Liebe oder Freundschaft
Vorgeschichte:
Anina und Elly kennen sich seit klein auf, die beiden haben 4 Jahre Unterschied zueinander. Anina ist 19 Jahre und Elly ist 16 Jahre. Sie sind beste Freunde, und Elly wohnt mit ihren 16 Jahren bei Anina in der Wohnung, da es für sie zu Hause nie wirklich leicht war.
Erzählerin:
Anina und Elly sitzen an einem Samstagabend zusammen auf der Couch und gucken einen Film. Elly kuschelt sich etwas enger an Anina und lächelt. Anina streichelt Ellys Haare, sie merkt, wie sie immer mehr für Elly als Freundschaft fühlt... Mal gucken... vielleicht kommen Elly und Anina noch zusammen...
Aninas Sicht:
Ich lege meinen Kopf auf Ellys Schoß und lege meine Hand auf ihren Oberschenkel... Ich spüre, wie die Schmetterlinge in meinem Bauch anfangen zu fliegen vor Liebe für Elly... Ich will ihr so gerne sagen, was ich empfinde, aber ich habe Angst, dass sie mich dann hasst...
Ellys Sicht:
Als Anina ihren Kopf auf meinen Schoß legt und ihre Hand auf meinen Oberschenkel, muss ich unwillkürlich lächeln. Ich streichle ihre wunderschönen Haare und ihren Rücken. Ich lächle sie an und beobachte sie, wie sie auf den Fernseher guckt.
Aninas Sicht:
Ich kann nicht anders und mache den Fernseher aus. Dann stelle ich mich vor Elly. „Was machst du da?” höre ich Ellys Frage. Aber als Antwort ziehe ich sie hoch und ziehe sie in mein Schlafzimmer. „Bitte Elly... leg dich aufs Bett...”
Ellys Sicht:
Ich frage mich, was sie vorhat, aber tue es und lege mich aufs Bett. Ich quieke auf, als Anina sich plötzlich auf meine Hüfte setzt. Sie nimmt meine Handgelenke und hält sie über meinen Kopf zusammen.
Aninas Sicht:
„Du bist so schön, Elly...” flüstere ich zärtlich und halte ihre Arme weiter über ihren Kopf. Ich sehe, wie sie rot wird und verlegen. Ich will sie küssen... so sehr, dass es weh tut... Ich schaue in ihre wunderschönen braunen Rehaugen und streichle ihr ihre langen, Haselnuss braunen Haare aus dem Gesicht.
Ellys Sicht:
Ich werde rot und atme schneller bei ihren Berührungen. Ich spüre, wie sie ihre Hüfte gegen meine drückt und stöhne leise: „Oh....“. Und plötzlich küsst sie mich. Ich bin überrascht, aber nach einem kurzen Zögern nehme ich den Kuss entgegen. Ihre Lippen sind so weich und so zärtlich und so süß, wie als würde ich Kuchen essen.
Aninas Sicht:
Und plötzlich küsse ich Elly, ihre Lippen so schön... so wunderschön... Ich lasse ihre Hände los und erkunde ihren Körper mit meinen Händen und spüre, wie sie ihre Hände um meinen Hals legt. Ich fange an, ihr Oberteil auszuziehen und danach ihren BH...
Ellys Sicht:
Ich spüre, wie Anina mich auszieht und fange auch bei ihr an... ihr Körper so wunderschön... und irgendwann liegt sie nackt auf mir und ich nackt unter ihr...
Erzählerin:
Elly und Anina haben eine wilde, aber wunderschöne Nacht... Beide stöhnen, wenn die andere sie verwöhnt, und es ist klar, dass die beiden den Sex lieben. Nach knapp zwei Stunden schlafen beide nackt in den Armen der anderen ein.
Ellys Sicht:
Ich wache auf und spüre, wie ich in Aninas Armen liege. „Morgen”, flüstert sie und küsst meine Stirn. Ich werde leicht rot und flüstere: „Morgen”, während ich über die letzte Nacht nachdenke... Es war so wundervoll... und so perfekt... aber war es richtig? Ich meine, wir sind beste Freunde – oder waren es? Ich bin verwirrt, meine Gefühle sind zerstreut... Fühlt Anina mehr als Freundschaft für mich? Fühle ich mehr als Freundschaft ihr gegenüber...?
Aninas Sicht:
Ich ziehe Elly enger an mich und lächle... Die letzte Nacht war so schön... so wunderschön... Aber war es richtig...? Ich meine, ich liebe Elly... aber liebt sie auch mich? Oder war es für sie nur ein One-Night-Stand? Oder etwas, das man zwischendurch macht... als Freunde...? Sollte ich sie jetzt fragen, ob sie mich liebt? Oder später? Oder nie? Man... ich bin verwirrt... Ich glaub, ich warte erst mal ab, was passiert... „Hast du... hast du Hunger?” frage ich flüsternd in ihr Ohr.
Ellys Sicht:
Ich bin erst etwas verwirrt von der Frage, aber nicke dann: „Ja... ich hab Hunger...”
Ellys Sicht:
Wir stehen auf und frühstücken zusammen. Es ist so still am Tisch... Soll ich was sagen...? Irgendwann kommen die Worte nur so aus mir heraus: „Das, was gestern Abend passiert ist, war wunderschön.”
Aninas Sicht:
Ich lege die Gabel zur Seite und sehe Elly an. Mein Herz hämmert. Ich kann das Schweigen nicht mehr ertragen.
„Elly…“
Sie sieht mich an, überrascht, fast erschrocken.
Aninas Sicht:
„Ich… ich muss dir was sagen.“ Ich schlucke. „Ich liebe dich. Nicht nur als Freundin. Ich liebe dich… wirklich. Und ich weiß nicht, ob das richtig ist, oder falsch, oder zu viel. Aber es ist die Wahrheit. Elly... ich es... ich muss dich was fragen...“, sage ich ernst, aber auch liebevoll. Ich sehe, wie sie ängstlich, besorgt und verlegen guckt und wie sie dann nickt. „Ich liebe dich über alles, ich habe mich in dich verliebt – schon etwas länger...“, ich werde rot und streichle ihre Hand, „und ich will dich fragen: Liebst du mich auch?”
Ellys Sicht:
Ich bin geschockt von ihren Worten... Sie liebt mich...? ...Meint sie das ernst? Ich hätte niemals gedacht, dass Anina mich liebt... geschweige denn, dass sie mir das erzählt.... Als sie mich dann fragt, ob ich sie auch liebe, fange ich an zu zittern... Liebe ich sie? Oder mag ich sie nur freundschaftlich?... Ich weiß es nicht... ich bin verwirrt und gleichzeitig überfordert...
„Ich... es... ich... Ich weiß es nicht...“, flüstere ich dann... Ich meine, das von gestern Abend war so... so wunderschön... und so perfekt... aber liebe ich sie?
Aninas Sicht:
Was...? Ich dachte, sie liebt mich auch... aber sie weiß es nicht... „Ich... du weißt es nicht...?” frage ich überrascht, und ihr kleines Nicken sagt mir wieder, dass sie es wirklich nicht weiß. Ich nehme ihre Hand in meine. „Schon okay...” fange ich an und lächle ihr aufmunternd zu. „Lass dir Zeit... du musst es mir nicht jetzt sagen, wenn du es noch nicht weißt... Sag es mir, wenn du es weißt.”
Ellys Sicht:
„Wirklich, du... du lässt mir die Zeit, die ich brauche?” frage ich verwundert.
„Elly, ich würde alles für dich tun...” flüstert Anina, und ich nicke lächelnd. Ich rutsche etwas näher und nehme ihre hände...
Aninas Sicht:
Sie antwortet nicht. Aber sie rückt näher. Ihre Finger suchen meine. Ich lächel unwillkürlich und nehme ihre Hände in meine.
Ich weiß nicht, was das bedeutet.
Doch in diesem Moment – zählt das vielleicht mehr als jedes Wort.
Ich werde sie immer lieben und lasse ihr die Zeit die sie braucht um herauszufinden was sie für mich empfindet.