RYDER VALEN: Wrath of the Forsaken Alpha

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Summary

Ryder Valen, ein gnadenloser Alpha-Werwolf, ist auf einer verfluchten Insel gefangen – ein Jäger, der jeden Eindringling blutig zerreißt. Doch als Hira Hayes, von düsteren Visionen getrieben, die Insel betritt, erwacht etwas Ungezähmtes und Gefährliches in ihm. Ihr Duft, ihr Herzschlag – sie sind wie Gift und Verlangen zugleich. Ryder spürt, dass Hira mehr als nur Beute ist; sie könnte sein Ende oder seine einzige Erlösung sein. Die Jagd beginnt, und in diesem tödlichen Spiel steht mehr auf dem Spiel als Leben und Tod – es geht um das Überleben ihrer Seelen.

Status
Complete
Chapters
20
Rating
4.7 18 reviews
Age Rating
18+

PROLOG


Die Luft ist dick von Eisen, der Geschmack des Blutes liegt wie eine Berührung auf Ryders Zunge, salzig und warm. Unter ihm windet sich ein Körper, zuckt in Todesangst, doch Ryders Griff ist unerbittlich – wie das Raubtier, das er ist, treibt er seine Klauen tief in das Fleisch, spürt, wie Muskeln und Sehnen nachgeben, wie Knochen splittern. Ein leises, klägliches Röcheln dringt aus der Kehle seines Opfers, ein Geräusch, das für ihn nichts weiter als ein schwaches Echo von Leben ist, das gleich erlöschen wird.

Ryder sieht hinab auf das Wesen unter ihm, sein Blick wie Feuer und Eis zugleich. Sein Gesicht ist eine Maske, nur die Augen flackern, leuchten wie Kohlen in der Dunkelheit. Für ihn bedeutet dieses Spiel nichts. Keine Freude, keine Genugtuung – nur die Befriedigung eines uralten Instinkts. Er ist ein Jäger, gefangen auf diesem verfluchten Stück Erde, verbannt und hungrig nach Blut. Es ist alles, was ihm bleibt, das Einzige, was ihn noch lebendig hält in dieser endlosen Einsamkeit. Und doch – nichts davon gibt ihm Befriedigung. Es ist eine leere Jagd, ein endloser Tanz um das Nichts.

Das Röcheln wird schwächer, die Zuckungen erlöschen, und Ryder lässt das verstümmelte Bündel Fleisch achtlos auf den Boden fallen. Er wischt sich das Blut von den Händen, fast mechanisch, doch das dämonische Glitzern in seinen Augen bleibt. Er kann es spüren – die Dunkelheit in ihm, wie sie pocht und zerrt, nach mehr verlangt. Doch hier gibt es nichts, niemanden, der seinen Durst stillen könnte. Er ist gefangen, in dieser Ödnis, in dieser Hölle aus Finsternis, Tag für Tag gezwungen, gegen die Leere in sich zu kämpfen.

Ein Knurren grollt in seiner Kehle, tief und bedrohlich, ein lautloser Fluch gegen den Himmel, gegen die Erde, gegen das Schicksal, das ihn verdammt hat. Ryder Valen, der Alpha, der Krieger, der Mann, der einst vor Kraft und Freiheit strotzte – nun eine Kreatur, die nur noch tötet, um das Vergehen der Zeit zu fühlen. Es ist eine grausame Ironie, dass der Tod ihm Gesellschaft leistet, wo doch das Leben ihm verwehrt bleibt.

Doch in dieser Nacht ist etwas anders. Ein Hauch, kaum mehr als ein leises Kribbeln in der Luft, erreicht ihn. Ein Geruch, der so fremd ist, dass er erstarrt. Menschlich – aber anders, stärker, und doch zart, beinahe flüchtig. Seine Nackenhaare stellen sich auf, ein seltsames Prickeln durchfährt ihn. Es ist wie ein Ruf, ein Schrei, der aus den Tiefen seiner Verdammnis zu ihm dringt und in ihm widerhallt. Eine Seele hat sich auf seine Insel gewagt, eine, die ihn auf unerklärliche Weise trifft, die ihn reizt und zugleich entfacht.

Ein neues Beutetier? Vielleicht. Doch etwas Dunkleres, etwas, das tiefer in ihm verborgen ist, ahnt, dass dies kein gewöhnliches Opfer ist. Sie ist anders. Diese Fremde, dieser Duft – wie ein Fluch, der seinen Fluch durchdringt.

Ein bedrohliches Lächeln legt sich auf seine Lippen, ein Grinsen, das nur Dunkelheit kennt. Er hat geschworen, jeden, der diesen Ort betritt, zu zerreißen, zu zerfetzen, bis kein Atemzug mehr in seinen Lungen ist. Und diese Seele wird keine Ausnahme sein.

Er wird sie finden, sie jagen, und sie wird seine Dunkelheit zu spüren bekommen.