Doppelte Begierde (GER Version)

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Summary

 Dark Romance  Enemies to Lovers  Seria ist die Tochter des Präsidenten – und sie hasst alles, was dieser Titel mit sich bringt. Während die Welt in ihr nur Macht, Einfluss und Privilegien sieht, kämpft sie darum, sich als einfache Jurastudentin ein eigenes Leben aufzubauen. Ein Leben, das ihr wirklich gehört. Doch eine zufällige Begegnung stellt alles auf den Kopf. Die Brüder Marces und Viktor Aumore sind gefährlich, berechnend – und unverschämt faszinierend. Zwei Männer, die sich bis aufs Haar gleichen und dennoch unterschiedlicher nicht sein könnten. Für sie ist Seria zunächst nichts weiter als ein Mittel zum Zweck. Ein Druckmittel in einem Spiel, das sie nicht verlieren können. Sie erpressen sie. Sie verlangen Dinge von ihr, die sie sich niemals hätte vorstellen können. Doch während Seria glaubt, langsam die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren, beginnt sich etwas in ihr zu verändern. Und auch die Brüder merken bald, dass Seria mehr ist als nur eine Figur auf ihrem Schachbrett. Was als grausames Spiel beginnt, entwickelt sich zu etwas weitaus gefährlicherem. Denn manche Begierden lassen sich nicht kontrollieren. Und manche Spiele enden erst, wenn alles zerstört ist.

Status
Ongoing
Chapters
14
Rating
5.0 1 review
Age Rating
18+

Eins


„Seria, sieh dir das an! Das ist der totale Hammer! Dieses Kleid muss ich einfach haben.“

Felizitas, liebevoll Fizi genannt, hüpfte voller Begeisterung vor dem Markenshop auf und ab. Ihre Augen leuchteten beim Anblick des blauen Spitzenkleides, das ihr bestimmt hervorragend stehen würde. Allerdings konnte einem bei dem Preisschild leicht schwindelig werden. Aber das war Fizi egal, denn sie hatte einen sehr spendablen Mann geheiratet, der ihr kaum einen Wunsch abschlagen konnte. Ihm gefiel es, wenn seine Geliebte immer topgestylt herumlief.

Seria betrachtete das schimmernde Kleid und war ein wenig neidisch auf ihre Freundin. Nicht, weil sie es sich selbst nicht leisten konnte – nein. Sie hätte schlichtweg nie ein solches Kleid getragen. Es war einfach viel zu körperbetont und sexy. Darin fühlte sie sich nicht wohl. Auf ihrer gemeinsamen Shoppingtour sahen sie viele solcher Kleider. Von den meisten war Fizi magisch angezogen, während Seria danebenstand und lächelte.

„Ach komm schon, Ri! Das würde dir wunderbar stehen!“

Fizi hakte sich bei ihrer Freundin unter und versuchte, sie in den Laden zu ziehen. Als Seria Einspruch einlegen wollte, wurde sie sofort unterbrochen.

„Keine Widerrede, du probierst es zumindest an!“

Das war einer der Gründe, warum Seria ihre Freundin so sehr mochte. Auch wenn Fizi das Kleid selbst noch so gerne haben wollte, dachte sie immer zuerst an Seria. Und natürlich an ihre häufigen Kupplungsversuche, bei denen sie Seria in diverse sexy Kleider steckte.

Da Seria ihrer Freundin meist keinen Wunsch abschlagen konnte, stand sie einen Augenblick später vor dem Spiegel und betrachtete sich in dem blauen Wunderwerk. Und zum allerersten Mal fühlte sie sich wirklich wohl in einem Kleid.

Jedes andere Stück hätte an ihr lächerlich ausgesehen. Serias Körper hatte eine ungewöhnliche Form. Sie betrachtete ihre extrem langen Beine aus verschiedenen Winkeln. Das blaue Kleid umspielte ihre Schenkel und fiel fließend wie Wasser nach unten. Ihr Hintern, der ihr sonst viel zu groß vorkam, wurde wunderbar kaschiert. Die üppigen Brüste wurden leicht angehoben und ließen ihre schmale Taille noch zierlicher wirken.

Entzückt schlug Fizi die Hände zusammen.

„Wow! Dieses Mal habe ich mich selbst übertroffen! Dieses Kleid ist gekauft, Ri!“

Seria konnte nicht verhindern, dass ihre Wangen rot anliefen. Sie fühlte sich wirklich wohl in diesem Kleid, das mehr Sünde versprach als ihr gesamter Kleiderschrank. In diesem Moment war sie tatsächlich versucht, das sündhaft teure Stück zu kaufen. Ob sie es jemals tragen würde, wäre eine andere Frage.

Seria stieg von dem Podest, auf das sie die Designerin gestellt hatte, und stolperte prompt über ihre eigenen Füße.

Sie hörte noch das erschrockene Keuchen ihrer Freundin, da landete sie auch schon hart an jemandes Brust.

„Hoppla, ich hoffe, Sie haben sich nicht wehgetan.“

Sofort wich Seria zurück und spürte, wie ihre Wangen erneut heiß wurden. Der Mann, der sie aufgefangen hatte, strich sich mit einer galanten Geste durch sein kurzes schwarzes Haar und lächelte sie charmant an.

„Entschuldigen Sie, das war sehr ungeschickt von mir …“

Sie versuchte, so höflich wie möglich zu klingen, während sie den Blick von dem Mann kaum abwenden konnte. Er richtete den Knoten seiner Krawatte an seinem offenbar maßgeschneiderten Anzug und nahm dann Serias Hand. Galant drückte er einen Kuss auf ihren Handrücken.

„Es freut mich, einer schönen Frau behilflich sein zu können.“

Schamesröte breitete sich über Serias Gesicht aus. Am liebsten wäre sie auf der Stelle im Boden versunken. Und dennoch konnte sie diesen Mann mit seinen stechend blauen Augen nur noch anstarren.

Mit offenem Mund stellte sie plötzlich fest, dass noch ein weiterer Mann hinter ihm stand, der sie ebenso aufmerksam musterte.

Ein lautes Räuspern ließ Seria zusammenfahren und sie erinnerte sich wieder daran, wo sie war. Hastig wandte sie sich ab, verschwand in der Umkleidekabine, wechselte zurück in ihre Kleidung und ließ das Kleid dort zurück. Kurz darauf eilte sie ohne ein weiteres Wort aus dem Laden.

Sie hörte ihre Freundin hinter sich schimpfen und ihren Namen rufen, aber das war ihr egal. In ihrem ganzen Leben hatte Seria noch nie eine Situation wie diese erlebt. Sie war völlig hingerissen gewesen von dem fremden Mann.

Als sie sich das Bild des attraktiven Fremden erneut ins Gedächtnis rief, wurde ihr plötzlich bewusst, dass der zweite Mann ihm aufs Haar geglichen hatte.

Sie mussten Zwillinge sein.

Sogar den gleichen Anzug hatten sie getragen, lediglich die Farbe der Krawatte war unterschiedlich gewesen. Würde sie ihnen noch einmal auf der Straße begegnen, hätte sie vermutlich nicht sagen können, welcher von ihnen gerade eben so galant ihre Hand geküsst hatte.

Plötzlich wurde sie an den Schultern gepackt und herumgewirbelt.

„Hey! Was ist denn in dich gefahren? Hat dich eine Tarantel gestochen?“

Seria wurde bewusst, dass sie ihre Freundin einfach im Laden hatte stehen lassen, und sie atmete tief durch.

„Entschuldige, Fizi. Ich glaube, heute ist einfach nicht mein Tag.“

Ihre Freundin begann zu grinsen und hob eine Tüte hoch.

„Ich glaube eher, dass es der beste Tag seit Monaten war. Den Blick, den ihr euch zugeworfen habt, hätte sogar ein Blinder verstehen können!“

Sie klimperte bedeutungsvoll mit den Augen, und Seria spürte erneut, wie ihre Wangen heiß wurden.

„Das ist doch Unsinn, Fizi! Mir war die Situation einfach nur peinlich!“

Fizi rollte mit den Augen und drückte Seria die Tasche in die Hand.

„Du hättest beinahe das Kleid vergessen!“

Seria nahm die Tasche und betrachtete sie mit einem betretenen Blick.

„Ich bezahle dir die Rechnung, Fizi!“

Doch ihre Freundin winkte ab.

„Sieh es als ein Geschenk für den Ball am Freitag.“

Jetzt fiel Seria wieder ein, warum sie überhaupt shoppen gegangen waren. Alles für einen vollkommen überzogenen Ball. Aber da ihr Vater der Hauptakteur in diesem Spiel war, musste Seria wohl daran teilnehmen.

Sie seufzte.

„Ich glaube, ich möchte jetzt gerne nach Hause.“

Sofort hakte sich Fizi wieder bei ihr unter.

„Nichts da! Der Tag hat erst angefangen, und wir werden noch eine Menge Geld ausgeben müssen, damit du einigermaßen gut aussiehst für Freitag!“

„Sehr schmeichelhaft, Fizi!“

Beide grinsten einander schamlos an. Denn Seria wusste, dass ihre Freundin recht hatte. Mit dem topgestylten Gesicht und Körper ihrer Freundin konnte sie niemals mithalten – egal, wie viel Geld sie ausgaben.


Hey Volks!

Dies ist einer meiner ersten Romance im Bereich Dark Romance, Enemies to Lovers!

Ich hoffe ihr lernt meine Charaktere genauso zu lieben wie ich.

Dieses Buch wird verdammt verboten und spicy! Deshalb achtet bitte beim Lesen auf euch!

Ich freue mich auf euer Feedback und eure Likes.

Ansonsten viel Spaß beim Lesen.


Mit ganz viel Liebe

Eure Luna <3