Unspoken Melodies

Summary

Kyuna und Hyunjin sind seit der Middle School beste Freunde - doch Hinter Kyunas Lächeln verbirgt sich eine geheime Schwärmerei, den niemand kennt außer Kyujin (NMIXX). Während sie gemeinsam auf den großen Durchbruch Im K Pop hinarbeiten, wächst nur ihr Talent, sondern auch ein Gefühl, das alles verändern könnte

Genre
Romance
Author
Katja
Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

,,Bleib einfach so"

Die Uhr an der Wand tickte leise, obwohl niemand mehr darauf achtete. Das Studio war dunkel bis auf das warme Licht in der Ecke – nur die letzten Glühbirnen über der Spiegelwand glühten müde vor sich hin. Der Holzboden unter meinen Beinen war kalt, aber ich hatte gar nicht bemerkt, wie lange ich schon dort saß.

Meine Knie waren angezogen, die Arme darum geschlungen, das Kinn auf den Händen. Leise Musik lief vom Lautsprecher – eine Demo von Bangchan, wie so oft. Sie war ruhig. Fast melancholisch. Und sie passte genau zu meiner Stimmung, dieser unausgesprochenen Nervosität, die seit Tagen in der Luft lag.

Hinter mir hörte ich das leise Quietschen von Gummisohlen. Schritte, die ich sofort erkennen würde, selbst im Schlaf.

Hyunjin.

Ich schaute nicht hoch, aber mein Herz schlug schneller. So wie immer, wenn er in der Nähe war – so wie immer, wenn ich versuchte, ganz normal zu wirken, obwohl alles in mir vibrierte.

„Du bist noch hier?“ Seine Stimme war ruhig, tiefer als sonst, fast vorsichtig. Ich nickte nur, ohne ihn anzusehen. Er setzte sich neben mich, genau wie er es immer tut. Nicht zu nah, nicht zu weit weg – so, dass unsere Schultern sich fast berühren.

Stille.

„Ist komisch, oder?“ murmelte er nach einer Weile. „Was?“ „Dass ich morgen debütiere. Dass alles plötzlich … echt ist.“

Ich wollte etwas sagen, aber aber Stimme versagte. Also schaute ich nur geradeaus, in den Spiegel, wo unsere Silhouetten sich nebeneinander spiegelten. Er und ich. Wie oft wir hier gesessen hatten. Wie viele Tränen, Lacher, Witze – wie viel Nähe wir teilten, ohne dass je ein Wort über das Eine fiel, das in mir wuchs wie ein geheimes Lied.

Mein Herz das schon seid der Middle School nur für ihn schlug.

Hyunjin lehnte sich leicht zurück, stützte sich mit den Händen hinten ab, den Blick an die Decke gerichtet. „Ich hab Angst, weißt du?“ Ich schaute ihn überrascht an. „Wirklich?“ Er nickt. „Nicht vor der Bühne. Nicht vor der Kamera. Sondern davor … dass sich etwas ändert. Zwischen uns.“

Mein Atem stockte. Meine Hände verkrampften sich.

„Was meinst du?“ flüsterte ich. Er drehte den Kopf in meine Richtung. Seine Augen waren sanft, verletzlich, offen. „Ich will nicht, dass du dich irgendwann von mir entfernst.“

Ich schluckte schwer. „Hyun … Ich würde dich nie–“ Doch er unterbrach mich. Ganz leise, aber bestimmt: „Ich weiß. Aber die Welt da draußen ist laut. Und du wirst auch bald debütieren. Alles wird sich ändern.“

Ich wollte ihn trösten. Ihm sagen, dass sich in meinem Herzen nichts ändern wird – aber stattdessen legte ich meine Stirn gegen seine Schulter.

Ein stilles Zeichen.

Er blieb ganz still. Dann – plötzlich, ohne Vorwarnung – drehte er sich leicht zu mir und zog mich in eine Umarmung. Nicht so eine wie sonst. Nicht spielerisch. Nicht flüchtig.

Sondern fest. Warm. Zittrig.

Mein Herz raste.

„Bleib einfach kurz so, ja?“ murmelte er. Ich nickte. Meine Hände griffen vorsichtig nach seinem Hoodie. Sein Atem strich an meinem Hals vorbei, und ich spürte, dass auch sein Herz unruhig schlug.

„Ich will dich nicht verlieren“, flüsterte er, kaum hörbar. Ich schloss die Augen. In mir kämpften Worte, die ich nicht sagen konnte. Worte die ich vielleicht niemals sagen würde. Die für immer in meinem Herzen eingeschlossen sein sollten.

Stattdessen atmete ich tief ein. „Dann halt mich fest. Solange du willst.“

Er hielt mich eine gefühlte Ewigkeit.

Die Welt draußen existierte nicht mehr. Keine Debüts. Kein Rampenlicht. Keine Kameras.

Nur er und ich. Zwei Freunde, dessen Freundschaft weit länger zurückreicht als nur eine Gewöhnliche Freundschaft und auch eine die mehr Gefühle beinhaltet als vielleicht erwartet.

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Minuten später löste er sich langsam aus der Umarmung, sein Blick blieb an meinem Gesicht hängen. Ich sah die Müdigkeit in seinen Augen, aber auch etwas anderes. Eine Schwere, die nicht von den Problemen stammte.

„Weißt du noch“, begann er leise, „wie wir vor zwei Jahren gemeinsam auf das Dach des Trainee-Gebäudes geschlichen sind? Einfach nur, um den Sternenhimmel zu sehen?“

Ich lachte kurz und nickte. „Du hast deine Wasserflasche verschüttet und wir mussten flüstern, damit niemand merkt, dass wir da oben waren.“

Er grinste leicht. „Das war einer der besten Abende meines Lebens. Nicht weil er besonders war. Nur weil wir zwei da oben saßen und den Sternenhimmel beobachteten.“

Mein Herz setzte einen Schlag aus. Ich wollte etwas erwidern, doch die Worte blieben mir im Hals stecken.

Hyunjin schaute mich eine Weile an, dann murmelte er: „Ich hoffe, dass dieser Moment, hier gerade, nicht das letzte Mal ist, dass wir so miteinander reden können.“

Ich streckte meine Hand aus, legte sie auf seine. „Ich lass nicht zu das sich daran etwas ändert. Das versprech ich dir.“

Er schaute mich mit einem Blick an, der so tief ging, dass er fast weh tat.

„Versprochen.“

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Ich lag auf meinem Bett in meinem Schlafraum, das Licht war aus. Mein Handy leuchtete auf. Nachricht von Hyunjin.

> [00:41] Hyunjin: Ich kann nicht schlafen. Ich bin so aufgeregt.

> [00:42] Ich: Ich kann Auch nicht schlafen. Versuch es einfach du wirst schon irgendwann einschlafen. Schlaf gut, Superstar. Ich bin stolz auf dich.

Er tippt. Hört auf. Tippt wieder.

> [00:43] Hyunjin: Wenn ich morgen auf der Bühne stehe, die Leute und die Scheinwerfer sehe. Werde ich an alle Momente denken, in denen du mir bewiesen hast das ich gut genug bin und das ich das schaffen kann. An alle Momente in denen du mich unterstützt hast und mich aufgemuntert hast.

> [00:44] Ich: Schlaf gut. Du schaffst das schon.