1 | Save a Horse, ride a Cowboy
Hart drängt sich das Bein des Jurors zwischen meine Schenkel und entlockt mir ein heftiges Stöhnen, dass er sofort mit seinem Mund auffängt und erstickt. Seine Hände stecken bereits in meiner Hose und gleiten fordernd an meinem Hintern entlang, bis sie schließlich zupacken und mich auf den Heuballen heben, der hinter mir in der Box liegt.
Ungeduldig öffnet er die Schnalle meiner Chaps und zieht sie mir mitsamt der Jeans hinunter. Das Heu pikst mich unangenehm an meinem Hintern, aber ich bin auch zu geil, um mich jetzt darüber zu beschweren, also sehe ich dem großen Mann mit Vollbart dabei zu, wie auch er sich seiner Beinkleider entledigt und mich dann rücklings auf den Ballen drückt. Ungestüm reißt er meine Stiefel von den Beinen, um die Hose nun ganz zu entfernen und drückt sein erigiertes Glied gegen meinen Eingang. Schnell presse ich meine Hand gegen seine Brust und halte ihn ein wenig fern von mir.
“Hast du ein Kondom?“, keuche ich und hoffe, dass er ‘Ja’ sagt.
“Ach komm schon, ich bin sauber”, keucht er zurück und ich stöhne innerlich.
“Sorry, man, da bin ich raus!“, sage ich und ahne schon, wie das ausgehen wird.
“Ne, echt jetzt?“, fragte der Große und ich höre die Enttäuschung in seiner Stimme.
“Du kannst mir gerne einen blasen...“, biete ich an.
Der Bärtige zieht sich zurück und seine Hose wieder hoch. “Sorry, aber irgendwie ist mir grade die Lust vergangen”, meint er und ich setze mich auf. “Vielleicht beim nächsten Mal?“, frage ich, weil er mir leidtut.
“Das nächste Mal, sagst du am besten gleich, dass du ein Spießer bist”, schnaubt er und ich spüre, wie die Wut in mir hochkocht. Er war es doch, der mich mit seinen Blicken ausgezogen hat und in diese Box gedrängt hat.
Unbefriedigt ziehe ich meine Kleidung wieder an und stürme an ihm vorbei nach draußen.
‚So ein Arschloch’, denke ich, doch vielleicht habe ich es nicht besser verdient, weil ich mich auf ihn eingelassen habe. Auch wenn ich Bock auf die schnelle Nummer hatte, bin ich nicht dumm genug mir irgendwas von einem Fremden einzufangen.
Immer noch ziemlich geladen, stapfe ich den Gang entlang und bleibe an der Box meiner wunderschönen Stute stehen.
„Du würdest mich nie enttäuschen, meine Schöne”, sage ich zu ihr und lehne meinen Kopf an ihren warmen Hals. Liebevoll streiche ich über ihre weichen Nüstern, und sie lässt ein freundliches Schnauben hören.
Sunflowers, oder auch „Sunny” ist mein Ein und Alles. Das Paint Horse mit der blonden Mähne, welche ihr auch ihren Namen eingebracht hat, begleitet mich nun schon seit drei Jahren durch die Wettbewerbe, die mir meinen Lebensunterhalt und den meiner Süßen finanzieren. Wir sorgen also gemeinsam dafür, ein Dach über dem Kopf und immer genug zum Essen zu haben.
Doch meine Ziele für die Zukunft sind andere. Um irgendwann ein richtiger Jackaroo mit eigener Ranch zu werden, habe ich mich bei einem Onlinekurs eingeschrieben, um die wichtigsten Dinge über Agrarwissenschaft und Wirtschaft zu lernen.
„Irgendwann kommen wir hier weg”, flüstere ich Sunny zu und streichele ihr über den Hals. „Irgendwann!”
„Ian Broody?“, höre ich eine unbekannte Stimme hinter mir. Neugierig drehe ich mich zu ihr um.
„Das bin ich, wie kann ich ihnen helfen, Mister...?”
„Mackay, Flynn Mackay”, stellt er sich vor und reicht mir die Hand. Er ist schon etwas älter, Vielleicht um die sechzig, geht am Stock und als ich seine Hand ergreife, spüre ich, dass sie zittert.
„Alles okay bei Ihnen, Mr. Mackay? Wollen sie sich setzten”, frage ich den Mann mit den ergrauten Haaren und dem sonnengegerbten Gesicht. Seine hellblauen Augen sehen mich etwas wässrig an und ich frage mich, ob er wohl krank ist.
„Ach nein, ich bin nur ein bisschen wackelig auf den Beinen. Das ist auch der Grund, warum ich Sie aufsuche, Mr. Broody. Ich habe gehört, dass sie ein Händchen für Pferde haben und auch sonst ein fleißiger junger Mann sind.”
„Auch wenn ich dem nur zustimmen kann”, meine ich geschmeichelt, „wüsste ich gerne, woher sie diese Information haben.”
„Ich habe mal herumgefragt, weil ich jemanden brauche, der mir auf meinem Hof hilft, alles abzuwickeln, bevor ich gar nicht mehr dort wohnen kann. Ihr Name fiel am häufigsten.” Damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Hat der Himmel mein Flehen endlich erhört?!
„Ich bin geschmeichelt und interessiert”, antworte ich ehrlich. „Was genau erwarten Sie von mir.”
„Es ist ganz einfach”, sagt Mr. Mackay und hustet dann trocken. „Ich brauche jemanden, der auf dem Hof mit mir lebt, meine Pferde betreut, meine Schafe hütet und meiner Magd mit dem Haushalt hilft. Außerdem fallen hier und da immer wieder handwerkliche Arbeiten an und meine Hilfskraft ist nur drei Mal die Woche da, nun, da er Vater geworden ist. Die nächsten Monate werde ich deshalb versuchen einen Käufer zu finden, der nicht alles abreißen und an einen Immobilienhai verkaufen will.”
„Haben Sie denn keine Kinder, die Sie unterstützen können?“, frage ich neugierig. Für gewöhnlich werden Höfe in dieser Gegend immer an die Kinder und Enkel vererbt und betreut.
„Ich habe einen erwachsenen Sohn, der aber kein Interesse an dem Hof und seinem Fortbestand hat. Er ist wahrscheinlich froh, wenn nach meinem Tod ein Scheck das Einzige ist, um dass er sich kümmern muss.”
„Und was bekomme ich im Gegenzug für meine Arbeit?“, versuche ich das Angebot weiter auszuloten. Insgeheim habe ich bereits angebissen, doch ein paar Dinge muss er mir garantieren, damit ich mitkomme.
„Du kannst natürlich kostenlos bei mir wohnen und wirst verpflegt. Einen kleinen Lohn wirst du auch erhalten. Viel Vermögen habe ich allerdings nicht, fast alles steckt in meinem Hof. Und wenn du deine Sache gut machst, stelle ich dir ein Zeugnis aus und helfe dir, woanders unterzukommen. Was sagst du?”
„Meine Stute muss mit und auch für ihren Unterhalt muss gesorgt sein”, verhandele ich. „Und ich brauche W-LAN, oder eine Möglichkeit für regelmäßigen Mail-Zugang in der näheren Umgebung. Mein Fernstudium möchte ich nicht unterbrechen oder aufgeben”, erkläre ich ihm.
Der alte Mann nickt. „Das sollte kein Problem sein. Also, kommst du mit? Dein Pferd können wir nachholen. Ich organisiere den Transport.”
Ich überlege nur kurz. Vielleicht ist das die Chance, auf die ich die letzten Jahre so sehnsüchtig gewartet habe.
„Was sagst du, Sunny?“, frage ich an meine Stute gewandt. Sie schnaubt erfreut.
„Also gut, Mr. Mackay. Ich komme mit!“, sage ich und schlage ein. Jetzt werde ich ein richtiger Cowboy werden!









Das hört sich nach einer harten "Nuss" an für Ian.
Ein schöner Einstieg :) Ich bin sehr neugierig, wie sein neuen Job - oder besser gesagt: sein neues Abenteuer - so ist :)