Prolog
Am 20. Oktober 2004 erreicht uns eine Nachricht, die uns den Atem stocken lässt: Die zweijährige Celestia Emanuela Medici, Tochter der angesehenen Familie Medici, wurde entführt. Ausgerechnet an ihrem zweiten Geburtstag – ein Tag, der voller Lachen und Freude hätte sein sollen, verwandelt sich in einen Albtraum.
Die Entführer hatten offenbar ein klares Ziel: Nur Celestia wurde aus dem prächtigen Anwesen verschleppt. Ihr Bruder, Quinten Emanuel Medici, der zukünftige Erbe des milliardenschweren Familienunternehmens, blieb unberührt zurück. Die Motive und Hintergründe bleiben ein erschreckendes Rätsel.
Die Polizei und Familie Medici flehen um Unterstützung und jeden Hinweis, der zur Rettung von Celestia führen könnte. Informationen werden vertraulich unter der Nummer +39 55 145**** entgegengenommen. Jede Sekunde zählt.
Auf dem Bildschirm erscheint das Bild eines unschuldigen Kindes: Celestia, ein bezauberndes Mädchen mit platinblondem Haar, großen blau-grauen Augen und einem vertrauensvollen Lächeln, das nun wie ein ferner Traum erscheint. Um ihren Hals schimmert eine zarte Silberkette, die einen Engel-Anhänger mit einem Benitoit-Stein fasst – so durchsichtig und glanzvoll, als hielte er das Licht selbst gefangen. Sie trägt ein pastellrosanes Rüschenkleidchen, dazu passende rosa Ballerinas. In ihren winzigen Armen hält sie ein Kuscheltier – einen mystischen Vogel mit goldenem Schnabel und funkelndem, schwarzglitzerndem Gefieder.
Die Kamera verweilt, als würde das Bild allein die Welt anhalten können. Schließlich durchbricht die Stimme der Nachrichtensprecherin die Stille: „Und nun zum Wetter.”