Prolog
Siebzehn Schüsse.
Siebzehn Schüsse rammten sich direkt neben mir in den groben Stein. Der Bastard hatte gerade allen Ernstes sein ganzes Magazin geleert. Ich hingegen hielt nur zitternd mein Automatikgewehr in den Händen – völlig unschlüssig, was ich als Nächstes tun sollte.
„Fuck! Fuck, fuck, fuck!“, entwich es mir immer wieder, während meine zitternden Finger versuchten zu erfühlen, wie viele Patronen mir überhaupt noch blieben.
Weitere Projektile schlugen knallend knapp neben mir ein. Das ist das Leben eines Skimmers, meine Herren. Schlicht. Kompliziert, aber schlicht.
Ich wagte es, aus der Deckung zu lugen, und feuerte selbst drei gezielte Schüsse ab. Der Knall hallte dröhnend durch das Gewölbe der Ruine. Ich dachte schon, ich hätte ihn erwischt, doch weit gefehlt – im übertragenen wie im wörtlichen Sinne. Ein Kopf schob sich knapp hundert Meter von meiner Zielstelle entfernt ins Blickfeld. In den Händen hielt der Kerl ein Sturmgewehr vom Typ EG-89.
„Ach, leck mich fett!“, schrie ich und duckte mich sofort wieder weg.
Doch dieses Mal schlug kein Schuss in die Wand ein, sondern durch schlug sie. Ein Faust großes Loch klaffte plötzlich im Stein. Panzerbrechende Munition? Woher zum Teufel hatte der Kerl das Geld dafür? Aber das waren Fragen, um die ich mich kümmern würde, sobald ich hier lebendig rauskam.
Ich steckte den Lauf meines Automatikgewehrs durch das Loch und feuerte blind darauf los, bis nur noch ein leeres Klicken zu hören war. Magazin leer. Ich ließ die Waffe sinken, beförderte das leere Magazin achtlos auf den Boden und... stellte fest, dass ich kein einziges mehr hatte.
„Ach, Scheiße!“, brüllte ich und gab Fersengeld. Ich war es absolut nicht gewohnt, derart unvorbereitet zu sein.Verdammt!, schoss es mir durch den Kopf.Das ist nicht nur scheiße, das ist verdammt lebensgefährlich.Zu meinem Glück musste ich kurz darauf feststellen, dass der andere Skimmer mich nicht verfolgte.
Völlig entkräftet machte ich mich auf den Rückweg in meinen kleinen Bunker. Dorthin, wo sie lag. Schwer krank. Meine Frau. Ich ließ mich neben ihr auf den Boden fallen – absolut ratlos, was ich als Nächstes tun sollte.









Schön geschrieben