Kapitel 1 Teamgeist
Das Klassenzimmer war erfüllt von gespannter Stille, als die Namen der neuen Teams verkündet wurden. Hinata hielt den Atem an, während sie darauf wartete, in welchem Team sie landen würde. Als der Sensei den Namen "Team 7" aussprach, konnte sie ihr Glück kaum fassen. Ihr Herz klopfte schnell, als sie sich neben Naruto und Sasuke setzte. Ihr Lächeln strahlte vor Freude, da sie sich endlich die Möglichkeit erhoffte, Naruto näher kennenzulernen.
Ganz anders erging es Sakura. Die Enttäuschung lag wie ein Schatten über ihr, als sie hörte, dass sie nicht in Team 7 war. Ihr Blick verlor sich in der Ferne, während sie in Gedanken versunken auf die Namen der anderen Teams lauschte. "Team 8... Shino... Kiba... und Sakura", verkündete der Sensei. Ihre Miene verfinsterte sich, und sie konnte einen leisen Seufzer nicht unterdrücken.
Naruto hingegen stieß einen hörbaren Protest aus, als er erfuhr, dass er mit Sasuke im selben Team sein würde. "Was soll das? Sasuke ist so... so uncool!" brummelte er vor sich hin, während er sich widerwillig neben Sasuke setzte.
Im Team 8 war die Stimmung ebenfalls gespalten. Kiba wirkte eher gleichgültig, während Shino seine Gedanken hinter seiner Sonnenbrille verbarg. Sakura, auf der anderen Seite, versuchte, ihre Enttäuschung zu verbergen, und setzte ein gezwungenes Lächeln auf.
Die Weichen für die Zukunft waren gestellt, und die neuen Teams standen vor den Herausforderungen, die das Schicksal für sie bereithielt.
Hinata konnte ihre Freude nicht verbergen, ein leichtes Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab. >Wir sind in einem Team, wir werden von nun an viel Zeit verbringen und uns besser kennenlernen. Ich habe so ein Glück. < Dachte sich Hinata.
Bei Naruto sah es etwas anders aus, er warf Sasuke immer wieder finstere Blicke zu. Seine Gedanken waren ebenfalls in Bewegung. >Warum muss ich gerade mit ihm in einem Team sein? Und die süße Sakura ist leider auch nicht in meinem Team. Zu schade, ich hätte gern mehr Zeit mit ihr verbracht. <
Sasukes Gedanken galten wieder seinem neuen Team noch irgendeinem Menschen in diesem Raum. sein Gedankengut Galt einzig und allein der Rache. Was sein ganzes junges Leben bestimmte.
Sakura schaute immer wieder zu Sasuke rüber und seufzte traurig. So gern wäre sie bei Sasuke im Team gewesen. >Naja wenigstens ist Ino nicht in seinem Team, bei Hinata brauch ich mir keine Sorgen zu machen. Die hat eh nur Augen für Naruto.< Dachte sich die rosahaarige.
Der Sensei verließ kurz den Raum für eine kleine Pause und ließ die Klasse allein. Die Jungen angehenden Ninjas fingen an, sich zu unterhalten. Ino ging zu Sakura und stellte sich vor sie, spöttisch schaute sie zu ihr hinab. "Na, du bist wohl nicht mit Sasuke zusammen in einem Team." Sakura schaute von ihrem Platz aus zu Ino hinauf. "Nein bin ich nicht, aber du auch nicht. Warte ab, Liebe findet ihren Weg." Ino rümpfte die Nase über Sakuras Aussage und erwiderte. "Das ich nicht lache!"
Während die beiden Mädchen sich stritten, war Naruto genervt. >Immer geht es nur um Sasuke. Was ist so toll an dem? Nur weil er gut aussieht und ein auf cool macht.<
Hinata linste zu Naruro rüber, sie sah dass er ziemlich genervt war und machte sich ihre eigenen Gedanken dazu. > Oh Naruto wenn du nur wüsstest...nicht alle finden Sasuke so toll. Es ist mir egal, was alle von dir denken, ich finde dich fantastisch so wie du bist.<
Der Sensei betrat wieder den Klassenraum, alle wurden still. Er räusperte sich kurz und verkündete, welches Team welchen Sensei zugeteilt werden sollte. Team 7 bekam Sensei Kakashi, Team 8 Sensei Kurenai usw...
So nahm alles seinen Lauf, Die Teams lernten ihren Sensei kennen und mussten von nun an lernen, sich zusammen zu raufen.
Nachdem Sie sich mit ihrem Sensei, Kakashi getroffen Hatten, und einer eher seltsamen Vorstellungsrunde. Was einfach daran lag das sich alle noch recht fremd waren. Kündigte Sensei Kakashi etwas an. Er kündigte eine Art Test an. Er sagte noch nichts genaues, außer das sie kein Frühstück zu sich nehmen sollten und pünktlich sein sollten.
Die drei waren etwas verwirrt über die Aussage, dass sie kein Frühstück zu sich nehmen sollten, aber sie akzeptierten es, sie hatten wohl oder übel auch keine andere Wahl. Als Kakashi den Tag für beendet erklärte, verabschiedeten sie sich nüchtern und jeder ging seines Weges. Jeder von Ihnen hatte seine eigenen Gedanken, Ziele, Träume und Wünsche.
Hinata machte sich auf den Nachhauseweg. Sie war deutlich nervös wegen dem morgigen Test. Sie beschloss, noch einen Umweg zu machen, um ihre Nerven zu beruhigen.
Sie kam an der Akademie vorbei, dort sah sie Naruto mit Sakura zusammen sitzen. Sie bemerkten Hinata nicht, da sie von einigen Bäumen und Büschen verdeckt war. Aber dennoch konnte sie die zwei, wenn auch nur leise reden hören.
"Schade, dass du nicht ins Team gekommen bist. Aber wir können ja trotzdem mal zusammen trainieren oder so, wenn du magst." sagte Naruto leicht nervös, aber dennoch mit einem Grinsen im Gesicht.
Genervt und mit einem Ausdruck von Abscheu im Gesicht erwiderte Sakura "Als wenn ich mit dir freiwillig trainieren würde ! Und klar wäre ich gerne ins Team 7 gekommen, aber ganz sicher nicht wegen dir! Jetzt lass mich in Ruhe." nach ihrem letzten Satz ging Sakura, ohne Naruto die Möglichkeit zu geben etwas zu antworten.
Naruto seufzte, stand auf und ging mit gesenktem Kopf. Er ging an Hinata vorbei, aber warf ihr nur ein trauriges "hey" zu und ging weiter. Hinata flüsterte leise "Oh Naruto..." Sie empfand es als nicht gerecht, dass die meisten Naruto so behandelten. Und irgendwie tat es ihr auch weh, dass er eine andere so anhimmelte, aber sie könnte Naruto ihre Gefühle nicht gestehen. Dazu war sie viel zu schüchtern.
Hinata ging am Fluss von Konoha vorbei, sie beschloss, sich etwas auf die Treppe zu setzen und den Lauf des Flusses zu beobachten. Sie saß dort ungefähr 15 Minuten und genoss etwas die Ruhe, ließ das eben geschehene Revue passieren. Dann kam Sasuke und setzte sich wortlos ebenfalls auf die Treppe, nicht direkt neben sie, aber so dass sie es mitbekam. Beide saßen still auf der Treppe und schauten auf den Fluss.
Sasuke bemerkte eine ungewöhnliche Gelassenheit. Alles war still, obwohl jemand da war. >Hm, die meisten Mädchen hätten mich schon längst vollgequatscht. Wirklich angenehm, mal eine andere Erfahrung zu machen.< Dachte sich der junge Uchiha.
Sie saßen noch eine ganze Weile nebeneinander, bis er aufstand, sich abwendet und leise aber dennoch hörbar sagt "Diese Ruhe ist selten, das mag ich. Bis morgen." Dann ging er, Hinata sagte nichts dazu. Auch weil er dann schon weg war.
Hinata war verwundert, dass er sie überhaupt angesprochen hatte. Aber sie dachte sich nicht viel dabei. Sie hatte im Moment andere Sorgen. Sie ging nach Hause und bereitete sich auf morgen vor.
Ein neuer Tag brach an. Team 7 traf sich auf dem Trainingsplatz. Alle außer Kakashi waren schon da. Naruto beschwerte sich darüber, auch die anderen fanden es nicht schön, aber hielten es etwas ruhiger. Nach ein paar weiteren Minuten kam Kakashi gemütlich an. Was Naruto aufregte. "Warum sind sie so spät?! Aber wir sollten pünktlich sein."
Kakashi seufzte und erwiderte" ich bin leider aufgehalten worden, egal kommen wir zur Sache." Naruto wollte weiter diskutieren aber merkte schnell dass das jetzt keinen Sinn hatte.
"Also gut, hört mir jetzt gut zu. Ihr habt genau eine Stunde Zeit, um mir eines der Glöckchen zu entreißen. Das bedeutet, ihr müsst schneller und geschickter sein als ich. Aber es gibt noch eine Regel. Wenn ihr es nicht schafft, bis zum Ablauf der Zeit ein Glöckchen zu nehmen, dann werdet ihr alle durchfallen. Ihr dürft mich richtig angreifen, es ist alles erlaubt. Das ist alles."
"das sind aber nur 2 Glöckchen" Sagte Sasuke. Hinata und Naruto stimmten zu.
"Genau, es können nur 2 bestehen." antwortete Kakashi. Die drei machten darauf aufmerksam, wie unfair dies sei. Aber Sensei Kakashi ließ sich nicht abbringen. Er gab den Anpfiff und es ging los.
Jeder der drei versteckte sich blitzschnell. Jeder der drei versuchte, einzeln anzugreifen, sogar Naruto mit seinen Schatten Doppelgängern, die Kakashi sehr überraschten. Aber auch Naruto konnte Kakashi kein Glöckchen abluxen. Nicht mal der Junge Uchiha Sasuke mit seiner Schnelligkeit schaffte es allein. Hinata versuchte es mit Hilfe ihres Byakugans aber auch das war erfolglos.
Sie merkten, dass sie alleine nicht weiterkommen würden und kommunizierten über Entfernung mit Gestik und Mimik, dass sie doch zusammen arbeiten müssen.
Hinata, Sasuke und Naruto tauschten entschlossene Blicke aus, ihre Mission fest im Blick.Hinata nutzte ihre Byakugan, um Kakashis Bewegungen vorauszusehen. Mit geschickten Taijutsu-Bewegungen näherte sie sich lautlos von der Seite, während Sasuke mit blitzschnellen Genjutsu-Techniken Ablenkungen schuf. Naruto, setzte das Kage Bunshin no Jutsu ein. Plötzlich waren mehrere Narutos um Kakashi herum. Die Doppelgänger bewegten sich geschickt.
Die drei arbeiteten nun zusammen, aber Kakashi machte es ihnen dennoch nicht leicht. Die Zeit lief ihnen davon. Sasuke startete ein Ablenkungsmanöver und gab Hinata ein Zeichen. Sie wusste sofort was zutun war und zögerte nicht mehr wie beim ersten Mal, wo sie es allein versucht hatte. Sie benutzte wieder ihr Byakugan, sprintete nach vorne und griff nach den Glöckchen. Sie berührte es schon, aber Kakashi bemerkte es leider und wich aus.
Kakashi blickte auf die Uhr und dann auf die enttäuschten Gesichter von Hinata, Sasuke und Naruto. Er seufzte leicht und sagte dann ruhig: "Die Zeit ist um." Die Glöckchen, die Hinata kurz berührt hatte, hingen immer noch an seinem Gürtel.
Die Stille breitete sich aus, und die Gesichter der Genin zeigten Enttäuschung. Kakashi fuhr fort: "Ihr habt die Aufgabe nicht bestanden." Die Worte hingen in der Luft, und die Anspannung war förmlich zu spüren.
Doch bevor sich der Schatten der Disqualifikation festsetzen konnte, fuhr Kakashi fort: "Aber das war eigentlich nicht das Ziel des Tests. Ihr habt heute eine wichtige Lektion über Teamarbeit gelernt. Das eigentliche Versagen wäre gewesen, wenn ihr nicht als Team zusammengearbeitet hättet. Team 7 besteht weiterhin. Ihr könnt noch viel voneinander lernen."
Die Überraschung und Erleichterung spiegelten sich in den Gesichtern der Genin wider. Kakashi hatte sie getestet, aber er hatte auch gelehrt. Die drei waren erfreut und erleichtert zugleich. Und auch etwas verärgert, weil sie sich einmischen veräppelt vorkamen.