Prolog
Ich rannte. Rannte, und kam kaum vorwärts, doch ich wusste, ein aufgeben gab es nicht, also biss ich die Zähne zusammen, und rannte weiter um mein Leben, immer weiter. Bäume flogen an mir vorbei, ein einzelner Hase sprang vor mir aus dem Gebüsch, und verschwand sofort wieder. Meine Lunge brannte, aber ich konnte nicht stoppen, denn die Jäger, die hinter mir her waren, trachteten um mein Leben. Es waren nur noch ein paar Hundert Meter, ich konnte das Dach vom Häuschen des Unterschlupfes schon sehen, also verschnellerte ich mein Tempo noch einmal, und legte einen Endspurt hin. Auf einmal hörte ich laute Hörner durch den Wald schallen. Bliesen sie zum Rückzug? Gaben sie auf? Ich hoffte es, denn obwohl ich wusste, das mich jetzt nurnoch wenige Meter vom sicheren Haus trennten, konnte immer noch alles mögliche passieren. Vor mir lag die große Eiche, ich wich geschickt einer Wurzel aus, und sprang über eine andere, während ich mich im Flug kurz umschaute, um zu sehen, wo meine Verfolger waren. Das wurde zu meinem Verhängnis, denn ich kam zwar sanft auf, aber das schlimmste an der Sache war, dass ich den Pfeil dierekt auf mich zufliegen sah. Und das ließ mich nicht kalt. Ich versuchte noch, mich wegzudrehen, doch es war unmöglich. Der Pfeil traf meine Schulter, und mit einem Ächzen ging ich zu Boden. Der letzte Gedanke, der durch meinen Kopf schoss, bevor alles schwarz wurde war: Zu Langsam, einfach nur zu langsam.