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Wenn du es gewesen wärst

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Zusammenfassung

Was glaubt ihr? Wie wäre euer Leben verlaufen, wenn ihr euch damals anders entschieden hättet? Glaubt ihr, ihr wärt glücklicher? Denkt ihr, ihr würdet nicht leiden? Keine Entscheidung ist gewiss. Das Leben präsentiert sich nicht auf dem Tisch. Es zeigt dir nicht, was hinter den Karten steckt, die du wählen kannst. Das einzige, was dir das Leben zeigt, ist, wofür du dich entschieden hast. Aber was passiert, wenn dir das Schicksal eine zweite Möglichkeit gibt? Nicht um von vorne zu beginnen, sondern um dich für einen alten Weg neu zu entscheiden? Würdest du ihn wehlen oder würdest du auf deinem Pfad bleiben?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
16
Rating
5.0 (5 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

-1-

Anna

Kennt ihr das? Wenn es den einen gibt? Der, der euch jedesmal nervös macht? Der euer Herz schneller schlagen lässt? Bei dem ihr euch wünscht, die Zeit wäre niemals vergangen und ihr würdet noch miteinander sprechen und…ausgehen?


Genau so fühle ich gerade. Jetzt, in diesem Moment, sitze ich mit meinem Ehemann und seiner Familie im Restaurant. Und da kommt Er.


Der eine…der, der dich an die tolle Zeit von vor fünf Jahren erinnert. An die Gefühle, die ich für ihn hatte. Die Erinnerung, wie Er mich hat fühlen lassen.


Der, der dich an den tollen Sex erinnert.


Ich schaue meinen Mann an. Auch er hat ihn gesehen. Sein Kiefer verkrampft sich und sein Anblick wird streng. Er kennt meine Vorgeschichte, meine "schmutzigen" Geheimnisse. Trotzdem tut er so, als sei alles in Ordnung. Er redet weiter mit seinem Bruder und würdigt mir keinen Blick. Auch wenn ich genau weiß, was er denkt.


Nach drei Jahren Ehe, ist er trotzdem noch sehr eifersüchtig. Auch wenn ich ihm nie betrogen habe, ihm nie hintergangen habe. Nie habe ich je daran gedacht überhaupt fremd zu gehen, ihn zu verletzen, ihn zu erniedrigen.


Nie…bis jetzt.


Er wartet auf eine Reaktion von mir. Wartet darauf, dass ich mich zu ihm drehe. So etwas Kindisches, wir sind doch nicht im Kindergarten.


Ich muss hier weg. Ich brauche eine Abkühlung.


"Schatz, ich geh kurz auf die Toilette. Bestellst du für mich bitte?" Ich stehe auf und schaue meinen Mann an. Er dreht sich zu mir und nickt nur.


Bei den Toiletten angekommen, halte ich meine Hände unter kaltem Wasser. Ich muss die Wärme in mir etwas senken. Ich muss einen klaren Kopf kriegen.


"Hallo Anna." Oh Gott, da ist es. Diese tiefe Stimme, die deine Nackenhaare aufstellen. Die deine ganzen Sinne verrückt spielen lässt. Mir läuft eine Gänsehaut den Rücken runter. Mein Magen verkrampft sich. Ich drehe mich um und schaue direkt in seine grünen Augen.


"Tom, hi. Wie geht es dir?" Ich halte mich am Waschbecken fest und versuche, gelassen auszusehen.


"Wie ich sehe, bist du immer noch mit Nick zusammen. Schön!" Er kommt langsam auf mich zu und schließt die Tür hinter sich. "Du hast mir gefehlt. Ich habe dich gesucht. Habe versucht dich im Netz zu finden, doch du existierst dort nicht mehr. Hat er es dir verboten?"


Mit jedem seiner Worte, kommt er mir näher. Verpasst mir eine Gänsehaut. Ein wohltuendes kribbeln. Ich würde mich am liebsten zu ihn lehnen. Es noch weitere Minuten genießen. Doch ich kann nicht.


"Nein, ich…das war meine Entscheidung. Ich dachte mir, wem ich wirklich wichtig bin, der wird schon wissen, wie er mit mir Kontakt aufnehmen kann." Lüge! So eine fette Lüge!


Er steht mir jetzt sehr nahe. Zu nahe. Ich rieche sein Parfum. Es ist noch dasselbe wie damals. Seine grünen Augen leuchten. Sein kokettes Grinsen ist wie immer Selbstbewusst und verführerisch.


In meinem Kopf dreht sich alles. Was mach ich nur? Wenn er mir noch näher kommt, weiß ich nicht ob ich ihm widerstehen kann.


"Du riechst noch genauso wie früher! Und du siehst noch genauso Begehrenswert aus. Ich hoffe, Nick macht dich glücklich. Denn du solltest diesen Glanz nie verlieren." Er streicht mit seiner Hand über meiner Wange und legt mein Kinn zwischen seinen Fingern, sodass ich direkt in sein wunderbares Gesicht schaue.


Oh mein Gott, oh mein Gott. Ich sollte das beenden. Ich sollte mich von ihm losreißen und zurückgehen. Aber ich kann nicht. Mein Körper bewegt sich keinen Zentimeter. Ich bin wie hypnotisiert.


Er senkt seinen Kopf zu meinen, und flüstert mir ins Ohr. "Ich werde da sein, wenn du das willst. Ich bin viel einfacher zu finden." Und damit dreht er sich um und verschwindet.


Ich bleibe wie erstarrt stehen. Versuche meine Atmung zu regulieren.


Was war das? Was sollte das? Warum tut er mir das an?




Erinnerung

"Hi, wie geht's? Was machst du hier? Wartest du auf jemanden?"

"Hi, ja ich warte auf dich. Ich dachte schon du kommst nicht mehr", antworte ich, während ich mein Handy in die Gesäßtasche stecke.

"Ich wurde aufgehalten, ich musste meine kleine Schwester absetzen. Tut mir leid. Ich mach's wieder gut. Komm lass uns gehen." Er hält mir seine Hand hin um mir von der Bank aufzugelfen.

Ich steige in sein Auto. Die Nacht ist klar, die Sterne leuchten hell. Dieser Sommer allerdings ist heiß, sehr heiß. Es weht kein Wind, sodass die Kleidung an deiner Haut kleben bleibt. Aber das stört mich nicht. Ganz im Gegenteil, ich nutze es zu meinen Vorteil. Mein weißes Top hat einen tiefen Ausschnitt. Man kann kleine Schweißperlen auf der Haut sehen. Unter meinem Jeansrock sammelt sich die Hitze, sodass ich ein Bein schräg anwinkel.

Er schaut zu mir rüber legt seine Hand auf meinen Schenkel und wandert mit seiner Hand zu meinem feuchten Höschen.

"Bist du feucht für mich, oder ist dir einfach nur warm?" Er grinst mich frech an, zieht mit zwei Finger meinen Slip zur Seite und taucht dann mit einem Finger in mir ein.

"Ich…ah…vielleicht bin ich einfach nur… ach scheiße…ja ich bin geil." Ich halte mich an der Kopflehne fest und schiebe ihm mein Unterleib entgegen.

"Gut, denn ich habe heute sturmfrei. Komm wir sind da." Wir fahren einen kurzen Weg zu einem einstöckigen Haus. Ein Garten zieht sich um das Haus mit Platz um das Auto unter einem Verdeck zu parken. Außen am Haus, führt eine Treppe hoch zum ersten Stock. Wie bei so kleine Fehrenhäuser am Mittelmeer.

Er führt mich die Treppe hinauf in sein Zimmer. Es ist schlicht eingerichtet. Ein Bett, ein Kleiderschrank und ein Schreibtisch. Er zieht mich in sein rein und wir fangen an uns zu küssen. Unsere Zungen spielen miteinander während er mich auf sein Bett führt.

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