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Alphas Embrace - Knoxville - Maximilian

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Zusammenfassung

🚨 Überarbeitete Vollversion bei Amazon/Kindl 🚨 „Lucy war schon immer die Eine – und jetzt, da sie mir wieder begegnet, kann ich sie nicht mehr gehen lassen.“ Als ich Lucy nach all den Jahren wiedersah, war es, als wäre die Zeit stehen geblieben. Sie war dieselbe starke, schöne Frau, in die ich mich als Teenager verliebt hatte - aber jetzt lag etwas in ihrem Blick, das mich sofort ansprach. Schmerz, den sie zu verbergen suchte. Ich konnte ihn spüren. Ihr Mann, dieser Phil, ich weiß genau, was er ihr angetan hat. Nach außen hin spielt er den perfekten Ehemann, aber Lucy gehört ihm nicht. Sie gehört mir. Ich bin mir sicher, dass sie das tief in ihrem Inneren spürt, auch wenn sie noch nicht weiß, warum. Sie ist meine Gefährtin, die Frau, die für mich bestimmt ist. Aber solange sie an Phil gebunden ist, kann ich sie nicht zu mir holen, kann sie nicht markieren, kann sie nicht so beschützen, wie sie es verdient. Jedes Mal, wenn wir uns sehen, wächst die Anziehungskraft zwischen uns, und mein Wolf tobt in mir, will sie für sich beanspruchen. Aber Lucys Leben ist kompliziert - diese Fesseln, dieser Mann, der ihr Leben kontrolliert. Ich weiß, dass es falsch ist, sie in Versuchung zu führen, aber ich kann nicht anders. Wenn wir zusammen sind, fühlt sie sich frei, als wäre sie endlich wieder sie selbst. Als hätte ich endlich die Chance, das zu bekommen, was mir zusteht.

Genre:
Erotica
Autor:
Jum T.
Status:
Auszug
Kapitel:
4
Rating
5.0 29 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1 - LP

Maximilian

»Maxi, bitte!« Beatrices Stimme hallt von den Wänden meines Büros wider. Sie hat die Arme vor der Brust verschränkt – eine Pose, die ich nur allzu gut kenne. Es ist der Ausdruck eines trotzigen Kindes, das nicht aufgeben will.

Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück und spüre, wie sich mein Kiefer verkrampft. »Was ist an einem Nein nicht zu verstehen?« Mein Blick ist fest auf sie gerichtet. »Wir benötigen keine weitere Kellnerin, Bea, und schon gar keine menschliche.«

Ich bin es leid, immer wieder die gleichen sinnlosen Diskussionen zu führen.

Mit einem dumpfen Geräusch hämmert Beatrice ihren Schuh auf den Boden. Das Geräusch hallt in meinen Ohren wider, ein Echo aus längst vergangenen Tagen. Es ist dasselbe wütende Stampfen, mit dem sie als Kind ihren Frust ausgedrückt hat, wenn sie nicht bekam, was sie wollte.

Ich beobachte, wie sie vor mir steht und den Sturm ihrer Gefühle kaum bändigen kann. Sie ist ein kleiner Wirbelwind, entschlossen, jedes Hindernis aus dem Weg zu räumen.

Nichts hat sich geändert.

»Beatrice …«, beginne ich. In meiner Stimme schwingt Müdigkeit mit. »Wir sind keine Kinder mehr.« Sie ist siebenundzwanzig, ich bin fast dreißig – es wird Zeit, dass wir beide in der Realität ankommen.

»Damals hast du meistens bekommen, was du wolltest, weil ich dir nicht wehtun wollte.« Meine Worte sind wohlüberlegt, auch wenn der Zynismus in meiner Kehle kratzt. »Aber die Zeiten haben sich geändert. Die Welt da draußen wartet nicht darauf, unsere kindischen Spiele mitzuspielen.«

Ihr Gesicht zeigt einen Anflug von Überraschung, als hätte sie tatsächlich damit gerechnet, dass ich wie in alten Zeiten nachgeben würde. Aber ich bleibe standhaft. »Wenn du so tun willst, als wäre die Zeit stehen geblieben, dann ist das deine Entscheidung, Beatrice. Aber ich habe diese Phase hinter mir gelassen.«

»Aber dieses Miststück, Denise, darf hier arbeiten?« Beatrices Stimme wird scharf, und ich merke, dass sie langsam richtig wütend wird. »Muss man sich jetzt erst von dir in der Abstellkammer ficken lassen, um hier arbeiten zu dürfen?«

Der Wolf in mir beginnt unruhig zu kreisen. Es ist ein altbekanntes Spiel zwischen uns – ihre Provokationen, mein Widerstand.

»Bea«, sage ich mit einer Ruhe, die meinen inneren Aufruhr kaum verrät, »du weißt genau, dass das nicht der Grund ist.«

Doch meine Worte prallen an ihr ab wie ein Ball an einer Mauer. Ich weiß, dass sie will, dass ich nachgebe. Das verlangt sie schon die ganze Zeit. Doch ich gebe nicht nach, nicht heute, nicht bei diesem Thema.

»Ich will nicht, dass sie hier arbeitet, und dabei wird es auch bleiben«, betone ich. »Du weißt, dass die meisten unserer Gäste Gestaltwandler und Übernatürliche sind. Was soll Lucy tun, wenn sich zwei Wölfe betrunken die Köpfe einschlagen? Glaubst du, sie kann dazwischengehen?«

Ich beobachte, wie Beatrice mit den Zähnen knirscht. Ihr Gesicht ist eine Mischung aus Frustration und Entschlossenheit. Sie weiß, dass ich recht habe. Das lese ich in ihren Augen, auch wenn sie es nie zugeben wird.

Menschen wie Lucy sind keine Gefahr für uns, denn sie sind zerbrechlich und fremd in unserer Welt.

Doch Beatrice gibt nicht nach. Ihre Haltung strafft sich, trotzig wie damals, als sie noch ein Kind war und stur ihren Willen durchgesetzt hat. Sie schaut mich herausfordernd an, als könnte ihr Blick allein meine Entschlossenheit zunichte machen.

»Und Denise könnte das?« Beatrices Augen blitzen auf, als halte sie ein Ass in der Hand. Sie spielt, und zwar mit unfairen Mitteln.

Denn sie weiß, dass mir die Erwähnung von Denise zuwider ist. Eine schnelle Nummer, ja, das war sie. Aber sonst nichts. Nichts, was irgendwelche Verpflichtungen nach sich ziehen sollte.

Und doch klebt sie an mir, als wären wir ein Paar in den Flitterwochen. Letzte Woche hat sie sich nackt auf meinen Schreibtisch gesetzt und die Beine weit geöffnet, um meine Aufmerksamkeit zu erregen.

Ich höre noch immer Niklas’ Gelächter, als er ihren verzweifelten Versuch sah, ebenso wie die schreckliche Musik, die sie aufgelegt hatte.

Aber das darf ich mir nicht anmerken lassen.

»Denise wüsste wenigstens, was los ist. Lucy hat nicht die geringste Ahnung von unserer Welt. Sie ist nur ein ahnungsloser Mensch«, erkläre ich und lasse den verächtlichen Ton bei der Erinnerung an Denise heraus.

Dabei hasse ich die Menschen nicht, sie sind mir einfach egal. Aber wenn ich an Lucy denke, würde ich gerne so empfinden.

»Maxi, mach es uns doch beiden nicht so schwer.«

Ich atme tief durch und beginne, den Druck auf meinem Nasenrücken zu massieren, als wollte ich den Stress und die Anspannung herauskneten. »Warum will sie überhaupt hier arbeiten? Hast du nicht gesagt, sie sei mit einem Arzt verheiratet?«

»Maxi!«, faucht sie mich an. Ich weiß, dass ich mich erklären muss, damit das Thema endlich vom Tisch ist und nicht wie in den vergangenen Wochen jeden verdammten Tag von vorne beginnt.

»Wir brauchen hier keine wohlhabende Hausfrau, die sich zu schade ist, den Tresen zu putzen. Das hier ist eine Rockerkneipe, verdammt. Auch ohne Verwandlungen geht es hier rau zu, und das weißt du.«

Was für ein Schwachsinn, dass ausgerechnet ich ihr klarmachen muss, dass das hier kein Ort für Menschen ist. Dabei müsste Beatrice das wissen. Schließlich ist sie der Grund für manche Auseinandersetzung in unserer Kneipe. Ihre Gabe, alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und gestandene Männer zu kindischem Verhalten zu verleiten, ist legendär. Ich könnte es ihr sagen, aber das würde mir jetzt nichts nützen.

»Sie ist nicht so eine aufgetakelte Hausfrau. Ihr Mann ist einfach ein Arschloch, Maxi! Sie braucht den Job wirklich«, fleht sie. So habe ich Beatrice selten erlebt. Das letzte Mal, dass sie mich derart angefleht hat, liegt Jahre zurück. »Du weißt doch, wie Lucy ist. Sie ist genau wie damals, nur dass sie eben nicht mehr McAllister, sondern Harsen heißt. Ein bescheuerter Nachname, oder?«

Ich antworte nicht, aber vor meinem inneren Auge sehe ich sie ganz genau vor mir – mit ihren grünen Augen und ihren gewellten, langen blonden Haaren.

Nicht, dass ich daran erinnert werden wollte, aber seit Wochen höre ich ihren Namen, seit Wochen muss ich Beatrice zuhören und werde ständig mit ihr konfrontiert. Die Erinnerung an sie lässt sich ohnehin nicht abschütteln. Hat sie nie. Und jedes Mal, wenn Beatrice ihren Namen ausspricht, kommt sie noch stärker an die Oberfläche.

»Maxi, ehrlich jetzt! Sie war damals unsterblich in dich verliebt!« Beatrices Worte dringen schrill und eindringlich zu mir durch, während ich ein ärgerliches Seufzen unterdrücke. »Jetzt stell dich nicht so an!«

»Unsterblich verliebt?« Ich ziehe skeptisch eine Augenbraue hoch. »Wohl kaum.« Die Worte sollen gleichgültig klingen, aber es ist eine Farce. »Und selbst wenn, das ist Jahre her, Bea.«

Aber ein Bild taucht vor meinem inneren Auge auf – Lucy in dem engen grünen Kleid, das nichts der Fantasie überließ. Ihre großen grünen Augen hatten mich damals gefesselt, so voller Leben und Liebe.

Ein Schauer durchfährt mich, mein Wolf wird unruhig. Ich wollte sie, mit jeder Faser meines Seins. Die Erinnerung versucht, mich einzunehmen, doch ich presse die Lippen zusammen und zwinge mich, im Hier und Jetzt zu bleiben.

Das ist Vergangenheit.

»Maxi, bitte! Gib ihr eine Chance!« In Beatrices Augen liegt dieser sanfte Glanz, den sie immer hat, wenn ihr etwas am Herzen liegt. »Ich habe dir doch gerade gesagt, wie schwer sie es hat. Sie wird es schaffen!«

»Und wenn nicht?«

»Dann werde ich dich nie wieder drängen, eine meiner Freundinnen einzustellen.« Ihre Stimme ist nervtötend sanft, und ich spüre, wie ich die Oberhand gewinne. Aber wenn hier schon Theater gespielt wird, dann zu meinen Bedingungen.

»Das reicht nicht, Beatrice.«

»Okay, okay! Wenn du es nicht schaffst, nenne ich dich mit deinem vollen Namen. Und ich werde mich nicht mehr aufregen, wenn du mich mit meinem vollen Namen ansprichst. Nie wieder.«

Wir sind nicht zum Feilschen hier, aber natürlich will ich mehr. Ich schaue Beatrice ein paar Sekunden an, bis sie auch ohne Worte versteht, was ich will.

»Ich werde sie einarbeiten. Wenn es nicht klappt, werde ich sie feuern. Persönlich.«

»Persönlich, ja?« Ich ziehe eine Augenbraue hoch, als wollte ich ihre Worte auf die Goldwaage legen. »Meinst du, du wirst ihr selbst sagen, dass sie entlassen ist?«

Ich kenne Beatrice und ihre Abneigung gegen solche Konfrontationen. Sie hasst es, schlechte Nachrichten zu überbringen. Dieses Angebot bringt ihr sogar ein wenig Respekt von mir ein.

»Ja, persönlich.« Ihre Antwort kommt ohne Zögern, begleitet von einem entschlossenen Nicken. Ein Lächeln huscht über meine Lippen – sie weiß genau, wie dieses Spiel gespielt wird. Schließlich spielen wir es schon seit unserer Kindheit.

»Abgemacht.«

Kaum habe ich das Wort ausgesprochen, springt Beatrice vor Freude auf und ab, als hätte sie im Lotto gewonnen. »Danke, Maxi! Das ist fast ein vorweihnachtliches Wunder!«, kreischt sie überglücklich und greift nach ihrem Handy.

»Ich schreibe ihr, dass es heute Abend losgeht. Das wird großartig! Fast wie damals!«

Sie plappert munter drauflos, als wären wir zwei Kinder, die ein Spielzimmer für sich entdeckt haben, und nicht in einer Rockerkneipe voller potenziell explosiver Gestaltwandler.

»Das ist keine Party, Beatrice. Das ist Arbeit. Und zwar harte Arbeit.« Meine Stimme klingt hart und unerbittlich, aber sie scheint es nicht zu verstehen – oder sie will es einfach nicht verstehen.

Sie verzieht das Gesicht und seufzt genervt. »Ein bisschen Spaß dürfen wir doch haben, oder?«

Wir wurden früh in diesen Laden eingeführt. Schon unserem Großvater gehörte die Kneipe, und unser Vater fand es nicht schlimm, wenn wir Kinder nachts hier herumtobten.

Als Teenager war das praktisch, denn so kamen wir immer an den guten Schnaps. Aber wir sind längst keine Kinder mehr. Seit unsere Eltern nicht mehr da sind, gehören ihr vierzig Prozent der Bar. Sie muss erwachsen werden – oder es zumindest versuchen.

»Sag mal, meinst du, wir sollten den Mitarbeitern Elfen- oder Weihnachtskostüme kaufen?«, fragt Bea, ohne den Blick vom Handy zu nehmen.

»Nein.« Bis heute frage ich mich, ob sie das absichtlich tut oder mich einfach dem Wolfswahnsinn entgegentreibt. »War’s das, Bea? Sind wir fertig?«

»Du bist so ein verdammter Grinch, Maxi, ehrlich«, sagt sie kopfschüttelnd und sucht nach einem Funken Verständnis in meinem Blick. Doch sie findet nur meine Gleichgültigkeit. »Das hätten unsere Eltern nicht gewollt!«

Ein tiefes Grollen bahnt sich auf ihre Worte hin seinen Weg aus meiner Brust. Ein Warnsignal, das sie oft ignoriert, doch diesmal versteht Beatrice es. Sofort hebt sie beschwichtigend die Hände. Sie murmelt vor sich hin, während sie sich zur Tür dreht. Ganz leise höre ich noch, wie sie das Wort Grinch wiederholt, bevor sie die Tür zuschlägt.

Ich hasse und liebe sie.

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Toller Charakter

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