Whenever you're ready

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Zusammenfassung

Isa kommt von einem langen Arbeitstag nach Hause. Völlig abgekämpft und mit Periodenschmerzen weiß sie nicht, wohin mit sich. Doch Magnus, ihr Freund kümmert sich fürsorglich um sie. Kurzgeschichte.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
1
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1 Heimkommen

Sechszehn Stunden. Mir tat alles weh. Mir war übel. Ich konnte kaum einen Arm heben. Geschweige denn ein Bein. Mit nach hinten gekipptem Kopf lief ich rückwärts und schob mit meinem gesamten Körper die Wohnungstüre zu.

Jetzt wollte ich mich auf den Boden legen und heulen.

Oder kotzen, weil mir so übel war.

„Babe?“

Ich antwortete nicht. Meine Tasche glitt langsam über meine Schulter. Ich hätte den Riemen mit der Hand aufhalten können, doch ich wollte nicht. Mit einem dumpfen Schlag kam sie am Boden auf. Eine Millisekunde später blitzte ein lächelndes Gesicht in der Türöffnung zur Küche hin auf. Das jedoch bald nicht mehr lächelte, als es meinen betrüblichen Anblick sah.

„Ist was passiert?“

Ich schüttelte den Kopf. Doch gleichzeitig begann ich zu heulen. Magnus kam auf mich zu. Immer noch in schwarzem Hemd und Hose, das er heute Morgen unter meinen verschlafenen Blicken angezogen hatte. Nur die rote Krawatte konnte ich über seine Schulter hinweg auf der Lehne des Küchenstuhls hängen sehen. Ich ließ mich in die Umarmung fallen, stand kaum noch selber und genoss, wie seine großen Hände über meinen Rücken fuhren. Ich vergrub mein Gesicht in seiner Umarmung. Genauso wollte ich einschlafen. Heulend, stehend, die Welt verfluchend.

Doch ich stank nach Backofen, Frittierfett und Essen von drei verschiedenen Kontinenten und einem Dutzend Ländern. Wie nannte man das schon wieder? Fusionsküche? Es war mir egal. Was mir nicht egal war, dass Magnus das riechen musste.

„Ich muss duschen“, grummelte ich an seinem Brustkorb, regte mich jedoch nicht.

„Soll ich dir ein Bad einlassen? Du kannst unterdessen was Essen. Ich habe Spaghetti gemacht.“

Mit dem Kopf im Nacken blickte ich zu ihm auf. „Du bist doch selbst noch nicht lange da.“ Seine rechte Hand legte sich mich auf meinen Kopf und fuhr durch meine feinen, vom Dunst meines Arbeitsplatzes, fettigen, braunfarbigen Haare.

„Ich hab zehn Minuten dafür gebraucht. Das ist nichts.“ Mein Schädel fiel wieder nach vorne und schon wieder liefen die Tränen.

„Sorry“, würgte ich hervor.

„Dafür nicht Babe“, antwortete er in seiner tiefen, beruhigenden Honigstimme und schob mich in der Umarmung Richtung Küche.

Nur widerwillig ließ ich mich aus seiner Umarmung auf den Küchenstuhl plumpsen.

Ich beobachtete jede seiner Bewegungen. Wie er nach oben ins Regal griff, um einen tiefen Teller runterzuholen. Wie er in die rechte Schublade nahe des Fensters griff, um Besteck herauszuholen. Wie er versuchte, mit einer riesigen Fleischgabel die Spaghetti mit grünem Pesto, aufzudrehen und wie ein Profikoch anzurichten und wie er mit einem Lächeln den Teller vor mir abstellte.

Ich blickte zu ihm auf und konnte nur mit Mühe und Not verhindern, ein drittes Mal aufzuheulen.

Stattdessen lenkte ich mich damit ab, ihn nach seiner neuen Haarfarbe zu fragen, die er heute irgendwann im Laufe seines stressigen Tages hatte wechseln können.

„Kein Krieg mit dem Boss?“ Er schüttelte grinsend den Kopf. Was für mich hieß, dass es wohl ein ernstes Gespräch gegeben hatte.

„Ich mag türkis.“ Ich streckte meinen rechten Arm nach oben und er legte seinen Kopf in meine Handfläche. Ich ließ meine Hand über seine Haare nach hinten in seinen Nacken gleiten und zog ihn zu mir. Nur kurz blickte ich auf seine Lippen, ehe ich in küsste.

Das Grinsen was er mir jetzt schenkte, war um einiges breiter.

„Ich geh dann mal.“ Er ging zurück in den Flur und öffnete auf der anderen Seite die Badezimmertüre.

Bald konnte ich hören, wie das Wasser einlief und riechen, wie ein Mandelduft zu mir in die Küche zog.

Während die Badewanne sich füllte, ging Magnus in unser Schlafzimmer. Als er wieder hervorkam, trug er eine graue Jogginghose und ein schwarzes Shirt, dann ging er zurück ins Badezimmer. Das Wasser wurde abgestellt, dann überquerte er den Flur und stand wieder neben mir und ich hatte keine einzige Nudel gegessen.

Aber anstatt zu meckern, wie es manch einer in seiner Situation getan hätte, legte er mir die Hand auf die Schulter und fragte nachsichtig: „Brauchst du eine Tablette?“

Ich blickte direkt in seine grauen Augen und nickte. Er ging zurück ins Bad und kam mit einem Blister Schmerztabletten zurück, dass er neben mein Glas Wasser legte. Ich nahm eine Tablette und spülte sie mit einem Schluck runter.

„Du musst nichts essen wenn du nicht kannst.“

„Aber du hast dir die Mühe gemacht.“

„Die schmecken auch noch Morgen.“

Er beugte sich zu mir runter und hob mich direkt aus dem Stuhl hoch und trug mich hinüber ins Badezimmer. Dort setzte er mich auf der geschlossenen Toilette ab. „Ich kann auch noch schnell zur Tanke an der Ecke wenn du noch was brauchst. Süsses. Chips. Apfelmus. Sag einfach Bescheid.“

„Ich brauche nichts. Nur das Bad und dann vielleicht ein bisschen Schlaf, wenn es die Krämpfe zulassen.“

Magnus legte seine Hände an meine Kapuzenjacke und ich nickte. Sachte streifte er sie mir über die Schulter. Beim weißen T-Shirt streckte ich die Arme nach oben, damit er es mir über den Kopf ziehen konnte. Den Knopf meiner Kochhose machte ich mir selber auf, dann hob ich die Hüfte, damit er mir das Kleidungsstück von den Beinen ziehen konnte. Er nahm all die Kleider und stopfte sie in den Wäschekorb, dann legte er mir die Hand auf den Kopf und drückte mir einen Kuss auf die Stirn.

„Ich lass dich jetzt allein.“

Leise zog er hinter sich die Türe zu.

Ich stand auf, zog mir den BH und die Panty aus, hob den WC-Deckel und setzte mich wieder.

In meinem müden Zustand musste ich mich ganz schön anstrengen, die richtigen Muskeln anzuspannen um die Menstruationsscheibe zu lehren. Aber es ging. Das Blut lief in die Schüssel. Ich wischte mich ab, spülte, wusch die Hände und die Scheibe und stieg endlich in die Wanne.

Angenehme Wärme umspülte meinen nackten Körper und endlich konnte ich ein wenig abschalten. Jedoch nicht lange. Schon ging die Türe wieder auf.

„Alles okay?“

„Ja.“

„Soll ich dir die Haare waschen?“ Mein Herz wurde direkt um das Doppelte größer. Nun war mir nicht nur warm dank des Wassers, sondern auch wegen seiner Frage.

„Ja bitte“, seufzte ich.

Er kam sofort herein und kniete sich hin. Ich gab ihm die Shampooflasche und drehte mich zu ihm hin, sodass ich quer in der Badewanne sass.

Sobald ich seine kräftigen Finger auf meiner Kopfhaut spürte, war ich dahin. Er begnügte sich nicht, mir einfach nur die Haare zu waschen. Seine Finger und seine Hände massierten mir den Kopf, den Nacken und die Schultern.

„Wenn du so weiter machst, heul ich gleich wieder.“

„Als ob das was Schlimmes wäre.“

„Ich komm mir wie das größte Weichei der Welt vor.“

„Bist du nicht. Du hast gerade zwei Arbeitstage in einen pressen müssen und du hast Schmerzen, die manch einer mit einem Herzinfarkt vergleicht. Du bist kein Weichei.“

Ich sagte nichts als Antwort. Er hatte recht. Was meinen Körper aber nicht dazu brachte, mich besser zu fühlen. Ich wollte mich besser fühlen, weil ich fand es unfair ihm gegenüber. Er gab sich solche Mühe und ich war ein kleiner stinkiger Giftzwerg, der die ganze Zeit heulte. Ich wollte mich schlichtweg aus Dankbarkeit besser fühlen. Aber meine Hormone ließen mich nicht.

Er zog den Badewannenstöpsel, stand auf und holte sich die Duschbrause. Währenddessen drehte ich mich wieder in die Längsrichtung der Badewanne und richtete mich ebenfalls auf.

Magnus duschte sorgfältig das Shampoo aus meinen Haaren und allen Badeschaum von meinem Körper. Die Badewanne gluckerte, als die letzten Liter abliefen.

Ich wartete, dass er zurücktreten würde, doch er schnappte sich ein Frotteetuch. Statt mich schnell trocken zu rubbeln, tupfte er jeden Zentimeter meines Körpers trocken. Er nahm in Kauf, dass alles länger ging, denn er wusste nur zu gut, das nicht nur meine Brüste in dieser Zeit empfindlich waren. Meine gesamte Haut fühlte sich an, wie eine ständig gespannte Sehne.

Auf meiner Körpermitte angekommen, spürte ich nicht mehr das Frottee auf mir, sondern seine Fingerspitzen.

„Das krieg ich mit dem Tuch nicht trocken“, säuselte er in meine Ohrmuschel. Die Hitze die in mir aufstieg, war in keiner Nuance mit der Wärme des Badewassers zu vergleichen. Seine Lippen wanderten von meinem Ohr, zur Wange. Dort küsste er mich leicht, dann schaute er mir in die Augen.

Das war einer dieser Momente, die mich ihn noch ein bisschen mehr lieben ließ.

„Komm Babe.“ Er hob mich hoch und trug mich ohne Mühe ins Schlafzimmer. Ich half ihm, indem ich die Türklinke für ihn herunterdrückte. Er drehte sich um, lehnte sich mit dem Rücken ans Türblatt, um es aufzustoßen. Unser Raum war recht überschaubar. Ein grosses Bett, eine Schrankwand, fertig.

Die Bettwäsche, auf die er mich gerade legte, war schwarz gefärbte Baumwolle. Praktisch und pflegeleicht. Schnell wickelte ich meinen nackten Körper darin ein und schloss die Augen. Ich hörte, wie etwas Leichtes durch die Luft flog und spürte, wie sich die Matratze bewegte, dann wie die Decke an meinem Körper weggerissen wurde, nur um kurz darauf mit dem Körper meines Freundes ersetzt zu werden. Er schloss seine Bärenarme um mich und zog mich fest an seinen nackten Leib.

„Musst du morgen früh raus?“, murmelte ich in die Bettdecke. Ich spürte, wie sein Atem die Härchen in meinem Nacken bewegte und hörte ihn seufzen.

„Erst mittags. Ich muss zu einem Arbeitsessen mit den Chefs. Sie wollen mich als Protokollschreiber.“ Aus seiner Tonlage konnte ich heraushören, dass er nicht gerade für die Aufgabe brannte.

„Das ist doch eine schöne Chance. So kannst du ihnen zuhören, ohne das sie dich beachten und das mitten unter ihnen.“

Für einen kurzen Moment hielt er seinen Atem an, dann lachte er lauthals.

„Was würde ich nur ohne dich und deine Sichtweise machen?“

„Ganz einfach. Du hättest eine andere Frau die dir ihre Sichtweise mitteilen würde.“

„Nein hätte ich nicht.“

„Doch hättest du. So eine Sahneschnitte wie du eine bist bleibt nicht lange alleine.“

„Sahneschnitte? Das heißt, ich bin voll Laktose, Kalorien und Zucker. Wer würde mich da noch nehmen?“

„Es gibt genügend Frauen, die das alles lieben und wollen und noch viel mehr.“

„Trotzdem wird die Sahneschnitte in einem Paralleluniversum ohne dich ihre Fluffigkeit und Sahnigkeit verlieren und alleine alt und schimmlig werden.“

„Hör auf zu spinnen“, lächelte ich schon fast beschämt.

„Nein. Ich spinne nicht. Du bist meine Welt seit ich dich hinter diesem prunkvollen, übertriebenen Buffet gesehen habe.“ Ich drehte mich in seinen Armen und blickte in seine wunderbaren grauen Augen.

„Ich will dich küssen“, gestand ich.

„Dann mach“, konnte er noch knapp antworten, denn schon lagen meine Lippen auf seinen. Meine Hände wanderten seinen Bauch hinab und schlossen sich um seinen Penis. Er war hart, das hatte ich schon gesehen, als er mich im Bad abgetrocknet hatte.

„Babe“, grummelte er heiser.

„Ja“, gab ich verschlagen zurück.

„Musst du morgen nicht früh raus auf den Markt.“

„Schon, ja.“

„Bist du nicht müde?“

„Ja, aber mit diesen Krämpfen kann ich so so oder so nicht schlafen und ich würde dich nur wach halten. Ich brauch einen Orgasmus“, gestand ich gerade heraus.

Für einen kurzen Moment starrte er mich an. Seine Pupillen wurden größer, schwärzer, tiefer. Zwei schwarze Seen, die mich verschlangen.

„Das war eine klare Anweisung“, sagte er, und es klang schon beinahe schockiert.

Aber seine Hand wanderte zwischen uns hinab und glitt zwischen meine Beine. Er streichelte die feine Haut auf der Innenseite meiner Oberschenkel, dann fuhren seine Finger zwischen meine äußeren Schamlippen. Als er meine Klitoris berührte, küsste er mich. Als Reaktion drückten sich meine Finger um seinen Schaft zu. Hart. Er keuchte und biss mir in die untere Lippe. Es war ein süsser Schmerz, der meine Nervenendungen klingeln ließ.

Wir lagen viel zu nah aufeinander, um uns mit Petting zu stimulieren, ohne dem anderen den Ellenbogen in die Rippen zu rammen oder ins Schienbein zu treten. Aber jetzt wollte ich gar nichts anderes. Diese Nähe war alles, was ich jetzt brauchte. Jetzt und für immer. Ich schob meine Hüfte noch näher an ihn heran. Drückte meinen Kitzler auf seine Finger, verknotete meine Beine mit seinen, wollte in seiner Hitze zergehen und seinen Atem atmen.

Ich leckte meine Finger ab, speichelte sie ein, bis es tropfte und führte die Hand wieder zwischen uns. Ich rieb den Speichel auf seinen Schwanz, dann hob ich mein oberes Bein und führte ihn zwischen die Lücke, die entstanden war, dann ließ ich dieses Bein wieder sinken. Jetzt war es Magnus, der näher rückte. Sein Kopf senkte sich an meinen Hals, immer wieder saugte er an verschiedenen Stellen, küsste mich, leckte mich und saugte wieder die Haut meines Halses zwischen seine Lippen. Die Finger die meinen Kitzler streichelten, wurden schneller, drangen nur hauchzart in mich, um sich wieder und wieder mit meinem Saft zu benetzen und ihn überall auf den Schamlippen und auf sich selber zu verteilen. Seine freie Hand fuhr nur leicht über meinen Rücken. Doch jedes Mal, wenn er von Kopf bis Arsch über meine Wirbelsäule strich, floss ein neuer Schauder durch meine Nerven bis in die Fingerspitzen raus.

Sein Penis schob sich zwischen meine weichen, warmen Schenkeln unendlich langsam vor und zurück. Mein Körper wurde so überdreht, dass ich kaum mehr atmen konnte. Magnus überall auf mir zu spüren, ließ mein Herz so schnell pochen, das ich es hinter dem Brustbein spüren konnte. Durch seine Liebe und Fürsorge war mein Körper so verdammt weich und zart und entspannt geworden. Doch diese Berührungen, voller Begierde und Lust, ließen mich mein Körper selber lieben und die Strapazen des Tages vergessen. Ich wand mich unter seinen Berührungen, bohrte meine Finger in den Rücken, kratzte ihn, genoss jede Bewegung seines Körpers und fühlte mich so kolossal sexy. Ich war seine Göttin, ich war sein Tempel, ich war sein Heiligtum. Seine Anbetung meines Körpers, erhob ihn selber zum Gott.

Es klang kitschig, aber in diesem Moment fühlte ich mich so sehr mit ihm verbunden, das wir nicht mehr zwei einzelne Körper waren, sondern ein einzelner, bebender, wogender Organismus.

Ich hörte seinen Atem, ich spürte ihn, wie er über meine erhitzte Haut strich wie fließendes Wasser und sie doch nicht zu kühlen vermochte. Weil meine Haut sich ebenso heiß anfühlte, wie seine. Ich schloss meine Augen und trieb in irgendeiner fernen Galaxis umher, dann öffnete ich sie wieder und sah trotzdem nichts.

Meine Fersen rammten sich in die Matratze, dann wieder meine Zehen. Ich wollte still liegen, um jede Berührung genießen zu können, und doch konnte ich es nicht. Ich warf mich in seine Liebkosungen, sog alles auf was ging, damit seine Streicheleinheiten noch intensiver wurden. Dieses eine Gefühl, diese Angespanntheit was so ein falsches Wort war, und doch richtig, wurde immer größer. So groß, dass es begann, die Bauchkrämpfe zu überdecken. Mein Körper musste eine Gluthitze abstrahlen, so heißblütig wie ich mich fühlte.

Magnus schien es zu merken. Seine Finger wurden fahriger und grober. Sein Penis bewegte sich hart zwischen meinen Schenkeln und der Kuss war roh. Ich löste mich, um irgendwie noch Atem zu schöpfen, vergrub mein Kopf an seiner Kuhle, drückte meine Finger so hart in seine Arschbacken, dass sie am nächsten Tag wohl von zehn blauen Monden verziert waren. Ich keuchte, sog nur noch krampfhaft Luft ein und dann kam ich hart.

Die Angespanntheit fiel von mir. Mein Herz pochte im gleichen Rhythmus wie die Muskeln zwischen meinen Beinen. Mein Atem wurde wieder regelmäßig und die Bauchkrämpfe waren weg.

Ich blickte Magnus in die Augen, währenddem er sich immer schneller zwischen meinen Schenkeln bewegte. Es war so ein schöner Anblick, zu sehen, wie auch er von dieser Angespanntheit befallen und dann nachdem er kam, weich und anschmiegsam wurde.

Wir blieben lange liegen und schauten uns lange an, küssten uns sanft oder streichelten uns über den Rücken und die Arme, doch meine Augenlider wurden schwer, sodass ich sie kaum noch offen halten konnte. Ich wehrte mich nicht mehr dagegen und schlief ein.


Zwei Wochen später

Ich war tot. Oder so gut wie. Doch es war meine Entscheidung. Meine ganz alleine. Das hatte ich auch meiner Kollegin gesagt, falls mein Chef sie, jedoch mich nicht sehen konnte, wenn er kontrollierte, ob das Buffet stand. Ich hatte ihr auch gesagt, sie müsse mich auch nicht verteidigen noch irgendwelche Ausreden erfinden. Wenn mein Boss mich lynchen wollte, war es mir egal. Mit Freuden würde ich jede Tortur über mich ergehen lassen, denn das was ich geplant hatte, würde alles aufwiegen.

Während der Arbeitszeit, während der Buffetvorbereitung, hatte ich meinem Magnus aus den übrig gebliebenen Zutaten ein sein Lieblingssandwich gemacht. Käse, Schinken, scharfer Salami, Zwiebeln, Tomaten, Salat, Mayonnaise, Ranch Dressing, ein paar Gewürze und ein Spritzer Honigsenf. Alles kleingehackt und miteinander vermischt, in ein armlanges Sandwichbrot gestrichen und sorgfältig eingepackt, trug ich es nun auf beiden Händen balancierend, damit es nicht in der Mitte entzwei brach, in sein Büro.

Der braunhaarige Empfangsherr in der in der Mitte des riesengroßen Foyers sass, zwinkerte mir zu. Ich trat zu ihm hin. Gierig blickten seine blauen Augen auf meine Fracht.

„Das ist nicht zufällig für mich?“

„Tut mir leid Karl. Nächstes Mal vielleicht, sollte ich das Fernbleiben von meinem Arbeitsplatz überleben.“

„Magnus kann sich echt glücklich schätzen. Du bist ein verdammter Secher im Lotto und Blitzeinschlag in einem.“ Ich grinste ihn glücklich an.

„Ich verrat dir jetzt ein Geheimnis. Ich bin die Glückliche von uns beiden. Verdammt, nicht jeder kommt mit meinem Beruf und den Arbeitszeiten zurecht.“

„Oh und wie ich mit deinem Beruf zurecht kommen würde, zehn Kilo schwerer in einem Jahr aber das wären sehr glückliche Zehn Kilos.“ Er wackelte mit seinen Augenbrauen, was mein Grinsen nur noch breiter werden ließ.

„Ist er überhaupt da?“

„Wenn ich nein sage, bekomme ich dann das, was da eingepackt ist? Wir wollen es doch nicht verderben lassen.“

„Karl?“

„Ja Isa?“

„Dein Lieblingskuchen ist doch Death by Chocolate? Da erinnere ich mich doch richtig oder?“

Er nickte langsam, beinahe unsicher.

„Ist Magnus da?“

Karl kämpfte mit sich, das konnte man ihm zehn Kilometer gegen den Wind ansehen. „Krieg ich den Kuchen wenn ich die Wahrheit sage?“

„So groß wie eine Pizza“, bestätigte ich ihm. Karl verdrehte die Augen und ließ seinen Kopf in den Nacken fallen. „Naaa gut!“, schrie er die hohe Decke an, „er ist da.“

Als er wieder nach vorne blickte, lehnte ich mich über den Tresen und drückte ihm ein Schmatzer an die Wange.

„Ihr zwei seid echt eklig. Schlimmer als Romeo und Julia, nur das du es weißt.“

„Hab dich auch lieb Karl“, sagte ich noch zu ihm, als ich schon zu den Liften hechtete.

Ungeduldig wippte ich mit den Füssen, als ob das den Lift schneller nach oben treiben würde. Die Fahrstuhlmusik brachte mich auch nicht dazu, nachsichtiger zu sein. Ich wollte zu Magnus. Jetzt!

Ein Bing ertönte, dann sprach eine Computerstimme: „Fahrstuhltüre öffnet sich.“

Ich war sofort draußen und ehe jemand blinzeln konnte, sass ich auf dem Pult von Magnus in dem Großraumbüro, wo er arbeitete, und hatte ich das Sandwich vor seine Tastatur gelegt.

„Pause“, flüsterte ich und er blickte auf.

„Hä?“, doch dann setzte schnell das Erkennen ein. Er zerrte mich vom Schreibtisch auf seine Beine und in eine enge Umarmung. Dann knutschte er mich, sodass ich Big Ben in meinen Ohren läuten hörte.

Als er sich von mir löste, musste ich erst einmal Atem schöpfen.

„Was machst du hier?“

„Ich, puh. Ehm, ich hab gemerkt, dass du dir für Heute kein Mittagessen vorbereitet hast und da habe ich gedacht, ich springe in die Bresche. Wir sind gerade in der Nähe mit einem Buffet beschäftigt“, erklärte ich.

Er drückte mich noch einmal und küsste jede Stelle, die er auf meinem Gesicht und Hals erreichen konnte, was mich wie ein verliebter Teenager zum giggeln brachte.

„Du weißt gerade nicht, wie heiß du mich machst.“

„Aber ich kann es erahnen“, kicherte ich und ließ mich weiter von ihm küssen.

„Himmelherrgott! Soll ich euch wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verklagen? Nehmt euch ein Zimmer!“

Magnus blickte ruckartig auf und scannte den Raum nach der Bedrohung ab. Doch der Bully hatte den Vorteil des Großraumbüros auf seiner Seite. Er ging einfach in der Masse unter.

„Ich finde das gar keine schlechte Idee“, murmelte ich und schaute unschuldig zu ihm hoch.

„Der Lift ist videoüberwacht. Genauso wie die Konferenzräume. Lass mich ...“ Er sprach nicht weiter, sondern stellte mich auf die Füße, stand selber auf und zog mich hinter sich her vor eine Türe, die mir ein zischendes Lachen entlockte.

Betriebstechniker.

Er riss die Türe auf, zog mich hinter sich her und schlug sie wieder zu.

„Die werden alle wissen, das wir hier ficken.“

Ich machte bereits meine Hose auf und ließ sie zu Boden fallen.

„Das ist mir sowas von egal.“

Magnus machte sich ebenfalls an seiner Hose zu schaffen. Wir schauten uns beide gegenseitig an, während wir uns auszogen. Es war ein geiles Gefühl. Wie er den Kopf senkte, wie sich sein Blick vor Lust verschleierte und dunkler wurde, gierig auf das, was ich vor seinen Augen großzügig freilegte.

Mich hingegen machte es unendlich heiß, wie er langsam und lasziv einen Hemdknopf nach dem anderen öffnete und die Beule in seiner Hose, nur unter meinem Blick größer wurde. Kaum sah er die Spitze meines BHs unter dem Ausschnitt meiner Kochjacke, ging er vor mir auf die Knie, zog mein Höschen runter und presste seinen Mund auf meinen Venushügel. Ich grub meine Finger in seine Haare, um irgendwie Halt zu finden, während meine Beine drohten, nachzugeben.

Ich ließ Magnus meine Vulvalippen nicht lange lecken, nur bis diese süße Angespanntheit anfing. Mit einer Hand zog ich sanft an seinen Haaren, sodass er von mir abließ, mit dem Zeigefinger der anderen Hand hob ich sein Kinn an und küsste ihn unnachgiebig.

Im Hochkommen griff er um meinen Arsch und drückte mich gegen die einzige freie Wand. Ich schlang meine Beine um seine Taille und stöhnte tief und rau, als ich seinen Penis in meine Scheide aufnahm. Ich klammerte mich an seinen Hals und seine Schultern, während er seine Hüften nur wenig zurückbewegte, um sich wieder bretthart in mich zu versenken. Er fickte mich hart und unnachgiebig.

Sein Hemd war längst nass durchschwitzt von seinen Bemühungen mich an der Wand zu halten und gleichzeitig zu vögeln. Seine Hosen hatten sich dank der Fickbewegungen schon lange zu seinen Fußknöcheln runter verabschiedet. Die süße Angespanntheit wurde unwandelbar. Ich griff zwischen uns und streichelte über meinen Kitzler. Seine stürmischen Blicke und ein letzter harter Stoß, der mich glauben ließ, dass mein Rücken einen bleibenden Eindruck an der Wand hinterließ, warfen mich in einen glutvollen Orgasmus.

Meine Augen fielen zu und drehten sich in ihren geschlossenen Höhlen hin und her. Das Pochen tief in mir drin, wurde mit jedem weiteren Stoß von Magnus verlängert. Er ließ meine Beine los, die doch nicht die Kraft hatten, selber zu stehen und sich nur auf die Verbindung verliessen, die zwischen uns bestand. Seine Hände waren über mir abgestützt, ich hielt mich irgendwie, knapp an seinen Brustkorb fest.

Ich spürte, seine Lippen an meiner Halskuhle, seine warme Zunge, und dann, seine Zähne. Er knurrte. Tief und rau. Versenkte sich ein letztes Mal in mich und blieb, während das Brummen noch eine Oktave tiefer sank und sein Arsch unter meinen Fingern steinhart wurde.

Ich spürte, wie sich seine Flüssigkeit mit meinem Muschisaft vermischte. Seine Stirn lag auf meiner. Gemeinsam atmeten wir und ließen Zeit verstreichen, bis sich unsere Körper abgekühlt hatten und unsere Herzen ruhiger schlugen.

Erst dann lösten wir uns voneinander. Langsam und müde.

Und dann klopfte es laut.