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Zusammenfassung

Nola hat sich einen erstklassigen Ruf als der beste Scout und als herausragende Jägerin sowie Kämpferin des gesamten Landes erarbeitet. Mit ihrem gespannten Bogen stellt sie sich mutig den Bedrohungen und ihrer eigenen Vergangenheit.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
60
Rating
4.8 (5 Bewertungen)
Altersfreigabe
16+

Ich und Er

Nola hatte sich einen hervorragenden Ruf als die beste Jägerin und Kämpferin des ganzen Landes erarbeitet. Mit ihrem gespannten Bogen und ihrem scharfen Messer stellt sie sich mutig den Feinden, die das Land bedrohen. Doch nicht nur äußere Gefahren gilt es zu überwinden; sie muss sich auch den Schatten ihrer Kindheit sowie den Has einiger Wandlern in ihrem Umfeld stellen, die ihr nur Missgunst entgegenbringen, weil sie anders ist.

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Ich wurde in einer Ära geboren, in der technologische Fortschritte wie Kommunikationsmöglichkeiten vorhanden waren. Dennoch bevorzugte ich meine Fähigkeiten und Instinkte zu nutzen. Der einzige Fortschritt, den ich besaß, war ein Geländewagen für meine beruflichen Aufträge. Ein Freund in der Stadt nahm diese für mich an und koordinierte sie, ich besuchte ihn einmal im Monat. Ein Handy besitze ich nicht, da es in den weitläufigen Wäldern kein Empfang gibt und es daher nutzlos für mich gewesen wäre. Stattdessen besuchte ich die Menschen persönlich.

Mein Name ist Nola Corason, Nola bedeutet Kriegerin. Ich wurde in den Highlands Schottlands im Clan Cosan geboren, einem Clan von Wandlern. Schon als zierliches Baby, das ich war, blieb meine Größe klein, auch in den folgenden Jahren war ich die kleinste im Clan mit nur 1,60. Alle weiteren weiblichen Mitglieder des Clans hatten eine Mindestgröße von 1,70 Metern. Aus diesem Grund entschied mein Vater sich, mich ab dem Alter von 6 Jahren zu einer starken Kriegerin und Kundschafterin ( Scout ) auszubilden. Diese Ausbildungen dauerten bis zu meinem 19. Lebensjahr an.

Inzwischen bin ich achtundzwanzig Jahre alt und trotz meiner früheren Ausbildung, bei der ich eine der besten Scouts und Kämpferinnen wurde, und meiner Fähigkeiten erkannten mich meine Clan-Mitglieder nicht als vollwertiges Mitglied an, da sie alle Wandler waren und ein Tier als Begleiter hatten. Im Gegensatz besaß ich nur ihre Instinkte und Fähigkeiten, jedoch kein eigenes Tier. Dadurch wurde ich zum Außenseiter im Clan, da die Ablehnung stets präsent war, beschloss ich, den Clan zu verlassen.

Seit dem Verlassen meines Clans und meiner Eltern sind acht Monate vergangen ich lebe zurückgezogen In einem abgelegenen Häuschen inmitten einer Lichtung im schottischen Hochland, umgeben von einem dichten Wald, Hier gibt es keine Zivilisation in einem Radius von etwa fünfhundert Metern zu sehen.

Es ist Morgens ich stehe im Badezimmer und kämme mein schwarzes Haar, das bis zur Mitte meiner Schulterblätter reicht. Meine himmelblauen Augen sehen noch müde aus, deshalb spritze ich mir Wasser ins Gesicht. Anschließend verlasse ich das Badezimmer, gehe die Treppe hinunter in die Küche und setze Kaffee auf, während er durch läuft hole meine Utensilien.

Wie an jedem Morgen widmete ich mich der sorgfältigen Reinigung meiner Waffen. Dazu zählten ein Twinbow-Bogen plus Pfeile und Messer in verschiedenen Größen. Begleitet wurde dieser Vorgang stets von meinem Gesang, Eye of the Tiger begleitet.

Nach Abschluss meiner Arbeit begab ich mich nach oben und kleidete mich wie gewohnt in schwarze Hosen, ein schwarzes Oberteil, eine Lederjacke und schwarze Stiefel. Diese Wahl der unauffälligen dunklen Bekleidung diente der Tarnung im Wald, um bei Dämmerung unbemerkt für die Jagd nach Nahrung aufbrechen zu können. Zuvor erledigte ich noch die alltäglichen Pflichten.

Als die Dämmerung hereinbrach, begab ich mich mit meinem Bogen, meinen Pfeilen und meinen Messern in den Wald. Ich suchte nach Wild, das ich erlegen konnte. Nachdem ich einige Zeit im Wald unterwegs war, vernahm ich Gelächter. Ich fragte mich, wer sich um diese späte Stunde noch im Wald aufhielt, und beschloss, nachzusehen. Ich folgte dem Gelächter bis zu einer Lichtung.

Ich entdeckte einen regungslosen weißen Wolf, dessen Vorderpfote in einer Falle feststeckte. Zwei Männer mit Armbrüsten richteten ihre tödlichen Waffen auf das wehrlose Tier.

Unverzüglich griff ich zu meinem Bogen und legte zwei Pfeile auf. Mit ruhiger Hand zielte ich auf die Armbrüste der Angreifer. Meine gezielten Schüsse trafen sie jeweils, woraufhin sie erschrocken zurückwichen und mich mit scharfen Blicken fixierten. In dem kurzen Augenblick, bevor sie sich mir zuwandten, spannte ich zwei weitere Pfeile in meinen Bogen.

Denkt nicht einmal daran, eure Armbrüste zu berühren. Meine Pfeile sind schneller durch euch hindurch, als ihr euch bücken könnt. Verschwindet augenblicklich!

Als sie sich auf ihre Armbrüste zubewegte, feuerte ich einen Warnschuss ab, der knapp an ihnen vorbeizischte. Sofort hoben sie beide die Hände und eilten in das Dickicht des Waldes, riefen mir zu: „Wir sehen uns wieder!“ „Natürlich,“ dachte ich, senkte meinen Bogen und ließ sie ziehen.

Ich näherte mich dem Wolf und kniete einbeinig vor ihm. Er hob den Kopf leicht und knurrte. Ich neigete meinen Kopf leicht zur Seite. Im Ernst, du knurrst mich an? Scheinst zu vergessen, dass nicht ich derjenige bin, der Hilfe benötigt. Das Knurren wurde leiser, hörte jedoch nicht auf. Nun denn, wie du meinst. Ich stand auf, hob meinen Bogen vom Boden und ging zwei Schritte weg.

Ich hörte ein leises Wimmern. Als ich mich umdrehte, sah mir der Wolf mit seinen bernsteinfarbenen Augen ins Gesicht. Durch unsere telepathische Verbindung sprach ich mit ihm: „Hast du es dir überlegt? Wirst du aufhören mit dem Knurren? Ich kann dir helfen.“ Der Wolf schien meine Worte zu verstehen, denn er öffnete seine großen Augen weit und nickte kaum merklich. Ich ging auf ihn zu, legte meinen Bogen wider auf den Boden und näherte mich der Falle mit bloßen Händen, wobei ich meinen Blick stets auf den Wolf gerichtet hielt. Behutsam ergriff ich die Metallflügel, die die verletzte Pfote des Tieres festhielten.

Ich öffnete sie, und die Pfote rutschte heraus, er quietschte auf und klappte zusammen. Ich hob meinen Bogen auf, warf ihn mir über die Schulter und überlegte, wie ich den Wolf am besten wegbringen könnte. In hohem Tempo lief ich nach Hause und holte eine riesige Plane. Zurück beim Wolf, der immer noch bewusstlos war, nahm ich zwei Stämme und befestigte die Plane daran. Dann zog ich den Wolf auf die Plane und machte mich auf den Heimweg.

Im wohligen Ambiente meines Heims. Legte ich eine Decke vor den flackernden Kamin und bettete den Wolf darauf. Sorgfältig verstaute ich meinen Bogen und meine Messer.

Während der Tee aufbrühte, holte ich Verbandsmaterial und kümmerte mich um die verletzte Pfote des Tieres. Mit einem Gefühl der Zufriedenheit ließ ich mich auf der Couch nieder und beobachtete den Wolf.

Als die Müdigkeit mich langsam einholte, begab ich mich in mein Zimmer und besorgte eine zusätzliche Decke und ein Kissen. Zurück auf der Couch, machte ich es mir gemütlich und versank in einen wohltuenden Schlummer.






































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































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