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Ich, ihr gutes Mädchen

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Zusammenfassung

Meine Kollegin und ich teilen uns ein Zimmer auf einer Fortbildung, und mit etwas zu viel Alkohol, an zuspielen.

Status:
vor 3 Stunden
Kapitel:
1
Rating
5.0 (1 Bewertung)
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Das mit Lucy und mir ist jetzt ein paar Wochen her, und ich hab es bisher noch niemandem erzählt. Aber ich muss es irgendwie loswerden, also schreibe ich es auf, so genau, wie ich mich erinnern kann.

Ich hatte gerade erst in der neuen Firma angefangen, bei uns auf dem Land, da wo ich geboren und aufgewachsen bin. Nach drei Wochen hieß es schon: Schulung in der Stadt, drei Tage, das ganze Team. Ich bin echt nicht der Typ für Gruppenreisen. Ich bin die, die in der Ecke sitzt und hofft, dass sie keiner anspricht. Brille, Pferdeschwanz, Sommersprossen, ich glaube, man sieht mir das an.

Unser Hotel lag mitten im Vergnügungsviertel. Das hatte offenbar keiner geprüft, weil es einfach das billigste war. Als wir am ersten Morgen zum Workshop liefen, hinter den älteren Kollegen her, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Neonschilder, Spielhallen, Bars, die um neun Uhr morgens schon offen hatten. Und dann diese Sexshops.

Neben mir ging Lucy. Ich kannte sie kaum, sie hatte nur ein paar Tage vor mir angefangen. Sie war ein bisschen jünger als ich, blond, ein wenig mollig, mit breiten Hüften und dieser Art, einfach Platz einzunehmen, von der ich immer nur träumen konnte.

„Oh mein Gott, guck mal“, sagte sie und blieb vor einem Schaufenster stehen.

Ich wollte eigentlich weitergehen, blieb aber auch stehen. Da lagen Handschellen, gepolsterte, mit pinkem Plüsch. Daneben Peitschen, Paddel, so ein Ding mit ganz vielen Lederriemen. Und Dildos in allen Größen und Farben, ich wusste gar nicht, wo ich hinschauen sollte. Weiter hinten lagen Teile, die aussahen wie kleine Kegel mit einem glitzernden Stein am Ende.

„Was ist das denn?“, fragte ich.

„Ein Buttplug, Kelly.“

„Und der kommt… wo hin?“

Lucy prustete los. „Na, wohin wohl!“

Mir schoss die Hitze ins Gesicht, und ich musste trotzdem lachen. Wir standen da wie zwei Kinder vor dem Süßigkeitenregal, bis uns einer der Kollegen von vorne zurief, wir sollten uns beeilen. Das war mir so peinlich, dass ich fast losgerannt wäre.

„Die Peitsche da“, flüsterte Lucy im Weitergehen, „die würd ich dem Typen mit der Powerpoint gern mal überziehen.“

„Hör auf!“, quiekte ich.

Der Workshop war ehrlich gesagt öde. Prozessoptimierung, ein Typ mit monotoner Stimme und fünfzig Folien. Lucy und ich saßen ganz hinten nebeneinander, und nach zehn Minuten schrieben wir uns schon Zettelchen. Sie war so witzig. Sie erzählte mir von ihrer Familie, von ihrem Ex, von ihrem Traum, irgendwann was Kreatives zu machen, und ich merkte, dass ich zum ersten Mal seit Wochen richtig entspannt war. Wir passten einfach zusammen.

„Meinst du, die Handschellen gibt’s auch in Größe M?“, flüsterte sie mir irgendwann ins Ohr.

„Lucy!“

„Was denn? Ich frag ja nur für eine Freundin.“

„Welche Freundin?“

„Na du!“

Ich musste mir die Hand vor den Mund pressen, damit ich nicht laut losprustete. Der Typ vorne guckte schon zu uns rüber.

Wir hatten ein gemeinsames Zimmer, mit zwei Betten, die man zusammengeschoben hatte, was keiner von uns ändern wollte, weil es zu viel Aufwand war. Nach dem Abendessen wollten die anderen noch in eine Bar. Die Kollegen, alle über vierzig, schon beim Essen ziemlich angetrunken und ein bisschen cringe, wenn ich ehrlich bin. Einer hatte den ganzen Abend Witze über „die jungen Damen“ gemacht.

„Wollen wir nicht lieber aufs Zimmer?“, fragte Lucy leise.

„Ja, bitte“, sagte ich, und die Erleichterung war mir wahrscheinlich anzuhören.

Auf dem Weg hielten wir noch an einem kleinen Späti, weil Lucy meinte, wir bräuchten Vorräte. Und da standen diese Dosen mit fertigen Cocktails. Ich hatte sowas noch nie gesehen. Bei uns auf dem Dorf gibt es das nicht, da trinkt man Bier oder Weinschorle, fertig.

„Wir nehmen alles!“, sagte Lucy.

Am Ende hatten wir Jack Daniels Cola, Mojito, Gin Tonic, Vodka Soda, irgendwas mit Maracuja und zwei Tüten Chips und Gummibärchen. Der Typ an der Kasse grinste uns an, aber Lucy zahlte einfach.

Im Zimmer war es stickig. Ich fühlte mich total klebrig vom Tag, vom Schwitzen in dem blöden Blazer.

„Ich geh zuerst duschen, okay?“, sagte Lucy.

„Klar.“

Ich setzte mich aufs Bett, hörte das Wasser rauschen und scrollte auf meinem Handy, ohne wirklich was zu lesen. Als Lucy rauskam, trug sie nur ein langes, übergroßes Shirt. Sonst nichts, jedenfalls sah es so aus. Ihre nassen Haare hingen ihr über die Schultern, das Shirt reichte ihr bis zur Mitte der Oberschenkel. Ich sah, dass sie keinen BH trug. Ihre Brüste sind größer als meine, und ihre Nippel zeichneten sich ganz leicht durch den Stoff ab.

Ich war kurz überrascht. Aber sie sagte nichts dazu, ging einfach zu ihrer Tasche und kramte darin rum, als wäre das völlig normal.

„Du bist dran“, sagte sie.

Ich ging duschen. Das warme Wasser tat so gut. Und beim Abtrocknen überlegte ich, was ich anziehen sollte. Schlafanzug? Dann wäre ich die Einzige im Schlafanzug gewesen, das wäre so spießig rübergekommen. Also zog ich nur mein Höschen wieder an, ein schlichtes weißes, dazu mein T-Shirt, das ist kürzer als ihres. Und meine Socken, weil ich immer kalte Füße habe, egal wie warm es ist. Den BH ließ ich auch weg. Im Spiegel sah ich, dass meine Nippel sich unter dem Stoff abzeichneten, und ich dachte: Egal, wir sind ja beide Mädels.

Als ich rauskam, saß Lucy schon im Schneidersitz auf dem Bett, die Dosen vor sich aufgereiht wie bei einer Weinprobe.

„Da bist du ja! Komm, wir machen eine Verkostung.“

Ich setzte mich ihr gegenüber. Die Matratze gab ein bisschen nach, und unsere Knie berührten sich fast.

„Okay“, sagte Lucy und hob die erste Dose. „Jack Daniels Cola. Auf den ersten Tag in der Großstadt!“

„Auf den ersten Tag!“

Wir stießen an. Das Zeug schmeckte süß und ein bisschen nach Hustensaft, aber nicht schlecht.

„Und?“, fragte sie.

„Sieben.“

„Nur sieben? Streng.“

„Es schmeckt nach Cola mit… Cola.“

Sie lachte. „Gib her, ich probier.“ Sie nahm mir die Dose aus der Hand, trank und verzog das Gesicht. „Okay, sechs. Probier mal den hier.“ Sie reichte mir den Mojito.

Der war viel besser, frisch, nach Limette und Minze. „Acht!“, rief ich.

„Neun für mich“, sagte Lucy, nachdem sie auch probiert hatte. „Der gehört mir.“

„Nein, meiner!“

„Dann teilen wir uns den.“

„Und was ist mit dem Gin Tonic?“

„Der schmeckt nach Parfüm.“

„Aber nach Parfüm für Erwachsene!“, sagte ich und kicherte.

„Du bist doch erwachsen, Kelly.“

„Gerade so.“

Wir tauschten die Dosen hin und her, und mit jedem Schluck wurde alles ein bisschen weicher und lustiger. Ich merkte, wie der Alkohol mir in die Beine und ins Gesicht stieg. Meine Wangen fühlten sich ganz heiß an.

„Du bist jetzt schon rot“, sagte Lucy.

„Bin ich nicht!“

„Doch, wie eine Tomate. Und du hast noch Sommersprossen, die man sonst gar nicht sieht.“

„Hör auf!“

„Ich find’s süß.“

Das hatte sie so nebenbei gesagt, aber mein Bauch machte trotzdem einen kleinen Hüpfer.

Ich ließ mich nach hinten fallen, mit der Dose auf dem Bauch. Das Zimmer drehte sich ganz leicht. Lucy streckte sich neben mir aus, auf den Ellbogen gestützt, und knabberte an einem Gummibärchen.

„Wir sollten das öfter machen“, sagte ich.

„Auf jeden Fall.“

Dann war es kurz still. Von draußen hörte man Autos und irgendwo Musik, Stimmen auf der Straße.

„Du, Kelly?“

„Hm?“

„Hast du eigentlich noch an die Sachen aus dem Schaufenster gedacht?“

Ich drehte den Kopf zu ihr. „Welche Sachen?“

„Na, die Handschellen und so.“

„Ach so.“ Ich lachte nervös. „Ein bisschen. Ich fand das alles so… komisch. Wer kauft denn sowas?“

„Wahrscheinlich mehr Leute, als man denkt.“ Lucy drehte eine leere Dose zwischen den Fingern. „Warst du schon mal gefesselt?“

Mein Herz machte einen kleinen Sprung. „Nie“, sagte ich. „Das ist doch irgendwie seltsam, oder? Was soll das eigentlich alles?“

„Keine Ahnung. Aber es könnte Spaß machen!“

„Meinst du?“

„Wenn du dich entscheiden müsstest“, sagte sie, und ihre Augen funkelten, „würdest du lieber jemanden fesseln oder gefesselt werden?“

„Keine Ahnung.“ Ich überlegte wirklich. „Gefesselt werden, glaub ich? Ich hab noch nie drüber nachgedacht. Willst du, dass ich dich fessle?“

„Ich? Nee. Ich würde lieber dich fesseln!“ Sie grinste.

„Mich? Wieso willst du mich fesseln?“

„Weil es sexy ist!“

Kaum hatte sie das gesagt, schlug sie sich die Hand vor den Mund, und wir sahen uns an und lachten gleichzeitig los. Ich lachte so heftig, dass mir Tränen kamen.

„Das hab ich nicht gesagt!“, kreischte Lucy.

„Doch, hast du!“

„Vergiss es, sofort!“

Aber ich konnte nicht aufhören, daran zu denken. Mein Bauch kribbelte komisch, und ich wusste nicht, ob es vom Alkohol kam oder von was anderem. Als wir uns wieder beruhigt hatten, fragte ich: „Aber echt jetzt, wieso willst du mich fesseln?“

Sie zögerte kurz. „Ich glaub, es wäre einfach… du weißt schon. Irgendwie cool.“

„Echt?“ Ich war immer noch skeptisch, glaube ich. Oder tat zumindest so.

„Komm, ich probier es einfach mal. Vertrau mir! Wenn es dir nicht gefällt, mach ich dich sofort wieder los. Versprochen.“

Ich schaute sie an. Ihr Gesicht war so offen und ehrlich und ein bisschen aufgeregt.

„Ja, okay“, sagte ich, und ich war mir gar nicht sicher, warum.

„Yes!“ Sie sprang so schnell vom Bett auf, dass die Dosen wackelten, und wühlte in ihrem Koffer, bis sie ein Tuch rausholte, ein dünnes geblümtes Halstuch.

Sie kam zurück und kniete sich hinter mich aufs Bett. „Dreh dich um!“

Ihre Stimme hatte plötzlich einen scharfen Unterton. Nicht böse, aber bestimmt. Und ich mochte das, keine Ahnung, warum. Es lief mir kalt den Rücken runter, und gleichzeitig wurde mir warm.

„Hände nach hinten!“

„Machen wir das wirklich?“, fragte ich. Aber ich tat es trotzdem. Irgendwas an der Situation fühlte sich richtig an.

Sie nahm meine Handgelenke, ganz sanft. Und ich dachte: Das ist das erste Mal, dass wir uns richtig berühren. Was gar nicht stimmte, wir hatten uns im Workshop angestupst und beim Lachen am Arm gepackt. Aber jetzt fühlte es sich anders an.

Sie legte mir das Tuch um die Handgelenke und band es zu. Ich spürte den weichen Stoff auf meiner Haut, und ihre Finger, die den Knoten festzogen.

„Ist es okay?“, fragte sie leise. „Nicht zu fest?“

„Ist okay. Nicht zu fest.“

„Sag Bescheid, wenn es unbequem wird!“

„Mach ich.“

„Gut!“ Auf einmal hatte sie wieder diese überschwängliche Energie. „Dann gehörst du jetzt mir!“, rief sie und drehte mich zu sich um. Das war ein bisschen unbeholfen, weil ich meine Hände nicht benutzen konnte und fast umgekippt wäre.

„Und, wie fühlt sich das an?“

„Komisch?“

„Komisch gut oder komisch schlecht?“

„Ich glaub… gut?“

Ich zog an meinen Händen, aber sie bewegten sich keinen Millimeter. Ich konnte wirklich nichts machen. Ein ganz merkwürdiges Gefühl breitete sich in meinem Bauch aus, warm und flatterig.

„Ha! Ich hab dich!“, sagte Lucy triumphierend. „Du bist mein! Du kannst dich gar nicht wehren!“

Und diese Worte, ich weiß nicht, die gingen mir irgendwie durch und durch. Sie trafen etwas ganz tief in mir, von dem ich vorher gar nicht gewusst hatte, dass es da ist.

Sie fing an, mich mit den Fingern zu piksen, in die Seite, in den Bauch. Ich konnte mich nur winden und wegdrehen, aber aufhalten konnte ich sie nicht.

„Hör auf!“, lachte ich. Aber ich meinte es nicht wirklich. Ich genoss es heimlich.

„Nö.“

„Lucy!“

„Was denn? Du kannst ja nichts machen.“

Dann rückte sie näher und fing richtig an zu kitzeln. Ich quiekte und zappelte und versuchte mich zusammenzurollen, aber es half nichts. Sie lachte nur, und ich musste auch lachen, ob ich wollte oder nicht.

„Bitte, ich kann nicht mehr!“

„Sag, dass du aufgibst!“

„Ich gebe auf, ich gebe auf!“

„Das glaub ich dir nicht.“

Und dann schob sie ihre Hände unter mein Shirt. Sie kitzelte mich an den Rippen, und ich spürte ihre warmen Finger direkt auf meiner nackten Haut, und dann, ganz kurz, streiften sie meine Brüste. Ich hasste es und liebte es im selben Moment. Ich wollte sie wegschieben, aber ich konnte meine Hände nicht bewegen, und genau das machte alles noch viel intensiver. Zwischen meinen Beinen zog es auf einmal, und ich presste die Schenkel zusammen und hoffte, dass sie es nicht merkte.

Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und ließ mich einfach nach hinten in die Kissen fallen, um ihren Fingern zu entkommen.

Aber sie folgte mir. Plötzlich war ihr Gesicht ganz nah an meinem. Ich spürte ihren Atem, süß und leicht nach Alkohol. Wir keuchten beide ein bisschen vom Lachen.

Es gab eine winzige Pause. Und bevor ich überhaupt kapierte, was passierte, drückte sie mir einen kurzen Kuss auf die Lippen.

Dann zog sie sich zurück, und ich sah in ihren Augen, dass sie unsicher war, ob sie zu weit gegangen war.

Aber ich lächelte nur.

„Und, wie fühlt sich das an?“, fragte sie, ganz leise jetzt. „Gefesselt zu sein?“

Ich lag auf meinen gebundenen Händen. Es tat nicht weh, aber ich spürte sie ganz deutlich unter meinem Rücken, spürte, dass ich mich nicht rühren konnte.

„Schön“, sagte ich.

„Schön?“

„Ja, so, als wäre ich total hilflos und du hast das Sagen und ich bin dir ausgeliefert. So ungefähr.“

Sie sah mich an, ihre Augen warm und ganz nah.

„Du gehörst mir! Ich bestimme!“

„Ja, Miss!“

Ich wusste nicht, wo das herkam, aber es fühlte sich so richtig an. Es traf irgendwas in mir, ganz tief unten.

„Miss?“ Sie lächelte. „Das gefällt mir. So solltest du mich ab jetzt nennen.“

„Ja, Miss, mach ich!“

Ich liebte es zu sehen, wie sehr sie es genoss, die Kontrolle über mich zu haben.

Ihre Hand lag auf meinem Bauch, und ich spürte, wie ihr Daumen ganz sanft über meine Haut strich. Es fühlte sich so gut an, dass mir ein kleiner Seufzer entwischte.

Ihr Gesicht war immer noch so nah an meinem.

„Du bist wirklich eine gute Sub“, flüsterte sie. „Darf ich dich küssen?“

Ich nickte nur.

Und dann lagen ihre Lippen auf meinen, so weich und warm. Sie wollte mehr, und ich öffnete den Mund, ließ ihre Zunge herein, und als sich unsere Zungen berührten, durchlief mich ein Schauer, wie ich ihn noch nie gespürt hatte.

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Echt gut ,lustig und voller Emotionen!

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