Selfies mit Zombies

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Summary

Wie wäre unser Leben wohl verlaufen wenn es sie nicht gegeben hätte? Würde ich dann noch zur Schule gehen? Oder schon Arbeit? Alleine leben oder sogar schon eine Familie haben? Diese Fragen stelle sich Jombi in letzter Zeit oft. Schließlich hätte er es gerne gewusst. Aber eine Zombie Apokalypse musste ihn ja dazwischen funken. Obwohl er es sich so sehr gewünscht hatte.

Status
Ongoing
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
18+

Wie alles begann

Wie wäre unser Leben wohl verlaufen wenn es sie nicht gegeben hätte? Würde ich dann noch zur Schule gehen? Oder schon zur Arbeit? Alleine leben oder sogar schon eine Familie haben? Diese Fragen stelle ich mir oft. Doch im Grunde ist es mir egal. Schließlich hab ich mich mit der Zombie Apokalypse die vor 3 Jahren ausgebrochen war abgefunden. Ich glaubte weder an Heilung noch ein einen Gott der uns bestraft für das was wir unsere Erde antun. Und noch viel weniger glaubte ich daran noch Menschen in dieser toten und zerstörten Welt zu finden. Also könnt ihr mir glaube wie überrascht ich war als ich tatsächlich auf ein Militär Mitglied traf! Aber mal ganz von vorne:


Vor 3 Jahren hatte ich ziemlich viel Stress mit der Schule und auch mit meinen Eltern. Sie sagten, ich sollte aufhören mich wie ein Kind zu benehmen und erwachsen werden. Doch ich war noch lange nicht bereit dafür. Ich spielte immer noch gerne Videospiele und las auch immer noch gern Comics und Manga. Außerdem wusste ich nicht was erwachsen werden bedeuten sollte. Vor allem nicht wenn ein neues Zombie Videospiel auf den Markt kam und ich es unbedingt haben musste!


Vor 3 Jahren:


,,Ich muss dieses Spiel haben!", schrie ich ins Telefon was ich mit aller Kraft fest hielt. Maik seufzte am anderen Ende der Leitung. ,,Dein Ernst Jombi? Das soll doch echt mies sein". ,,Glaub ich nicht! Ein Spiel was ,,Selfies mit Zombies" heißt muss doch cool sein!", widersprach ich ihm und freute mich auf das Spiel. Und auch wenn es mies sein sollte werde ich es lieben! Ich interessiere mich nämlich schon echt lange für Zombies oder ähnliches. Was man von meinem Freund Maik nicht behaupten konnte. Er war mehr der ,,Ich interessiere mich nur für reale Dinge"-Typ. Manchmal hätte ich mir wirklich gerne eine Zombie Apokalypse gewünscht um ihn zu zeigen das, das spielen von Zombie Spielen und das schauen von Filmen keine Zeitverschwendung war.


,,Mir egal was du machst. Sag mir lieber mal ob du schon weißt wo du nach der Oberschule hin willst". Ich zuckte sofort zusammen und spürte ein leichtes ziehen in der Brust. Stimmt! Nur noch 3 Monate und die Oberschule ist für mich vorbei. Und danach muss ich ins Erwachsenen Leben einsteigen. Heißt für mich ich muss mir überlegen was ich werden will. Einen Führerschein muss ich auch noch Beantragen und dafür lernen. Ich schüttelte schnell den Kopf. ,,Ach was! Das dauert doch noch 3 Monate!", sagte ich und legte mich aufs Bett. ,,Und in diesen 3 Monaten hab ich genug zu tun". ,,Ach ja? Was denn?". Ich grinste. ,, ,,Selfies mit Zombies" durchspielen und dann noch das Spiel ,,Run Zombie Run!" Wo du der Zombie bist und von den Leuten wegrennen musst die dich töten wollen!", erklärte ich ihm und freute mich mit einem mal riesig. Schließlich ist es irgendwann auch echt langweilig immer nur Zombies zu töten. Selber einer zu sein stell ich mir echt cool vor! ,,Oh man Jombi! Du gehst mir auf den Sack!", schrie mich Maik an und legte auf.


Verwirrt lauschte ich den tuten des Telefons und drückte schließlich auch auf den Auflege Knopf. Ich verstand nicht warum er aufgelegt hatte. Schließlich weiß er doch wie ich ticke und weiß auch das ich ungern über mein Leben nachdenke. Schließlich hatte ich schon immer Angst vor neuen Sachen und hasste es wenn Leute über ihr ach so tolles Leben reden. Sie geben richtig damit an. Aber wenn ich von meinen Siegen in Pflanzen vs Zombies rede sehen mich alle nur dumm an.


,,Jombi! Komm sofort runter!", hörte ich plötzlich meinen Vater rufen. Am Klang seiner Stimme konnte ich schon hören das es gleich Ärger gibt. Und ich konnte mir auch schon denken worum es ging. Ich stand seufzend auf und lief runter in die Küche wo mein Vater und meine Mutter am Tisch saßen. Ihre Blicke schienen mich zu durchbohren. Schnell räusperte ich mich. ,,Ähm...was gibt es?". ,,Was es gibt? Was es gibt?". Merkt euch eine Sache: sollten die Eltern 2 mal hintereinander den gleichen Satz sagen, seit ihr am Arsch! So wie ich. Mein Vater legte nämlich einen Brief auf den Tisch. An der Adresse konnte ich sehen das er von meiner Schule war. Ich musste schlucken und spürte plötzlich wie ich etwas anfing zu zittern. ,,Das ist ein Brief von deiner Schule. Darin steht das deine Noten...". Er brach ab und schlug mit der Hand auf den Tisch. Das Geräusch ließ mich am ganze Körper zusammen zucken. Sofort sah ich in sein Gesicht. In seine Augen die mich wütend ansahen. ,,Deine Noten sind unterirdisch! Wenn du so weiter machst kannst du die Uni vergessen!".


Plötzlich wurde ich sauer. Ich wusste nicht warum ich plötzlich so wütend war und ihm am liebsten eine geklatscht hätte. Meine Hände ballten sich zu Fäusten und ich sah meinen Vater tief in die Augen. ,,Wer sagt denn das ich zur Uni gehe will!? Und überhaupt: wenn es eh bald zu einer Zombie Apokalypse kommt, lohnt sich das eh ni..."


~Klatsch!~


Mit einem mal sah ich kleine Sterne vor meinen Augen tanzen und spürte einen stechenden Schmerz im Gesicht. Ich brauchte eine Weile um zu verstehen das mein Vater mich hier gerade eine Ohrfeige gegeben hatte. Fassungslos sah ich zu ihm auf. Auch meine Mutter stand vom Tisch auf und sah meinen Vater erschrocken an. ,,Schatz...", fing sie an. Doch mein Vater brachte sie mit seiner lauten Stimme zum schweigen. ,,Hör auf mit diesen Zombie Scheiß! Es gibt keine und es wird sie auch nie geben!". Wieder spürte ich die Wut in mir hochkommen. ,,Woher willst du das wissen!?", schrie ich ihn an. ,,Eines Tages kommen sie. Und weißt du was mir dann Spaß machen wird!?". Ich biss mir auf meine Lippen um nicht in Tränen auszubrechen. ,,Dich einen Zombie zum Fraß vorwerfen! Das wird ein Spaß für mich sein!". Ich drehte mich um und rannte so schnell ich konnte aus der Küche und aus dem Haus.


,,Man alter geht mein Vater mir auf den Sack!", schrie ich den Fernseher an und erschoss noch einen von diesen Zombies um meinen Freund Johannes zu retten. ,,Wow! Danke fürs retten", sagte er und holte seine Schrotflinte raus. Ich verdrehte die Augen. ,,Du weißt schon das man bei so vielen keine Pistole benutzen sollte. Nimm lieber dein Hypnose Stab". ,,Aber der hat mich 1000 Dollar gekostet!". Ich sah ihn fassungslos an. ,,Willst du lieber von Hirnlosen Zombies gefressen werden!?", schrie ich ihn an und merkte gar nicht das uns die Zombies schon eingekreist hatten. ,,Oh Scheiße". Schnell wollte ich den Stab aus meinen Inventar holen. Doch zu spät. Die Zombies waren dabei uns zu fressen. ,,Oh man", stöhnte mein Freund und warf den Kontroller auf den Boden. ,,Ich dachte wir schaffen es diesmal". Ich verdrehte meine Augen und stand vom Boden auf. Nicht mal eine Runde Zombie Vs Humans half mir wieder etwas glücklicher zu werden. Aber nach Hause wollte ich jetzt auch noch nicht. Stattdessen legte ich mich auf das große Sofa, das in Johannes Zimmer stand und sah an die Decke.


,,Ich frage mich wie man das Leven schaffen kann", überlegte er während er seine Konsole ausmachte. Ich seufzte. ,,Benutze beim nächsten mal einfach den Hypnose Stab und du bist sicher", riet ich ihm und sah weiter zur Decke. Ich fragte mich echt ob Johannes jemals eine Zombie Apokalypse überleben würde. Bei ihm wäre es echt tragisch wenn ich ihn an einen dieser Untoten verlieren würde. Schließlich ist er der einzige der mich versteht und auch der einzige der mir was bedeutet. Ich kenne ihn schon seit Jahren. Noch nie hatte ich jemanden so nah an mich heran gelassen wie ihn. Ihn zu verlieren würde mich glaub ich total fertig machen. ,,Manchmal ist es doch gut das es keine Zombies gibt", überlegte ich. Erst jetzt merkte ich das Johannes mich mit einen grinsen im Gesicht ansah. ,,Was ist los?", fragte ich ihn verwirrt. Johannes grinsen wurde noch etwas breiter als er hinter seinen Rücken ein kleines eingepacktes Geschenk hervor holte und es mir unter die Nase hielt. ,,Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Jombi".


Verwundert blickte ich auf das Geschenk und dann auf meinen Freund. ,,Äh...was?". ,,Du hast doch morgen Geburtstag. Und da du heute schon gekommen bist dachte ich ich kann es dir heute schon geben", erklärte Johannes und reichte mir das Geschenk. Ich seufzte. ,,Johannes...danke...aber ich wollte doch nicht daran erinnert werden das ich schon 18 bin...", sagte ich. Johannes winkte ab. ,,Ach was. Das bleibt unter uns das ich dir was schenke". Er setzte sich zu mir aus Sofa und sah mich weiter grinsen an. ,,Mach es auf! Ich bin sicher es gefällt dir". Mein Blick fiel auf das Geschenk was er mit einem Zombie Geschenkpapier eingepackt hatte. Ich musste kurz lachen. ,,Er kennt mich eben". Langsam fing ich an das Geschenk auszupacken.


,,Nicht dein Ernst!!", rief ich aus als ich das Geschenk ausgepackt hatte und nicht glauben wollte was ich dort sah. ,,Du hast "Selfies mit Zombies" bekommen!?". Johannes' nickte. ,,Jo. Cool oder? Das ist erst seit 2 Tagen draußen". Überglücklich schlang ich meine Arme um ihn und drückte ihn an mich. ,,Danke Johannes! Du bist der Beste!", schrie ich. Mein Freund nickte. ,,So bin ich halt". Schnell ließ ich ihn los und lief auf seine Konsole zu. ,,Lass uns das Spiel jetzt sofort zocken!". ,,Gut. Ich geh runter und hol was zu trinken und was zu Essen", sagte Johannes und verschwand aus seinen Zimmer. ,,Bring mir diese Augen mit Füllung mit!", rief ich ihm hinterher als ich mir den Kontroller schnappte.


Doch bevor ich mich dem Spiel widmen konnte klingelte mein Handy. Stöhnend nahm ich es mir und sah sofort das es Mom war die mich hier anrufen wollte. Ich verdrehte die Augen. ,,Ich gehe garantiert jetzt nicht nach Hause", dachte ich und wollte es klingeln lassen. Doch...keine Ahnung. Ich konnte es nicht. Bei meinem Vater hätte ich es klingeln gelassen. Aber nicht bei Mom. Schließlich hat sie mich ja nicht geschlagen und mich angebrüllt. Also nahm ich nach dem 8 Klingeln ab. ,,Ja? Was ist los Mom?", fragte ich und versuchte nicht total genervt zu klingen. ,,Jombi! Schatz! Wo bist du!?". Erschrocken über ihre laute und auch besorgte Stimme hielt ich das Handy etwas von meinem Ohr fern. ,,Hey Mom nicht so laut. Ich bin bei Johannes". ,,Zum Glück! Ich hab mir schon Sorgen gemacht!". Mütter und ihre Sorge um die Kinder. ,,Alles gut. Ich bleib die Nacht über bei Johannes". Ich sah zur Tür und hoffte das er hoch kam damit wir endlich anfangen könnten zu zocken. Doch er kam nicht. Komisch...sonst brauchte er nicht mal eine Minute.


,,Hör zu Jombi...dein Vater tut es leid das er dich geschlagen hat". Ich stöhnte. ,,Der ist für mich gestorben!", schrie ich ins Handy und wollte auflegen. ,,Jombi! Bitte hör mir zu...". Aufgelegt. Schnell schaltete ich mein Handy aus und warf es aufs Sofa. ,,Man! Warum können die mich nicht in Ruhe lassen!?". Leicht gereizt sah ich zur Zimmertür und hoffte das endlich Johannes kam. Doch er kam immer noch nicht. ,,Hey! Bist du da unten eingeschlafen?", rief ich runter und stand vom Boden auf. Stille. Ich hörte gar nichts. Nicht ein einziges Geräusch. Verunsichert lief ich aus sein Zimmer auf den schmalen Flur. Ein paar Meter entfernt war die Treppe und ich dachte das jeden Moment Johannes zu mir hoch kam. Doch auch das geschah nicht. ,,Johannes? Alter das ist nicht witzig", sagte ich und merkte das ich leiser wurde. Langsam breitete sich Angst in mir aus. ,,Warum antwortete er nicht?", fragte er mich und lief auf die Treppe zu. Vorsichtig riskierte ich einen Blick nach unten und zuckte am ganze Körper zusammen als ich eine schwarze Gestalt auf der Treppe zu mir hochkommen sah. Ich musste schlucken. ,,Jo...Johannes?", fragte ich und merkte plötzlich das ich flüsterte. ,,Bist...bist du das?".


,,Na klar bin ich das. Wer soll es sonst sein?". Johannes kam zu mir hoch und hielt mir eine Tüte mit den gefüllten Augen hin. ,,Hier. Die wolltest du doch. Oder?". Erleichtert atmete ich aus und boxte ihn. ,,Alter! Sag doch was wenn ich nach dir rufe!". Johannes sah mich verdutzt an. ,,Du hast mich gerufen? Sorry. Ich...". Er hielt inne und sah nach unten. ,,Ich hab etwas im Garten herumlaufen sehen. Doch jetzt ist es wohl weg". ,,Etwas im Garten?", fragte ich und sah die Treppe hinunter. Johannes nickte. ,,Ja. Aber war bestimmt nur eine Katze". Mein Blick blieb weiter auf der Treppe ruhen. Dann musste ich grinsen. ,,Hey! Lass uns nachsehen!", schlug ich vor und lief an ihm vorbei die Treppe runter. ,,Hä...warum denn?". Am Treppenende sah ich zu ihm auf. ,,Komm schon Johannes. Wenn es nur eine Katze ist brauchst du keine Angst haben". Mein Freund wirkte plötzlich total ängstlich. ,,Kö...können wir nicht einfach zurück ins Zimmer und das Spiel zocken?". Ich schüttelte den Kopf und lief los ins Wohnzimmer. Die großen Fenster, die mit einen durchsichtigen Vorhang bedeckt waren, wirkten riesig als ich ins Wohnzimmer lief. ,,Ich frage mich wieso man so was hat". Ich lief zu dem Fenster und wollte die Vorhänge wegziehen. Doch plötzlich hörte ich hinter mir jemanden atmen. Meine Nackenhaare stellten sich auf und mir lief ein eiskalter Schauer über den Rücken.


Mir wurde aber schnell klar das es Johannes war der Angst hatte. Er hielt sich an meinen Schultern fest und zitterte leicht. ,,Keine Sorge. Du sagtest doch es sei eine...". Ich verstummte als ich ein Geräusch aus dem Garten ganz in der Nähe der Fenster hörte. Johannes's Griff um meine Schulter verstärkte sich mit einen mal. ,,Was...was war das?". Ich zuckte nur mit den Schultern. Vorsichtig bewegte sich meine Hand zum Fenstergriff um es zu öffnen. Doch Johannes hielt mich zurück. ,,Nein...lass uns einfach die Polizei anrufen". ,,Wegen eine Katze?", fragte ich ihn und öffnete das Fenster.


Langsam steckte ich meinen Kopf aus der Tür und sah mich um. Der Garten lag still im Mondschein. Kein Anzeichen auf irgendeine Katze oder...,,Hey! Da ist jemand!", rief ich und trat aus dem Haus hinaus auf die Terrasse. Mitten auf den Rasen lief eine schwarze Gestalt umher. Und sie...sie bewegte sich komisch. Fast so wie ein Roboter der einen Kurzschluss hatte. Ich musste grinsen. ,,Wir haben einen Alemetronic im Garten", sagte ich und drehte mich zu Johannes um der immer noch im Haus war. Sein Gesicht zeigte das er immer noch große Angst hatte. Aber...warum? Im schlimmsten Fall ist es ein Einbrecher oder ein...ein Mörder! Mit einem mal fühlte ich die Angst in mir aufsteigen. Daran hatte ich ja gar nicht gedacht!


Schnell drehte ich mich zu dieser Gestalt um die immer noch an der gleichen Stelle stand. Ich musste schlucken. ,,Viel...vielleicht sollten wir doch die Polizei rufen", flüsterte ich Johannes zu und bewegte mich langsam auf ihn zu. Doch das schien der Gestalt wohl nicht so zur gefallen. Mit einen lauten Geräusch was sich an knackende Knochen erinnert drehte sie seinen Kopf zu uns und starrte mich an. Mit...mit diesen roten Augen. Diese Augen die mich versteinern ließen. Diese Augen die mich zwingten weiter in sie zu starren. Ohne zu blinzeln. Ohne zu atmen.


Und mit einem mal kam diese Gestalt auf mich zu. Sie gab laute stöhnende Geräusche von sich als sie mir näher kam. ,,Beweg dich Jombi!", halte eine Stimme durch meinen Kopf. ,,Los!". Doch egal wie laut sie auch war. Ich konnte ihr nicht folge leisten. ,,Jombi!", hörte ich die Stimme von Johannes ganz weit entfernt von mir. ,,Jombi! Renn!". Die Gestalt kam immer näher. So nah das mir plötzlich ihr Geruch in die Nase stieg. Es roch nach Verwesung und Blut und ich bekam Tränen in den Augen.


Mit einem mal hatte ich wieder die Kontrolle über meinen Körper. So schnell es meine Beine zuließen drehte ich mich um und fing an zu rennen! Es waren vielleicht nur 2 Sekunden bis ich wieder im Haus war und Johannes die Tür hinter mir schloss. Doch für mich fühlte es sich an wie Stunden! ,,Was...was war das gerade?", fragte ich Johannes und atmete immer schneller die warme Wohnzimmer Luft ein. Johannes zitterte am ganze Körper als er mich ansah. ,,Ich...ich weiß ni...". Ein lautes Klopfen an die Fensterscheibe ließ ihn aufschrecken. Automatisch sahen wir beide zur Scheibe und spürten beide wie uns ein eiskalter Schauer über den Rücken lief. Denn als wir die Gestalt erkennten die uns von der Scheibe aus ansah, mit diesen roten Augen und diesem Gesicht was an einigen Stellen zu zerfallen schien, wusste ich das mein Wunsch den ich so oft geäußert hatte wahr geworden war.