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Zusammenfassung

Inhaltlicher Warnhinweis Dieses Buch enthält düstere und explizite Sprache, Themen und Inhalte, die möglicherweise nicht für alle Leser geeignet sind, einschließlich Gewalt, Blut, Missbrauch und expliziter sexueller Handlungen. Wir empfehlen das Buch nur Lesern, die sich dessen bewusst sind.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
21
Rating
5.0 (3 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

1. Lunawulf

Carolina

„Tisch zwölf“, flüsterte Catherine. In ihrer Stimme lag eine geheimnisvolle Spannung.

Ich musste gar nicht hinsehen. Ich spürte ihre Blicke bereits auf mir kriechen. Ich hörte ihr Getuschel – widerliche kleine Fantasien, getränkt in billigem Aftershave und Verzweiflung.

Ihr Puls raste, ein Rhythmus aus Hunger und Dreck. Ich musste nicht raten, was sie sich vorstellten. Ich hörte es einfach.

Mich – auf meinen Knien.

Ihre Schwänze in meinem Hals.

Lutschend. Würgend. Benutzt.

Sie hielten sich für Raubtiere. Dabei hatten sie nicht den blassesten Schimmer.

Denn während sie davon träumten, sich an meiner Demütigung aufzugeilen, stellte ich mir das wahre Ende vor. Ja, mein Mund an ihnen, aber ganz anders, als sie es sich wünschten. Meine Fangzähne, die sich tief in ihre Haut bohrten. Ihr Blut, das heiß und hektisch strömte. Ihr Vergnügen, das kurz bevor ich sie komplett leer trank, in blankes Entsetzen umschlug.

Ein Grinsen stahl sich auf meine Lippen. In der realen Welt schoben sich meine Fangzähne fast von selbst aus dem Zahnfleisch. Ich konnte ihren Puls beinahe durch die Luft spüren – ein Rhythmus, den ich verschlingen wollte.

„Ich kann deine Erregung spüren“, murmelte Catherine mit einem boshaften, wissenden Lächeln.

Bei diesem Gedanken verzogen sich meine Lippen erneut zu einem Grinsen, während das phantomhafte Bild ihres Entsetzens wie ein privater Film vor meinem geistigen Auge ablief.

Ihre Worte jagten mir einen Schauer über den Rücken. Sie schürten den Hunger, der unter meiner ruhigen Fassade brodelte. Meine Sinne schärften sich. Jeder Herzschlag im Raum wurde zu einer Trommel, die mir entgegenbrüllte. Ich konnte die Wärme des Blutes spüren, das unter der Haut eines jeden Menschen in meiner Reichweite floss. Ich roch es, schwer und metallisch, und schmeckte es, wie es die Ränder meines Verstandes neckte.

Ich schnaubte und schüttelte den Kopf, als wollte ich ihn freibekommen. Ich versuchte, diesen animalischen Drang unter Kontrolle zu bringen. Doch die Versuchung krallte sich an mir fest und rüttelte an den Fesseln meiner Zurückhaltung.

Catherine hob eine perfekt geformte Augenbraue. Ihr Blick war scharf, fast spielerisch in seiner Aufmerksamkeit. „Hmm?“, fragte sie. „In Gedanken verloren?“

Ich zuckte nur leicht mit den Schultern und zwang mich, ihren wissenden Blick zu meiden. Mein Augenmerk galt dem Haupteingang. Ich suchte. Die eine Person, die ich seit gestern nicht mehr gesehen hatte.

„Suchst du jemanden?“, neckte sie mich. Ihr Tonfall war leicht, verspielt … und gefährlich.

„Nicht … nicht wirklich“, antwortete ich zu schnell. Mein Puls verriet mich, auch wenn ich versuchte, gelassen zu klingen. Meine Augen ließen den Eingang nicht los. Ich scannte die Menge ab, verfolgte jede Bewegung, jede kleinste Schattenverschiebung. Die Vorfreude bebte in mir, roh und unerbittlich. Ein Feuer, das ich nicht löschen konnte.

Während ich wartete, verwandelte sich der Hunger in etwas Dunkleres – Schärferes, Köstlicheres. Ich wusste, dass ich mich verlieren würde, wenn ich nur ein wenig losließ. Aber für den Moment … schaute ich nur und wartete.

„Du weißt, dass er irgendwann sein Schicksal finden wird“, fuhr sie fort. Ein hinterlistiges Grinsen umspielte ihre Lippen, während sie mit den Brauen wackelte. „Oder wer weiß … vielleicht bist du ja die Erste, die ihr Schicksal findet?“

Ich konnte mir das schwache Lächeln nicht verkneifen. Ihr Glück war echt und ansteckend – ich spürte, wie es wie Wärme von ihr ausstrahlte.

„Ich wünschte, Cat“, seufzte ich schwer. Aus jedem Wort tropfte Sehnsucht. „Aber … dafür müsste ich diesen Ort verlassen.“

Auch wenn ein Teil von mir schmerzte, weil ich nach ihm suchen wollte, kannte ich die Wahrheit. Ich hatte mich nie allein gefühlt … nicht wirklich. Aber jetzt, wo ich jeden Tag, jeden Moment sah, wie andere aufblühten bei dem Gedanken, einen Gefährten zu haben … regte sich etwas tief in mir. Ein Hunger, der über Blut hinausging. Die Sehnsucht nach einer Verbindung, die nur mir allein gehörte.

Mein Gefährte.

Ich schluckte schwer. Ich versuchte, die Kontrolle zu behalten, während sich das Verlangen in meiner Brust zusammenzog. Der Gedanke an jemanden, der mir gehörte – und dem ich gehörte – ließ die Welt gleichzeitig unerträglich und schmerzhaft süß erscheinen. Eines Tages, schwor ich mir, würde ich ihn finden. Meinen Gefährten. Meine Seele.

Catherine, die von meiner düsteren Stimmung nichts ahnte, stupste mich mit der Schulter an und grinste boshaft: „Oder vielleicht ist er schon auf dem Weg … und sucht nach dir.“

Ich verdrehte die Augen. Doch bevor ich antworten konnte, durchschnitt die tiefe, befehlende Stimme von Alpha Ralph meinen Kopf.

„Komm in meine Hütte.“

Das Band der Autorität ließ keinen Raum für Zögern. „Ja, Alpha“, antwortete ich in Gedanken und griff nach einem Tuch, um den Tresen abzuwischen.

Ich schob die letzte Serviette in den Halter und gab Catherine ein kurzes Nicken, damit sie meine Tische übernahm. Sie hob eine Braue, fragte aber nicht nach.

„Danke“, murmelte ich und war schon auf dem Weg zur Tür.

Ralph Savage.

Der Name passte nur allzu gut zu ihm. Besitzer der Lunar Den und Alpha des Moon Grove Rudels.

Savage war nicht nur ein Titel – es war die Wahrheit. Er war rücksichtslos, wenn es sein musste. Unschlagbar, wenn er herausgefordert wurde. Eine Macht, so absolut, dass sich sogar die Luft um ihn zu biegen schien.

Und dann war da sein Aussehen. Fast zwei Meter pure Kraft, massige Muskeln an seinem Körper. Ein Kiefer, scharf genug, um sich daran zu schneiden, überzogen mit genau dem richtigen Maß an Bartstoppeln. Augen in der Farbe dunkler Erde – durchdringend, ruhig, gefährlich. Breite Schultern, eine Brust wie eine Mauer, Hände, die so aussahen, als könnten sie ebenso gut zerstören wie beschützen.

Ungepaarte Wölfinnen stolperten förmlich übereinander, nur um seine Aufmerksamkeit zu erregen.

Aber ich?

Ich wollte ihn nicht.

Ich respektierte ihn nur.

Nach Jahrhunderten der Wanderschaft – von einem vergessenen Ort zum nächsten, nie lange genug bleibend, um irgendwo dazuzugehören – hatte ich endlich ein Zuhause gefunden.

Lunawulf.

Eine Stadt, so tief in den Wäldern von Nordkalifornien versteckt, dass kein Mensch aus Versehen darüber stolpern würde. Ein verborgener Ort, der atmete und vor Geheimnissen lebte.

Als ich ankam, hatte Ralph Savage mich nicht weggeschickt. Er hatte mir erlaubt zu bleiben – wenn auch nicht ohne Bedingungen. Ich durfte keinem Menschen schaden. Ich durfte trinken, ja, aber niemals bis zum Tod. Und wenn ich mich nährte, mussten ihre Erinnerungen gelöscht werden. Unsere Existenz war nicht für sterbliche Augen bestimmt.

Fair genug. Das war mehr, als ich irgendwo sonst bekommen hatte.

Ich klopfte zweimal an die dicke Holztür seiner Hütte, bevor ich eintrat. In den Räumen des Alphas roch es nach Zedernrauch und Leder, erdig und schwer.

„Du wolltest mich sehen?“, fragte ich, vorsichtig, aber bestimmt.

„Ja.“ Seine Stimme war ein Grollen, ruhig, aber mit einem unausgesprochenen Unterton.

Er musterte mich kurz, bevor er fortfuhr: „Ich möchte, dass du zur Grenze gehst und sie kontrollierst.“

„Weswegen?“

Seine Augen fixierten mich dann ganz, scharf und durchdringend, obwohl sich eine Stirnfalte in sein Gesicht grub.

„Es gab … verdächtige Aktivitäten. Roger hat einen Geruch aufgenommen.“ Sein Kiefer spannte sich an, bevor die Worte kurz und abgehackt fielen.

„Ein Vampir“, sagte er.

Mein Atem stockte.

Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück, sein Blick verdunkelte sich. „Und nicht irgendein Vampir. Ein mächtiger.“

Die Worte schienen in der Luft zwischen uns zu beben, schwerer als sie hätten sein sollen. Ich schluckte schwer und versuchte, das seltsame Ziehen in meiner Brust zu ignorieren – die Art, wie mein Körper auf einen Namen reagierte, den er noch gar nicht ausgesprochen hatte.

Aus Gründen, die ich mir nicht erklären konnte, beschleunigte sich mein Puls. Die Unruhe bohrte sich tiefer und verwob sich mit etwas anderem – etwas, das gefährlich nahe an Vorfreude grenzte.


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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

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Toller Charakter

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Starker Dialog

5

Starker Dialog

author

Super mean to post a new book that starts off like that and then only post one chapter on top of that @Ava star

ein Jahr
1
author

such a good start I'm hooked already 😉🫶

5 Monate
1

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