Wunderschöne Püppchen

Natürlich weiß Melinda, dass sie ein wenig … exklusiv ist. Ihre Eltern haben immer den Kopf geschüttelt und sie verrückt oder sonderbar genannt. Freunde nennen sie durchgeknallt, schrullig und verschroben. Sie selbst findet diese Worte aber allesamt verletzend. So bezeichnet sie sich selbst als exklusiv. Denn das ist sie ganz bestimmt!
Jeden Tag fährt sie mit ihrem Gesichtspinsel, der natürlich niemals für ihr eigenes Gesicht verwendet wird, über ihre Puppen und entfernt jedes Staubkörnchen von ihren zarten Gesichtern, Körpern und Kleidern, selbst jene feinen Körnchen, die gar nicht vorhanden sind für das menschliche Auge. Doch es kann gar nicht anders sein, als dass sich aus der Luft etwas auf die lächelnden, zauberhaften Ankleidepüppchen gelegt hat!
Während sie Puppe für Puppe von oben bis unten sauber pinselt, wächst zwischen ihren Beinen eine unglaubliche Erregung. Spannung baut sich in ihrem Körper auf, die immer stärker nach Erlösung verlangt. Doch sie hat in diesen Momenten, wenn sie sich voller Liebe um die anmutigen Püppchen kümmert, keine Zeit, ihre Finger nach unten an die nasse Perle gleiten zu lassen, egal wie bereit sie für einen Selbst-Fick ist. Ihre empfindlichen, wunderschönen Püppchen brauchen ihre vollste Aufmerksamkeit.
Melinda ist nicht einmal sicher, wann ihre Vorliebe für Ankleidepüppchen sich in einen Fetisch verwandelt hat. Aber irgendwann hat sie gespürt, dass die Beschäftigung mit den Puppen ihr einen sexuellen Kick gibt. Wenn sie diese perfekten Puppenkörper entkleidet und neu arrangiert mit anderer Kleidung, einer anderen Haltung, in einer anderen Gruppe, dann löst es in ihr solche lustvollen Gefühle aus, dass sie manchmal bereits beim Arrangieren zum Orgasmus kommt! Es ist beängstigend und dennoch faszinierend. Es ist ja nicht so, dass sie die Püppchen mit in ihr Bett nehmen oder an ihr Geschlecht halten würde. Sie schleckt sie auch nicht ab oder küsst sie, wie andere Fetischisten es tun. Doch ein Schuh nimmt nun mal keinen Schaden, wenn er geleckt wird oder an die Brust gedrückt. Bei einer zarten Ankleidepuppe sieht das schon anders aus! Die Haare sind viel empfindlicher als ein Schuh. Der Puppenkörper ist äußerst empfindlich bei Kontakt mit Schweiß oder Schleim! Außerdem ist jede Puppe in Melindas Augen eine eigene Persönlichkeit, jede erzählt eine eigene Geschichte von ihrem Leben. Ob ein Schuh-Fetischist das auch über einen Lackstiefel oder High Heel sagt? Sind diese Schuhe nicht austauschbar? Sie weiß es gar nicht, lebt sie doch in ihrer eigenen perfekten kleinen Ankleidepüppchenwelt.
Wohlig seufzend entstaubt sie alle ihre Puppen, genießt das zunehmende Prickeln, die tropfende Flüssigkeit zwischen ihren Beinen und ihre steil emporragenden Nippel. Als sie die letzte Puppe abgestaubt hat, gleitet sie mit ihrer rechten Hand in ihre Hose und unter den Slip. Eine kurze Berührung an ihrer Perle reicht aus, heftige Lustwellen durch ihren Körper zu schicken. Ihre Atmung wird flacher und schneller. Die Nähe ihrer wunderschönen Lieblinge sendet leidenschaftliche Gelüste von ihren Fußzehen bis in die Haarspitzen. Melinda reibt stärker und spürt augenblicklich eine kräftige orgiastische Welle wie einen Orkan durch den Unterleib jagen. Stöhnend krümmt sie sich voller Lust. Alle Muskeln spannen sich an, ihre Scheide verkrampft sich voller Gier und sucht nach etwas, was sie pressen und melken kann. Doch dieses Mal ist ihre Pussy leer und kann sich nur an ihrem eigenen Saft erfreuen, der sich schmatzend den Weg nach draußen zu ihren klebrigen Fingern bahnt, die noch immer die Perle reiben und kneten. Mit einem lauten Schrei stößt sie ihren Orgasmus heraus. Ob ein Nachbar sie hören kann, weiß Melinda nicht und es ist ihr auch egal. Inmitten ihrer wunderschönen, langhaarigen, schlanken Püppchen genießt sie die Wellen der Lust, die bis in ihre Brustwarzen prickeln, das fiebrige Zucken in ihrem Körper, das allmähliche Abebben des verkrampften Unterleibes in eine völlige Entspannung.
Melinda nimmt ihre Finger aus der Hose und riecht an ihrem Saft, der einen leichten aromatischen Duft hat. Als sie den Zeigefinger abschleckt, genießt sie den zarten, süßlichen Geschmack und schließt wohlig die Augen. Erneut baut sich eine lustvolle Spannung in ihrem Innern auf. Mit einer Hand fährt sie über ihre Nippelchen, während sie den Saft an ihren Fingern genussvoll aufschleckt. Stöhnend windet sich ihr Körper unter der aufreizenden Stimulierung. Dann öffnet sie stöhnend und keuchend ihre Augen, schaut auf die Ankleidepüppchen, die rund um sie stehen und so lieblich und unschuldig sind. Schon bahnt sich der nächste Orgasmus seinen Weg, Hitze schießt in ihren Unterleib, hechelnd beißt sie sich auf die Unterlippe und dann explodiert sie erneut. Beim Anblick all der zauberhaften Wesen, bei dem herrlichen Duft an ihren Fingern und den hoch erregten Nippeln! Schreiend genießt sie die heftigen Wellen, die sie durchströmen und sinkt erschöpft an der Wand hinunter.
Lächelnd blickt sie zu ihren Puppen hoch, die brav und zauberhaft anzusehen sind.
„Meine Lieben, es wird Zeit, dass auch andere Menschen eure überragende Schönheit bewundern dürfen.“
Melinda atmet tief durch. Mit ihrer Zungenspitze fährt sie über ihre Lippen und wartet ab, bis sich ihre Atmung vollständig beruhigt hat. Danach steht sie auf und schreitet die Reihe ihrer Liebsten ab.
Sie fährt über das eine oder andere Kleid, richtet bei der einen den Hut, bei der anderen eine Haarlocke und seufzt. Doch dieses Mal ist der Laut nicht wohlig, sondern leicht schmerzerfüllt.
„Die zehn schönsten von euch bringe ich morgen zu einer Puppen-Ausstellung. Dort werdet ihr eine ganze Woche lang in einer staubfreien Vitrine von Verehrern bewundert werden.“
Melinda geht die Regale entlang und prüft, welche ihrer Schönheiten perfekt für die Ausstellung sind. „Es haben sich sogar schon Schulklassen angemeldet, die euch anhimmeln werden. Deshalb sind die gläsernen Schaukasten zwingend notwendig. Sonst kommt womöglich eines der Kinder auf die Idee, euch nicht nur anzusehen!“
Obwohl Melinda bei diesen Worten kichert, zieht sich ihr Unterleib schmerzerfüllt zusammen. Wenn man eines ihrer geliebten Püppchen stehlen würde, das wäre entsetzlich! Sie sind doch wie kleine, schützenswerte Kinder für sie. Längst hat sie aufgehört, neue Puppen zu kaufen. Ihre vierhundertvierundvierzig eleganten Ankleidepüppchen sollen auch genauso viele bleiben.
Melinda mag die Zahl Vier. Viele Dinge haben vier Ecken: ein Haus, ein Quadrat, ein Tisch, ein Regal. Es gibt vier Himmelsrichtungen und vier Elemente. Deshalb hat sie zunächst vierzig Traumpuppen gekauft. Daraus wurden dann vierundvierzig. Als sie in ihrem Job als Bürohelferin besser verdiente, kamen dann mehr und mehr Püppchen hinzu. Doch bei 444 hörte sie auf. Jetzt konzentriert sie sich auf die schönen Kleider, immer neue Accessoires.
„Zehn von euch“, seufzt sie, „fast zwei Wochen lang zwischen fremden Püppchen. Ihr werdet dort arrangiert, fotografiert und dann den Blicken aller öffentlich preisgegeben. Ich vermisse euch jetzt schon!“