Die Alpha 3 Menschendämmerung

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Summary

„Lass uns das klären wie Wölfe. Ich fordere Dich als Alpha heraus!“, donnerte Derek, nachdem er mich nicht zu packen bekam. Jetzt sah ich ihn erstaunt an. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber niemals würde ich jetzt kleinbei geben. „Ok, dann lass uns vor die Tür gehen.“, sagte ich nur ganz ruhig [...]" Wer war wohl die größte Bedrohung für unser Rudel?

Status
Complete
Chapters
34
Rating
n/a
Age Rating
18+

1. Akzeptanz

Heute Abend stand wieder Schießtraining auf dem Plan. Bis wir einen guten Lehrer gefunden hatten, der die Soldaten unterrichten konnte, übernahm ich den Unterricht für ein paar Grundlagen.

Es war still in der Halle, die 20 Soldaten in diesem Kurs standen wie gewohnt für den Apell vor der Einheit bereit und sahen mich an.

„Guten Abend Männer.“, begrüßte ich sie. Ein „Guten Abend Luna“, kam aus dem Chor zurück wie üblich. Allerdings war die Stille jetzt gebrochen, denn einer der Soldaten in der zweiten Reihe, tuschelte mit seinem Nachbarn.

„Gibt’s irgendetwas zu berichten?“, fragte ich sachlich.

„Nein.“, kam die Antwort von beiden zurück.

„Dann könnt Ihr Eure Privat Unterhaltung ja später weiterführen.“, schlug ich vor.

„Nein.“, antwortete jetzt nur derjenige, der die Unterhaltung offenbar angefangen hatte, ein junger Soldat, wahrscheinlich ca. 20 mit kurzen dunklen Haaren und einem leicht dümmlichen Grinsen im Gesicht, er hieß Michael.

„Und warum nicht?“, fragte ich weiter. Generell hatte ich keinen Befehlston drauf. Mit einer kleinen Gruppe an Soldaten konnte ich bisher immer normal reden.

„Weil ich mir von einer Vampirschlampe nichts sagen lasse.“, antwortete der Soldat frech. War das sein Ernst? Die Geschichte mit Luzifer war erst in der vorigen Woche gewesen, also war definitiv kein Gras über die Sache gewachsen, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass jetzt jemand deshalb meine Position als Luna, die ich nie haben wollte, in Frage stellte. So schnell wollte ich mich allerdings nicht aus der Reserve locken lassen. Ich hatte keine Ahnung was diese Jungs darüber wussten.

Also atmete ich einmal durch, um meine Wut zu kontrollieren und dann in einem halbwegs sachlichen Ton fortzufahren: „Ich verbitte mir eine solche Aussage! Ich weiß nicht, was Euch über den Vorfall bekannt ist, aber seid versichert, dass nichts von dem, was passiert ist freiwillig war. Zu Anfang war es eine klassische, gewaltsame Entführung. Ich wurde niedergeschlagen, in ein Haus geschleppt und dort festgehalten. Der Vampir wollte mein Blut und hat es sich mit seiner Hypnosefähigkeit genommen, bis ich ihn gepfählt und damit mich und weitere Opfer, darunter auch die künftige Luna, befreit habe. Anschließend hat ein anderer Vampir Besitz von mir ergriffen und mich dazu bewegt mit ihm zu kommen. Dieser Vampir ist ein ausgesprochen mächtiger Telepath und könnte jeden in diesem Raum zu absolut allem bewegen und Ihr würdet es nicht einmal merken.“

„Als ob. Du hast Dich doch auch schon in dieses Rudel geschlafen. Warum dann nicht auch mit ein paar Blutsaugern.“, bellte er frech. Jetzt war meine Sachlichkeit an ihren Grenzen. Was glaubte dieser Kasper eigentlich wer er war. Der Rest der Mannschaft sah gespannt zu. Ich durfte jetzt daher weder die Fassung verlieren, noch das Gesicht.

„Vortreten!“, befahl ich mit meiner Alphastimme. Der Soldat konnte nicht anders als zu gehorchen. „Ich erwarte eine förmliche Entschuldigung für dieses unmögliche Verhalten, sonst fliegst Du hochkant aus dieser Einheit und jeglichem Waffentraining.“

„Vergiss es.“, lachte er nur. „Du kannst mir einen blasen, dann sprechen wir nochmal drüber.“

„Raus!“, befahl ich, allerdings kochte ich mittlerweile innerlich so sehr, dass ich nicht meine Alphastimme benutzte, sondern ihn nur anschrie. Ein fataler Fehler, denn er musste nicht gehorchen, sondern grinste nur blöd und stürzte sich auf mich.

Ich sprang rückwärts und nutzte meinen Schwung, um ihm einen Tritt gegen die Schläfe zu verpassen. Er krachte laut auf den Boden. Die restlichen Männer hielten den Atem an. Leider ging er nicht K.O., sondern sprang wieder auf die Füße und sah direkt in den Lauf meiner Glock. Das ließ ihn in der Bewegung aprubt innehalten. Um den Effekt zu verstärken, klickte ich mit dem Daumen den Hammer nach unten.

„Raus!“, befahl ich noch einmal, diesmal ruhiger mit meiner Alphastimme. Daraufhin sah er mich nur böse an und verließ unwillig den Raum.

Nachdem er draußen war und die Tür zu fiel, drehte ich mich wieder zu den restlichen Männern um, die Glock noch in der Hand und fragte in die Runde: „Gibt es hier noch mehr, die etwas klären wollen?“

Alle sahen sich verlegen um. Das war nicht die Reaktion, die ich haben wollte, denn das bedeutete nur, dass sie etwas zu klären hatten, aber zu feige waren, das zu sagen. So bekam keiner von denen von mir eine Waffe in die Hand.

„Ok, Ihr habt etwas zu klären. Dann rückt mit der Sprache raus.“, befahl ich.

Ein kräftiger Kerl Mitte 20 mit rötlich braunem Haar trat vor und richtete den Blick auf mich. Sein Name war Jason. „Wie kann es sein, dass Du einen Vampir tötest und mit dem nächsten einfach mitgehst und mit ihm fickst?“, fragte er unverholen.

„Wie bereits erwähnt ist dieser Vampir ein ausgesprochen mächtiger Telepath, er hat auf der Polizeiwache die gesamte Wache inklusive beide männlichen Alphas kontrolliert.“, antwortete ich hoch erhobenen Hauptes und mit fester Stimme.

„Was ist ein Telepath?“, fragte er zurück. Mental griff ich mir an den Kopf. Der Bildungsstand dieser Soldaten ließ teilweise echt zu wünschen übrig. Wo sollte ich da nur anfangen?

„Unsterbliche Wesen wie Vampire haben oft besondere Fähigkeiten, die über unser Denken hinaus gehen. Dieser Vampir, namens Luzifer, kann die Gedanken und Gefühle jedes anderen Menschen, Vampirs oder Werwolfs sehen und beeinflussen. Damit kann er das Handeln eines jeden menschlichen oder annähernd menschlichen Wesen steuern wie er will. Wenn er das will, weiß derjenige das nicht einmal.“, versuchte ich in einfachen Worten zu erklären.

„Das können wir uns nicht vorstellen.“, gab Jason zurück. Ok, die Jungs sind nicht nur ungebildet, sondern auch ziemlich fantasielos. Andererseits hätte sich Hakon das wahrscheinlich vorher auch nicht vorstellen können. Was blieb mir jetzt also als es ihnen zu demonstrieren.

„Ok, dann werde ich Euch das demonstrieren. So lang machen wir eine Pause.“, sagte ich und wand mich von der Menge ab. Mein Herz hämmerte vor Wut und auch ein bisschen vor Angst. Ich hatte Angst mein Gesicht zu verlieren, aber auch davor was wohl passiert wäre, wenn ich nicht so schnell meine Waffe gezückt hätte. Hakon würde jeden Soldaten töten, der mir ein Haar krümmte, aber er war gerade nicht hier.

In meinem Handy fand ich sofort Luzifers Nummer. Halt, wieso war sie da eingespeichert? Ich hatte sie nicht gespeichert. War er das?

Ich wählte sie und das andere Ende der Leitung nahm sofort ab.

„Hey, ich hätte nicht erwartet so schnell von Dir zu hören.“, ertönte Luzifers charmante Stimme.

„Du hast mein Ansehen im Rudel nachhaltig versaut. Das musst Du wieder gerade biegen. Komm zur Sporthalle des Rudels und demonstriere diesen Vollpfosten hier was ein Telepath ist!“, blaffte ich durchs Telefon.

„Verdammt, schon wieder was, was ich nicht bedacht hatte. Aber das Rudel spielt auch in Deinen Gedanken keine Rolle.“, antwortete er.

„Ja, das hast Du wohl nicht bedacht. Du schuldest mir was!“, gab ich zurück.

„Das stimmt wohl. Ich bin in 10 Minuten da.“, sagte er und legte auf.

Hakon, Chip, es gibt Probleme, große Probleme. Rief ich die beiden durch die Rudelverbindung.

Was ist los? Fragte Hakon sofort.

Einer der Soldaten, Michael, hat mich als Vampirschlampe beschimpft und angegriffen.

Was?! Geht es Dir gut? Rief er sofort besorgt.

Ja, mir geht es gut, ich habe ihm einen Tritt verpasst und ihm meine Waffe zwischen die Augen gehalten. Das hat ihn aufgehalten. Dann habe ich ihn mit einem Alphabefehl rausgeworfen und versprochen, dass er aus der Einheit und jeglichem Waffentraining fliegt. Antwortete ich.

Das ist ja wohl das Mindeste, wenn ich ihn nicht noch verprügele und aus dem Rudel werfe! Rief Hakon. Er kochte vor Wut.

Was ist mit dem Rest der Männer? Fragte Chip.

Die haben mich auch in Frage gestellt. Daher habe ich versucht ihnen zu erklären, was passiert ist, aber sie sind einfach zu dämlich das zu verstehen. Sie kannten den Begriff Telepath nicht einmal.

Hey, beleidige nicht meine Männer! Blaffte Chip zurück.

Wenn sie mich beleidigen, nehme ich mir dieses recht auch heraus und es ist eine Tatsache, dass sie ein ungebildeter Haufen sind! Giftete ich ihn an. Mir war jetzt wirklich nicht danach mich auch noch mit ihm auseinander zu setzen.

Beruhigt Euch! Befahl Hakon. Ich bin in einem Kundennmeeting in der Firma und komme so schnell es geht zu Dir, Schatz.

Danke, Schatz. Damit schloss ich die Rudelverbindung, weil ich wirklich keine Lust auf Chips Ausfälle hatte.

Wenige Minuten später klingelte mein Handy wieder.

„Ich bin jetzt da.“, sagte Luzifers Stimme aus dem Telefon.

„Na dann, worauf …“, stopp. Vampire konnten ein Gebäude nur betreten, wenn man sie dazu einlädt, dann aber immer. Danke Buffy auch für dieses Wissen. Ich werde einen Teufel tun und einen Vampir hierher einladen. „Wir kommen raus.“