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Summary

[DabiHawks][OneShot][Erotik][Dark Romance][Alternate Universe][HeroDabi][VillainHawks][Fanfiction] Es sind nun zwei Jahre vergangen, seit der Held Touya den Schurken Keigo - besser bekannt als Hawks - in einem Kampf besiegte und ihm den Rรผcken gekehrt hat. Zwei quรคlende Jahre fรผr beide, denn sie waren Gefรคhrten und das obwohl sie auf verfeindeten Seiten stehen. Eine verbotene Liebe, vollkommen ohne Zukunft. Doch was passiert, wenn die Sehnsucht nach dem anderen grรถรŸer ist, als man es sich eingestehen mรถchte?

Status
Complete
Chapters
1
Rating
5.0 1 review
Age Rating
18+

Touya and Keigo

Langsam erwachte der weiรŸhaarige Mann aus seinem Schlaf. Er fรผhlte sich mehr als seltsam. Mรผhselig versuchte er, seine Augen zu รถffnen, doch alles, was er sah, war Finsternis. Nicht die Art von Dunkelheit, die herrschte, wenn die Nacht hereinbrach. Es war anders, dunkler.


Seine langen Wimpern streiften etwas. Einen weichen und glatten Stoff, der sich an seine Augen schmiegte und ihm die Sicht nahm. Der junge Mann realisierte erst langsam, dass man ihm die Augen verbunden hatte.


Was war passiert und wo war er? Das Letzte, woran er sich erinnerte, war seine nรคchtliche Patrouille mit Tenko โ€“ einem Helden aus seiner Agentur. Vorsichtig hob er seinen Kopf und lauschte. Es schien niemand in der Nรคhe zu sein.


Die Hรคnde hatte man ihm gefesselt, er spรผrte, wie sie รผber ihm befestigt waren. Das Leder schmiegte sich beinahe schmerzhaft an seine Gelenke, wodurch seine Hรคnde leicht taub waren. Kurz rรผttelte er daran. Das Gerรคusch von Ketten erklang und er seufzte.


Er richtete sich leicht auf, hinter ihm spรผrte er die Wand, an die er sich sogleich lehnte. Wenn sich niemand im Raum befand, konnte er sich einfach mit seiner Spezialitรคt befreien, niemand wรผrde zu Schaden kommen und er wรคre frei.


Doch sein Kopf war noch ganz benebelt. Hatte man ihn betรคubt und dann entfรผhrt? Ob sich die Entfรผhrer etwas davon erhofften, weil er der Sohn der Nummer Eins war oder richtete es sich direkt an ihn?


Als Held hat man ohnehin mehr als genug Feinde, erst recht, wenn man selbst berรผhmt war. Er hoffte nur, dass es Tenko gut ging, denn er kรถnnte es sich niemals verzeihen, wenn ihm etwas zustoรŸen wรผrde, schon gar nicht, wenn es seine Schuld wรคre.


Konzentration Touya, werde Herr รผber diese Situation, befreie dich und suche nach Tenko Shimura. Er verzog das Gesicht und konzentrierte sich auf seine blauen, heiรŸen Flammen, mit denen er die Fesseln durchbrennen wollte. Die Hรคnde fest geballt, spannte er sich an. Doch die Flammen blieben aus.


Keine vertraute Hitze, die an seinen Hรคnden hinauf kroch und ihn aus seiner Gefangenschaft befreite. Nichts, es passierte einfach gar nichts. Was sollte das? Wo war das Feuer, das ihn sonst beschรผtzte und ein Teil von ihm war?


ยปFuckยซ, fluchte er und zog noch einmal krรคftig an den Ketten. Touya war frustriert und wรผtend zugleich. Wer auch immer daran beteiligt war und welche Motive er auch haben sollte, der WeiรŸhaarige wรผrde ihm Feuer unter dem Hintern machen.


Wenn derjenige denn da wรคre und Touya es kรถnnte. Er zog die Beine an, die zuvor ausgestreckt waren, und dachte nach. Wie viel Zeit vergangen war, seit er erwacht war, konnte er nicht genau sagen. Jedoch kam es ihm viel zu lange vor. Waren es Minuten, oder doch Stunden?


Nachdenklich biss er sich auf die Unterlippe und versuchte, sich zu beruhigen. Manchmal fรคrbte die Impulsivitรคt und Aggressivitรคt seines Vaters auf ihn ab. Im Moment brachte das Alles nichts, solange er seine Spezialitรคt nicht einsetzen konnte, war alles sinnlos und vergeblich.


Wieder seufzte er, senkte den Kopf und lehnte ihn auf die angezogenen Beine. So verharrte er, bis ein Gerรคusch an seine Ohren drang. Der Klang von Schritten und kurz darauf das Gerรคusch einer sich รถffnenden Tรผr.


Touyas Herz schlug schneller, doch er selbst bewegte sich kein Stรผck und machte keinen Mucks. Die Schritte des Fremden kamen nรคher und verstummten kurz vor ihm. Es erklang das Rascheln von Stoff und eine warme Hand legte sich auf seine Haare.


Sein Atem stockte bei der Berรผhrung, dann hob er wieder den Kopf, schรผttelte dabei die fremde Hand von sich. Doch sie blieb nicht lange fern, der Fremde legte sie an Touyas Wange und strich mit dem Daumen รผber seine Lippen.


Der WeiรŸhaarige wusste nicht, wie er nun reagieren sollte. Sein Gesicht verzog sich und gleich darauf ertรถnte ein Lachen. Es kam ihm bekannt vor, dieses Lachen, diese Stimme. Irgendwo hat er sie schon einmal gehรถrt, nein, nicht nur einmal. Mehrmals.


ยปWo ist Tenko und was willst du?ยซ, erhob er seine Stimme, jedoch bekam er โ€“ auรŸer ein weiteres Lachen โ€“ keine Antwort. Die Hand glitt hinunter und legte sich um seinen Hals. Spitze Nรคgel krallten sich in die blasse Haut des jungen Helden und er zischte.


Der Mann vor ihm beugte sich zu ihm hinab, seine Haare streiften Touyas Wange und der Atem kitzelte ihn am Ohr.

ยปBegrรผรŸt man so seinen Gastgeber und ehemaligen Gefรคhrten?ยซ, flรผsterte der Fremde โ€“ nein, fremd war er nun nicht mehr. Denn Touya erkannte die Stimme.


Jetzt wo er sie hรถrte, wusste er genau, wen er da vor sich hatte.

ยปHawks, oder sollte ich eher Keigo Takami sagen?ยซ Der Mann lachte und lockerte seinen Griff um Touyas Hals. ยปWas hast du mit Tenko gemacht?ยซ


ยปSolltest du dir nicht eher Gedanken um dich machen, anstatt um andere? Ah nein, das habt ihr Helden so an euchยซ, spottete Keigo, wodurch Touyas Wut nur noch mehr anstieg. ยปBeruhig dich Hรผbscher, deinem Begleiter geht es gut, er wird noch ein paar Stunden schlafen.ยซ


Keigos Aussage beruhigte den Helden nicht wirklich, er vertraute ihm nicht, glaubte seinen Worten nicht. Nicht mehr. Die Hรคnde des geflรผgelten Schurken legten sich auf Touyas Knien, mit sanfter Gewalt schob er sie beiseite, dann kniete er sich vor den WeiรŸhaarigen.


Erneut legte er seine Hand auf Touyas Gesicht, zwang ihn, den Kopf zu heben, wรคhrend die zweite auf seiner Brust ruhte. ยปWir haben uns lange nicht gesehen.ยซ

ยปVon sehen kann ich hier nicht redenยซ, lachte der Gefesselte hohl und schnaubte kurz darauf.


Er versuchte, seine Nervositรคt zu รผberspielen, denn das war sein Problem, der Schurke machte ihn nervรถs. Er wusste nicht, was Keigo geplant hatte und nun tun wรผrde. ยปLass mich frei und ich verspreche dir, ich fackel dich nicht ab, bis nur noch Asche รผbrig bleibt, scheiรŸ Bastard.ยซ


Nicht gerade die freundliche Art und nicht unbedingt die beste Idee, den Schurken zu beleidigen, schlieรŸlich war Touya hier klar im Nachteil. Doch der blonde Mann ging nicht darauf ein und sagte dazu nichts.


Stattdessen legte er seine Lippen auf die von Touya. Sein Herz setzte fรผr einen kurzen Moment aus, als er die warmen und weichen Lippen auf seinen spรผrte. Er erwiderte ihn nicht und hielt den Atem an. Das hatte er wirklich nicht erwartet, nicht nach dem Vorfall von vor zwei Jahren.


Der erste Kuss nach all der Zeit, er war nur flรผchtig und so bittersรผรŸ. Touyas Lippen begannen zu beben und seine Wut verflรผchtigte sich, als wรคre sie nie dagewesen.


Zwar hatte Keigo den Kuss gelรถst, doch noch immer war er ganz nah. Ihre Nasenspitzen berรผhrten sich sanft und er konnte den Atem des Schurken spรผren.

Der WeiรŸhaarige biss sich auf die Lippen und wartete ab, was sein Gegenรผber als nรคchstes tun wรผrde. Lange Zeit geschah nichts, keiner von Beiden sagte etwas, da war nur das Gerรคusch des Atmens.


ยปIch hab dich vermisst, Touyaยซ, flรผsterte der Schurke schlussendlich, kรผsste den Angesprochenen erneut und verhinderte damit, dass er etwas antworten konnte. Die Hand, die zuvor noch Touyas Gesicht fest im Griff hatte, schob sich hinter seinen Kopf und verhakte sich in den weiรŸen Haaren.


Er zog leicht an ihnen und zwang den Helden dazu, seinen Kopf in den Nacken zu legen. Touya murrte nur, als der Schurke ihren Kuss lรถste, jedoch wanderte er weiter. Seine Lippen legten sich an den freigelegten Hals, saugten an der weiรŸen Haut und hinterlieรŸen dabei ihre Spuren.


Touya stellten sich die Nackenhaare auf, dieses vertraute Gefรผhl hinterlieรŸ bei ihm eine angenehme Gรคnsehaut und erstickte jegliche Gegenwehr im Keim.

ยปHรถr auf damitยซ, versuchte der Held, auch wenn seiner Stimme der Nachdruck fehlte und sein Kรถrper eine eigene Sprache sprach. ยปIch will das nicht, ich will es nicht hรถren.ยซ


Er wollte sich nicht auf den Schurken einlassen, nicht schon wieder. Ihre Beziehung brachte schon damals nur Unglรผck und Schmerz. Immer wieder hatte er gehofft, dass er Keigo nie wieder begegnen wรผrde, dass er es ein fรผr alle Mal beendet hรคtte. ยปDas hier ist falsch, das wissen wir beide.ยซ


Der Blonde zischte unzufrieden, doch hรถrte er nicht auf, ging einen Schritt weiter und schob seine Hand unter Touyas Heldenkostรผm. Seine spitzen Nรคgel kratzten unsanft รผber die Haut des ร„lteren und hinterlieรŸen ein Brennen auf der empfindlichen Haut.


ยปKomm schon, mach mich los und wir tun so, als wรคre das hier nie passiert. Bitte Keigo.ยซ Touya bezweifelte, dass Vernunft und ein nettes Bitte bei seinen ehemaligen Gefรคhrten etwas bewirken wรผrden, dafรผr kannte er ihn lange genug. Viel zu lange.


ยปNein, Touya. Das kann ich nicht. Ich hab versucht dich zu vergessen, doch hatte es nicht geklappt. Ich wollte nicht soweit gehenยซ, gab der Schurke zu und begann den Verschluss der Augenbinde zu lรถsen. Kurz darauf glitt sie hinab zum Boden und gab Touyas Blick frei.


Er blinzelte, denn seine Augen waren an das Licht nicht gewรถhnt und es blendete ihn. Es dauerte etwas, bis er den Mann vor sich erkennen konnte. Die ihm bekannten, goldenen Iriden, bei denen er immer das Gefรผhl hatte, sie wรผrden direkt in seine Seele blicken.


Keigos schwarzen Male an den Augen. Das goldblonde Haar, das immerzu unordentlich in alle Richtungen stand und dieses unverkennbare Grinsen. Eine Sache jedoch war anders und Touyas Augen weiteten sich, als er realisierte, was es war.


Eine Brandnarbe, die sich von Keigos linker Stirn bis hin รผber sein Auge und die Wange durchzog. Er war es, der sie ihm verpasst hatte. Damals, vor zwei Jahren, als sie gegeneinander gekรคmpft hatten. Der Tag, an dem er den Blonden zum letzten Mal gesehen hatte.


Ihr Streit und der Kampf, Held gegen Schurke. Der WeiรŸhaarige hatte nie vorgehabt dem Mann, den er liebte, zu verletzen. Eine Wahl hatte er jedoch nie gehabt. Beide hatten gewusst, dass es vielleicht irgendwann dazu kommen kรถnnte.


ยปHรผbsch, nicht wahr?ยซ Der Schurke grinste und strich sich mit den Fingern รผber die Narbe. ยปJedes Mal, wenn ich in den Spiegel schaue, erinnert sie mich an dich.ยซ Bei den Worten zog sich Touyas Magen zusammen und er senkte den Kopf.


Wollte dieser Mann nun Rache ausรผben? Weil Touya ihn damals verraten hatte und seinen Status ihm vorzog? Er war nunmal ein Held, sein Job war es, Schurken zu bezwingen, nicht mit einem schlafen und eine geheime Beziehung zu fรผhren.


Trotzdem lieรŸ er Keigo damals entkommen, hatte sih nicht einmal die Mรผhe gemacht, ihn zu verfolgen oder zu suchen. SchlieรŸlich wusste er immer, wo er den Blonden finden kรถnnte. Es wรคre ein Leichtes gewesen. Jedoch standen ihm seine eigenen Gefรผhle im Weg. Ihre gemeinsame Zeit.


ยปVerzeih mir, ich wollte das nichtยซ, flรผsterte Touya und verzog das Gesicht. Keigo lachte nur und wieder zwang er den WeiรŸhaarigen, seinen Kopf zu heben. Sein Blick fiel erneut auf die Narbe. Sie war so prรคsent, so markant.


ยปIch bin nicht wรผtend, nicht mehr. Touya, ich weiรŸ, dass du mich damals hรคttest tรถten kรถnnen.ยซ

ยปHast du mich hergebracht, um dich zu rรคchen und mich zu tรถten?ยซ, fragte er, doch Keigo schรผttelte den Kopf und lรคchelte. ยปWieso dann?ยซ


Doch darauf bekam er keine Antwort, denn Keigo verschloss ihre Lippen und umarmte ihn. Und was tat Touya? Er lieรŸ sich fallen und erwiderte die Geste, รถffnete den Mund und lieรŸ die Zunge des Schurken hinein gleiten.


Es fรผhlte sich zu gut an, viel zu vertraut โ€“ und sein gesamter Kรถrper reagierte auf den anderen, auf die Berรผhrungen und den Kuss selbst. Wรคren seine Hรคnde nicht gefesselt, hรคtte er sie womรถglich um den Hals des Blonden geschlungen und ihn noch nรคher an sich gezogen.


Doch das einzige, was ihm blieb, war die Augen zu schlieรŸen und den Moment zu genieรŸen. Sein Oberteil wurde immer hรถher geschoben, wรคhrend die warmen Hรคnde รผber seinen Rรผcken strichen. Ein Winseln entfloh dem WeiรŸhaarigen und Keigo lรถste sich von ihm.


Touya รถffnete die Augen, sein Herz raste und er atmete schwer. Und Keigo, der betrachtete das gerรถtete Gesicht und grinste breit. Der junge Held wusste genau, wie gerne der Blonde die Kontrolle hatte.


ยปIch will dich.ยซ Die Stimme des Blonden war wie ein tiefes Grollen, in ihr schwang ein deutlicher, erregter Unterton mit und Touya erzitterte. Unfรคhig etwas zu sagen, schaute er seinen Gegenรผber nur an und schluckte schwer.


Immer noch hatte Keigo diese Wirkung auf ihn, vรถllig egal, was er sich die letzten Monate eingeredet und wie sehr er versucht hatte, den Blonden zu hassen, zu vergessen. Jetzt wo er direkt vor ihm war, ihre Blicke sich trafen und seine Hรคnde รผber Touyas Kรถrper glitten, da wusste er, er konnte ihm nicht widerstehen.


ยปWenn du versprichst, dass du nicht versuchen wirst zu fliehen, dann befreie ich dich.ยซ Nur ein Nicken, mehr brachte der Touya nicht heraus, doch das schien dem Schurken auszureichen.


Er erhob sich und Touya blickte zu ihm hinauf, beobachtete jede einzelne Bewegung des Geflรผgelten und entspannte sich, als er begann, die Fesseln zu lรถsen.


Touya lieรŸ die Hรคnde langsam sinken, sie waren kalt und fรผhlten sich immer noch taub an. Sie kribbelten, als sein Blut wieder zu flieรŸen begann. Er rieb sich die Handgelenke. Der Schurke kniete sich wieder zu ihm, ergriff seine Hรคnde und kรผsste diese.


Zuerst wollte der ร„ltere sie zurรผckziehen, doch dann belieรŸ er es dabei und legte sie schlussendlich auf Keigos Gesicht. Vorsichtig fuhr er รผber die Narbe, so, als hรคtte er Angst, dass sie immer noch schmerzen kรถnnte.


Jedoch verzog der Blonde keine Miene und schmiegte sich nur noch mehr an die Hรคnde. Fรผr einige Sekunden verharrten die Beiden in dieser Position, ehe Keigo wieder aufstand und Touya die Hรคnde hinstreckte.


Ohne zu zรถgern oder nachzudenken, ergriff Touya sie und wurde sogleich auf die Beine gezogen. Schwankend lehnte er sich an die Wand und lieรŸ einen kurzen Blick รผber den Raum schweifen. Er grinste schief.


ยปDu wohnst also immer noch hier. Aber wieso?ยซ

ยปWeil ich gehofft hatte, dass du eines Tages von dir aus herkommen wรผrdest. Zurรผck zu mirยซ, antwortete der Schurke und trat nรคher, umarmte seinen ehemaligen Geliebten und vergrub das Gesicht in seiner Halsbeuge. ยปAber du bist so stur, also musste ich dich herbringen.ยซ


Und da fiel Touya ein gewisses Detail wieder ein, seine Spezialitรคt.

ยปWas hast du mit mir gemacht, wieso kann ich meine Flammen nicht einsetzen?ยซ Er musste es einfach wissen, was wรคre er sonst ohne seiner Fรคhigkeit?


ยปKeine Sorge, in ein oder zwei Stunden klingt die Wirkung ab, dann kannst du sie wieder wie gewohnt einsetzen. Ich wollte nicht riskieren, dass einer von euch beiden alles in Schutt und Asche verwandelt.ยซ


Unglรคubig schob Touya den Blonden von sich. Doch wieder lieรŸ dieser ihn nicht sprechen, als er ihn packte und auf das weiche Bett warf, das unweit von ihnen stand. ยปFrag nicht weiter, ich erklรคre es dir spรคter.ยซ


Keigo zwinkerte und zog sich gleich darauf das enganliegende, schwarz-goldene Oberteil aus, das daraufhin irgendwo auf dem Boden landete. Weitere Brandnarben kamen zum Vorschein, doch dieses Mal bekam der WeiรŸhaarige gar keine Zeit, um sie genauer in Augenschein zu nehmen oder darรผber nachzudenken.


Keigo zog auch Touya das Oberteil aus, beugte sich รผber ihn und drรผckte ihn in die Kissen, nur um ihn erneut zu kรผssen. Intensiver und fordernder. Vรถllig gefangen davon, schlang Touya seine Arme um Keigos Nacken, zog ihn noch nรคher an sich und begann ihn รผber den Nacken zu kraulen.


Ein toller Held war er. Statt seiner Aufgabe nachzugehen, lag er hier, direkt unter einem gefรคhrlichen Schurken und lieรŸ sich gehen. Wenn die ร–ffentlichkeit davon erfahren wรผrde, dann wรคre seine Karriere beendet.


Und wenn sein Vater davon erfahren wรผrde, dann wรผrde nicht nur von ihm, sondern auch von Keigo, lediglich ein Hรคufchen Asche bleiben. Touya grinste in den Kuss hinein. Wie scheiรŸegal ihm das im Moment erschien.


SchlieรŸlich hatte er versucht, gegen die Gefรผhle anzukรคmpfen, und was brachte ihm das? Nichts auรŸer Schmerz. Und nun lag er erneut hier, in demselben Bett wie schon so oft und รผber ihm der Mann, mit dem er sich nicht nur einmal leidenschaftlich geliebt hatte.


รœber welch belanglosen Dinge er nachdachte, wรคhrend der Blonde รผber ihm hing und immer wieder nach seinen Lippen schnappte โ€ฆ


Fest krallte Touya seine Finger in das weiche Haar und zog Keigo ein Stรผck von sich. Er war nicht gerade die Geduld in Person, was man deutlich an seinen tรผrkisen Augen erkennen konnte. Sie loderten gefรคhrlich und voller Lust. Viel zu lange war es her, dass jemand ihn so berรผhrt hatte, nicht dass es jemanden auรŸer Keigo jemals gegeben hatte.


Er liebte ihn nach wie vor und wollte ihn mehr, als er es jemals gewollt hatte. Keigo leckte sich รผber die Lippen und richtete seinen Oberkรถrper auf, fuhr mit seiner Hand รผber die Brust des Untenliegenden, hinab รผber seinen leicht muskulรถsen Bauch, bis er am Gรผrtel seiner Heldenhose stehenblieb.


Er fragte nicht und Touya erwartete es nicht. Mit einem geschickten Handgriff รถffnete er den Gรผrtel mit dem Symbol fรผr das Feuer und lieรŸ seine Hand in die Hose gleiten. Touya spannte sich an und drรผckte sich gegen die Berรผhrung. Ein Keuchen verlieรŸ seinen Mund, als Keigo fester zupackte.


Um sein Gesicht und die verrรคterische Rรถte zu verbergen, legte Touya seinen Arm auf sein Gesicht, wรคhrend die andere Hand sich in die glatte Bettwรคsche krallte.

ยปKeigo โ€ฆยซ


Der Blonde lachte und zog gleich darauf seine Hand heraus. Nicht weil er seinen Partner รคrgern wollte, viel mehr um seine Hose ein Stรผck herunter zu ziehen und ihm mehr zu geben.


Touyas Penis zuckte und richtete sich immer wieder auf, bis der Blonde ihn endlich wieder mit der Hand umschloss. Er bewegte sie rhythmisch und langsam, immer wieder auf und ab.


Der Held presste seine Lippen aufeinander, als eine Welle der Lust ihn รผberrollte und er beinahe laut gestรถhnt hรคtte. Nichts zรคhlte mehr, nichts bis auf das Hier und Jetzt.


ยปDu bist wunderschรถn, weiรŸt du das, Touya?ยซ Dabei ergriff Keigo Touyas Arm und zog ihn von seinem Gesicht. Er wollte das verlegene und erregte Gesicht seines Geliebten sehen.


ยปHalt den Mundยซ, stรถhnte Touya, er konnte mit den Komplimenten des Schurken nicht umgehen, damals nicht und heute genauso wenig. Ihm war bewusst, dass Keigo es ernst meinte, denn der Blonde hasste Lรผgen und fand es selbst viel zu anstrengend. Immer zu sagte er die Wahrheit. Vermutlich etwas seltsam fรผr einen Schurken wie ihn.


Wieder lachte Keigo โ€“ und wie Touya es hasste, nicht das Lachen des Schurken allgemein, sondern diese Art davon. Als wรผrde er sich รผber ihn lustig machen. Er verzog die Augenbrauen und versuchte, nicht daran zu denken, das spรถttische Lachen einfach auszublenden.


Mit dem Daumen fuhr der Blonde รผber die empfindliche Spitze und setzte noch einen drauf, als er mit seinem warmen Atmen dagegen pustete. Genau wissend, wie sehr er Touya damit in den Wahnsinn trieb.


Das bestรคtigte ihm auch das Knurren, das Touya von sich gab. Er beugte sich hinab und leckte spielerisch รผber die gesamte Lรคnge, bis er an der Spitze ankam und an ihr saugte. Touya schlug die Augenlider auf und stรถhnte laut.


Zufrieden schloss Keigo seine Augen und leckte immer wieder รผber die Eichel, bis er ihn schlussendlich ganz in den Mund nahm. Touya bรคumte sich auf und drรผckte dem Blonden das Becken entgegen, wodurch er nur noch tiefer in seine Mundhรถhle glitt.


Seine Spitze stieรŸ tief in dessen Rachen und schnรผrte dem Schurken dabei die Luft ab. Doch Keigo stรถrte sich nicht daran, er begann seinen Kopf langsam zu bewegen und seine Hรคnde krallten sich in die Oberschenkel des Helden.


Immer wieder saugte er an dem Glied und leckte mit der Zunge darรผber. Touya hatte sich lรคngst vergessen, er keuchte und wimmerte. Der Blonde wusste genau, was er da tat. Ohne sein Tun zu unterbrechen, schickte er seine Federn aus, die ihm das Gleitgel nรคher brachten.


Kurz lugte er zu dem WeiรŸhaarigen und รถffnete dann die Tube. Mithilfe seiner Federn positionierte er Touyas Beine so, dass er besseren Zugang hatte. Touya selbst registrierte davon nichts, sein Kรถrper bebte immer wieder und der Raum fรผllte sich mit seinem Keuchen und Stรถhnen.


Darauf bedacht, seinem Partner keine Schmerzen zuzufรผgen, benetzte Keigo seine Finger mit dem Gleitgel, dann platzierte er sie an seinem Eingang. Er fragte nicht um Erlaubnis, Touya nahm ohnehin nicht mehr viel wahr, und schob kurz darauf den ersten Finger hinein.


Der junge Held spannte sich kurz an und keuchte. Einen Moment verweilte Keigo so, bewegte den Finger nur hin und her, wรคhrend er weiterhin an Touyas Penis saugte. Er zog seinen Finger beinahe gรคnzlich heraus, nur um gleich darauf den zweiten in ihn zu stoรŸen.


Touya legte seine Arme verschrรคnkt auf sein Gesicht, er wusste nicht wohin mit sich selbst. Immer wieder lieรŸ Keigo seine Finger in ihn hineingleiten, streifte beilรคufig diesen einen Punkt in ihm, wodurch Touyas Glied immer wieder im Mund des Blonden zuckte.


ยปAh! Keigoยซ, entfloh es Touya, als der Schurke โ€“ nun mit Absicht โ€“ gegen die Prostata stieรŸ und den Helden so immer weiter zum Hรถhepunkt trieb. ยปIch will noch nicht โ€ฆยซ, beschwerte sich Touya, als er merkte, wie sein Unterleib sich immer mehr zusammen zog.


Angestrengt versuchte er, den Orgasmus zu unterdrรผcken. Es sollte noch nicht enden. Nach so langer Zeit wollte er es vollends genieรŸen und auskosten. Doch Keigo schien das herzlich wenig zu interessieren und so fรผhrte er auch noch den dritten seiner Finger hinein.


Immer wieder spreizte er sie, um seinen Geliebten zu dehnen und ihn auf das vorzubereiten, was noch folgen wรผrde. Touyas Atem war schnell und flach, vermutlich fehlte nicht mehr viel.


Nun saugte Keigo stรคrker, bewegte seinen Kopf und die Finger schneller. Das Stรถhnen des WeiรŸhaarigen glich nun nur noch einem Wimmern, sein Kรถrper war vรถllig angespannt und als er es kaum noch aushielt, griff er unkoordiniert nach dem blonden Schopf und versuchte den Schurken von sich zu ziehen.


Doch der stieรŸ seine Hand nur von sich und fuhr unbeirrt fort. ยปKeigo hรถr auf, ich komme gleichยซ, presste Touya gerade noch hervor, mehr als das war nicht drin.


Da ertรถnte ein kehliges Kichern, das Touya erschaudern lieรŸ. Ihm war klar, Keigo wรผrde nicht aufhรถren. Touya merkte, wie sich sein Unterleib immer mehr anspannte, bis er es schlieรŸlich nicht mehr aushielt.


Verzweifelt krallte er sich in die Bettdecke, wรคhrend sein Partner ihn weiter trieb und er โ€“ den Namen des Schurken stรถhnend โ€“ in dessen Mund kam. Er fรผhlte sich erleichtert, so schwerelos. Nur nebenbei realisierte er, wie der Schurke seine Finger aus ihm zog und sich erhob.


Da รถffnete er seine Augen und blickte zu ihm hinรผber. Der Blonde leckte sich รผber die Lippen und wischte danach den Rest mit dem Handrรผcken weg, dann setzte er sein typisches Grinsen auf.


ยปVergiss nicht, wir sind noch lange nicht fertigยซ, sagte er und zog sogleich seine eigene Hose hinunter. ยปAlso dreh dich schon mal um.ยซ Touya nickte und befolgte das Gesagte. Mรผhselig raffte er sich auf, doch ehe er sich umdrehen konnte, zog er den Blonden zu sich und kรผsste ihn.


ยปIch liebe dich, Keigoยซ, flรผsterte er gegen die warmen Lippen, worauf sich die Augen des Schurken leicht weiteten und er ihn noch mal an sich zog und kรผsste.

ยปUnd ich dich.ยซ Touya entfernte sich, blickte noch einmal in seine goldenen Augen und lรคchelte. Oh und wie er ihn liebte, alles an ihm. ยปJetzt dreh dich um.ยซ


Wรคhrend Touya sich seiner Hose gรคnzlich entledigte und sich von Keigo abwandte, nahm er die Tube zur Hand und verteilte erneut einen Teil des Inhalts โ€“ dieses Mal jedoch auf seiner aufrecht stehenden Erregung.


Touya stรผtzte sich an den Armen ab und streckte Keigo seinen Hintern entgegen. Wartend warf er einen Blick zurรผck und betrachtete den Schurken, als dieser sich direkt hinter ihm platziert hatte und seinen Penis an seinen Eingang legte.


Touya wandte den Blick wieder ab, holte tief Luft und drรผckte Keigo seinen Hintern entgegen. Ohne zu zรถgern glitt der Schurke mit einer einzigen und flieรŸenden Bewegung in ihn hinein. Sein Stรถhnen erklang tief und kehlig, als sich Touyas Muskeln um ihn herum zusammenzogen.


ยปAlles gut?ยซ, fragte er und strich dabei sanft รผber den Rรผcken von Touya, damit er sich entspannte. Es schien zu funktionieren, denn wenig spรคter wich die Anspannung.


ยปAlles bestensยซ, murrte Touya als Antwort und sein Oberkรถrper sackte hinab, wodurch er seinen Kopf in das Kissen drรผcken konnte. Tief einatmend und mit beiden Hรคnden an der blassen Hรผfte, begann Keigo sich zu bewegen.


Langsam, um das alles besser genieรŸen zu kรถnnen und jeden Moment auszukosten, den er mit Touya hatte; der ihm in dieser Nacht noch blieb. Wer wusste schlieรŸlich, wie es hiernach weitergehen wรผrde.


ยปDu bist so eng, sag mir nicht, dass du seit unserem letzten Mal keinen mehr rangelassen hastยซ, lachte Keigo und hoffte dabei tatsรคchlich, dass niemand anderes diesen Mann, seinen Mann, berรผhrt hatte.


ยปSei still, frag nicht so dรคmlichยซ, knurrte der Held. Natรผrlich gab es da niemanden. Seit ihre Wege sich damals getrennt hatten, hatte Touya sich in seine Arbeit und in die Ausbildung von Tenko gestรผrzt. Er hatte sich damit ablenken und vergessen wollen. Da war kein Platz fรผr jemand anderen.


ยปGut. Denn weiรŸt du, Touya, du gehรถrst nur mirยซ, antwortete Keigo mit verborgener Erleichterung und beschleunigte seine Bewegung, stieรŸ hรคrter zu. Niemals wรผrde er zulassen kรถnnen, dass ein anderer Hand an den Flammenhelden legt.


Er gehรถrte ihm, vor allem aber zu ihm. Niemand hatte das Recht, ihn so zu berรผhren, wie er es tat, fรผr Touya wรผrde er jeden tรถten, auch wenn ihm bewusst war, dass das nicht gerade das war, was der WeiรŸhaarige wollen wรผrde.


Seine zuvor angesammelte Beherrschung verflรผchtigte sich, er packte Touya grober an und stieรŸ einfach ohne Rรผcksicht in ihn. Etwas, was der Held kannte und eigentlich gewohnt war, aber vor allem etwas, das er liebte.


Diese Dominanz, die der Schurke ausรผbte und seine grobe Art. Nur bei ihm konnte Touya abschalten und einfach er selbst sein. Unabhรคngig von Rang und Status.


ยปFuckยซ, knurrte Keigo und zog seinen Partner an sich, schlang seine Arme fest um ihn und kรผsste ihn am Nacken. ยปIch komme gleich โ€ฆยซ Immer wieder keuchte Keigo an Touyas Ohr.


Die blasse Hand fuhr zu den blonden Haaren und verhakte sich darin. Er brauchte unbedingt etwas mehr Halt, so hemmungslos wie der Schurke in ihn stieรŸ. Ihm war heiรŸ und der SchweiรŸ lief ihm รผber die Stirn. Seine weiรŸen Haaren klebten unangenehm an ihr, weshalb er sie einfach zur Seite wischte.


ยปTouyaยซ, stรถhnte der Blonde und biss in die weiche Haut an seinem Hals. Es schmerzte und wรผrde vermutlich ein sichtbares Mal hinterlassen, doch was scherte es ihn schon.


Keigos Bewegungen waren nicht mehr so koordiniert und sein Griff wurde fester, dann lehnte er seine Stirn an Touyas Schulter. Wenige Sekunden spรคter drรผckte er sich ein letztes Mal in seinen Partner, stรถhnend ergoss er sich in ihm und verharrte so.


Sein Atem war schwer und sein Penis zuckte immer wieder in Touyas Inneren. Unfรคhig etwas zu tun oder zu sagen, blieben sie in dieser Position, bis Keigo sich schlussendlich aus ihm herauszog und den Griff lockerte.


Touya sackte zusammen und fiel vorne รผber in die Kissen, die Arme und Beine von sich gestreckt. Er hรคtte so einschlafen kรถnnen, wรคre da nicht noch etwas, eine Pflicht undโ€ฆ Tenko!


Er hatte den Blauhaarigen vรถllig vergessen! Schnell fuhr er herum und erntete dabei einen verwirrten Blick von Keigo, der sich gerade zu ihm legen wollte.


ยปWas ist los?ยซ

ยปIch habe Tenko vรถllig vergessen und die scheiรŸ Nachtpatrouille. ScheiรŸeยซ, fluchte er und war gerade dabei, aufzustehen um sich wieder anzuziehen โ€“ doch Keigo hielt ihn auf. ยปWas wird das Keigo?ยซ


Der Blonde lachte und zog Touya wieder zu sich. Als wรผrde er ihn jetzt schon gehen lassen.

ยปMach dir keine Sorgen, Tenko schlรคft nebenan und drauรŸen wird ohnehin nichts los seinยซ, summte er als Antwort und schmiegte sich an den Helden.


ยปBleib noch etwas.ยซ Widerwillig lieรŸ sich der WeiรŸhaarige wieder auf das Bett sinken. Es war eben immer das gleiche mit diesem Mann.