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Mein Herz schlägt im Takt des Basses, der aus den Boxen über mir wummert. Ich fühle die Musik wortwörtlich durch meinen Körper fließen. Tief atme ich ein und bekomme endlich wieder richtig Luft. Ich entdecke eine junge Frau nicht weit von mir. Sie ist total in der Musik versunken und bewegt sich anmutig im Rhythmus der Musik. Ich bin wie hypnotisiert. Ihre rosa Lippen sind leicht geöffnet, während sie ihre Hüften kreisen lässt. Langes blondes Haar umspielt in Wellen ihr Gesicht. Ich schaue der schönen fremden Frau in die Augen und hatte ich eben noch das Gefühl, endlich wieder atmen zu können, so fühlt es sich jetzt an, als wäre die Luft um uns herum dick und schwer. Meine Atmung geht nur noch flach und meine Lippen gleiten von alleine auseinander.
»Willst du sie Baby?«
Alex tiefe Stimme lässt mich wie immer erschaudern. Alle Haare meines Körpers stellen sich auf. Ich bin mir unsicher. Sofort erscheinen Bilder in meinem Kopf, wie Alex zuschaut, während wir uns küssen und berühren. Mein Puls beschleunigt sich. Die Vorstellung entlockt mir ein leises Stöhnen und ich nicke schwach. Alex dreht mich in seinen starken Armen um, sodass ich keine Chance habe, die unbekannte Schönheit weiter zu beobachten. Alex Lippen gleiten an meinem Hals entlang, seine Hände fahren auf meinem Rücken immer tiefer, hinterlassen eine heiße Spur auf meiner nackten Haut bis sie auf meinem Arsch zum Liegen kommen. Meine Haut steht in Flammen, wo seine Finger mich berühren. Feuchtigkeit sammelt sich zwischen meinen Beinen. Das Gefühl seiner Härte an meinem Bauch lässt heiße Lust durch meinen Körper zucken. Ich schlinge meine Arme um Alex' Hals und drücke meine Lippen auf seinen Mund. Alex packt fest in meine Seite und drückt mich an sich. Ich stöhne auf und er zögert nicht, sondern schiebt seine Zunge in meinen Mund. Ich lasse meine Hüften kreisen, wodurch meine Mitte an Alex' Härte reibt. Die Vorstellung, von der Unbekannten beobachtet zu werden, gefällt mir, dass ihr gefällt, was sie sieht und sie sich nicht von unserem Anblick lösen kann noch viel mehr. Aus dem Augenwinkel erkenne ich, wie Alex eine lockende Bewegung mit seinen langen Fingern macht. Noch bevor ich realisiere, was er getan hat, spüre ich einen Lufthauch an meinem nackten Rücken. Alex tritt einen Schritt zur Seite, um der blonden Schönheit Platz zu machen. Mir ist heiß, aber meine Hände sind eiskalt. Hilfesuchend schaue ich Alex an und versuche in seinen Augen zu lesen, was er vorhat. Sein Blick ist wie immer unergründlich, aber ich vertraue ihm. Ich kann nicht anders. Er hat mich mit in seine Welt genommen und mir gezeigt, was Lust bedeuten kann. Er scheint zu verstehen, dass ich bereit für eine neue Erfahrung bin, denn er nickt unmerklich, legt uns beiden eine Hand auf den unteren Rücken und beugt sich mit seinem verführerischsten Lächeln zu ihr.
»Wie heißt du meine Schöne?«
Sie schaut Alex aus ihren großen hellblauen Augen an und lehnt sich zu ihm.
»Mia.«
»Schön, dich kennen zu lernen, Mia.«
Alex zieht Mia mit seinen Augen aus. Beim Tanzen berühre ich ihre weiche Haut und ihre Hitze dringt in jede meiner Zellen. Ob sie es auch spürt, diese Wärme und das Kribbeln. Meine Hände legen sich wie von selbst auf Mias Körper. Das Gefühl ihrer Haut unter meinen Fingern verleiht mir Mut. Und so lasse ich mich von den Beats der Musik entführen und alle meine Zweifel werden übertönt.
»Mir gefällt, was ich sehe.«
Alex tiefe Stimme dringt durch die pulsierende Musik in mein Ohr. Ich erschaudere. Er legt seine Arme von hinten um mich und zieht mich näher an sich. Ich lasse es zu. Mein Hintern kreist an seinem Schritt. Überdeutlich spüre ich, wie sehr ihn das anmacht. Auch mich lässt es alles andere als kalt. Die Lust fließt durch meinen Körper und versetzt ihn in Schwingung. Mia tanzt vor mir und hat ihre Arme über meine Schulter gelegt. Alex’ Atem in meinem Nacken geht schwer. Auch meine Atmung wird immer flacher. Plötzlich streifen meine Hüften Mias. Ein Kribbeln schießt durch meinen Körper. Ich schaue direkt in Mias wunderschöne Augen. Dabei sind wir uns so no, dass unsere Lippen nur Millimeter voreinander schweben. Die Zeit scheint still zu stehen. Ich halte den Atem an. Das Blut rauscht durch meine Adern und übertönt die schweren Bässe der Musik. Ich spüre ihren Atem auf meinen Lippen und schlucke schwer. Fast kann ich sie schmecken. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Meine Hände sind eiskalt und ich zittere vor Anspannung. Mia leckt sich mit ihrer Zunge über die rosa Lippen. Wäre sie ein Mann, würde ich nicht weiter zögern. Wieso zögere ich dann jetzt? Ist das hier wirklich so anders? Ich spüre Alex Körper an meinem Rücken und stöhne auf. Er reißt mich aus meinen Zweifeln und schiebt mich auf Mia zu. Jetzt oder nie. Ich überbrücke die letzten Millimeter und weiß, dass ich verloren bin in dem Moment, indem ich Mias Lippen das erste Mal auf meinen spüre. Sie sind weich wie Seide und schmecken süß. Ich atme tief ein. Mia riecht verführerisch, wie süße Erdbeeren im Frühling. Weil ich nicht will, dass dieser Kuss endet, lege ich meine Hand vorsichtig um Mias Nacken und ziehe sie noch etwas näher an mich. Unsere Brüste berühren sich, ich kann Mias starken Herzschlag an meinem spüren. Ihr Brustkorb hebt und senkt sich schnell, genauso wie meiner. Wie durch Watte fühle ich Alex’ Körper immer noch meinen Rücken berühren. Die Wärme, die von seinem Körper ausgeht, beruhigt mich und lässt mich mutiger werden. Ich schiebe meine Zunge in Mias Mund, beginne vorsichtig, ihn zu erkunden und berühre ihre Zungenspitze. Jegliche Zweifel sind vergessen. Ich locke sie mit meiner Zunge und ziehe mich fast vollständig zurück. Zunächst passiert nichts und ich habe schon Angst, zu weit gegangen zu sein. Doch dann spüre ich Mias Zungenspitze an meinen Lippen. Ich empfange sie mit einem Stöhnen, das ich nicht mehr zurückhalten kann. Gänsehaut bedeckt meinen ganzen Körper und in meinem Bauch kribbelt es, als würden 1000 Schmetterlinge darin fliegen. Mia zu küssen, fühlt sich so anders an und gleichzeitig so richtig. Je intensiver der Kuss wird, desto enger umschlingen wir uns. Lust schießt durch meinen Körper und mir ist klar, dass ich mehr will, mehr brauche. Ich will wissen, wie sie aussieht, wenn die Lust sie packt. Ich möchte spüren, wie sich ihre Haut unter meinen Fingern anfühlt. Würde sie sich mir hingeben, sich meiner Berührung entgegenstrecken? Die Vorstellung treibt meine Lust in neue Höhen. Widerwillig unterbreche ich den Kuss und drehe mich zu Alex um. Ich weiß nicht genau, was ich suche, aber als ich in seine grünen Augen sehe, erkenne ich die gleiche Lust darin tanzen, wie ich sie fühle. Sehe diesen typischen Funken in seinen Augen, der mir das Gefühl gibt, gesehen zu werden, wie ich wirklich bin und akzeptiert zu werden. Er bestätigt mich in meinem Verlangen und ich verstehe in diesem Moment, dass ich Alex dabeihaben möchte. Dabeihaben muss. Er ist ein Teil hiervon. Ich will, dass er uns zusieht. Ich will das Verlangen sehen, das dabei in seinen Augen tanzt. Die privaten Räume sind der perfekte Ort dafür. Keine Ahnung, woher ich den Mut nehme. Meine Hände werden feucht bei dem Gedanken daran. Vielleicht ist es der Kuss, der mir das Gefühl gegeben hat, dass Mia offener ist als ich anfangs dachte, Alex der mir die nötige Sicherheit gibt oder die Lust, die in heißen Wellen durch meinen Körper fließt und mich nicht mehr klar denken lässt. Bevor ich einen Rückzieher machen kann, nehme ich Mias Hand und lasse meine Lippen über ihren Hals zu ihrem Ohr wandern.
»Komm mit mir.«
Ich gehe vor und ziehe sie von der Tanzfläche hinter mir her. Als wir das Ende erreichen, weiß ich instinktiv, dass Alex uns folgt.