Vorwort
»Es gibt Geschichten, die nicht erzählt werden sollten.« Das hat man mir gesagt. Manche Geschichten sind zu dunkel, zu grausam, zu verstörend, um in Worte gefasst zu werden. Sie gehören in die Schatten, an Orte, die niemand betreten will. Doch was ist mit den Menschen, die dort gefangen sind? Mit den Opfern, die niemals eine Stimme hatten? Wer spricht für sie? Ich habe mir diese Fragen nie gestellt – bis ich ihm begegnet bin. Dem Schlachter. Er ist kein gewöhnlicher Mörder. Kein Serienkiller, der sich nach Aufmerksamkeit sehnt oder sich an seinem eigenen Ruhm berauscht. Er existiert außerhalb jeder Vorstellung von Vernunft, außerhalb jeder Moral. Für ihn ist der Mensch kein Mensch. Er ist Fleisch. Eine Ressource. Ein Werkstück, das sorgfältig bearbeitet werden muss. Die Polizei spricht von einem Phantom. Einer Legende, die sich über Jahrzehnte aufgebaut hat. Einem Mythos, geboren aus Angst und Unwissenheit. Doch ich weiß es besser. Er ist echt. Und er ist da draußen. Ich habe es selbst erlebt. Ich habe ihn gesehen. Ich habe seinen Atem in meinem Nacken gespürt, seine Stimme gehört, als er mir erklärte, wie sich das Messer durch Fleisch schneidet. Ich weiß, was passiert, wenn man in seine Fänge gerät. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Hoffnung langsam verblutet. Diese Geschichte ist nicht für schwache Nerven. Sie ist roh, brutal, ehrlich. Es gibt keine Helden, keine Erlösung, keine einfachen Antworten. Nur Blut, Schmerz und die ständige Frage: Wie weit kann ein Mensch gehen, bevor er selbst zum Monster wird? Wenn du weiterliest, dann sei gewarnt. Der Schlachter ist nicht nur eine Figur in einem Buch. Er ist realer, als du denkst. Und vielleicht hat er dich längst bemerkt.