Cassian - Jungfrau gesucht, Gefährtin gefunden 2

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Summary

Nach der Flucht Estelles ist es an den drei Katzenwandlern, ihre Gefährtin zu beschützen. Ein grausamer Mord geschieht, und sie erkennen, dass sie Soraia in Sicherheit bringen müssen. Natürlich würden sich die Drei lieber ausgiebig mit ihr beschäftigen, sie genießen und sie endlich markieren – doch ihr Leben darf nicht in Gefahr geraten. Es fällt Cassian zu, mit Soraia zu fliehen, er nimmt sie mit auf seine Yacht, und in trauter Zweisamkeit macht sie erneut die Erfahrung, wie es ist, einem Leoparden ausgeliefert zu sein, der seiner Dominanz und Herrschsucht freien Lauf lässt. Und der nur einen Wunsch hat: Sie sich zu unterwerfen und ihr zu zeigen, dass sie trotz aller Vorbehalte dennoch auch die ideale Sub für ihn ist!

Status
Excerpt
Chapters
28
Rating
4.8 11 reviews
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18+

Rache

"Gebt mir Bescheid, wenn es morgen an der Zeit ist. Bis dahin will ich nicht gestört werden!"

Ruhig gibt Enrico Morales seine Anweisungen. Er lässt sich nichts von seiner Laune anmerken, obwohl es mit der nicht gerade zum Besten steht. Schon wieder hat es ihn auf die Fidschi-Inseln verschlagen, genauer gesagt nach Suva, der Hauptstadt. Hier liegt die Zentrale der KCJ Enterprises, der Firma der drei Katzenwandler, die ihm das Leben schwer machen. Doch weil die Umstände es erfordern, bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als sich ihren Vorschlägen zu beugen.

Er ist früh angekommen, so bleibt ihm genügend Zeit, sich moralisch auf das Treffen vorzubereiten – und die Nacht bis dahin noch ein wenig zu genießen. Sobald er alleine in seiner Suite im Grand Pacific ist, schält er sich aus seinem maßgeschneiderten Zweireiher von Gucci. Nackt tritt er an die gut befüllte Zimmerbar ran und schenkt sich einen Tequila ein – zufrieden, weil die Hotelleitung seinem Wunsch nachgekommen ist und ihm eine Flasche Glace Azul bereitgestellt hat. Genüsslich rekelt er sich.

Er wäre jetzt gerne in seinem Tier, er bevorzugt seine animalische Gestalt gegenüber der des Mannes. Aber auch hier muss er sich an die Umstände anpassen. Wenn er wieder zurück in Mexiko ist, hat er alle Zeit der Welt, sich als Puma in den Hochlagen der Sierra Made Occidental austoben. Weit oben in der Einsamkeit hat sich sein Rudel niedergelassen, als sie noch Gejagte und Ausgestoßene waren. Doch unter seiner Führung haben sie es alle zu Ansehen und Macht gebracht – und vor allen Dingen zu Reichtum. Nun ist er sozusagen die Graue Eminenz im Land, er hat das Sagen auch was Politik und Wirtschaft betrifft.

Vor dreißig Jahren hat das noch ganz anders ausgesehen. In Erinnerungen an die Vergangenheit versunken, tritt er nackt auf den Balkon hinaus und starrt blind ins Leere. Damals, als die verfluchten Katzenwandler seiner Familie die Silbermine abgekauft haben. Seine Eltern hatten mehrere Expertisen bezahlt, die allesamt besagten, die Mine auf der sich der Wohlstand der Morales begründete, sei erschöpft. Dann war dieses überraschende Kaufangebot gekommen, neue Expertisen wurden bestellt – diesmal von den drei Raubkatzen gefordert und alle sagten sie dasselbe – dort ist kein Silber mehr zu holen. Also haben sie verkauft, und danach ging alles den Bach runter. Der Erlös reichte kaum, die bedrückenden Schulden der Familie zu begleichen – während Cassian, Jalo und Kaan aber sozusagen über Nacht reich wurden. Schon bei der ersten Grabung wurde eine Silberader entdeckt, wie es keine zweite in Mexiko gab, sie begründete den Reichtum ihrer Firma, während die Morales alles verloren. Das ging so weit, dass sein ehrbarer, bis dahin immer anständiger Vater sich mit zwielichtigen Subjekten einließ – was schließlich dazu führte, dass sie noch mehr Schulden hatten und bei Nacht und Nebel das Land verlassen mussten, um nach Honduras zu flüchten.

Sie hätten irgendwo neu anfangen können, nicht aber sein Vater. Gebrochen und allen Mutes beraubt aufgrund des Verlustes seines Vermögens und des Familienbesitzes, ohne Aussicht darauf, die Schulden je begleichen zu können, nahm er sich selbst das Leben. Das hat seine Mutter nicht verwunden, sie siechte dahin und kein Jahr danach ist auch sie gegangen. In ärgster Not, um sich und Enrico – damals gerade fünf Jahre alt – durchzubringen, verkaufte seine Schwester Consuela das Einzige, das ihnen noch geblieben ist – nämlich ihren Körper. Mit dem Ergebnis, dass sie dummerweise in ihrer Unerfahrenheit an einen miesen Zuhälter geraten ist, der sie zu Tode geprügelt hat.

Knurrend leert Enrico sein Glas. Er umkrampft es so fest, dass es schließlich dem Druck nachgibt und bricht, doch die Scherben bemerkt er gar nicht. Er ist verloren in seiner Vergangenheit, die ihn immer noch belastet und vorwärtstreibt. Sein Rachedurst ist ungestillt, weil er an die drei, die er für alles verantwortlich macht, einfach nicht rankommt.

Enrico ist nicht zerbrochen an seinem Schicksal, es hat ihn nur hart und grausam gemacht. Nach dem Tod seiner Schwester hat er den Rest seiner Kindheit auf der Straße verbracht, es hat ihn nach San Salvador verschlagen. Zäh hat er sich durchgebissen, unzählige Straßenkämpfe gegen Banden und die Polizei überstanden – und nach und nach hat er sich hochgekämpft. Von dem vergessenen Waisenjungen in der Gosse zu einem der mächtigsten Kriminellen Mittel- und Südamerikas. Er hat sie um sich geschart, all die Verlorenen, die keiner sonst haben wollte. Mörder. Verbrecher. Verbannte. Kriminelle. Egal, was sie sich zuschulden haben kommen lassen, er hat sie aufgenommen in seinen Clan, über den er bald wie ein Pate über die Mafia herrschte. Er hat ein Vermögen angehäuft mit seinen Verbrechen, und seinen zwielichtigen Geschäften, und irgendwann ist er nach Mexiko zurückkehrt – in dem Wissen, dass er beinahe unantastbar geworden ist.

Sein Plan hat vorgesehen, die drei Katzen zu zerstören – so, wie sie sein Leben zerstört haben. Ihnen alles zu nehmen, angefangen mit ihrem Reichtum. Doch dann ist alles anders gekommen. Die Sache mit der Gefährtin der drei hätte ihm in die Hände spielen sollen. Er hat schon Pläne gemacht, wie er sie ihnen wegnimmt. Sie als Druckmittel benutzt, damit sie alles geben müssen, damit sie sie zurückbekommen.

Soraia Schneider, die menschliche Gefährtin von Cassian, Kaan und Jalo.

Doch Estelle, dieses verfluchte Weib – seine Beta, hat alles versaut. Hinter seinem Rücken hat sie sich die Frau geschnappt, mitten in der Hauptzentrale der Katzen – was zu einem Kampf führte, der locker hätte vermieden werden können, wenn sie sich an seinen Befehl gehalten hätte.

Grimmig knurrt er vor sich hin und holt sich noch einen Glace Azul. Estelle hat es geschafft, dass alle seine Pläne hinfällig waren. Nichts und niemand käme nun mehr an die Frau ran, die beinahe noch ihr Leben lassen musste, als Estelle versuchte, sie vor den Augen ihrer Gefährten mit einem Stilett zu töten. Und wie ein armseliger Bittsteller muss er – Enrico – nun das Angebot der Katzen annehmen, ob er will oder nicht. Nur, weil er einen Krieg vermeiden will, der seine zahlenmäßig unterlegenen Leute vernichten würde – und ihn gleich mit.

Er wollte ihnen ihr Königreich nehmen, die Fidschi-Inseln, auf denen sie unumstrittene Herrscher sind und leben – beinahe eben wie Könige. Sein Rudel sollte raus aus den Bergen, eine richtige Heimat wollte er ihnen geben – und das Leben, das ihnen allen zusteht. Doch wie heißt es so schön? Es kommt immer anders, als man denkt.

Er weiß immer noch nicht, was er von dem Angebot halten soll, das Cassian Monroe ihm gemacht hat. Er will ihm die Silbermine seiner Eltern zurückverkaufen, ebenso das Land, das dazu gehört hat. Gegen eine lächerlich geringe Beteiligung am Ertrag der Mine.

Frieden?

Könnte es den wirklich geben, nach allem, was geschehen ist?

Seine Pumaseele schreit nein, die will immer noch Rache. Die will Blut sehen und die Gegner vernichten. Vom Verstand her aber weiß er, er muss das Angebot annehmen, denn es ist nicht schlecht. Es ist sogar erstaunlich fair und großzügig. Kein Inselparadies für sein Rudel, dafür aber die alte Heimat.

Seine Leute haben Familien gegründet, längst sind sie nicht mehr die kriminellen Einzelgänger. Sie haben Kinder bekommen, Beziehungen geknüpft und die Sierra Madre und Mexiko als Heimat angenommen. Hat er da eine Wahl? Er trägt so viel Verantwortung auf seinen Schultern. Also hat er sich zähneknirschend und widerstrebend auf die Verhandlung eingelassen und Cassians Angebot angenommen. Morgen soll der Vertrag unterschrieben und notariell beglaubigt werden, dann gibt es – so gesehen – keinen Grund mehr für seinen Rachefeldzug gegen die drei. Er weiß auch, wem er das plötzliche Einlenken zu verdanken hat – auch dieser Frau. Indirekt zumindest. Auch sie wollen keinen Krieg mehr gegen ihn führen, weil sie ihre Gefährtin in Sicherheit wissen möchten … das ist ihnen wichtiger als alles andere. Dafür nehmen sie sogar den Verlust einer ihrer ertragreichsten Liegenschaften – der Silbermine und deren Ertrag – in Kauf.

Enrico versteht es nicht wirklich. Er hat sie gesehen, die Fotos von der Kleinen. Sie ist so unscheinbar, so unwürdig. Cassian und seine Freunde gehören zu den angesehensten, mächtigsten Gestaltwandlern weltweit – und dann dieses Ding als Gefährtin? Es ist so beschämend, doch ihm hat es irgendwie in die Hände gespielt. Auch er ist nicht länger scharf auf einen blutigen Krieg, der doch nur unnütze Opfer auf beiden Seiten mit sich bringen würde. Kriege kosten nicht nur Leben, sondern Geld. Seines steckt er lieber in die Mission, seinen Namen reinzuwaschen und ihn wieder seiner alten Bedeutung zuzuführen.

Er sieht hoch, als es leise an der Tür klopft. Zufrieden geht er öffnen, das ist sicher das Callgirl, das er für diese Nacht bestellt hat. Enrico hat keine Partnerin, er mag sich nicht festlegen. Sein Puma will keine Gefährtin, er liebt es lieber unabhängig und abwechslungsreich. Die Agentur, die er dafür bemüht, hat ihm schon ein paar Mal adäquate Gespielinnen für die Nacht vermittelt, auch heute hat sie ihm zugesichert, seinen speziellen Wünschen in allem nachzukommen.

Alle schlechten Gedanken verdrängend, lächelt er die kleine Rothaarige an, die aufreizend gekleidet darauf wartet, eingelassen zu werden. Enrico ist zufrieden, die Agentur hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Was hier vor ihm steht, ist ein exquisites Stück Frauenfleisch – genau seiner Vorliebe entsprechend, wie ein lebendiger Abklatsch einer Cartoon-Figur, für die er schon immer heimlich geschwärmt hat. Jessica Rabbit.

Die Lady hier hat mächtig nachgeholfen, um diesem Ideal zu entsprechen, doch im Prinzip ist es egal. Er holt sie zu sich ins Zimmer, und noch bevor sie ihn begrüßen kann, hat er sie schon auf die Knie gezwungen und ihr seinen Schwanz in den Mund gesteckt. Enrico hält absolut nichts davon, diese käuflichen Weiber zu umgarnen. Sie werden bezahlt und haben zu funktionieren, basta!

Hart hält er ihren Kopf fest, während er sich tief in ihren Rachen drängt, bis sie sich krümmt und würgt, und weit die Augen aufreißt. So weit, dass diese albernen künstlichen Wimpern bis über die Augenbrauen hinausreichen. Am liebsten würde er sie ihr von den Lidern reißen, aber stattdessen fickt er sie so tief in den Hals, wie es nur geht. Er mag es, wie sie sich wehrt, wie sie ihre Krallennägel in seine Oberschenkel schlägt. Aber sie hat keine Chance gegen ihn.

Menschenfrauen sind ja so schwach.

Es dauert nicht lange, dann ergießt er sich mit einem kehligen Knurren in ihren Schlund. Doch wenn die kleine Rote denkt, damit wäre es jetzt getan, hat sie sich gewaltig getäuscht. Enrico ist gerade mal warmgelaufen.

Er ignoriert ihr Würgen, wie sie schnaufend gegen den Brechreiz angeht. Ihr Augen-Make-up verschwimmt, das billige Zeug ist wohl nicht wasserfest. Jetzt sieht sie schon nicht mehr so fein aus wie bei ihrer Ankunft, und er weiß – wenn er sie in ein paar Stunden gehen lässt, wird sie noch etwas zerstörter sein. Nichts genießt er so sehr, wie ihnen diesen falschen Schein vom Leib zu fetzen. Er bestellt seine Jessica Rabbit, nur um das wahre Ich dann ans Tageslicht zu zerren.

Mit einem harten Griff in den künstlichen roten Haaren – Extensions, vermutet er – zerrt er sie zum Esstisch hinüber, und dort knallt er sie hart auf die Tischplatte. Sie winselt, doch gegen seine Kraft hat sie keine Chance. Unnachgiebig spreizt er ihr die Beine von hinten, während er ihr mit der Hand das Gesicht auf das Holz drückt. Wie eine Leine hat er sich die langen Haare um die Finger gewickelt, und als er sich mit einem Stoß bis zum Ansatz in ihre Möse versenkt, zerrt er ihr den Kopf in den Nacken, als würde er ein Pferd am Zügel bändigen.

Wieder schreit sie auf, die kleine Nutte. Kehlig knurrt er, ihr Gesicht ist schmerzlich verzogen. Nein, denkt er sich, du spielst mir hier nichts vor. Die übliche Masche, höchste Wonne vorzutäuschen und dem Freier vorzugaukeln, was für ein toller Hengst er ist, das zieht bei Enrico nicht. Die Gelegenheit dazu gibt er keiner. Er hat selbst genügend käufliche Pferdchen ins Rennen geschickt und sie zuvor ausgebildet, er weiß genau, wie das mit den käuflichen Weibern funktioniert!

Grunzend fickt er sie, dabei ist es ihm egal, ob sie etwas davon hat oder nicht. So viel Wut steckt in ihm, es hat sich so viel Zorn und Hass angestaut, den lässt er nun raus. Doch als er es ihr besorgt, schweifen seine Gedanken ab – hin zu Estelle, nach dem missglückten Entführungsversuch. Er hat sie festgenommen, sie ihres Postens als Beta natürlich enthoben. Irgendwie musste er ja sein Gesicht vor den verfluchten Katzen wahren.

In seinem Kerker hat er seinem ehemaligen Protegé dann das Fürchten gelernt. Sein Mund verzieht sich genüsslich, in seinem Schwanz pocht es, nur wenn er daran denkt. Von Anfang an, schon seit er Estelle in Durango in dem Bordell entdeckt hat, hat er sie immer wieder benutzt. Einmal Nutte, immer Nutte. Er hat sich ihrer bedient, wann immer er Lust auf sie gehabt hat, und ihr nie die Möglichkeit gegeben, nein zu sagen. Sie hat sich hochgearbeitet, denn es lässt sich nicht bestreiten, dass sie ein verdammt zähes, hartes Miststück war. Sich für keinen Job zu schade und von einer Kälte, die ihn immer wieder angezogen hat. In ihr hat er sein Gegenstück gesehen. Bis zu diesem dämlichen Fehler in Suva.

Hat er eine andere Wahl gehabt? Nein, er musste zu seinem Wort stehen, sonst hätten die Katzen sie sofort gerichtet – und das hätte dann doch wieder einen Krieg nach sich gezogen, denn so etwas hätte er nicht dulden können. Also hat er sich selbst zu ihrem Richter aufgespielt – und zu ihrem Henker. Und Hölle, wie hat er es genossen, dieses kleine Miststück zu brechen. So zäh, sie hat alles überlebt, was er sich für sie ausgedacht hat. Und seine Fantasie ist zu Höchstleistungen aufgeblüht, das hat ihn selbst gewundert. Es ist so leicht, eine Frau zu quälen – selbst eine wie Estelle, die nicht menschlich ist. Der Vorteil ist eben nur, dass Wandler-Weibchen immer wieder heilen, sich regenerieren sobald sie zur Ruhe kommen.