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Der Wächter

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Summary

Das Wachpersonal einer reichen Familie sollte alle Gefahren die der Familie drohen könnte ausschalten können und die zu beschützenden Personen Sicherheit bieten. Egal ob dieses Wachpersonal dafür ihr Leben ließ oder nicht. Jedenfalls waren das die Worte von Lilly‘s Vater. Für sie waren das nur weitere Wächter die sie in diesem Käfig gefangen hielten. Ihr Vater legte viel Wert auf fähiges Personal, doch als sie unter dem Wachen einen Mann entdecktet der verletzt zu sein schien, wird ihr Interesse geweckt. Warum sollte er diesen Mann einstellen? Lilly konnte nicht ahnen in was für ein Chaos dieser Mann sie stürzen würde.

Status
Complete
Chapters
28
Rating
5.0 (1 review)
Age Rating
18+

Kapite 1

Ist es nicht der Traum jedes Mädchens einmal geliebt zu werden. Wunderschön zu sein, beliebt, begehrt mit dem perfekten Mann an der Seite. Einige der Dinge schien Lilly schon zu besitzen. Sie war jung, soweit sie es beurteilen konnte akzeptabel vom Aussehen und stand mit beiden Beinen im Leben. Man konnte sagen, dass sie alles erreicht hatte, dass man mit 25 Jahren erreichen konnte. Wirtschaftliche auf jeden Fall. Im privat Leben? Naja.

Seufzend nahm sie noch einen Bissen von ihrem Brötchen. Es war einer dieser Tage an dem ihr Vater ihr und ihrer Schwester befohlen hatte nach Hause zu kommen um gemeinsam zu Frühstücken. Auch ihr Schwager saß mit am Tisch und unterhielt sich angeregt mit ihrem Vater. Die beiden verstanden sich gut und irgendwann, würde er auch sein Geschäft übernehmen. Er würde einer der mächtigsten Männer in der Weltwirtschaft werden. Ein Grund weshalb Langezeit sie und ihre Schwester in dem riesigen Anwesen eingeschlossen wurde. Solang bis ihre ältere Schwester ihren Mann gefunden hatte, der des Familiennamen Stahl würde war.

Eigentlich musste sie ihrem Schwager also dankbar sein, dass er ihr diese Freiheit geschenkt hatte. Es war keine einfache Zeit, aber in gewisser weise hatte sie die enge Zeit bei der Familie genossen. Vielleicht war es auch nur Einbildung, da sie jetzt so viel Zeit allein verbracht hatte.

Ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie ihre Schwester beobachte, als diese über ihren runden Bauch strich. Sie war schwanger und die gesamte Familie deshalb in Aufregung. Ihr Vater hatte bereits angefangen das alte Kinderzimmer zu renovieren und weiteres Sicherheitspersonal einzustellen. Nichts soll den Nachfolger der Familie je zustoßen.

„Was macht die Arbeit?“, fragte sie ihre Schwester. Seit 3 Jahren, also seit der Hochzeit ihrer Schwester durfte sie eine eigene Praxis aufmachen. Eine physiotherapeutische Praxis. Sie liebte ihre Arbeit, auch wenn sie so anders war, als das was ihr Vater sich erhofft hatte. Doch ihre Mutter hatte sich auf ihre Seite gestellt und so ihren Vater umgestimmt. Sie war ihrer Mutter bis heute unendlich dankbar dafür, sie hatte ihr ein ganz normales Leben damit ermöglicht. Weg von dem goldenen Vogelkäfig und weg von einer Heirat eines wohlhabenden Firmenerben.

„Gut. Ich kann mich nicht beschweren. Meine Terminplan ist voll.“, antwortete sie ihrer Schwester. „Wie geht es dir Vanessa? Bald ist es doch soweit.“ sie deutete auf den Bauch der hübschen Blonden. „Die Gänge hier im Haus kommen mir immer länger vor. Jetzt wird es auch langsam Zeit, das der Kleine kommt.“, lachte sie.

„Richtig es ist bald soweit.“, raunte die dunkle Stimme ihres Vaters. Alle Augen lagen nun auf ihm. Es war ein unausgesprochenes Gesetzt, dass wenn ihr Vater sprach alle ruhig sein mussten.

„Ich will das du hier bleibst, bis dein Neffe auf der Welt ist.“, befahl er mit ernster Miene. Lilly konnte nur eine Augenbraue hochziehen. „Vater, ich habe Patienten! Ich muss arbeiten.“, raunte sie zurück. Nur weil er der Oberhaupt der Familie war, hieß es nicht, dass sie all seine Wünsche zu erfüllen hatte. Sie war dafür bekannt, als einiger der Wenigen, die ihrem Vater gerne mal die Stirn boten.

Herausfordernd sah sie ihn an, aber als sie den überlegenen Blick ihres Vaters sah, wurde sie stutzig. „Keine Sorge, alle Patienten wurde bereits verschoben. Bis zur Entbindung hast du Urlaub.“ sagte er ihr, mit einer doch recht amüsierter Stimmlage. Er war ihr also mal wieder zuvorgekommen. Ihr entwich nur ein missbilligtes Geräusch. Jede Diskussion wäre jetzt sinnlos. Ihren Patienten plötzlich wieder zuzusagen, würde komisch wirken.

Sie beschloss ein anderes Mal ihm seine übergriffiges Verhalten heimzuzahlen und begnügte sich lieber mit dem reichlich gedeckten Tisch.

Als sie gerade nach einem Croissant griff, ging die Tür des Esszimmers auf. Es waren die Hauptmänner der Wachen. An sich nichts besonderes. Man war es hier gewohnt das ihr Vater jeden Tag einen Bericht verlangte. Die Sicherheit seiner Familie stand an erster Stelle. Das was sie irritiert war, dass einer der Männer nicht richtig lief. Seine Schritte waren mehr ein Stampfen, kein sanftes abrollen. Ein Außenstehender wäre es sicher nicht aufgefallen, höchstes vielleicht das Geräusch der deutliche auftretenden Stiefel auf dem Mamor.

Warum sollte ihr Vater einen verletzten Söldner anstellen? Neugier, aber trotzdem bedacht nicht so auffällig zu sein beobachtete sie ihn. Er müsste vielleicht Anfang Vierzig sein, hatte sich aber gut dafür gehalten. Die dunklen Haare waren streng nach hinten gegellt und durch die schwarze Uniform die die Wachleute hier trugen, war seine Muskulatur deutlich sichtbar. Ja, optisch war er ganz wie die andren Männer neben ihm. Mit dem selben harten Gesichtsausdruck und Ausstrahlung.

Vielleicht einfach nur eine alte Verletzung, dass musste seine Fähigkeiten nicht unbedingt einschränken, aber er könnte wohl besser sein, wenn er behandelt werden würde.

Schnell schüttelte sie den Gedanken ab. Sie würde sicher nicht anfangen die Männer ihres Vaters zu behandeln, dass war nicht ihre Aufgabe.

„Ich geh dann.“, versuchte Lilly von den Familienfrühstück zu fliehen. Noch länger wollte sie nicht bleiben, sonst würde ihre Mutter wieder damit anfangen, wann dann endlich sie einen geeigneten Bräutigam fand. Etwas was ihre Mutter grundsätzlich fragte.

„Oh nein. Du bleibst hier. Solang deine Schwester nicht entbunden hat, wirst du auch bei uns wohnen.“, sagte ihr Vater nüchtern. Sie schnaubte. Es war ein Versuch wert gewesen , wenigstens die Zeit in ihrer kleine Wohnung zu verbringen.

„Oder was hattest du gedacht, als ich gesagt hab, dass ich will, dass du bis zur Entbindung HIER bleiben sollst?“, fragte er sie. „Dann geh ich halt auf mein Zimmer.“, knurrte sie. Sie wartet auf keine Zustimmung ihres Vaters, sondern ging einfach. Der alte Mann sollte endlich aufhören zu klammern, dachte sie wieder einmal.

Als sie durch den Raum ging blieb ihr Blick noch einmal an dem Wachmann hängen. Nein, sie würde ihrem Vater niemals die Freude bereiten und seine Leute kostenlos zu behandeln. Mit einem Knall ließ sie die Tür hinter sich zufallen.


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