Nicht euer Ernst
Verfluchter, lieber Stiefbruder – Revised
Kim lernt ihren persönlichen Idioten von einer anderen Seite kennen und es knistert gewaltig...
Hab mir die Mühe gemacht, diese Shortstory nochmal zu überarbeiten ;) Viel Spaß beim Lesen!
(Weiß auch nicht, wie das immer passiert...es sollte eigentlich wieder eine kleine Geschichte für Heiß, heißer...richtig Hot werden...)
Nicht euer Ernst?!
Kim
Es waren seid ein paar Jahren nur Mum und ich, gegen den Rest der Welt.
Mein Erzeuger hatte das weite gesucht, nachdem Mama ihn erwischt hatte, wie er Fremdgegangen war.
Typisches Klischee:
Im Büro mit seiner Assistentin. So ein junges Ding, das kaum fünf Jahre älter war, als ich.
Ich war ihm nicht wichtig genug...er hatte nicht mal tschüss gesagt, als er mit nur einer Tasche bewaffnet verschwand.
Nach einer Weile meldete er sich wieder bei mir, aber ich wollte ihn nicht sehen. Nicht mit ihm sprechen und auch sonst keinen Kontakt zu ihm.
Wir hatten früher eigentlich einen guten Draht zueinander, aber den hat er zerstört, als ich herausfand, das er mich in seine Lügen mit rein gezogen hatte, ohne das ich es mitbekam.
Hatte Mama erzählt, das er sich mit mir traf und aufgeflogen ist es, weil Mama mich irgendwann darauf ansprach, das sie froh wäre, das wir so viel Zeit miteinander verbringen würden – was ich verneinen musste, denn es war ja nicht so.
Oft hatte er auch Vereinbarungen mit mir kurzfristig abgesagt oder mich einfach stehen lassen ohne abzusagen – jetzt wusste ich warum.
Ganz miese Aktion!
Brauchte er sich nicht wundern, warum ich ihn nicht mehr sehen und hören wollte.
Mum und ich kamen gut zurecht alleine und wir brauchten ihn nicht.
Aber mein Leben stellte sich mir nichts dir nichts auf den Kopf, als meine Mum einen neuen Mann kennenlernte...
Ihr glaubt mir nicht?
Weil eine neue Liebe was schönes sein soll?
Pft...vielleicht für meine Mum und ich freue mich wirklich und ehrlich für sie. Steven ist wirklich ein toller Mann und ich könnte nicht glücklicher sein für die beiden. Sie waren so kitschig süß verliebt, das einem beim zugucken fast schlecht werden könnte...
Mal ganz davon abgesehen, das man das als Tochter nicht sehen wollte...
Natürlich hatte sie ein neues Glück verdient... aber hallo??? Muss ich sehen, wie die beiden sich küssen oder fast übereinander herfallen???
NEIN!
Es gibt Grenzen!
Das können sie tun, wenn sie allein sind!
Wenigstens waren sie, wenn ich sie erwischte jedes mal peinlich berührt...
Also Leute, nehmt euch ein Zimmer – Problem gelöst!
Aber leider kam mit Steven auch sein Sohn...
Auch bekannt, als der größte Idiot der ganzen Schule.
Der, der mir mein Leben in der Schule schon immer schwer zu machen versuchte...und jetzt hatte ich nicht mal mehr zuhause Ruhe vor dem Idioten...
Zugegeben, er war auch gleichzeitig der heißeste Typ an der Schule...aber das würde ich ihm ganz bestimmt nicht auf die Nase binden.
Dabei fing es ganz harmlos an.
Mum stellte mir nach einem fürchterlich qualvollem Mutter-Tochter-Gespräch ihren neuen Freund vor und wir unternahmen ein paar mal etwas zusammen. Steven erzählte mir von seinem Sohn, der es immer irgendwie geschafft hatte sich aus den Unternehmungen raus zuhalten.
Laut Steven musste er trainieren – Football, was sonst?
Ihr ahnt sicher, das ich noch nichts ahnte.
Die Ausflüge mit Mum und Steven waren lustig bis schön und manchmal langweilig. Aber ich versuchte wirklich ihm eine Chance zu geben und ich konnte sehen, das er Mama auf Händen trug, wie sie es verdiente.
Denn wenn ich so das Verhalten meines Erzeugers mit dem von Steven verglich, da konnte mein Vater glatt einpacken oder viel lernen.
Oder beides.
Steven war wirklich nett und ich mochte ihn.
Er gab mir nie das Gefühl zu stören und war auch für mich da.
Dann kam der Tag, an dem sein Sohn nicht mehr ausweichen konnte und stellt euch meinen Schock vor.
Steven strahlte übers ganze Gesicht, als er das Restaurant betrat, in das er uns eingeladen hatte. Mum und ich saßen schon an dem reservierten Tisch und hinter Steven trottete niemand anders her, als Luke – aka größter Idiot auf diesem Planeten!
Mir entglitt mein lächeln, das sich bei Stevens erscheinen in mein Gesicht geschlichen hatte.
Ich mochte ihn wirklich.
„Angela, du siehst wie immer bezaubernd aus.“ er begrüßte meine Mum mit einem kleinen Kuss auf die Lippen und küsste dann meine Wange. „Kim – du stehst deiner Mutter in nichts nach.“
Er war so ein Charmeur!
„Ich werde ein Auge auf die Jungs halten müssen, damit sie sich noch eine Weile von dir fern halten.“ grinste er. „Vielleicht kann mir Luke dabei helfen.“ damit schob er den Trottel nach vorn und stellte ihn vor.
Mum erfasste die Situation schneller, als er.
„Kennt ihr zwei euch etwa?“ fragte sie und sah uns an.
Luke sah mich verdattert an und in meinem Blick lag die pure Abneigung – die man hoffentlich nicht so deutlich sah!
„Leider ja.“ murmelte ich sehr leise und fing mir einen Sei-nett-Blick von meiner Mutter ein.
Luke war tatsächlich mal etwas diplomatischer. „Wir gehen in dieselbe Stufe, auf der Schule und haben ein paar Kurse zusammen.“ sagte er und lächelte meine Mutter lieb an, nachdem sein Blick, den er mir zugeworfen hatte den ich nicht richtig deuten konnte.
Er schien schon alle Möglichkeiten durchzugehen, wie er mich nun besser ärgern konnte.
„Oh, was für ein Zufall!“ sagte Steven, als sich beide gesetzt hatten. „Dann kann ja nichts mehr schief gehen. Wir möchten euch nämlich etwas mitteilen!“
Er sah meine Mutter liebevoll lächelnd an.
„Wir werden zusammenziehen und bald heiraten.“ platzte meine Mum heraus.
Luke und ich sahen uns gleichzeitig an und ich glaube, wir waren uns das erste mal überhaupt einig...
„Oh wie schön!“ sagte ich mechanisch und versuchte die beiden anzulächeln – während ich das Gegenteil dachte.
Fuck my life.
Kann man Steven auch ohne den Idioten haben?
Ach nee, ging ja nicht...Stevens erste Frau, war ja leider – Gott hab sie selig - durch einen Autounfall verstorben – also konnte man Luke nicht dahin schieben...
Gab es vielleicht Tanten?
Großeltern?
Irgendwas?
Luke sah mich wieder an und ein undefinierbares Grinsen schlich sich in sein Gesicht.
„Gratulation, Dad! Ich kann es kaum abwarten meine neue Schwester zuhause willkommen zu heißen!...und natürlich meine neue Mum!“
Wie bitte?
Hatte ich mich verhört?
Vor ein paar Stunden erst hatten wir uns noch mal wieder gefetzt!
Wegen nichts und wieder nichts eigentlich, aber es hatte darin geendet, das wir wutschnaubend voreinander gestanden hatten.
Stirn an Stirn und uns böse angefunkelt hatten.
Er brach grundsätzlich einen Streit vom Zaun und am Ende musste man uns trennen.
Oft bekamen wir ärger deshalb.
Luke
Der Tag fing ganz normal an, außer, das mein Dad heute verlauten hatte lassen, das ich heute Abend nicht mehr drum herum kam und mit müsse zu seinem Date.
Er hatte ausnahmsweise mal die ich-bin-dein-Dad-Karte raus geholt und ich kam nicht drum herum. Das tat er selten und wenn er es Tat, dann gab es keine Ausreden mehr.
Bisher hatte ich mich immer um die Einladungen und bitten mitzukommen gedrückt oder irgendwie herausgeredet.
Seid Monaten war er aus dem Häuschen, weil er diese neue Frau kennen gelernt hatte.
Versteht mich nicht falsch.
Ich gönnte es ihm.
Mum war schließlich schon gestorben, als ich noch klein war und er hatte noch nie so glücklich gewirkt seid dem.
Natürlich wusste ich das es irgendwann passieren würde und wir hatten auch schon früher darüber geredet, das er, wenn es soweit wäre nicht versuchen würde Mum zu ersetzten.
Das hatte ich abgekürzt und ihm rundheraus gesagt, das es okay wäre und er zu jung sei um alleine zu versauern.
Nicht, das ich meine Mutter nicht vermissen würde, aber sie war nun mal Tod und wir lebten weiter.
Da war ich pragmatisch.
Nun saß ich in der Mittagspause, bei dem schönen Wetter, draußen und beobachtete das Objekt meiner Begierde heimlich von meinem Platz aus.
Sie besaß die Frechheit vor meinen Augen mit dem neuen Typen zu flirten, der seinen ersten Tag hatte.
Verdammt!
„Träumst du immer noch von Kim? Alter, vergiss die endlich! Ja die is heiß, aber den ganzen Ärger nicht wert.“ brummte mein bester Kumpel, der mal wieder meinen Blick gefolgt war. „Du kannst dir jede andere Aussuchen.“
Er hatte recht damit und ich vertrieb mir auch hin und wieder meine Zeit mit anderen Mädels – vor ihren Augen, in der Hoffnung auf eine Reaktion von ihr - aber
ich wollte nichts sehnlicher, als das mit ihr, was der Typ grade freiwillig von ihr bekam.
Ich wollte, das sie mit mir flirtet und normal redet.
Das ich so die Chance bekommen würde, sie um ein Date zu bitten.
Jedes mal, wenn ich sie sah und ansprechen wollte, war jemand anderes in ihrer Nähe. Kaum hatte man die Chance sie allein zu treffen.
Sie war beliebt, aber nicht versnobbt, wie andere Mädchen, die bliebt waren.
Natürlich hübsch, ohne viel Schminke im Gesicht.
Eigentlich war es lächerlich...wir gehörten beide zu den beliebtesten auf unserer Schule. Normalerweise müssten wir längst ein Paar sein, aber irgendwie hatte ich es geschafft, das sie mich höchstens verächtlich ansah.
Irgendwann hatte ich die Geduld verloren und sie als geltungssüchtige Bitch bezeichnet – obwohl ich es war, der es nicht hinbekam sie anzusprechen. Bis dahin waren wir nett miteinander umgegangen.
Danach ging alles den Bach runter.
Ich kam nicht mehr an sie heran, auch wenn wir öfter auch auf denselben Partys aufeinander trafen. Sie zeigte mir ihre Eiskalte Schulter und ignorierte mich.
Es sei denn, das ich sie auf die Palme jagte...so bekam ich wenigstens ein paar Reaktionen von ihr.
...und last euch gesagt sein, nach ein paar solcher Auseinandersetzungen stand little Luke wie eine eins...dieses Weibstück war so verdammt sexy, wenn sie sich aufregte und ich musste mich schon mehrfach davon abhalten sie einfach zu küssen.
Sie hätte mir sicher sonst eine schallende Ohrfeige verpasst – und zu recht...
Meine Worte verselbständigten sich mal wieder: „Hattest du heute noch nicht genug Kerle?“
Sie blinzelte wütend über meine Worte und der Typ brauchte einen Moment, bis der Inhalt der Worte zu ihm durchdrang - Flachpfeiffe.
Nett war das nicht, ich weiß...aber ich wollte den Typen loswerden!
„Kannst du es immer noch nicht verstehen, das ich mit Arschlöchern nicht rede?“ fauchte sie und der Typ verdrückte sich, nachdem ich mit meiner Hand wedelte, das er verschwinden sollte.
Immerhin hatte er die Vibes richtig gedeutet und wollte nicht zwischen uns stehen – Weichei. So einen brauchte eine Granate wie Kim nicht.
Japp, ich hielt die Typen von ihr weg.
Mal durch Gerüchte.
Mal durch einfache Präsenz.
„Eines schönen Tages wirst du mit mir reden, Prinzessin.“ sagte ich und grinste sie dreist an.
„Davon darfst du Nachts träumen.“ sagte sie und stand auf und wollte Richtung Schulgebäude gehen.
Ich versperrte ihr den Weg.
„Möchtest du wissen, wovon ich träume?“ provozierte ich sie weiter.
„Nein danke, an deinen perversen Gedankengängen möchte ich nicht teilhaben.“ sie versuchte mich weg zu schubsen – klappte nicht, seid ich trainierte war ich eine verdammte Backsteinmauer und so ein zierliches Ding, wie Kim würde mich nicht vom Fleck weg bekommen.
„Oh Prinzessin...wenn du kuscheln willst, dann brauchst du das nur sagen...“ sagte ich und zog sie dichter zu mir.
Allerdings hatte das kleine Biest ihr Knie blitzschnell an eine empfindliche Stelle gedrückt.
„Wenn du nicht spontan einige Oktaven höher sprechen willst, dann solltest du mich verdammt schnell los lassen.“ sagte sie kalt und ich ließ sie ziehen, aber nicht ohne zu lächeln.
Das war heiß gewesen.
„Du kannst es nicht lassen!“ schüttelte Dylan seinen Kopf. „Kommst du heute Abend mit zum Strand?“
„Nope...ich muss mit meinem Dad zu diesem Essen. Konnte mich nicht mehr raus reden.“ sagte ich und sah Kim hinterher.
„Alter, vielleicht ist die neue Freundin deines Vaters nicht so schlimm, wie du denkst...vielleicht ist sie heiß?“ sagte Dylan und fing sich einen Schlag an den Hinterkopf ein.
„Alter! Bist du noch zu retten? Selbst wenn die ne heiße Milf wäre...mein Dad mag sie wirklich sehr...also halt deine Klappe!“ brummte ich und machte mich auch auf den Weg rein.
Ich kannte die Frau noch nicht, aber mein Dad mochte sie und das sollte mir erst mal reichen, um sie respektvoll zu behandeln.
Hätte ich gewusst, das die neue Freundin von meinem Dad, Kim’s Mum ist, dann wäre ich zu jedem einzelnen verdammten Ausflug mitgegangen...
Nun saß ich ihr in diesem Restaurant gegenüber und hörte die gleiche Botschaft, wie sie.
Mein Dad würde ihre Mum heiraten und die beiden würden mit in unser Haus einziehen – noch vor der Hochzeit.
Ich grinste übers ganze Gesicht.
Das war fucking fantastisch!
„Dad, was hältst du davon, wenn Kim das Gästezimmer neben meinem Zimmer bekommt?“ fragte ich und grinste dabei übers ganze Gesicht. „Ich meine wir kennen uns zwar schon, aber so können wir uns besser kennen lernen, ich kann auf mein kleines Schwesterchen besser aufpassen und wir könnten zusammen lernen.“
Gut etwas dick aufgetragen...aber es verfehlte den Gewünschten Effekt nicht.
Das Zimmer hatte ein gemeinsames Badezimmer und somit eine Verbindungstür! Vielleicht schaffte ich es die Schlüssel zu verstecken...
Bester Tag ever!
„Oh das klingt doch wunderbar!“ freute sich Angela und sah ihre Tochter an, die aussah, als hätte sie eine ganze Zitrone verschluckt.
Kim versuchte ein lächeln aufrecht zu erhalten.
„Ja, das ist ganz zauberhaft von Luke.“ presste sie hervor und trat mich unter dem Tisch – verdient hatte ich es.
Die Erwachsenenfraktion bekam nichts mit von uns und mein Dad sagte: „Gut, dann wäre das also beschlossen. Kim bekommt das Zimmer neben deinem und nächste Woche fangen wir mit dem renovieren an. Kim, du kannst mit deiner Mum im Baumarkt nach der Farbe suchen, die du gerne hättest. Ist auch besser so, denn sonst müsstest du entweder immer durch den Flur ins Bad oder in den Keller gehen. Es freut mich das ihr euch schon kennt. Ich hatte mir schon sorgen gemacht, ob ihr euch verstehen könntet.“
Sie nickte ihm zu – blieb ihr ja nichts anderes über.
Gut, ich hatte noch Zeit die Schlüssel verschwinden zu lassen!
Innerlich grinste ich und konnte es gar nicht abwarten.
Natürlich wäre es eine Umstellung und ich musste ein wenig aufpassen, das sie nichts von meiner Obsession für sie mitbekam.
Aber hey, was gibt es schöneres, als das Objekt deiner Begierde im selben verdammten Haus wohnen zu haben???
Nichts! Einfach nichts!