Utopia
In einer Welt, in der es keine Gesetze, keine Regierungen und keine Grenzen mehr gibt, ist das Böse an der Macht. Die kriminellen Vereinigungen, die nach dem großen Zusammenbruch alles an sich gerissen haben.
Heute sind es die Mafiafamilien und die Verbrecherclans, die regieren. Es zählt das Gesetz des Stärkeren – und niemand ist stärker, als sie. Sie haben alles unter sich aufgeteilt und herrschen nun mit gnadenloser Härte und Grausamkeit.
Immer noch herrscht Krieg, die Clans und die Familien bekriegen sich untereinander, sie löschen sich gegenseitig aus und jeder einzelne von ihnen strebt nach der absoluten Macht.
Ihre Vollstrecker sind nicht nur die Söldner, die sich ihnen verdingen, sondern die Motorradklubs. Rockerbanden, von allen gefürchtet und gemieden. Sie hausen in ihren Klubhäusern – Burgen genannt – und regieren wie kleine Könige über ihre Bezirke. Sie befehligen alles, sie verteilen Jobs, sie beaufsichtigen die Hehler und die Drogenszene, das Rotlicht-Milieu sowieso. Und sie haben das Sagen, was den Menschenhandel betrifft – denn Sklaven sind in dieser Welt ein gewinnbringendes Gut.
Wer klug und vernünftig ist, tut alles, um nicht in den Fokus einer dieser Banden zu geraten. Wer Pech hat, kommt unter die Räder und wird getötet.
Frauen haben dieses Glück nicht, denn in einer Gesellschaft wie dieser sind sie nur noch Fleisch. Gut genug, um zu gebären und Lust zu bereiten. Sie sind eine Ware, die verkauft oder verliehen wird, aber leicht ersetzbar ist, wenn es darauf ankommt. Frauen sind Besitz in dieser zerbrochenen Welt – und Männer sind es, die über alles bestimmen, was sie betrifft. Ohne Ausnahme.