A Lycaner Story

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Summary

Clara's ganzes Leben ist geprägt von Erniedrigung, respektloses Verhalten und Ignoranz. Warum? Nur weil sie sich nicht wie die anderen in einen Wolf verwandeln kann? Sie hasst diese Tatsache. Sie hasst sich dafür. Aber es ist nicht das Schlimmste in ihrem Leben. Nein, was das Schlimmmste ist, ist das jederzeit ein Krieg wegen ihres Alphas ausbrechen könnte. Ihre Furcht ist enorm, denn es wäre ein Krieg gegen die Lykaner. Ein Krieg, in dem ihr ganzes Rudel einfach vernichtet werden würde..... Eines Tages holt diese Furcht Clara ein. Der Krieg steht vor der Tür aber nicht nur er, sondern auch ihr Seelenverwander.

Genre
Fantasy
Author
Amy
Status
Complete
Chapters
51
Rating
4.7 32 reviews
Age Rating
16+

1

Clara

"Verschwinde!" Und eine weitere Tür die mir vor der Nase zugeschlagen wird.

Toll.....

Stöhne ich innerlich auf und gehe mit gesenkten Blick in Richtung Wald. Es gibt jetzt nur einen Ort, an dem ich sein will.

Eine weitere, kalte Absage auf meine Bitte hin, mich zu trainieren. Ich habe mittlerweile alle Ausbilderfamilien abgeklappert.

Jetzt wo ich 18 bin, kann sogar jemand wie ich endlich anfangen das Kämpfen zu erlernen.

Warum behandeln sie mich so?! Was habe ich ihnen je getan! Ich kann mich doch nur nicht in meine Wölfin verwandeln.

Sonst bin ich in Allem genauso gut wie die anderen meines Rudels!

Argh....

An meinem Lieblingsort angekommen, lasse ich mich ins weiche Moos sinken und schließe meine Augen.

Diese Lichtung, mit dem dadurch fließenden Fluss und den atemberaubenden Bäumen und Blumen, hat mir schon immer innerlichen Seelenfrieden gebracht.

Ermüdet, von all den Jahren in denen ich immer nur abgelehnt, gedemüdigt, schikaniert und angeschrien wurde, seufze ich erschöpft aus und lausche dem Wasser.

Ich wünschte ich wäre wie alle anderen und nicht so ein Freak....

Die Müdigkeit übermahnt mich mit der Zeit und da ich eh nicht vermisst werden würde, beschließe ich mich der Schläfrigkeit hinzugeben.

....

....

....

"*Knacks*"

Hmm? Was war das?

"*Knacks..... Knacks*"

Nervös und neugierig, was es sein könnte, was die Äste dazu bringt, zu Brechen, öffne ich meine Augen und setze mich auf.

Etwas stimmt nicht.

Das Gezwitscher der Vögel, die Atemgeräusche der anderen Tiere, alles, einfach alles ist fort und verstummt.

"Ist hier jemand?" Meine ängstliche Stimme schallt durch die verstummte Lichtung und mein Puls beginnt zu rasen.

Clara beruhig dich! Du steigerst dich da nur rein...

Zittrig stehe ich auf und mustere meine Umgebung. Nichts. Ich sehe und höre absolut gar nichts.

Ich sollte einfach zurück gehen und vorsichtshalber Bescheid geben. "Seltsam..." murmel ich auf meinem Rückweg zum Rudelzentrum, wo ich mich anschließend auf direktem Weg zum Alphahaus begebe.

Ich atme tief durch und nehme den Mut zusammen um zu klopfen. Eine Sekunde lang geschieht nichts, dann kann ich aus dem Inneren des prächtigen Hauses Schritte hören.

In einem kraftvollen Schwung öffnet der Alpha höchstpersönlich die Tür und blickt sauer und abwärten auf mich hinab.

"Was?!" Bei seinem schroffen Ton zucke ich zusammen und offenbahre ihm sofort meine Kehle als Zeichen der Unterwerfung.

"E-es ist etwas k-komisch im Wald... K-könnten sie jemand pa-patroulieren lassen?" Keine Antwort. Oder doch?

Das Einzige was ich zurück bekomme ist ein erzürntes Schnauben und eine zugeschlagene Tür.

Was nun?

Ich kann nichts ausrichten. Verdammt! Ich hasse es! Ich hasse mich! Wieso habe ich keine Wölfin?!

Nervös und aufgescheucht wie ein Reh im Lampenlicht bahne ich mir einen Weg durch das belebte Rudelzentrum zu meinem Unterschlupf und gebe das Beste, wie sonst auch, den von Ekel getränkten Blicken auszuweichen.






5 Stunden später

Müde und immer noch nervös wegen dem heutigen Nachmittag fahre ich mit meinen Fingern durch mein braunes, langes und welliges Haar, während ich in den an der Wand meines Schlafzimmers angebrachten kaputten Spiegel blicke.

Bevor ich das Licht ausknipse und auf mein abgelegenes Bett krabbel, spähe ich noch einmal durchs Fenster und stelle zu meinem Glück fest, dass immer noch nichts Bedrohliches zu sehen und wahrzunehmen ist.

Du hast es dir wiklich nur eingebildet Clara. Jetzt geh endlich schlafen.

Mit diesen Worten ermahne ich mich selbst und lasse meinen Worten Taten folgen.

Es dauert auch nicht lang bis die Dunkelheit mich verschlingt und ich wieder in einem dieser endlosen Träume lande.

"Iff! Angriff! Hilfe! Ahhhh!"

"Lykaner! Rennt!"

"Hilfe! Bitte! Bitte ni-"

Mehrere von Schmerz und Angst begleitete Schreie reißen mich aus meinem Schlaf und ein Blick aus dem Fenster lässt mein Herz kurz stehen bleiben und dann schneller als je zurvor schlagen.

Alles steht in Flammen und Lykaner die meine Rudelmitglieder niedermetzeln befinden sich in meinem Blickfeld.

Meine Träume sind zur Realität geworden......