Kapitel Eins: Kane

„Komm schon, Kane“, rief Ethan mir zu. Sein wildes, blondes Haar zog auf dem Weg nach draußen die Blicke so einiger Frauen auf sich.
„Alles klar! Ich komme schon.“ Ich sah an mir herab auf die heiße Blondine, die neben mir an der Hotelbar saß, und war genervt von meinen Jungs, weil sie uns unterbrochen hatten. „Vielleicht sehen wir uns später noch?“, fragte ich und schenkte ihr mein typisches, verführerisches Grinsen.
Sie wirbelte den Strohhalm erotisch im Mund herum und antwortete: „Vielleicht.“ Dann zwinkerte sie mir zu.
„Ich bin später wieder da.“ Ich beugte mich zu ihr hinunter, gab ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen und leerte den Rest meines Drinks.
Ich eilte hinterher, um meine Freunde einzuholen. Wir vier – Ethan, Freddie, Nate und ich – waren für den Spring Break in Tijuana. Ethan und ich waren schon seit dem Grundstudium befreundet, während ich Freddie und Nate vor über zwei Jahren im ersten Semester des Jurastudiums kennengelernt hatte. Wir lernten zusammen und feierten danach umso härter. Wir hatten diesen Urlaub schon seit einem Jahr geplant und wir würden sicher nicht nach Kalifornien zurückkehren, ohne in Mexiko einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.
Heute war unser zweiter Abend und wir wollten in einen anderen Club als gestern. Wobei, das geile Stück, mit dem ich gestern etwas hatte, sollte heute eigentlich wieder im selben Club sein. Wenn sich hier nichts ergeben würde, würde ich wohl dorthin fahren und sie mir für eine weitere Runde schnappen. Fuck – wie hieß sie eigentlich? Scheißegal. Ich würde ihre Titten schon wiedererkennen, wenn ich sie sähe.
Oder ich ging zurück zur Hotelbar und sah nach, ob die Blondine noch da war. Entscheidungen über Entscheidungen. Ich hatte das Gefühl, wir würden diese Woche mehr erleben als in den nächsten paar Monaten zusammen.
Wir betraten den Club und die Musik vibrierte durch meinen ganzen Körper, als wir unseren ersten Stopp an der Bar machten, um etwas zu trinken. Ich schaute mich um und wog meine Optionen ab. Es gab viele, und ich ließ meinen Blick über die Tanzfläche schweifen, wo sich die Körper eng aneinander rieben.
Eine Gruppe von Mädchen fiel mir auf, vor allem eine stach heraus. Ich musterte ihren Körper anerkennend. Wie sie ihre Hüften schwang, machte mich das allein beim Zusehen schon geil. Ich riss meine Augen von ihrem straffen, heißen Körper los und sah ihr Gesicht an. Die blonde Schönheit war atemberaubend.
Ihr Blick traf meinen und sie schenkte mir ein selbstbewusstes Lächeln. Sie zwinkerte mir zu, bevor sie sich wieder ihren Freunden zuwandte. Mein Bier kam gerade an, und ich trank, während ich sie weiter beobachtete. Sie stand mit dem Rücken zu mir, doch sie sah über die Schulter zurück und fing meinen Blick ein, während sie ihre Hüften tief sinken ließ. Sie brach den Augenkontakt nicht, bis sie wieder hochkam. Ich wertete das als Einladung, trank den Rest meines Biers in einem Zug aus und bahnte mir dann, im Rhythmus der Musik, meinen Weg zur Tanzfläche.
Ich näherte mich ihr von hinten und legte ihr, sobald ich nah genug war, meine Hände auf die Hüften, während sie über die Schulter zu mir sah. Sie schenkte mir ein umwerfendes Lächeln, als ich sie an mich zog und wir uns zur Musik bewegten.
Als ich sie herumwirbelte, packte ich sie an der Taille und schob ein Knie zwischen ihre Schenkel. Mit ihren Armen um meinen Hals kamen wir uns näher und rieben uns erst tief, dann wieder hoch.
Unsere Körper pressten sich aneinander, schweißglänzend, und bewegten sich in einem erotischen Tanz, der mich extrem heiß machte und halb steif werden ließ. Ihre Freunde waren längst weitergezogen, um sich eigene Tanzpartner zu suchen.
Am Ende des Songs griff sie nach meiner Schulter und schrie mir ins Ohr: „Ich habe Durst.“
Ich nahm ihre Hand und führte sie zur Bar. Wir bestellten uns beide etwas, warteten kurz und tranken die Drinks dann hastig aus. Diese kleine, heiße Verführerin schwang weiterhin ihre Hüften, während sie an ihrem Strohhalm nuckelte. Das grüne Kleid schmiegte sich perfekt an ihre Kurven, und ich konnte den Blick nicht abwenden, als der Stoff beim Bewegen immer weiter ihre Oberschenkel hochrutschte.
Als ich den Blick endlich hob, saß meine Hose enger als zu Beginn des Abends. Als ich zusah, wie sich ihre vollen, rosigen Lippen um den Strohhalm schlossen und daran saugten, verlor ich fast den Verstand. Ich hielt es nicht mehr aus.
Ich schnappte mir ihr Glas und bemerkte kaum ihren schockierten Blick, als ich es auf den Tresen stellte. Ich legte meine Hand an ihren Hinterkopf, presste meine Lippen auf ihre und raubte ihr in einem harten Kuss den Atem.
Sie legte ihre Hände auf meine Taille und stöhnte auf, also drang ich weiter in ihren Mund ein. Meine Zunge verfing sich in ihrer, erforschte sie und wollte immer mehr. Ihr Mund war süß und einladend. Es überflutete meine Sinne und ließ mich nach mehr dürsten.
Als wir uns lösten, waren wir beide außer Atem und sie schenkte mir ein verdammt süßes Lächeln. Ihr Gesicht war gerötet und ich fuhr mit der Hand über ihre Wange. Ich ließ meinen Arm um ihre Taille liegen, nahm ihr Glas und gab es ihr, bevor ich meins nahm.
Während wir unsere Drinks austranken, kreisten meine Gedanken nur darum, wie diese heiße Braut und ich nackt zwischen den Laken übereinander herfielen. Unsere Körper schienen perfekt zusammenzupassen und die sexuelle Anziehungskraft zwischen uns war unglaublich.
Ich drückte meinen Körper gegen ihren, presste sie an den Tresen und knabberte an ihrer Unterlippe, bis sie den Mund öffnete. Dann nahm ich sie wieder, meine Zunge glitt hinein. Sie schmeckte nach Alkohol und Süße.
Ich wollte mehr von ihr, wollte sie woanders schmecken, um zu sehen, ob sie dort genauso süß war. Hitze durchströmte mich, das Verlangen rüttelte an meinem Innersten. Ich wollte dieses Mädchen, mehr als alles andere zuvor. Ich kannte nicht einmal ihren Namen, und doch lechzte mein ganzer Körper nach ihr.
Nach ein paar Minuten des Rummachens an der Bar löste ich mich und sah auf ihre geschwollenen Lippen; das Verlangen in ihren Augen war nicht zu übersehen. Obwohl ich sie am liebsten direkt hier gegen die Bar knallen wollte, wusste ich, dass das keine gute Idee war.
Stattdessen würde ich sie vielleicht mit auf mein Hotelzimmer nehmen und es mir mit ihr besorgen. Als ich ihr in die Augen starrte und versuchte, eine Entscheidung zu treffen, sah ich ihr Zögern. Mein Instinkt sagte mir, ich solle geduldig sein und sie nicht überrumpeln. Ich wusste, es würde sich lohnen.
„Komm schon.“ Sie ergriff meine Hand und zog mich zurück auf die Tanzfläche, wo wir ineinander krachten, während unsere Körper schon genau wussten, wie sie sich zusammen bewegen mussten.









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