Neue Liste erstellen
Mit deinen Freunden teilen
Lesbarkeit anpassen

Mein Kaktus und ich: Eine Liebesgeschichte

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

Mia dachte immer, dass es nichts Einfacheres gäbe, als sich auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren: ihre Arbeit im kleinen Buchladen, ihre gemütliche Wohnung und ihren stachligen Mitbewohner – Hugo, einen stattlichen Kaktus, der nichts von ihr verlangt und sie doch immer wortlos versteht. Nach einer schmerzhaften Trennung hat Mia sich geschworen, dass ihr Herz nicht wieder zur Zielscheibe von falschen Versprechungen wird. Menschen sind kompliziert. Pflanzen dagegen sind einfach. Sie brauchen Licht, Wasser – und manchmal ein bisschen Zuwendung.Doch als eines regnerischen Nachmittags ein lautes Krachen ihre Welt erschüttert und sie ihren neuen Nachbarn Leon kennenlernt, ist es vorbei mit der Einfachheit. Leon, chaotisch, charmant und immer ein wenig zu neugierig, stößt nicht nur Hugos Topf um, sondern bringt auch Mias sorgsam aufgebaute Mauern ins Wanken. Mia will ihn loswerden, doch das Schicksal scheint andere Pläne zu haben: Ein kaputter Blumentopf wird zum Ausgangspunkt einer Serie von Begegnungen, die Mias Leben auf den Kopf stellen.Leon bringt Farbe in ihre Welt – aber auch Chaos. Plötzlich finden sich Mia und Hugo in einer skurrilen Mischung aus Pflanzenrettungsaktionen, gemeinsamen Filmabenden und hitzigen Wortgefechten wieder. Leon bringt Hugo neue Erde und Mia das Lachen zurück. Aber Mia kann das Flattern in ihrer Brust nicht ignorieren – und mit jedem Blick, jedem unerwarteten Lächeln von Leon wächst die Angst, wieder verletzt zu werden.Können Mia und ihr stacheliger Gefährte lernen, dass nicht jeder, der einem nahekommt, auch wehtun muss? Ist Leon wirklich der Wirbelwind, der alles zerstört, oder vielleicht derjenige, der Mias Leben wieder zum Blühen bringt? Und was passiert, wenn Hugo, der stumme Zeuge dieser Liebesgeschichte, plötzlich zu einem Symbol der Hoffnung und des Neuanfangs wird?„Mein Kaktus und ich: Eine Liebesgeschichte" ist eine warmherzige, humorvolle und berührende Geschichte über Liebe, Freundschaft und die kleinen Wunder des Alltags. Ein Roman darüber, dass man manchmal lernen muss, stachelig zu sein, um sein Herz zu schützen – und dass es trotzdem Menschen gibt, die jeden Dorn in Kauf nehmen.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
67
Rating
5.0 (1 Bewertung)
Altersfreigabe
16+

Prolog

Mia saß auf ihrem zerkratzten, ausgeblichenen Sofa, die Knie an die Brust gezogen, eine dampfende Teetasse in den Händen. Der Regen trommelte in unregelmäßigen Mustern gegen das Fenster, ließ silbrige Rinnsale über das Glas tanzen, und der Himmel draußen war in ein tristes, graues Tuch gehüllt. Die Wohnung lag still, die einzige Bewegung kam von der leichten Dampfwolke, die aus ihrer Tasse aufstieg, und dem sanften Flackern der Kerze auf dem kleinen Beistelltisch. Ihr Blick wanderte wieder zu Hugo. Der Kaktus stand, wie immer, stolz und stachelig auf der Fensterbank. Sein dunkelgrüner, kräftiger Körper streckte sich in die Höhe, als würde er sich dem trüben Licht entgegenstrecken, das durch die Wolken sickerte. Mia hatte ihn vor zwei Jahren gekauft, ein spontaner Kauf während eines dieser absurden „Selbstliebe-Nachmittage“, die ihre beste Freundin Anna ihr verordnet hatte. „Kauf dir was Lebendiges“, hatte Anna gesagt. „Etwas, um dich daran zu erinnern, dass du auch leben musst.“ Doch was lebendig war, konnte auch sterben. Und Mia hatte genug vom Verlust. Pflanzen waren da einfacher. Sie waren still, pflegeleicht – und wenn sie starben, konnte man sie einfach ersetzen. Aber Hugo hatte durchgehalten, selbst dann, als Mia ihn einmal wochenlang nicht gegossen hatte, weil ihr alles zu viel wurde. Er blieb. Robust und stachelig. Ein Überlebenskünstler. „Zumindest du lässt mich nie im Stich“, murmelte Mia, ein schwaches Lächeln auf den Lippen. Sie streckte eine Hand aus, als könnte sie den Kaktus berühren, zog sie aber rechtzeitig zurück. Die Stacheln waren lang und scharf, ein deutlicher Hinweis, dass Hugo, so wie sie, auf Abstand bestand. Das Leben hatte Mia beigebracht, vorsichtig zu sein. Vertrauen war wie eine dieser feinen Glasfiguren, die ihre Mutter gesammelt hatte: schön, aber zerbrechlich. Ihre letzte Beziehung war der Beweis gewesen. Sie hatte geglaubt, in Daniel den perfekten Partner gefunden zu haben – bis er sie eines Abends mit einem halb garen Geständnis und einem Koffer voller Schuldgefühle verlassen hatte. „Ich brauche Zeit für mich“, hatte er gesagt, während seine neue Freundin schon auf ihn wartete. Seitdem hatte Mia beschlossen, dass ihr Herz ein sicherer Ort sein musste – für sie allein. Keine Erwartungen, keine Enttäuschungen. Keine falschen Versprechungen. Nur Hugo und sie. Ein stilles Bündnis, das niemand stören konnte. Doch in dieser trügerischen Ruhe lag auch eine Leere. Mia atmete tief ein, ließ den warmen Dampf des Tees ihre Wangen kitzeln und schloss kurz die Augen. Manchmal fragte sie sich, ob sie das hier „Leben“ nennen konnte: ein immer gleicher Rhythmus aus Arbeit, Heimkommen, Schweigen. Doch jedes Mal, wenn diese Gedanken sie überfielen, sah sie zu Hugo hinüber, der wie ein stacheliger Wächter auf seinem Platz stand, und erinnerte sich daran, dass Beständigkeit ihre Sicherheit war. Ein lautes Poltern ließ Mia zusammenzucken. Es kam von der Wand zu ihrer Rechten, dem dünnen Trennschild zur Nachbarwohnung. Eine gedämpfte Stimme fluchte, dann ein schepperndes Geräusch. Mia verdrehte die Augen. Der neue Nachbar. Sie hatte ihn nur flüchtig gesehen – einen jungen Mann mit einem immer leicht zerzausten Haarschopf und einem Lächeln, das ein bisschen zu selbstbewusst für ihren Geschmack war. Was auch immer er dort drüben trieb, es war laut. Und störend. Sie seufzte und wollte gerade aufstehen, um das Fenster zu schließen und die Geräusche auszublenden, als ein weiteres Krachen ertönte – lauter, durchdringender – gefolgt von einem dumpfen „Verdammt!“ Mia stellte ihre Tasse ab und ging zur Tür, die Stirn gerunzelt. In der Stille, die nun folgte, schien der Regen nur noch stärker zu prasseln, als wolle er etwas verbergen. Sie wusste, dass es keine gute Idee war, sich einzumischen. Ein stilles Leben bedeutete ein ruhiges Leben. Keine Dramen, keine Überraschungen. Und Mia war Meisterin darin, sich aus fremden Geschichten herauszuhalten. Doch als sie sich wieder zu Hugo umdrehte, war da plötzlich dieser Gedanke. Ein ungeduldiger, neugieriger Stich, der ihr keine Ruhe ließ. „Nur ein kurzer Blick“, murmelte sie sich zu. „Vielleicht hat er wirklich ein Problem.“Und so öffnete Mia die Tür, trat hinaus auf den dunklen, schmalen Hausflur und ahnte nicht, dass dieser eine Schritt der erste in eine Geschichte war, die ihre stachelig abgesicherte Welt für immer verändern würde.

Lass Genevieve (Jennifer K.) wissen, was du von diesem Kapitel hältst!
Ich liebe es

0

Ich liebe es

Lustig

0

Lustig

Pikant

0

Pikant

Spannend

1

Spannend

Emotional

1

Emotional

Tiefgründig

0

Tiefgründig

Herzerwärmend

0

Herzerwärmend

Schockierend

0

Schockierend

Gutes Schreiben

2

Gutes Schreiben

Überzeugende Handlung

0

Überzeugende Handlung

Toller Charakter

0

Toller Charakter

Starker Dialog

0

Starker Dialog

Weitere Empfehlungen

Merry Christmas - Adventskalender 2025

Aelyn Raven: Wieder eine tolle Geschichte. Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen sie zu lesen, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch *g* ich freue mich schon auf den nächsten Adventskalender

Jetzt lesen
Charly's Weihnachten

T.M: Ich kann es gar nicht anders sagen also ich liebe diese Geschichte einfach. Sie hat für mich einfach alles was es braucht. Sie hat mich einfach mitgenommen auf eine echt schöne Reise. Danke❤️

Jetzt lesen
Destino Secreto

Karin Rogowski: Gut geschrieben und beschrieben. Die Charaktere und Situationen sind stimmig und nehmen einen gefangen. Mich hat das Buch ab der ersten Zeile fasziniert, genau wie die anderen Bücher davor. Sehr guter Schreibstil und eine sehr gute Übersetzung, nebenbei bemerkt. Dankeschön, dass Du Deine Bücher ...

Jetzt lesen
Grimveil Gamma - Im Schleier der Schatten

Amy: Ich mochte Kirrok schon im letzten Teil, seinen Zynismus, der ihn oft in die Klemme bringt, aber auch so herrlich sympathisch macht 🥰😅😍 es ist sooo mitreißend und spannend geschrieben, dass sie Zeilen verfliegen und man am Ende angekommen ist. Hervorragende Unterhaltung, ich freue mich schon auf ...

Jetzt lesen
Der Wolf in mir

kuesterinfo: Toll geschriebene Geschichte, super Charaktere und spannende Abschnitte. Bin gespannt wie es weiter geht!!!

Jetzt lesen
YOU AND ME

Grazia: Auch wenn diese Geschichte abgeschlossen ist und ein Ende hat, ist es für mich kein tolles Ende. Es ist als würde es mittendrin aufhören. Man will das Happy end weiterlesen, aber da ist nichts mehr, nur das kurze, knutschen und Freund und Freundin sein und dann .... Grundsätzlich mag ich die Geschic...

Jetzt lesen
 Mehrfach zurückgewiesene Gefährtin

Sina: Das war eine schöne bewegende Geschichte Hab sie in eins durch gelesen War toll und flüssig geschrieben Dankeschön das ich sie lesen durfte 🥰

Jetzt lesen
Liebe auf Umwegen

hannesscheel: Eine lesenswerte Romanze mit ein wenig Drama. Gut geschrieben, mit leicht humorvollem Einschlag.

Jetzt lesen
Die verschmähte Mate

hefalom_hy34dp: Schöner Roman!!!Wurde von der ersten bis zur letzten Seite abgeholt, mitgerissen.Hätte mir gewünscht, dass das Zusammenkommen der beiden Alphas etwas mehr beschrieben wurdeDas Ende der Stiefmutter und der bösen Stiefschwester etwas ausführlicher gewesen wäre, ebenso die Zußammenlegung der beidrn Rud...

Jetzt lesen