Der Dom, Der Nicht Küssen Wollte von Sisa Hagen bei Inkitt
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Der Dom, der nicht küssen wollte

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Zusammenfassung

Ein Blind Date mit einem Dom - warum nicht? Dann steht dieser tolle Typ vor dir der locker als Kuss-Model durchgehen könnte und sagt dir, ein Dom küsst nicht! Dumm gelaufen ... aber der Nicht-Küsser ist auch noch verdammt knallhart drauf!

Genre:
Erotica
Autor:
Sisa Hagen
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
5
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Es ist noch gar nicht so lange her, als mir diese Geschichte passierte.

Erst ein paar Monate, es war Anfang dieses Jahres. Ich lebte schon ein paar Wochen in Heilbronn und hatte längst festgestellt, dass die Schwaben so ein eigenes Völkchen für sich waren, das mit den Bayern nicht so unbedingt konnte. Und selbst wenn ich selber nicht der typische Bayer war, wurde ich schnell als solcher abgestempelt. Dumm, dass sich meine Suche nach einem neuen Herrn aber nun ausgerechnet auf den Großraum Stuttgart verlagert hatte seit meinem Umzug …

Vogelfrei zu sein, hatte gewisse Vorteile. Und ich war zu dem Zeitpunkt in jeder Hinsicht frei, da ich nun auch von meinem Mann getrennt lebte. Ganz offiziell sogar, nicht mehr so wie zuvor, wo ich mich quasi in der Nachbarschaft einquartiert hatte. Ich hatte eine schöne Wohnung in einer alten Villa gefunden und sozusagen permanent sturmfreie Bude, und ja – ich war auf der Suche.

Okay, eigentlich suchte ich ja nicht wirklich. Schließlich war noch nie etwas Gutes dabei herausgekommen, wenn man mit Gewalt etwas suchte. Es war ja bekannt, dass man dabei dann meistens auf die Nase fiel. Also ließ ich mich lieber finden. Und um dem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen – klappern gehörte schließlich zum Handwerk – machte ich mich in den Chats natürlich nicht gerade absichtlich uninteressant.

Ich machte die Bekanntschaft von Roy. Roy war Engländer, hing aber zu meinem Glück nicht der guten alten, englischen Erziehung an. Und er suchte auch keine perfekt ausgebildete „O“, sondern einfach eine Sklavin mit der er Spaß haben konnte ohne gleich ein Eheversprechen ablegen zu müssen.

Roy lebte eigentlich in London, leitete aber derzeit eine Firmenfiliale in Berlin. Ganz alter Familienbetrieb, hatte er mir im Chatdialog anvertraut. Die Engländer und ihre Traditionen, ich konnte darüber nur lachen.

Auch ein Bild schickte Roy mir schließlich, und beim Anblick desselbigen wurde mir klar, dass auch ich manchmal ganz üblen Klischee-Vorstellungen erlag. Nicht jeder Engländer ist klapperdürr, blass und hellblauäugig oder gar rothaarig. Dieser Roy machte schon ordentlich was her. Hmmm, und sein Gardemaß von 1.95 war auch nicht gerade zu verachten. Ein Mann also, zu dem man im wahrsten Sinn des Wortes aufschauen konnte.

Er hatte vernünftige Ansichten, dieser Roy. Er war kein ausgesprochener Brutalo, aber auch kein Softie. Er war hauptsächlich dominant – sagte er - und brachte Schmerz nur dann ins Spiel, wenn er wirklich die Lust steigern konnte. Er liebte es aber, zu fesseln. Und mit der Lust und dem Frust der ihm ausgelieferten Sklavin zu spielen. Dies auch nicht immer unbedingt in den eigenen vier Wänden. Er war ein Mann, den es hinaus in die Welt drängte, sozusagen – und Mädel, bei euch im Weinanbaugebiet ist das Klima doch eh viel gemäßigter, als hier in der Hauptstadt, bekam ich gleich noch zu hören.

Aha, ein Outdoorfan also.

Ich wagte den zarten Hinweis, dass das Weinanbaugebiet derzeit tatsächlich unter zehn Zentimeter Neuschnee begraben lag, was er mir gar nicht so recht glauben wollte. Und fast vorwurfsvoll fragte er, ob ich frecher Weise vor lauter Heimweh den bayerischen Winter mit nach Heilbronn gebracht hätte. Denn normalerweise läge da doch gar kein Schnee.

Womit er vermutlich sogar recht hatte, der Schnee war mir eben einfach gefolgt …

Lange Rede, kurzer Sinn – wir fanden uns beide interessant genug, um ein Treffen zu wagen und telefonierten miteinander. Aber weil ich gar nichts zu verlieren hatte, stellte ich ein paar Bedingungen. Kein Outdoor, danach stand mir im Januar sicher nicht der Sinn. Und über das Treffen hinaus auch keine weiteren Verpflichtungen. Manchen Doms musste man das ja ausdrücklich sagen, denn selbst wenn sie vorher behaupteten, sich einfach nur just for fun treffen zu wollen, stimmte das nicht immer. Und kaum liegst du gefesselt und wehrlos vor denen, stellten sie Wunder was für utopische Besitzansprüche. Das wollte ich auf jeden Fall vermeiden, selbst bei einem solchen Leckerbissen wie dieser Roy es war.

Zuerst schluckte er ein wenig. Sein bis dahin so charmant klingender, britischer Akzent wurde etwas klirrend. War aber auch eine gehörige Frechheit von mir, einfach als Devote Bedingungen zu stellen und ihm Vorschriften zu machen! Aber nach kurzer Überlegung willigte er dann doch ein. Und konterte prompt. Wiederum mit dieser bezeichnend kühlen, englischen Noblesse.

Für das Treffen sei ich sein Besitz, ich hätte ihn mit Master anzusprechen – und auch nur dann, wenn ich gefragt würde. Er erwartete bedingungslosen Gehorsam von mir. Würde ich gut gehorchen und ihm eifrig dienen, dann würde er mich dafür gut behandeln und auch belohnen.

Der übliche Schmäh also.

Aber dann überraschte er mich doch. Er ließ sich zu einer Erklärung herab, der britische Roy. Nämlich, wie er gutes Benehmen definierte. Das schloss nicht unbedingt aus, dass man ihm Widerworte geben durfte, wenn man etwas nicht tun konnte. Oder sogar nicht tun wollte. Aber alles musste in entsprechendem Ton und mit deutlichem Respekt vorgebracht werden. Eine gute Sklavin müsse immer wissen, wie sie sich zu benehmen hat – in jeder Situation und zu jeder Tages- und Nachtzeit, wurde ich belehrt. Das sei ihm das Wichtigste!

Ich lachte schallend, als er mir dies sagte und antwortete ihm, dass er keine Angst haben müsse, ich würde ihn geziemend demütig erwarten und ihn nicht gleich in der Tür mit einer heftigen Schmuseattacke überfallen.

Konsterniert blieb es still, es rauschte in der Leitung. Tiefes Durchatmen, dann kam es trocken von dem Briten: „Dear, das wird es bei mir sowieso nicht geben! Seinen Dom küsst man nicht!“

Wieder was dazu gelernt. Bis dato hatte ich das nicht gewusst und dabei war ich doch schon ein paar Jährchen in dem „Geschäft“. Und ich war so überrascht, dass ich ganz vergaß, ihn zu fragen, warum man einen Dom nicht küssen durfte.

Es wurde Wochenende und das Treffen stand endlich vor der Tür. Himmel, was war ich neugierig. Wie dieser Roy wohl wirklich sein mochte? Und ob ein großer Unterschied zu dem Roy im Chat und zu dem Roy in der Realität bestand? Er war so zugeknöpft, so britisch zurückhaltend gewesen bisher. Keine Voraberziehung übers Internet und selbst am Telefon hatte es nur ganz normale Gespräche und keinerlei erzieherische „Ausrutscher“ gegeben.

Womöglich war das in Wirklichkeit trotz seines guten Aussehens nur ein ganz kalter Fisch und ich langweilte mich mit ihm zu Tode? Und ich Rindvieh hatte ihm angeboten, gleich über das ganze Wochenende bei mir zu bleiben. Damit sich die Fahrt nach Heilbronn von Berlin aus auch wirklich rentierte für ihn. Weil ich ja mal wieder so gierig gewesen war und mir gedacht hatte, eine kleine Session am Nachmittag würde mir gar nicht reichen.

Es war Freitagabend. Ich hatte früher Feierabend gemacht und so genügend Zeit gehabt, mich auf seinen Besuch vorzubereiten. Mit seinen Anweisungen dafür hatte er mich – zugegeben – ziemlich überrascht.

Eine Woche vorher hatte ich mich schon nicht rasieren dürfen. Das wollte er selber erledigen, hatte er erklärt. Nicht etwa, dass er mir nicht genügend Sorgfalt zutraute was das Rasieren betraf. Sondern einfach, weil ihn das anmachte, eine Frau zu enthaaren. Sagte er. Na gut, damit konnte ich tatsächlich leben, auch wenn die Tage des ekligen Stoppelsprießens äußerst unangenehm und lästig waren. Das war ja auch schon eine Art von SM, dachte ich mir immer wieder.

Die meisten Doms verlangten – wenn man denn gleich den kalten Sprung ins Wasser wagte mit ihnen und sich damit einverstanden erklärte, sie gleich entsprechend als Sklavin zu erwarten – dass man sie kniend empfing. In vorgeschriebener Kleidung, manchmal nackt, und manchmal mit Augenbinde.

Roy aber war nur in einer einzigen Hinsicht eine überraschende Ausnahme für mich, was das betraf. Nackt wollte auch er mich und sogar mit Augenbinde. Aber ich sollte nicht knien, sondern liegen. Flach auf dem Rücken, mit angezogenen Beinen und ihm gleich beim Eintritt mein Intimstes sichtbar präsentieren. Schon während er mich begrüßte, wollte er mir also direkt in die Möse schauen können.

Ich schluckte schon heftig, als er mir diese Anweisung am Telefon übermittelte. Es machte auch für mich einen riesengroßen Unterschied, dies für jemand zu tun den ich kannte – oder für einen völlig Fremden. Und das war er nun mal für mich, ein absolut Fremder über den ich kaum etwas wusste. Nur das, was er bisher von sich preisgegeben hatte.

Breitbeinig am Boden liegen und sich offen präsentieren – nein, ich fühlte mich überhaupt nicht wohl bei diesem Gedanken.

Er verstand meine Bedenken sogar, als ich sie ihm mitteilte, wich aber keinen Millimeter von seiner Anordnung ab. Fragte nur leise: „Vertraust du mir etwa nicht? Warum lädst du mich dann in deine Wohnung ein, dear?“

Fangfragen wie diese hasste ich schon immer, und auch die gnadenlose Logik dahinter. Denn in den meisten Fällen hatte ich der überhaupt nichts entgegenzusetzen. So auch diesmal, und das ärgerte mich mächtig. Aber dieser Punkt ging eindeutig an ihn.

Also lag ich zum angegebenen Zeitpunkt wie befohlen flach auf dem Rücken. Auf der flauschigen Felldecke, die er mir zugestanden hatte, damit ich nicht nur auf dem kalten Boden lag. Die Augenbinde umgebunden und nackt wie gewünscht. Heftig atmend und innerlich zitternd. Die Hände flach zu beiden Seiten meiner Hüften am Boden. Ich brachte es nicht fertig, mich jetzt schon zu öffnen.

Dann klingelte es zweimal an der Tür, Roy war da. Das war das vereinbarte Zeichen, dass er nun die Treppe hochkommen würde. In Sekundenschnelle rang ich meinen inneren Schweinehund nieder, würgte alle Proteste meinerseits energisch ab. In solchen Dingen konnte ich dann doch immer ziemlich konsequent sein, wenn es nötig war und nahm jetzt langsam die verlangte Position ein. Ich zog meine Beine an, spreizte mich auf und präsentierte mich tatsächlich seinen Blicken.

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Gutes Schreiben

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Toller Charakter

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Starker Dialog

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