.
Alles wie immer.
Trotzdem brauche ich ein paar Minuten, bis mir auffällt, dass etwas an ihm heute anders ist.
Zuerst sind es nur Kleinigkeiten. Enzo schaut öfter auf sein Handy, obwohl es seit einer halben Stunde still auf dem Couchtisch liegt. Dann fährt er sich durch die Haare und schiebt die Locke aus der Stirn, nur damit sie kurz darauf wieder an derselben Stelle hängt. Als ich etwas über den Kommentator sage, reagiert er erst, nachdem ich ihn mit dem Fuß leicht gegen den Oberschenkel stupse.
„Du weißt schon, dass ich mich nicht übergeben werde, oder?“
Er sieht zu mir. „Was?“
Ich halte die leere Verpackung des Riegels hoch. „Du wirkst, als würdest du innerlich schon abwägen, ob Krankenwagen oder Bestatter günstiger ist.“
Sein Blick wandert kurz zur Verpackung und wieder zurück zum Fernseher. „Ich mache mir keine Sorgen wegen des Riegels.“
„Gut.“
Ich lasse das Wort stehen und sehe weiter auf den Bildschirm.
Enzo ebenfalls.
Eine Weile passiert genau gar nichts.
Das ist verdächtig.
Enzo kann schweigen. Natürlich kann er das. Er ist schließlich ein erwachsener Mensch und kein Golden Retriever mit Uni-Zulassung, auch wenn die Ähnlichkeit an manchen Tagen erschreckend ist.
Aber ich kenne seine verschiedenen Arten von Schweigen.
Das zufriedene, wenn wir nachts noch irgendwo herumliegen und keiner mehr Energie für vollständige Sätze besitzt. Das konzentrierte beim Fußball. Das eingeschnappte, wenn etwas schiefläuft und er erst einmal so tut, als wäre ihm alles egal.
Dieses hier kenne ich weniger gut.
Seine Finger wandern zum Saum seines T-Shirts. Er zieht kurz daran, lässt den Stoff wieder los und macht es eine halbe Minute später erneut.
Ich nehme meine Beine von seinem Schoß und drehe mich etwas mehr zu ihm. „Was ist los?“
„Nichts.“
Seine Antwort kommt zu schnell.
Ich ziehe nur eine Braue hoch.
Enzo kennt diesen Blick. Ich benutze ihn seit ungefähr der dritten Klasse, meistens kurz bevor er mir doch erzählt, was er eigentlich verschweigen wollte.
Er hält ihm ein paar Sekunden stand, dann greift er nach der Fernbedienung und stellt den Fernseher leiser. Das Stadionrauschen sinkt auf ein dumpfes Murmeln ab.
Okay.
Jetzt wird es interessant.
„Ist was mit dem Team?“, frage ich.
„Nein. Alles gut.“
„Uni?“
Er schüttelt den Kopf und dreht die Fernbedienung einmal in der Hand.
Ich lehne die Schulter gegen die Sofalehne. „Sofía hat deinen geheimen Drogenring entdeckt?“
Sein Mund zuckt. „Genau das.“
„Wusste ich’s doch.“
„Internationale Fahndung läuft bereits.“
„Dann hätte ich gern meinen Anteil, bevor du untertauchst.“
Diesmal lacht er wirklich, allerdings nur kurz. Danach wird sein Blick wieder unruhiger.
„Es ist wirklich nichts Schlimmes“, sagt er.
„Das beruhigt mich nur mittelmäßig, solange du dich benimmst, als müsstest du mir gleich gestehen, dass irgendwo eine Leiche liegt.“
„Da liegt keine Leiche.“
„Sehr gut. Wir machen Fortschritte.“
Er schüttelt den Kopf, und ich sehe, wie er mit der Zunge kurz über die Innenseite seiner Wange fährt. Dann legt er die Fernbedienung auf seinen Oberschenkel.
„Ich wollte dich was fragen.“
„Okay.“
Ich warte.
Er sagt nichts.
„Du darfst die Frage jetzt auch stellen.“
„Ich weiß.“
Seine Finger ziehen schon wieder am Shirt.
Langsam werde ich selbst nervös.
Ich kenne Enzo, seit wir klein genug waren, dass seine Mutter unsere Fußballschuhe noch kaufen musste. Ich habe ihn mit aufgeschlagenem Kinn gesehen, heulend vor Wut, kotzend nach einer Lebensmittelvergiftung, wobei die Ironie dieses Nachmittags jetzt erst richtig schön wird, und einmal panisch, weil er mit dreizehn überzeugt war, seine Eltern würden ihn enterben, nachdem er ein das Garagenfenster mit einem Ball eingeschossen hatte.
Dass er vor einer einfachen Frage so herumdruckst, passt überhaupt nicht zu ihm.
„Enzo.“ Ich stupse sein Knie mit meinem an. „Jetzt raus damit.“
Er sieht erst auf mein Knie, dann zu mir. Für einen Moment wirkt es, als würde er sich noch einmal überlegen, ob er die ganze Sache einfach begräbt.
Dann atmet er tief ein.
„Da ist jemand.“
Ich brauche einen Moment, um die Worte richtig einzuordnen.
„Jemand?“
Er nickt.
„Ah.“ Mehr kommt zuerst nicht aus meinem Mund.
Dann setzt mein Gehirn wieder ein und plötzlich verstehe ich.
„Aaaaah.“
Enzo hebt den Blick. „Warum sagst du das zweimal?“
„Weil das zweite Ah ein anderes Ah war.“
„Natürlich.“
Ich richte mich automatisch etwas gerader auf. Enzo datet gelegentlich. Er geht auf Partys, Frauen sprechen mit ihm und er mit ihnen, und trotzdem hat es in den letzten Jahren niemand länger als ein paar Treffen in sein Leben geschafft.
Dass er jetzt so aussieht, als würde er lieber freiwillig einen Elfmeter mit verbundenen Augen schießen, weckt meine komplette Neugier.
„Ein Mädchen?“
„Ja.“
Jetzt bin ich offiziell interessiert.
„Kenne ich sie?“
„Keine Ahnung.“
„Was meinst du mit keine Ahnung?“
„Mills.“ Er wirft mir einen Blick zu, der mir ziemlich eindeutig sagt, dass ich gerade eine Grenze teste.
Ich hebe beschwichtigend beide Hände. „Gut. Schon verstanden. Datenschutz. Ich respektiere Privatsphäre. Manchmal.“
„Das manchmal macht mir Sorgen.“
„Zu Recht.“
Ein kleines Lächeln erscheint auf seinem Gesicht und verschwindet wieder, während er den Fernseher ansieht. Auf dem Bildschirm läuft gerade eine Wiederholung des letzten Angriffs. Enzo würde normalerweise längst erklären, warum der Pass eine Sekunde früher hätte kommen müssen.
Stattdessen starrt er durch die Szene hindurch.
„Seit wann?“, frage ich nach einer Weile etwas vorsichtiger.
Er zuckt mit einer Schulter. „Schon ein bisschen.“
Das ist offensichtlich alles, was ich dazu bekommen werde.
Ich lehne mich wieder zurück und ziehe das Kissen neben mir in meinen Schoß. „Und was ist mit ihr?“
„Bisher gar nichts.“
„Aber du willst, dass was ist.“
Diesmal braucht er einen Augenblick.
Dann nickt er.
Der leichte Rotton an seinen Ohren verrät mehr als seine Antwort, und ich muss mir ernsthaft Mühe geben, ihn dafür nicht sofort aufzuziehen.
Enzo nervös wegen eines Mädchens.
Das ist irgendwie süß. Ich beschließe großzügig, es vorerst nicht gegen ihn zu verwenden.
„Okay“, sage ich stattdessen.
Er schaut zu mir. „Das war’s?“
„Was hast du erwartet? Eine Karte mit der Aufschrift „Glückwunsch zum Crush“?“
„Bitte nicht.“
„Schade. Ich hätte eine wirklich tolle gebastelt.“
Enzo schüttelt den Kopf, aber sein Grinsen wird diesmal etwas echter.
Für einen Moment fühlt sich alles wieder normal an. Das leise Spiel im Hintergrund, meine Füße auf seinem Sofa, die kühle Abendluft am offenen Fenster. Dann beginnt sein Daumen erneut, über den Rand der Fernbedienung zu streichen.
Also fehlt immer noch etwas.
„Enzo, was hat das eigentlich mit mir zu tun?“
Er hält inne.
„Ich will mich nicht blamieren.“
„Vor ihr?“
„Unter anderem.“
Ich sehe ihn genauer an. „Wobei?“
Sein Blick landet auf dem Fernseher.
Da läuft mittlerweile Werbung.
Trotzdem scheint sie gerade wahnsinnig faszinierend zu sein.
„Du machst es schon wieder“, sage ich.
„Was?“
„So tun, als würdest du mir antworten, obwohl du eigentlich ausweichst.“
„Mache ich gar nicht.“
Ich sage nichts.
Muss ich auch nicht.
Nach ein paar Sekunden lässt er den Kopf gegen die Sofalehne sinken und sieht zur Decke.
„Du darfst jetzt nicht lachen.“
Ich ziehe das Kissen enger an mich. „Das ist selten ein guter Einstieg.“
„Mills.“
Sein Ton verändert sich gerade genug, dass mein Grinsen verschwindet.
Er meint es ernst.
„Okay“, sage ich. „Versprochen.“
Sein Blick kommt zurück zu mir. Er prüft mein Gesicht, als würde er abschätzen, ob mein Versprechen die nächsten dreißig Sekunden überlebt.
Offenbar entscheidet er sich dafür.
„Ich hab noch nie jemanden geküsst.“
Für einen Moment höre ich nur den Fernseher und von unten das dumpfe Schließen einer Schranktür.
Ich blinzle.
Enzo sieht mich erwartungsvoll an.
„Echt?“
Seine Augen schließen sich. „Starke Reaktion.“
„Sorry.“ Ich presse die Lippen zusammen, damit daraus weder ein Lachen noch irgendein völlig falscher Kommentar kommt. „Ich bin einfach überrascht.“
„Das macht es viel besser.“
„Enzo, so meine ich das doch gar nicht.“
Ich lasse den Blick kurz über ihn gleiten und erwische ihn dabei, wie er mich dabei beobachtet.
Natürlich bin ich überrascht.
Er ist attraktiv. Sehr sogar, wenn ich objektiv darüber nachdenke. Was ich normalerweise kaum tue, weil es Enzo ist. Er ist sportlich, beliebt und kann mit fremden Menschen reden, ohne anschließend drei Tage lang jede einzelne Aussage zu analysieren. Frauen flirten mit ihm. Ich habe es oft genug gesehen.
Dass noch nie etwas passiert ist, passt schlicht nicht zu dem Bild, das ich von seinem Liebesleben hatte.
„Ich dachte einfach, du hättest längst“, sage ich schließlich. „Du hattest doch Dates.“
„Ja.“
„Und da ist nie…“
Ich mache eine vage Bewegung zwischen uns.
Er schüttelt den Kopf. „Hat sich nie richtig angefühlt.“
Die Antwort ist so ruhig, dass ich kurz hängen bleibe.
Dann zieht Enzo an seinem Shirt und schaut zur Seite, und der Moment ist wieder weg.
„Jedenfalls“, sagt er, „würde ich es bei ihr gern besser machen.“
Ah.
Jetzt kommen wir langsam irgendwohin.
Ich stelle das Kissen neben mich und drehe mich ganz zu ihm. „Du willst sie küssen.“
Es klingt mehr wie eine Feststellung als eine Frage.
Enzo nickt.
„Und du hast Angst, dass du es versaust.“
Er verzieht leicht den Mund. „Wenn du es unbedingt so formulieren willst.“
„Wie würdest du es formulieren?“
„Ich würde gern vermeiden, dass sie danach beschließt, spontan in einen anderen Bundesstaat zu ziehen.“
Ich muss lachen. „So schlimm wird es schon nicht.“
„Woher willst du das wissen?“
„Weil Küssen kein Leistungstest ist.“
„Leicht gesagt.“
Seine Finger fahren ein weiteres Mal durch die dunklen Locken.
Da ist diese Nervosität wieder, nur inzwischen verstehe ich wenigstens, woher sie kommt.
„Enzo.“ Ich lehne mich mit dem Ellenbogen auf die Sofalehne. „Falls sie dich mag, wird sie vermutlich kaum nach Hause gehen und anschließend eine Excel-Tabelle mit Verbesserungsvorschlägen anlegen.“
„Das klingt ziemlich exakt nach etwas, das du tun würdest.“
„Ich würde Farben verwenden.“
Er schnaubt leise.
Seine Schultern wirken danach ein kleines bisschen weniger angespannt.
„Also“, frage ich. „Was genau wolltest du von mir?“
Sofías Stimme dringt von unten durch das Haus, zu gedämpft, um die Worte zu verstehen. Irgendetwas scheppert in der Küche. Enzo blickt kurz zur Tür und dann wieder zu mir.
Plötzlich ist er vollkommen still.
Kein Herumspielen mit der Fernbedienung mehr. Kein Griff in seine Haare.
Sein Blick bleibt einfach auf meinem Gesicht.
Eine Sekunde vergeht.
Dann noch eine.
Ich neige den Kopf. „Enzo?“
Er atmet einmal tief ein.
„Kannst du mir beibringen, wie man küsst?“









