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Ghost Mortem Band 1-7

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Summary

Audrey Fitzgerald ist ein Chaosmagnet. Ein Kaffee in der Hand, das Leben halbwegs im Griff – bis plötzlich ihr bester Freund als Geist in ihrer Wohnung auftaucht. Dumm nur: Er ist nicht nur tot, sondern auch ohne Erinnerung daran, wie er gestorben ist. War es ein Unfall? Oder doch Mord? Ethan, der Geist, ist überzeugt, dass jemand nachgeholfen hat – und bittet Audrey, für ihn zu ermitteln. Leichter gesagt als getan, wenn man eigentlich keinerlei Erfahrung als Detektivin hat … und noch dazu eine Katze erbt, die nicht nur spricht, sondern auch jede ihrer Entscheidungen mit sarkastischen Kommentaren begleitet. Doch je tiefer Audrey in die Geheimnisse von Firefly Bay eintaucht, desto klarer wird: Dies war kein Zufall. Und während sie Spur um Spur sammelt, stößt sie nicht nur auf verdächtige Gestalten, sondern auch auf Detective Kade Galloway – den charmanten Cowboy-Hotpants der Polizei, dem sie eigentlich nicht traut, der ihr aber gefährlich nah kommt. Mit einem Geist, einer sprechenden Katze und einer Mordserie, die mehr Fragen aufwirft, als Antworten liefert, stolpert Audrey kopfüber in ihr erstes Abenteuer als ›Geisterdetektivin‹. Doch die größte Gefahr könnte am Ende nicht der Mörder sein – sondern die Wahrheit selbst. Humorvoll, spannend und voller unerwarteter Wendungen – der Auftakt einer paranormalen Cosy-Crime-Reihe, die man nicht mehr aus der Hand legen will!

Status
1yr ago
Chapters
24
Rating
n/a
Age Rating
13+

Ein ganz normaler Wahnsinn

Der Tag begann wie so viele andere in meinem chaotischen Leben: mit einem Weckerklingeln, das sich anhörte, als würde ein Presslufthammer direkt neben meinem Ohr toben. Ich schlug mit der Hand danach, traf aber natürlich nicht den Wecker, sondern das Glas Wasser auf meinem Nachttisch. Das kippte um, ergoss sich über mein Handy und meine Brille, und ich murmelte ein so farbenfrohes Fluchregister, dass meine Großmutter sich im Grab umgedreht hätte – wenn sie denn tatsächlich in einem Grab gelegen hätte und nicht als Urne auf dem Kaminsims meiner Eltern thronte.

»Super, Audrey«, sagte ich zu mir selbst, während ich das Handy aufhob und mit meinem Schlafshirt trocken rieb. »Ein weiterer Morgen, an dem du es nicht einmal bis ins Bad schaffst, ohne eine Katastrophe anzurichten.«

Mit halb verklebten Augen tastete ich mich in die Küche, stolperte über eine herrenlose Schuhsohle – fragt mich nicht, warum die da lag, ich habe längst aufgehört, mein Chaos zu hinterfragen – und stieß mir dabei das Schienbein an der Türkante. Tränen der Wut und des Schmerzes schossen mir in die Augen. Kein guter Start in den Tag, aber ehrlich gesagt war ich das gewohnt.

Ich stellte die Kaffeemaschine an, die natürlich fröhlich gurgelte, dann aber den Geist aufgab. Im wahrsten Sinne. Kein Tropfen Kaffee floss in die Kanne. Ich starrte die Maschine an, als hätte sie mich persönlich beleidigt, und schlug schließlich mit der flachen Hand darauf. »Du auch noch!«, fauchte ich. »Ich schwöre, eines Tages werfe ich dich aus dem Fenster.«

Da ich ohne Koffein ungefähr so funktionierte wie ein Fisch auf dem Trockenen, griff ich notgedrungen nach der Notfallration Instantkaffee. Mit der dampfenden Tasse in der Hand ließ ich mich auf das Sofa fallen. Ein normaler, leicht katastrophaler Audrey-Morgen.

Bis zu dem Moment, in dem es plötzlich kalt wurde. Eiskalt. So kalt, dass mir der Atem in kleinen Wölkchen aus dem Mund kam. Ich starrte auf meine Tasse, dann auf das Fenster. Geschlossen. Keine Lüftung, kein Durchzug. Trotzdem fröstelte es mich bis auf die Knochen.

»Audrey«, sagte da eine Stimme.

Ich erstarrte. Meine Tasse entglitt meinen Fingern und landete klirrend auf dem Teppich, wo sich der Inhalt sofort in einem hässlichen braunen Fleck ausbreitete. Langsam hob ich den Kopf.

Und da stand er.

Mitten in meinem Wohnzimmer.

Mein bester Freund, der vor einer Woche gestorben war.

»Äh«, machte ich, weil mein Gehirn nicht in der Lage war, mehr als eine Silbe zu produzieren.

Er grinste schief, so wie er es immer getan hatte, wenn er genau wusste, dass er mich mit irgendeinem Blödsinn in den Wahnsinn treiben würde. Doch diesmal war etwas anders. Er war … durchscheinend. Man konnte den alten Bücherstapel hinter ihm sehen. Und die Zimmerpflanze, die dringend Wasser gebraucht hätte.

»Du … du bist tot«, stammelte ich.

»Offensichtlich«, erwiderte er trocken und stemmte die Hände in die Hüften. »Aber das hält mich nicht davon ab, dir einen Besuch abzustatten.«

Ich schnappte nach Luft. »Das hier ist ein Traum. Oder ein Alkoholflashback. Ich wusste, dass die Tequila-Shots keine gute Idee waren. Oder … ich bin endgültig durchgedreht. Ja, das ist es. Ich halluziniere.«

»Wenn das eine Halluzination ist«, meinte er und beugte sich ein Stück nach vorne, »dann bist du ganz schön kreativ, was die Details angeht. Siehst du diese Jacke? Die habe ich gehasst. Und doch hast du mich damit ausgestattet.«

Ich starrte ihn an. Er hatte recht. Jedes Detail war da – die ausgefransten Ärmel, der kleine Kaffeefleck auf der Brust, den er nie herausbekommen hatte. Kein Traum konnte so präzise sein.

Mein Herz raste. Meine Knie zitterten. Ich ließ mich zurück ins Sofa sinken, griff nach einem Kissen und hielt es schützend vor mich, als könne ein Kissen mich vor einem Geist retten.

»Das … das ist verrückt«, flüsterte ich. »Geister gibt es nicht.«

Er zog eine Augenbraue hoch. »Tja, Überraschung. Doch, die gibt es. Und ich bin der Beweis.«

In diesem Moment wusste ich, dass mein Leben nie wieder normal sein würde.

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