The Servitóros - Leseprobe

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Summary

Der junge Servitóros Soti arbeitet in einer der exklusivsten Hotelanlagen auf ganz Rhodos. Das bedeutet: Top Service, Luxus und nörgelnde Gäste. Jeder neue Tag verlangt ihm einiges ab. Nur die Katze Morpheus hat stets ein offenes Ohr für ihn. Bis er dem ominösen Gast von Tisch 65 gegenübersteht: Alexander Lloyd, der in einer Premiumsuite untergebracht ist und nur so im Geld schwimmt. Obwohl Soti sich als sein Kellner mehr als einmal gehörige Fehltritte leistet, scheint der gutaussehende Brite Interesse an ihm zu zeigen und stellt sein Leben damit vollkommen auf den Kopf. Denn Soti kann nicht leugnen, dass diese durchdringenden grünen Augen ihn längst in seinen Träumen verfolgen. Doch Alex trägt ein Geheimnis mit sich, das alles zwischen ihnen beenden könnte, ehe es angefangen hat ...

Status
Excerpt
Chapters
10
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1.1

Mit prüfendem Blick musterte sich Soti im Spiegel. Die Augenbrauen skeptisch zusammengezogen, richtete er ein weiteres Mal seine Krawatte, zupfte sein Namensschild zurecht und strich das weiße Hemd glatt. Alles saß bereits perfekt, doch kam er nicht umhin, weiterhin nach winzigen Unzulänglichkeiten an seinem Aussehen zu suchen und diese bei Entdeckung schnellstmöglich zu beseitigen. Mit versierten Griffen ging er sich einmal durch die dunklen Haare und strich sich eine verirrte Strähne hinter die Ohren.

Mist.

Er konnte trotz einer nicht gerade unerheblichen Menge Haargels dabei zusehen, wie sich seine Locken, dank der allgegenwärtigen schwülen Hitze, an den Schläfen Bahn brachen und zu Kräuseln begannen. Hektisch strich er sich die auf Abwege geratenen Haare zurück, drückte entschlossen den schmalen Rücken durch und lächelte seinem Spiegelbild entgegen.

Sein Gesicht lächelte hinter der leicht reflektierenden Brille unsicher zurück. Verdammt, in dieser Uniform sah er noch jünger aus als ohnehin schon. Und gleichzeitig so, als habe man ihn auf seine eigene Beerdigung eingeladen. Schwarzer Schlips zu schwarzer Weste zu schwarzer Hose. Sein steif lächelndes Ebenbild im Spiegel nestelte ein letztes Mal an den Manschetten seines Hemdes herum, ehe er sich endlich damit zufriedengab. An seiner Uniform gab es nichts auszusetzen. Doch an seinem Arbeitslächeln musste er definitiv noch arbeiten.

Lächeln! Immer lächeln!

Er seufzte tief und wandte den Blick ab, schloss die Fensterläden und verließ eilig das kleine Appartement. Eine mannshohe Wand aus sengender Hitze schlug ihm entgegen, als er in das gleißende Sonnenlicht hinaustrat und er hatte das Gefühl, als würde ihm die Krawatte bereits nach wenigen Metern die Luft abschnüren.

Schnellen Schrittes steuerte er das Restaurantgebäude an und glitt durch den Nebeneingang in den großen Speisesaal. Immerhin hier ließ es sich aushalten, angenehm temperiert durch die leise surrenden Klimaschächte direkt über seinem Kopf.

Die große doppelflügelige Tür zur Lobby war noch verschlossen, doch bald würde sie sich für die Heerschar an hungrigen Gästen öffnen.

Eilig reihte sich Soti in die Schlange wartender Menschen ein, die allesamt genauso gekleidet waren wie er selbst.

Eine kleine Armee aus Pinguinen. Auf Rhodos.

Der Gedanke brachte ihn zum Schmunzeln. Er verbiss es sich jedoch augenblicklich, als ihn der missbilligende Blick des Servicemanagers traf. Vor der Pinguinarmee hatte sich ein untersetzter Mann aufgebaut, die fleischigen Arme eisern vor der Brust verschränkt, dass die Ärmel seines marineblauen Anzugs in den Ellenbeugen spannten.

„Sind wir dann fertig?“, fragte er mit einem schiefen Blick in Sotis Richtung, was diesem das Herz in die Hose sacken ließ.

Wie bitte, fertig?

Es hatte doch geheißen, dass das Meeting der Servicekräfte um viertel vor sieben stattfinden sollte? Oder etwa nicht? Sein Blick wanderte unauffällig zu seiner Armbanduhr. So wie es aussah, war Servicemanager Ioannis von der ganz überpünktlichen Sorte. Auf den Gesichtern seiner Kollegen zeigte sich indes nicht eine Spur von Verwunderung. Anscheinend hatte er da etwas nicht mitbekommen. Wunderbar.

Das helle Klappern von Absätzen auf den Bodenfliesen ließ ihn hochfahren. Neben Ioannis hatte sich eine junge Frau mit dunklem Dutt gesellt, die Soti sofort als die Serviceleitung wiedererkannte. Ihre perfekt manikürten Finger hielten ein Klemmbrett. So fest, als sei es ein antikes Schild.

„Der Tischbelegungsplan für heute Abend“, schnappte sie im militärischen Tonfall und schlug die Seite auf dem Klemmbrett um.

„Dimitra und Phillipos, Tisch 1 bis 10. Elena und Jannis, Tisch 11 bis 21.“

Ohne, dass er es hätte beeinflussen können, drifteten Sotis Gedanken beim Blick durch den prächtigen Speisesaal immer weiter ab. Das Luxusresort Gianna Rhodes war erst in diesem Sommer fertiggestellt worden. Kein Hotel für den Massentourismus von Lindos oder Faliraki, wo sich grölende Proleten tummelten. Es war viel mehr eine Wohlfühloase für die besser Betuchten. Der helle Marmorboden schimmerte blankpoliert im Licht der elegant in die Decke eingelassenen Strahler. Alles war makellos weiß und dennoch einladend gestaltet. Da hatten die Architekten ganze Arbeit geleistet.

Ja, hier würde er sich als Gast mit Sicherheit auch wohlfühlen, schloss Soti und erneut zog beim Ausblick auf die Terrasse ein feines Lächeln an seinen Mundwinkeln.

Der unverbaute Blick aufs Meer.

Den ließen sich die Hotelbetreiber teuer bezahlen, doch waren die Gäste auch mehr als willig, dafür tief in die gut gefüllten Taschen zu greifen.

Er würde dort niemals sitzen.

Nicht nur, da er sich in diesem Resort noch nicht mal in einer der Besenkammern ein Bett leisten konnte, nein.

Es war einfach viel zu heiß.

Er hatte sowieso noch nie verstehen können, weshalb Touristen selbst bei sengenden Temperaturen immer das Schwitzen und Brüten im Außenbereich bevorzugten, obwohl ihnen im geschützten Innenraum die angenehme Kühle der auf Volllast laufenden Klimaanlage um die Nase pustete.

Es musste am Meer liegen.

Es hatte eine seltsame Anziehungskraft auf die Menschen.

„Sotirios und Anastasia. Tisch 55 bis 65.“

Unweigerlich zuckte Soti beim Klang seines vollen Namens zusammen und verfluchte seine wandernden Gedanken auf dem Fuße.

Er nickte hastig in Richtung Serviceleitung und blickte sich suchend um, bis seine Augen die von Anastasia trafen. Er lächelte ihr gequält zu.

Sie hatten das große Los gezogen.

Bei brütender Hitze in langärmligen Hemden die Gäste im Außenbereich bedienen.

Welch ein Spaß.

*

Mit ein wenig Fantasie – und vielleicht mit einer anderen Farbgestaltung – hätten die großen Türen zur Lobby auch die Pforten zur Hölle sein können. Kaum hatte sich der Zeiger von viertel vor auf die Zwölf gequält, quoll ein nicht enden wollender Strom aus Gästen in den Innenraum des Restaurants. Binnen Sekunden war der Raum erfüllt von allgegenwärtigem Geplauder und Gegacker in mindestens einem Dutzend Sprachen. Ob nun hier, oder in einer der billigen Absteigen Falirakis, in einer Sache waren sich alle Touristen um diese Uhrzeit einig: das Volk hatte Hunger.

Die Damen, bis auf wenige Ausnahmen allesamt in elegante, wenn auch luftige Kleider gehüllt, hatten gefühlt jeweils ihr wohl penetrantestes Parfum aufgelegt. Die bunte Mischung aus allen möglichen und unmöglichen Gerüchen hatte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer schweren Wolke über ihren Köpfen zusammengebraut. Für einen Moment schafften es die chemischen Dämpfe sogar den Duft nach Braten und Risotto aus der Showküche zu übertünchen.

Bei den Herren gab es, zumindest was die Wahl der Bekleidung anbelangte, bedeutend mehr Diversität. Vom Anzug bis hin zur lässigen Khakihose war augenscheinlich alles erlaubt. Nervös betrachtete Soti das Gewusel und Gedränge im sich beständig füllenden Innenraum und rieb sich zum wiederholten Male die Handinnenflächen an seinem Vorbinder.

Er dankte Gott auf Knien, dass er an seinem ersten Abend im Restaurant mit Anastasia zusammenarbeiten durfte. Sie war bei seinem Vorstellungsgespräch dabei gewesen und hatte durchblicken lassen, dass sie bereits vorher in einem anderen Hotel dieser Preiskategorie gearbeitet hatte. Ihr rundes Gesicht mit den leicht geröteten Wangen strahlte eine Ruhe und Gelassenheit aus, die sich Soti nur wünschen konnte. Bisher hatte man ihn lediglich im Room Service oder bei den kleineren Cafés bedienen lassen, aber nicht im größten Restaurant des Hotels. Er fühlte sich schrecklich aufgekratzt und mehr und mehr als unbeholfener Klotz, je länger er Anastasia beobachtete.

Während sie die Gäste mit eleganten Bewegungen ihren jeweiligen Tischen zuwies, war es an Soti, die Begrüßung zu übernehmen.

„Vergiss nicht die Begrüßungshäppchen“, raunte ihm Anastasia im Vorbeigehen zu. Nicht eine Sekunde verrutschte dabei ihr einnehmendes Lächeln und erinnerte Soti daran, seine Mundwinkel ebenfalls in die aufrechte Position zu bringen. Anschließend wirbelte er herum.

Begrüßungshäppchen, Begrüßungshäppchen …

Eilig schnappte er sich die Körbchen, gefüllt mit mehreren Scheiben Brot und griechischem Honig und begann die platzierten Gäste zu begrüßen.

„Kaliméra!“, schmetterte es ihm auch schon ein Gast in einem definitiv nicht mehr ganz seiner Figur angepasstem Poloshirt entgegen, noch ehe er sich dem Tisch zur Gänze genähert hatte.

Soti widerstand dem inneren Drang, die Augen zu verdrehen.

Nein, Morgen war es definitiv nicht mehr. Aber er würde den Teufel tun, die zahlende Kundschaft dahingehend zu verbessern.

Wenn um sieben Uhr abends für diesen Herrn ein guter Morgen war, dann war um sieben Uhr abends ein guter Morgen. Soti wusste nur zu gut, dass kaum einer ihrer Gäste über Griechischkenntnisse verfügte, die über die paar Worte hinausgingen, welche man in griechischen Tavernen auf die typischen blau-weißen Servietten gedruckt vorfinden konnte.

„Einen schönen guten Abend meine Herrschaften. Wünschen Sie die Weinkarte? Anbei ein Gruß aus der Küche“, überging Soti das Kaliméra in astreinem Englisch und stellte vorsichtig das Körbchen in die Mitte des Tisches. Der dickliche Mann nickte zufrieden, seine in mindestens fünf Lagen Parfum eingenebelte Frau beachtete Soti nicht.

Mit einer knappen Verbeugung entfernte sich Soti, wiederholte die Prozedur auf dem Weg zu den Weinkarten noch drei weitere Male und griff sich anschließend einige der dicken, in grünes Leder eingebundenen Karten.

„Die Weinkarte, der Herr“, lächelte Soti und überreichte dem dicklichen Poloshirtträger, dem der Schweiß bereits in Perlen auf der fliehenden Stirn stand, die Mappe in Rekordzeit. Wenn das so weiterging, würde diese schöne, hohe Stirn am kommenden Morgen ein herrlicher Sonnenbrand zieren. Wie nicht anders zu erwarten, war es nach wie vor unsagbar heiß. Die ebenfalls weiß gestrichene Pergola über ihren Köpfen hielt die Sonnenstrahlen in keiner Weise ab und war definitiv eher aus dekorativen als aus praktischen Gründen angebracht worden.

Unauffällig wischte sich Soti über die schweißnasse Stirn, richtete sich seine wieder und wieder von seinem Nasenrücken rutschende Brille und warf einen sehnsüchtigen Seitenblick in den temperierten Innenraum. Wie sehr er sich gerade danach sehnte, dort zu arbeiten.

„Soti, Begrüßungshäppchen für Tisch 65.“

Anastasias sanfte, aber bestimmte Stimme ließ ihn sich von seiner Wunschvorstellung losreißen. Die Sonne stand tief über der Außenterrasse. Sie blendete ihn, als er dem letzten Gast das Körbchen auf den Tisch stellte. Soti musste immer wieder blinzeln, um dessen Gesicht im Gegenlicht überhaupt ausmachen zu können. Er schien noch recht jung zu sein. Definitiv nicht die anvisierte Altersgruppe. Mit flatternden Lidern versuchte Soti mehr von seinem Gast auszumachen, doch es trieb ihm nur die Tränen in die Augenwinkel.

Nichtsdestotrotz zwang er sich zu seinem einnehmendsten Lächeln.

„Ein Gruß aus der Küche, der Herr. Wünschen Sie die Weinkarte?“

Der Mann, der allein an dem großen Tisch saß, ging sich einmal mit der freien Hand durch die blonden, leicht gewellten Haare. Mit der Rechten zog er die polarisierte Sonnenbrille ein Stück weit den schmalen Nasenrücken hinab.

„Kalispéra. Vielleicht sollten wir damit anfangen“, entgegnete er langsam und überschlug die Beine. Er sprach Englisch mit einem deutlich hörbaren britischen Akzent.

„Oder begrüßt man hier seine Gäste nicht?“

Die Sonnenbrille wurde energisch vom Gesicht gezogen und auf die polierte Tischplatte gelegt. Soti blinzelte hektisch. Die getönten Gläser enthüllten ein Paar dunkelgrüner Augen, die ihn durchdringend von oben bis unten musterten und es Soti eiskalt den Nacken runterlaufen ließen.

Unweigerlich biss er sich auf die Unterlippe.

Verdammt!

Schnitzer Nummer eins an diesem Abend war soeben eingetreten. Es fühlte sich an, als würde seine Zunge unter seinem Gaumensegel festkleben und im ersten Schreckmoment war es Soti nicht möglich, zu antworten. Er kam nicht umhin, immer schneller zu blinzeln. Die grünen Augen des Fremden schienen an jeder seiner Bewegungen zu kleben. Stumm erwartete er eine Reaktion von ihm. Soti holte tief Luft, um sich zu fangen.

„Ja, natürlich, der Herr. Sie haben Recht. Kalispéra“, hörte er seine belegte Stimme sagen, doch klang sie seltsam fremd und fern. Er verbeugte sich knapp und wollte bereits auf dem Absatz kehrtmachen, um dieser seltsamen Situation endlich zu entkommen.

„Und die Weinkarte hätte ich sehr gerne. Danke sehr“, rief der Gast ihm noch hinterher, was Soti in der Bewegung erstarren ließ und Anastasia dazu veranlasste, ihren Kopf in seine Richtung schnellen zu lassen.

Soti nickte ein so knappes und abgehacktes Nicken, dass es ihm im Nacken wehtat und eilte auf den Beistellwagen mit den grünen Mappen zu.

In seinem Kopf wummerte sein Puls.

Lass dich doch von so einer Kleinigkeit nicht aus der Fassung bringen, schalt er sich in Gedanken und fahrig glitten seine Finger über das dicke Leder der Mappen.

„Ist alles in Ordnung?“

Anastasia hatte sich unbemerkt neben ihn gesellt und lud sich einen Schwung Weinkarten auf den Arm.

Soti nickte wortlos.

„Ja, alles in Ordnung. Der Gast drüben an Tisch 65 ist nur etwas … eigen“, flüsterte er, richtete sich seine Brille und zwang sich mit einem Lächeln zu Anastasia aufzusehen.

Unauffällig schielte diese hinüber zu Tisch 65, wo der blonde Gast gerade die Finger ineinander verschränkte und sein Kinn abwartend darauf platzierte.

Sie nickte schweigend.

„Bring ihm die Weinkarte und sag ihm der erste Wein geht aufs Haus.“

Ohne Soti eines weiteren Blickes zu würdigen, machte sie sich auch schon auf den Weg zurück zu ihren Gästen. Soti tat es ihr gleich.

Er konnte spüren, wie ihm der Schweiß in feinen Linien den Rücken herabrann und der dünne Stoff des Hemdes an seiner Haut zu kleben begann. Festen Schrittes trat Soti erneut hinaus in die Hitze und legte dem Gast die Karte auf den Tisch.

„Entschuldigen Sie die Wartezeit. Das erste Glas geht aufs Haus.“

Seine Mundwinkel schmerzten. Dieses verdammte Lächeln.

Lustlos blätterte der Gast durch die grüne Mappe.

„Ist das so?“, fragte er matt, gänzlich vertieft in die Lektüre der Weinauswahl. Soti scharrte innerlich mit den Hufen. Er musste sich langsam um die anderen Gäste kümmern, einige der Brotkörbchen waren schon geleert und wollten abgeräumt werden, aber er konnte sich jetzt nicht einfach tonlos wieder zurückziehen.

Eine feingliedrige Hand fuhr erneut durch blondes Haar und mit einem Seufzen legte der Gast die Karte zurück auf den Tisch.

„Was können Sie denn für einen Wein empfehlen?“

Da waren sie wieder. Die grünen Augen, die sich an ihn hefteten und ihm das Gefühl gaben, unter Generalverdacht zu stehen. Soti überlegte für einen Moment. Okay, was hatte man ihm in der Hotelfachschule zu Weinen eingetrichtert …?

„Bei den Temperaturen empfehle ich einen leichten Weißwein. Wir führen einen sehr guten Retsina aus einer lokalen Kelterei.“

Der Schweiß rann ihm immer tiefer den Rücken hinab. Langsam aber sicher konnte er spüren, wie ihm die Hitze auch in die Wangen schoss.

Der Gast nickte nachdenklich.

„Gut, dann hätte ich den gerne. Und die Speisekarte.“

„Natürlich“, erwiderte Soti knapp, schnappte sich die Weinkarte vom Tisch und fuhr herum.

So langsam ging ihm dieser Kerl dezent auf die Nerven.

Und das Schlimmste war, dass er immer noch den Eindruck hatte, dass ihm die durchdringenden Blicke des Gastes bei jedem seiner Schritte wie Pfeile in den Rücken schossen.