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Never with U

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Summary

Maya könnte heulen, als sie erfährt, wer das letzte Zimmer in der neuen WG ihres Zwillingsbruders Janis bekommt: Robin. Ausgerechnet Robin – der Junge, der im Freundeskreis schon genug Chaos angerichtet hat, ohne überhaupt anwesend zu sein. Für Maya steht fest: Wo Robin auftaucht, bleiben verletzte Gefühle zurück. Ihr kleines Geheimnis? Sie weiß es aus eigener Erfahrung. Dabei hatte sie gehofft, dieses Kapitel endlich abschließen zu können. Nun muss sie mitansehen, wie Robin mit seiner charmanten Art nach und nach die letzten Zweifel im Freundeskreis aus dem Weg räumt. Bald ist Maya die Einzige, die ihm noch misstraut – während die Erinnerung an ihr erstes Aufeinandertreffen alte Gefühle in ihr wachruft. Und irgendwann muss sie sich fragen: Kann sie die Vergangenheit hinter sich lassen und ihm eine letzte Chance geben? Und will Robin diese Chance überhaupt?

Genre
Romance
Author
Mira_N
Status
Complete
Chapters
55
Rating
5.0 3 reviews
Age Rating
16+

Kapitel 1



Januar 



Heute würde ich entweder meinen Bruder zur Weißglut treiben oder den Typen klarmachen, der mir seit Wochen den Verstand raubte.

Wahrscheinlich beides.

Ich grinste mein Spiegelbild an und strich mir das silberne Kleid glatt, das eindeutig zu kurz war – aber perfekt, um meine Tattoos zu zeigen. Wenn ich heute Abend bei Tiesi nicht landete, würde ich langsam wirklich durchdrehen.

Zufrieden wackelte ich mit den Hüften. Der Stoff wippte in sanften Wellen im Marilyn‑Monroe‑Stil um die Haut meiner Oberschenkel, dass es kitzelte.

Ich würde mir definitiv den Arsch abfrieren. Aber das war es wert.

Ich griff nach meiner kleinen silbernen Handtasche und kramte meinen Lipgloss hervor. Die Tasche war gerade groß genug, dass neben dem Lippenbalsam auch mein Smartphone, mein Ticket und ein wenig Kleingeld für den Notfall darin Platz fanden.

Ein prüfender Blick in den Spiegel verriet mir, dass mein langer blonder Pferdeschwanz im perfekten Bogen auf meinen nackten Schultern landete. Mein Lidstrich saß on point. Ich grinste zufrieden.

Ja, alles sprach dafür, dass dies mein Abend sein würde!

Der Abend aller Abende!

Ich, Maya Zabel, würde mir Matthias, aka Tiesi, den heißen Mitbewohner meines Zwillingsbruders Janis, angeln!

Keine Ahnung, wie lange ich inzwischen darauf wartete! Seit Wochen schwammen wir auf einer Wellenlänge. Wir hatten stundenlang über Tattoos gesprochen. Tiesi war mit mir bei meinem Tätowierer gewesen. Nebeneinander hatten wir dort auf der Bank gelegen, während Luke uns mit Nadel und Tinte gequält hatte. War das nicht schon eine Art Liebeserklärung, oder? Geteilter Schmerz, während wir uns Bildchen für die Ewigkeit unter die Haut stechen ließen?

Ich fand schon!

Noch dazu schenkte mir Tiesi immer wieder dieses schiefe Lächeln, das ihn irgendwie verrucht und verlegen zugleich aussehen ließ. Dazu noch diese hübschen grünen Augen und das verwuschelte aschblonde Haar …

Es klang wundervoll, wenn er meinen Namen in diesem gewissen Ton aussprach, der mir einfach unter die Haut gehen musste.

Maya …

Woah!

Ich seufzte verzückt bei dem Gedanken und fächelte mir Luft zu. Sogar in meinen Erinnerungen klang es absolut heiß und gänsehautwürdig!

Seit ich Tiesi vor ein paar Monaten kennengelernt hatte, schwärmte ich für den zweiten Mitbewohner meines Bruders. Ich wusste nicht einmal, was mich genau an ihn so faszinierte. Wahrscheinlich war es die Summe vieler kleiner Dinge.

Sein verwuscheltes Haar, ein perfekter Körper und die unzähligen Badboytattoos. Seine perfekte Größe, seine grünen Augen, aus denen gefühlt jede Emotion abzulesen war und dazu diese verschlossene Art, die dafür sorgte, dass sich ein Lächeln von ihm, wie ein verdammter Homerun anfühlte.

Tiesi hatte es mir mit Leib und Seele angetan, und inzwischen hatte er mich lange genug auf die Folter gespannt, sodass ich kurz davor war, in die Luft zu gehen. Das Vorspiel zwischen uns hatte lange genug gedauert.

Halloween hatte ich abgewartet – nichts.

Weihnachten hatte ich abgewartet – nichts.

Silvester hatte ich abgewartet … wieder nichts.

Langsam riss mir der Geduldsfaden. Also hatte ich als Neujahrsvorsatz vor gut zwei Wochen einen Entschluss gefasst. Zu Tiesis heutigem Geburtstag würde es ein besonderes Geschenk von mir geben: mich.

Zwar nicht mit Schleife, jedoch mit echt hübscher Unterwäsche – wenn er gewillt war, mich heute Abend auszupacken.

Bei dem Gedanken begannen meine Fingerspitzen vor Aufregung zu kribbeln.

»Du schaffst das, Maya«, flüsterte ich meinem Spiegelbild zu und warf meinem Abbild ein kleines Küsschen zu. Dann griff ich nach meiner Jacke, die eher an einen rosafarbenen Flauschberg erinnerte, und verließ mein altes Kinderzimmer im Haus meiner Eltern, um den Bus in Richtung der WG meines Bruders zu erwischen.

Janis lebte schon seit zwei Jahren in seiner perfekt von meinen Eltern finanzierten WG. Ich dagegen hatte nach dem Abi einfach meinen Rucksack gepackt … und war abgehauen. Mich hatte es nach Australien verschlagen.

Vor einem halben Jahr war ich, braungebrannt von der australischen Sonne, in Deutschland gelandet, um dem Ernst des Lebens entgegenzutreten.

Leider war ich auf meinen Reisen nicht wirklich schlauer geworden, was ich mit meinem Leben anfangen wollte.

Fast täglich lagen mir meine Eltern in den Ohren, dass ich nicht mein Leben lang im Tätowierstudio meine Zeit totschlagen konnte. Dort half ich seit meiner Rückkehr regelmäßig aus. Ohne meine Hilfe wäre Luke schon vorgestern an der Bürokratie erstickt.

Ich musste nicht studieren, um glücklich und zufrieden zu sein. Doch meinen Eltern war es wichtig. Mir war es möglich zu studieren, also hatte ich eben zu studieren. Und ja … irgendwie hatten sie recht … oder?

Seitdem überlegte ich fieberhaft, welcher Studiengang zu mir passen könnte.

Sozialer Bereich? Zu sozial!

Geisteswissenschaften? Zu theoretisch und zu wischiwaschi!

Naturwissenschaften? Einfach nur nein!

Kunst und Design? Witz des Tages.

Etwas Mathematisches, wie Janis, weil mir Mathe nun mal lag? Langweilig!

Ich seufzte auf und zog meine Wuscheljacke enger um meinen schmalen Körper, während ich die paar Meter zur Haltestelle hastete. Ich war echt spät dran.

Heute standen definitiv wichtigere Dinge an.

Tiesi wartete.

Hoffte ich zumindest.

Ich grinste.

Wusste ich definitiv.

Ich zog mein Schritttempo an.

Es wurde Zeit, dass ich mir diesen Kerl endlich schnappte.

Ich reckte mein Kinn.

Setzte mein perfektes Lächeln auf

Fokus Maya!

Dein Abend! Just do it!

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Good Writing

2

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Compelling Plot

2

Compelling Plot

Great Character

2

Great Character

Strong Dialog

1

Strong Dialog

author

Es ist schon so lange her, dass ich Always Meet Twice gelesen habe🤣🤣🤣🤣🤣 Ich musste es neu anlesen, um wieder den Zusammenhang herstellen zu können🤣🤣🤣🤣🤣🤣

6 months
2
author

Super Einstieg!
Dann hat mich mein Gefühl aus dem ersten Band nicht betrogen, Maya war damals Matt verliebt gewesen.

Bin jetzt schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird ❤️

2 months
1

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