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Astoréa – Das Buch der Welt

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Zusammenfassung

Manche Verbindungen sind älter als die Welt selbst. Sera spürt, dass etwas in ihr erwacht. Ein Echo, das sie nicht versteht. Risse durchziehen die Grenzen ihrer Welt, Schatten regt sich dort, wo keines sein dürfte, und eine uralte Macht beginnt, sich zu regen. Auf ihrer Reise begegnet sie Geheimnissen, die besser verborgen geblieben wären, und einem Mann, dessen bloße Anwesenheit etwas in ihr berührt, das sie sich nicht erklären kann. Kaelen. Zwischen ihnen liegt etwas, das keiner von beiden versteht. Etwas, das sie verbindet, lange bevor sie begreifen, was es bedeutet. Während die Dunkelheit näher rückt und die Grenzen zwischen Wahrheit und Wirklichkeit zu verschwimmen beginnen, muss Sera herausfinden, wem sie vertrauen kann – und was geschieht, wenn das Echo in ihr erwacht. Denn manche Geheimnisse verändern nicht nur das eigene Schicksal. Sie verändern alles.

Genre:
Fantasy
Autor:
J.C Winters
Status:
vor 19 Stunden
Kapitel:
10
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

das Buch der Welt

Aus dem Buch der Welt –

Zwillinge der Welt

Am Anfang war nichts. Kein Licht. Kein Schatten. Nur Stille.

Und in dieser Stille lag Nhar’Zhul, die Ungebundene. Formlos. Wortlos. Allein.

Doch dann geschah das Erste Erwachen.

Aus der Stille erhoben sich zwei Kräfte, geboren aus einem einzigen Impuls:

Aelun, das Licht, das erschafft. Veyl, der Schatten, der bewahrt.

Zwillinge. Gleich alt. Gleich wahr. Gleich notwendig.

Sie sahen die Leere und beschlossen, sie zu füllen.

So formten sie die Welt. Flüsse, Wälder, Himmel und Herzschlag. Und aus ihrem Gleichklang entstanden die Völker:

Die Aelunari, Kinder des Lichts. Die Veylar, Wächter des Schattens. Und die Menschen, wandelbar wie der Wind.

Lange lebten sie in Harmonie. Licht schuf. Schatten schützte. Und die Welt atmete ruhig.

Doch Nhar’Zhul blieb. Nicht besiegt. Nicht gebannt. Nur verdrängt.

Sie wartete.

Das silberne Kind

Eines Tages wurde ein Kind geboren, dessen Augen im Dunkel silbern glühten.

Ein Kind, das Licht und Schatten zugleich trug. Ein Kind, das die Zwillinge spiegelte. Ein Kind, das die Leere hätte binden können.

Aelun sah ein Wunder. Veyl sah eine Warnung. Die Völker sahen ein Rätsel.

Und Nhar’Zhul sah eine Bedrohung.

Sie flüsterte den Aelunari:

„Sie wollen euch das Kind nehmen.“

Sie flüsterte den Veylar:

„Sie bringen die Welt in Gefahr.“

Sie flüsterte den Menschen:

„Fürchtet, was ihr nicht versteht.“

Und so begann der Streit. Nicht aus Bosheit. Sondern aus Angst.

Draethune

Als die Völker um das Kind kämpften, als Licht und Schatten sich widersprachen, als die Zwillinge sich nicht mehr erkannten—

da geschah Draethune.

Ein Riss. Ein kosmisches Reißen. Ein Auseinanderdriften der Zwillinge.

Das silberne Kind fiel. Die Harmonie zerbrach. Die Magie verstummte. Die Welt wurde stumm.

Und Nhar’Zhul atmete auf.

Die Risse

Nach Draethune entstanden die Risse:

in der Erde

in der Magie

in der Geschichte

in den Herzen der Völker

Orte, an denen Licht und Schatten sich nicht mehr berühren konnten.

Narben der Welt.

Zeichen des Bruchs.

Das Schweigen des Buches

Das Buch der Welt schrieb:

„Und so kam Draethune über die Welt.“

Darunter erschien ein feiner, schwarzer Strich. Wie ein Haar. Wie ein Riss.

Und danach:

Leere Seiten. Weiß wie Nebel. Stumm wie vergessene Träume.

Denn die Welt hatte aufgehört, Geschichte zu schreiben.

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