Nights like Stars - (k) ein One-Night-Stand mit dem Boss - Leseprobe

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Summary

Dein neuer Boss entpuppt sich als dein letzter One-Night-Stand ... doch hat offensichtlich keine Ahnung, wer du bist. Würdest du wollen, dass er sich während eurer Dienstreise erinnert? Ville ist sich da nicht so sicher, als er mit Vaino – seriöser Chefredakteur und unglaublich attraktiv – in einer Blockhütte im Norden Lapplands ankommt. Als Fotograf soll er seinen neuen Chef bei einem weihnachtlichen Artikel unterstützen. Das Geld kann er weiß Gott gebrauchen. Dazu Polarlichter, Sauna und verschneite Natur – was will man mehr? Während Ville von den Erinnerungen nur so verfolgt wird, scheint Vaino ihre gemeinsame Nacht völlig vergessen zu haben. Doch nach und nach sendet der geheimnisvolle Redakteur verwirrende Signale. Kann er sich etwa ganz genau an Ville erinnern? Und wenn ja ... warum verbirgt er es vor ihm?

Status
Excerpt
Chapters
8
Rating
n/a
Age Rating
18+

Prolog

Vaino betrachtete den jungen Mann, der sich nackt auf den Sims des geöffneten Fensters gehockt hatte. Das rechte Knie beinah bis zum Kinn angewinkelt, zog er versonnen an der Zigarette zwischen seinen Fingern. Der rote Glutpunkt glomm auf und wirkte einen Herzschlag lang wie ein Irrlicht in der Dunkelheit.

Vaino musste grinsen.

Den feingliedrigen Körperbau hatte man ihm unter dem unförmigen Wintermantel definitiv nicht angesehen.

Langsam blies der junge Mann den Rauch aus, sah ihm nach, wie er als feiner Nebel in der Nacht verschwand. Das dunkle Wasser des Meeres schimmerte, reflektierte leicht das Licht der angrenzenden Wohnhäuser. In einem beständig gleichbleibenden Rhythmus blinkte eine einsame, grüne Boje im Hafenbecken.

„An was denkst du?“, fragte Vaino schließlich und stand vom Bett auf. Mit zwei schnellen Schritten durchmaß er die Distanz zwischen ihnen und lehnte sich mit verschränkten Armen an die Wand neben dem Fenster. Der eisige Wind, der in unsteten Intervallen in sein Schlafzimmer pfiff, brachte die feinen Härchen auf seinen Unterarmen dazu, sich aufzustellen.

Der Junge im Fenster musste schrecklich frieren, doch er ließ es sich nicht anmerken. Erneut schickte er nur eine silberne Wolke Richtung eines sternenlosen Himmels.

Ruckartig, als habe ein elektrischer Schlag seinen Körper erfasst, riss er sich von der Aussicht los und sein Kopf schnellte herum. Selbst in dem vorherrschenden Zwielicht schnitt sein Blick Vaino durch Mark und Bein. Er neigte leicht den Kopf zur Seite, sodass ihm die braunen Strähnen seines Ponys unbändig in die Stirn fielen.

„Fragst du dich manchmal, weshalb manche Dinge passieren und andere nicht? Oder warum gewisse Dinge nicht schon viel früher passiert sind?“

Vaino betrachtete ihn einen Augenblick lang verständnislos, ehe er sich zu einer Antwort durchringen konnte.

„Manchmal schon“, gestand er, obwohl er nicht genau verstand, worauf sein Gegenüber hinauswollte. Doch es schien ihm wichtig zu sein. Das schmale Gesicht, das ihn so viel jünger aussehen ließ als fünfundzwanzig, sah ungemein ernst aus.

Und seltsam … verletzt?

„Meinst du, wir hätten uns schon früher treffen sollen?“, hakte Vaino neckend nach. Sein Gegenüber nickte langsam und schnippte mit einer achtlosen Geste die nur halbgerauchte Zigarette aus dem Fenster.

Mit schnellen Bewegungen glitt er von der Fensterbank und richtete sich vor Vaino auf. Er ging ihm grade einmal bis zum Schlüsselbein.

„Vaino … wahrscheinlich sind wir morgen beide nicht mehr hier. Deshalb …“ Er legte sanft eine Hand auf seine Brust und beugte sich zu ihm vor. Er musste sich auf die Zehenspitzen stellen, um die Worte gegen seine Lippen zu hauchen:

Fuck me senseless.“